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  • 1. Juli 2026

    Nostalgie und Realitätsverlust: Was für ein Spiel

    War früher alles besser? Frage ich mich so. Auf den harten Holzdielen des Flurs lungernd. Früher, als die Sonne noch nicht so heiß brannte. Früher, als ich viel mehr Leckerli bekam. Früher, als meine Nuria noch da war. Früher, als mein Bruder Moro noch lebte. Nun, ich weiß, Nostalgie.

    Oder anders: Das Vergessen alles Schlechten zugunsten der Erinnerung an das vermeintlich Gute. Welch romantisierende Verklärung der Vergangenheit. Denke ich so. Während Coco mir ins Ohr beißt. Und ich doppelt gestraft werde. Weil meine Flucht in einen Unfall mit Diego Rennrad mündet. Das scheppernd meinen Rücken streift. 

    Menschen sind natürlich noch viel stärker Meister der Verklärung vergangener Zeiten als unsere Spezies. Was ja ein stückweit auch den Erfolg der rechtsextremen AfD erklärt, die schwärmt, wie schön Deutschland doch einst war. Und wieder werden könnte. Mit ihr – der AfD – an der Macht.

    Und ich frage mich so, bei welchen Themen Deutschland früher eigentlich schön, gar schöner oder besser als heute war: Gleichberechtigung der Frau? Integration? Klimaschutz? Nun, einig scheinen die Deutschen, dass ihre geliebte Fußball-Nationalmannschaft früher besser war.

    Und yes, ich bestätige: Bis zum Titelgewinn 2014 war das Team auch in den Jahrzehnten davor meist mindestens unter den besten vier Mannschaften, insgesamt vier Mal Titelträger in 60 Jahren. Auf Erfolg – und damit gute Stimmung in der Heimat – war Verlass. Heute: Sowieso schlechte Laune im Land. Die nun noch durch das frühe Scheitern des Teams bei der WM in den USA potenziert wird. Anstatt abgebaut zu werden.

    Meine Bruna kommt erschüttert nach Hause. Erzählt, Schüler würden da nun die schwarzen Spieler des deutschen Teams denunzieren und rassistisch beleidigen. Vor allem jenen, der einen Elfmeter in die Wolken gejagt habe. Und ich denke so, was für ein Wahnsinn. In einer aufgeklärten Gesellschaft im Jahre 2026. Von der ein großer Teil offenbar zurück will ins AfD-Biedermeier. Der vermeintlich einfachen Lösungen. Aufklärung unerwünscht. 

    Durcheinander infolge des deutschen Ausscheidens bei der WM scheint auch der Bundeskanzler. Oder sein Team. Nach dem desaströsen Match gegen Paraguay ließ Merz einen Tweet absetzen: „Was für ein Spiel“, hieß es darin. „Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“

    Alle, die das lasen, waren zumindest irritiert. Und fragten sich, ob der Kanzler an Realitätsverlust leide. Bis dann seine Leute erklärten, der Tweet gehe auf eine Kommunikationspanne zurück. Es seien je nach Szenario mehrere Tweets vorbereitet gewesen. Der falsche sei dann scharf gestellt worden.

    Wäre früher nicht passiert. Denke ich so. Wenn es denn wirklich so war, wie Merzens Leute behaupten. Weil früher, da gab es kein Social Media, jedenfalls nicht in dem Ausmaß. Und: Das deutsche Team war eben wirklich besser.

    Ansonsten aber so? Nun, mir scheint, viele Probleme der Gegenwart sind Ergebnis der Politik der Vergangenheit. Ob es denn nun Klima-, Russland- oder Asylpolitik ist. Sagt der nostalgische Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Kopf hoch, blickt nach vorn. Und chillt, Leute! 

  • 30. Juni 2026

    Missverständnisse, Wilde und Schwerhörige

    Missinterpretationen sind an der Tagesordnung. Bei uns. In der Familie. Und die Missverständnisse fangen früh an: Wenn Coco und ich morgens um 5.28 Uhr an der Schlafzimmertür unserer Alten kratzen, tun wir das, weil wir spielen wollen. Gesellschaft wollen. Und Laura und Felix so, uns ankeifend: „Warum haben Katzen ihren Fresstrieb nicht unter Kontrolle? Und machen mitten in der Nacht solchen Lärm? Zerkratzen alles?“

    Und ich denke so: Welch weirdes, welch krudes Missverständnis. Ich. Bin. Ein. Kater. Und: Wir wecken aus Liebe. Zu ihnen. Natürlich nicht aus Hunger. Jedenfalls meist nicht. 

    Das Spannendste an der Fußball-WM in Amerika sind die Storys rund um die Spiele. Vor allem jene über Missverständnisse. Finde ich so. Vor allem jetzt, wo unser Team draußen ist. He he. Also: Der Ex-Weltmeister und amtierende TV-Fußballexperte Bastian Schweinsteiger steht derzeit wegen einer Aussage im deutschen Fernsehen in französischsprachigen Ländern Afrikas und in Frankreich voll in der Kritik.

    Beim Spiel Deutschland gegen Elfenbeinküste hatte er vor einigen Tagen gesagt, die Elfenbeinküste spiele unorthodox, typisch afrikanisch und – jetzt kommt es – „wild“. In dem Sinne von chaotisch oder unsortiert. Die französische Übersetzung von wild lautet „sauvage“. Und scheint in Frankreich in bestimmten Kontexten ähnlich rassistisch aufgeladen wie hierzulande das N-Wort zu sein.

    Warum? Nun, ich lerne: In der französischen Kolonialgeschichte wurde mit „sauvage“ das Unzivilisierte, Rohe, Barbarische bezeichnet, das afrikanischen Völkern mitunter unterstellt wurde. Und prompt wird Schweinsteiger nun vorgeworfen, rassistisch argumentiert zu haben. Den Spielern der Elfenbeinküste quasi das zivilisierte Menschsein abgesprochen zu haben.

    Der Trainer der ivorischen Nationalmannschaft muss sich verhalten – und spricht empört von einer menschlichen Enttäuschung, weil er Schweinsteiger als Spieler so bewundert habe. Und der muss sich nun für eine Sache rechtfertigen, die er gar nicht gesagt hatte. Und erst recht nie so gemeint hätte. Denn ich bin sehr sicher: Schweinsteiger ist kein Rassist. Eher das Gegenteil. 

    Es ist eben so, wie wenn man einem Schwerhöriger sagt, man sei gegen die AfD – und der einen empört fragt, warum man für eine solche Partei sei. Woraufhin man darlegen muss, dass man eben kein AfD-Fan sei. Ich fühle mich auch erinnert an einen Liebhaber, der ein Fenster schließt, um der Liebsten einen Durchzug samt Erkältungsgefahr zu ersparen – diese ihm dann aber vorwirft, er wolle wohl ihren Erstickungstod.

    Es eben falsch ist, egal, wie man es macht. Missverständnisse überall. Meine Leute sind endlich aus ihren Betten aufgestanden. Coco und ich hüpfen um sie herum. Und sie füllen unsere Näpfe. Wäre doch gar nicht nötig. Denke ich so. Wir wollen doch nur spielen. Sagt der kauende Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Stellet alles in den richtigen Kontext. Und chillt, Leute! 

  • 29. Juni 2026

    Diegos Triumph: „Woooooow bruuuuudi“ – Und Soccer-Trauer

    Triumph oder Pleite. Oft so nah beieinander. Diego heute high. Zunächst. Weil er sein Ergebnis vom Medizinertest erfährt, den er vor ein paar Wochen gemacht hatte: 98 Prozent. 90 Prozent hätte er gebraucht, um mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Medizin-Studiumplatz zu ergattern. Was die 98 bedeutet: Von den mehr als 18.000 jungen Menschen, die deutschlandweit für den Test angemeldet waren, sind nur zwei Prozent besser als er.

    Das löst Emotionen aus. Positive. Bei meinen Leuten. Stolz. Selbst bei meiner Bruna fällt die Fassade: „Woooow bruuuudi“, postet sie. Besser geht nicht. Denke ich so. Und schmiege mich an den Sieger des Tages. Um Streicheleinheiten abzuholen. Vom Doctore. Und er? Übersieht mich geflissentlich. Und läuft zu Coco. Die mal wieder rumgockelt. Und ich so: Krasse Enttäuschung. Pleite. Loser. 

    Tja, ein komischer Tag. Dieser Glückstag. Es kommt auch dick für die Soccer-Fans unter meinen Leuten. Zu denen zweifelsohne Doctore Diego zählt. Es ist ja gerade diese komische Fußball-WM in Amerika. Und wie immer: Deutschland will das Ding gewinnen, fühlt sich großartig. Vor allem gegen einen Außenseiter wie Paraguay.

    Und dann: Niederlage. Ausscheiden bereits im Sechszehntelfinale. Im Elferschießen, eine Disziplin, in der Deutschland bei Weltmeisterschaften immer gewonnen hatte. Eine Demütigung. Unfassbar. So empfinden es hier viele. Es ist laut. Vor unserem Balkon. Nach der Niederlage.

    Mitten in der Nacht: Böller, prollende, grölende Menschen wecken und werfen meine arme Laura aus dem Bett. Und ich denke so: Viele Leute sind jetzt wirklich schlecht drauf. Aggressiv. Gedemütigt. Nicht so gut, wenn die Laune im Land eh nicht gut ist. Katerstimmung eben. He he. Wenn es nur so wäre. Denn das bedeutet eigentlich Party. Ja, und in Parguay, da ist es so: Großartig. Nice to lose!

    Oder? Felix sitzt mit starrem Gesicht vor seinem Computer. Wo er eigentlich Texte reinhauen sollte. Über Iran-Krieg, Trump und Hitze, die nicht mehr ist. Denke ich so. Fröstelnd. Sehe, wie kleine Tränen über Felixens Gesicht laufen. Really. Ich schwöre. Denn ich schmeichle mich an ihn. Fühle mich als Gewinner. Denn das salzige Nass, das ich nun ablecke, ist besser als jedes Käse-Leckerli.

    Und Felix lässt mich gewähren. Er reibt sein geschwollenes Handgelenk. Verletzt durch den Schuss eines Mitspielers beim Senioren-Fußball. Der Schmerz treibe ihm Tränen in die Augen. Behauptet er. Und ich glaube ihm kein Wort. Weil er nur über den Trainer der deutschen Mannschaft flucht, über angeblich falsche Schiedsrichter-Entscheidungen. Ein zu Unrecht aberkanntes Tor hätte eigentlich den Sieg gebracht. Behauptet er.

    Und lächelt unvermittelt. Nun müsse er nicht mehr zum Arzt gehen, sagt er. Und schon ist Doctore Diego da. Strahlend. Trotz Soccer. Streicht ihm Voltaren aufs Gelenk. Während ich weiter Tränen lecke. Und Paraguay feiert. Triumph, Niederlage. So ist das. Sagt der demütige Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Würdigt Sieger. Und chillt, Leute!  

  • 28. Juni 2026

    Geschlechtstrieb anno 1922 – Knapp 30 Grad in der Nacht

    Die Vorstellung, dass alte Menschen mal jung und leidenschaftliche Liebhaber waren, ist für junge Menschen genauso absurd wie die Vorstellung, dass sie selbst mal alt und gebeugt sein könnten. Denke ich so, als meine Bruna mühevoll einen in wundervoll verschnörkelter Schrift verfassten Brief entziffert.

    Aus dem Jahre 1922. 1922! Von ihrem Uropa Kurt an seine Geliebte, Uroma Flora. Heißblütig schreibt er: „Was du unliebsam an mir empfindest, sind die Gefühle des Geschlechtstriebs, der beim Mann naturgemäß stärker ist als bei der Frau. Liebe und Gefühl sind wohl zu unterscheiden.“ Und: Ich liebe dich mit ganzem Herz.“

    Puuh, wie schön. Wie offen. Vor mehr als 100 Jahren. Und mir wird heiß und heißer. Als mein Blick auf die pralle Coco fällt. Was wohl auch an den Temperaturen liegt. Die auch in der Nacht kaum noch unter die 30-Grad-Grenze sinken. 29,4 Grad zeigte das Thermometer in einem Ort in Sachsen-Anhalt. Deutschlandrekord für die Nacht. Tagsüber der nächste Rekord, der dritte in Folge! 41,7 Grad, irgendwo in Brandenburg.

    Es ist so hot, dass in Nürnberg und Leipzig der Straßenbahnverkehr eingestellt wird – wegen Hitzeschäden. Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden, nicht zu reisen. Natürlich reisen trotzdem viele. In Brandenburg bleibt ein ICE auf offener Strecke stehen. Weil ein durch einen Sturm entwurzelter Baum die Oberleitung beschädigte – Stromausfall.

    Ohne Strom nicht nur Stillstand, auch die Klimaanlage fällt aus. Und die Türen des ICE lassen sich nicht öffnen. Die rund 630 Passagiere müssen aus der Sauna  befreit werden, drei von ihnen kommen mit Hitzekollaps in die ohnehin vollkommen überlasteten  Krankenhäuser.

    Und dann gibt es durch die Hitze begünstigte Waldbrände, in Rheinland-Pfalz besonders prekär, weil das Feuer in einem Gebiet mit Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg wütet. Ein Dorf wird evakuiert. Frankreich meldet 1.000 zusätzliche Todesfälle durch Hitze. 

    In Frankfurt am Main allerdings bleiben sie eisern: Die Ironman-EM wird durchgepeitscht. Immerhin, auf verkürzter Strecke. Nach knapp fünf Stunden meint der Sieger, es sei doch ziemlich warm gewesen. Und steckt den Kopf in einen Wassereimer.

    Der Opa Volker meiner Bruna ist auch ein Ironman. Er verzichtet freiwillig auf den kühlen Schlafplatz im Keller-Studio seines Hauses. Und bleibt im hitzegeeschwängerten Schlafzimmer im ersten Stock. Warum? Weil er dort gut schlafe . Keller möge er nicht. Sagt er.

    Eisern. Eiserner. Trump. Der in der Hitze der Waffenruhe dem Iran zum x. Mal mit Vernichtung droht. Wer glaubt das noch? Egal, Diego stöhnt. Als er den Brief von Uropa Kurt entziffert. Wie kompliziert Sprache doch früher gewesen sei. Meint er. Ihm gefalle die Sprache heutzutage besser. Und ich frage mich so, welche? Die der Emojis?

    Beispielsweise Herzchen. Die für Liebe stehen könnten? Aber: eben dafür stehen sie nicht. Herzchen bekommt heute jeder. Einfach für nette Äußerungen. Nun, ich nähere mich Coco an. Maunzend. Und really, ohne Geschlechtstrieb. Denn der ist entsorgt. Übrigens auch bei ihr. Sagt der enteierte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Schreibt Liebesbriefe. Und chillt, Leute!

  • 27. Juni 2026

    Hechelnde Coco und berstende Autobahnen – 41,5 Grad

    Wenn Coco hechelt wie ein räudiger Köter, dann ist es wirklich heiß. Heute also schlägt der Coco-Köter-Hitze-Index krass an. Und bringt gar meine Bruna in Besorgnis, sprich: Wallung, sprich: Aktion. Erstmals seit 187 Tagen füllt sie unseren Zimmerspringbrunnen wieder mit kühlendem Nass. Das vor Cocos aufgeblähten Nüstern wabert. Und sie so: Hechel, schlürf, schluck, sponx. 

    41,5 Grad also. Gemessen irgendwo im AfD-Land Sachsen-Anhalt. Rekord von gestern schon wieder übertrumpft. Und ich denke so: Mögen doch die Klimaleugner der Rechtspopulisten alle verdorren, in ihrem Sachsen-Anhalt. Merke aber in mir sofort die Keule zuschlagen. Die Hitzekeule. Und ich so: Danke, Katergott. Never ever wünsche jemand Anderem Schlechtes. Selbst wenn es dein Feind ist. Amen.

    Felix also düst heute durch eben dieses AfD-Land. Kommt nicht durch. Die Autobahn ist aufgeplatzt. Voll gesperrt. Weil die Hitze die Fahrbahn gesprengt hat. Und ich denke so: Puh, was für ein Zeichen, wenn sich da schon die Erde auftut, möge sie doch auch verschlingen. Rechtsextreme oder so. Merke aber sofort wieder die Keule. Hitzekeule. Gegen meinen Kopf schlagen.

    Verneige mich abermals vor meinem großen Katergott. Bitte um Vergebung. Und höre Felix, der von seinem Besuch eines McDonalds in eben diesem AfD-Land erzählt. In dem die Klimaanlage ausgefallen ist.

    Und eine Angestellte habe zur anderen gesagt: „Unsere arme Praktikantin. Wer heute in der Küche arbeiten muss, bei dem ist klar, warum er nie im Leben wieder arbeiten will.“ Und die andere so: „Arbeiten lohnt eh nicht, die Eliten stecken alles ein – und wir Arbeitenden haben immer weniger.“ Woraufhin die andere lachend antwortet: „Zum Glück haben wir endlich die Alternative.“ 

    Mir wird blau vor Augen. So blau wie meine Augen sind. Hitzekeule eben. Meine Bruna erzählt, vor dem Brandenburger Tot habe die Polizei einen Wasserwerfer hingepackt, der Wasserfontänen in die Luft spritze – um die Leute abzukühlen.

    Heiß ist es auch anderswo: In Basel treffen sich Tausende zum Wettjodeln. Und sind aufgerufen, sich in den Brunnen der Stadt abzukühlen,. In Paris ist es nicht ganz so lustig: Da wird kein Alkohol mehr verkauft.

    Am verrücktesten ist es aber wieder mal in Washington. Auch ganz ohne Hitze: US-Präsident Trump lässt nun Reisepässe ausstellen, in denen sein Konterfei als Hintergrund mit aufs Papier gedruckt ist. Und er lässt den Iran angreifen. Trotz Waffenruhe. Weil der am Vortag in der Straße von Hormus ein Frachtschiff angegriffen habe.

    Das ist jene Meerenge, für deren Passage der Iran künftig abkassieren will. Was Trump keinesfalls dulden will. Aber auch der Iran reagiert sofort: Und greift US-Verbündete wie den Golfstaat Bahrain an. Und ich frage mich so: Was ist nun mit der Waffenruhe? Ich weiß es nicht.

    Es nervt. Die Hitzekeule. Im Kopf. Der Katergott. Und der Teufel. In mir. Ich beiße in Cocos Schweif. Sie reagiert nicht. Getriggert vom Brunnen. Dann rolle ich mich mal in die Zeitung ein. Und beantworte nochmal schnell die Frage von gestern: Laura natürlich wischte das Erbrochene auf. Damit der Junge weiter trinken kann. Sagt der gepeinigte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Seid cool. Und chillt, Leute!

  • 26. Juni 2026

    Unbelehrbares Schwallkotzen in Zeiten des Klimawandels

    41,3 Grad! Ende Juni. Rekord. So heiß wie heute war es noch nie in Deutschland. Und die Menschen: Stöhnen rum. Und ich: Haue mich auf der Fensterbank voll in die Sonne. Herrlich. Und wenn’s dann tatsächlich mal zu hot ist, geht’s zur Abkühlung in die Zeitung. Yes, richtig gelesen: Zeitung!

    Deren Papier wenigstens zum Kühlen gut ist, wenn es schon keine relevanten Inhalte transportiert – oder zumindest solche, die noch irgendwie aktuell sind. Ups, kaum geschrieben, so merke ich selbst: Ziemlich verkürzt und sehr populistisch, mein Zeitungs-Bashing. Doch zu heiß – auch für mich? Denn natürlich, finde ja auch ich: Zeitung ist Kult. Und gut. Und wichtig. Weil es ja so manche Zeitungen gibt, die breit und unabhängig berichten.

    Und yes, meine kühlenden Zeitungsblätter tragen auch Inhalte, die – weil interessant – meinen Mind abkühlen. Felix liest aus der „Süddeutschen Zeitung“ vor: Es gebe eine Studie, nach der Politiker Bürgern durchaus härtere Maßnahmen für Umweltschutz zumuten könnten – das Volk sei dafür aufgeschlossener als vermutet.

    Zitiert wird auch Klimaaktivistin Luisa Neubauer, die sagt, die Fridays for Future-Bewegung sei lange davon ausgegangen, sie setze sich ausschließlich für Klimaschutz ein und komme an anderen Gerechtigkeitskonflikten vorbei. Trugschluss. „Wir machen nie nur Klima. Man macht immer Kultur und Identität und Staaten und irgendwo Weltpolitik.“ Sagt sie.

    Die großen Krisen – verbunden durch die Gerechtigkeitsfrage. Oder kurz: Verursacht wird der Klimawandel vornehmlich durch die Reichen – am meisten darunter leiden müssen die Armen. 

    Und ich denke so: Leider, leider nur wollen das die meisten privilegierten Menschen so nicht sehen. Nehmen das Problem erst dann wahr, wenn sie bereits im Frühsommer Kopfschmerzen ob der Hitze haben. Und Klimaanlagen bundesweit ausverkauft sind. Die globale Erhitzung also am eigenen Leib spüren. Wobei sicher ist: Das nächste Gewitter vertreibt nicht nur die Hitze. Sondern auch ihr Problembewusstsein für Maßnahmen gegen die Erderwärmung.

    ZDF-Meteorologe Özden Terli sagt, der Begriff Klima sei verbrannt. Sobald man davon spreche, drehten sich die Leute weg. Extrem frustrierend. Findet er das. Aber: Die Physik gebe die Regeln vor und nicht irgendein Youtuber. Deswegen: Solange die Temperaturen stiegen und immer mehr CO2 in die Atmosphäre geblasen werde, müsse aufgeklärt werden.

    Guter Ansatz. Denke ich so. Aber es muss eben auch die Bereitschaft da sein, sich aufklären zu lassen. Ist schon bei Jugendlichen nicht da. Laura erzählt von ihrem Erlebnis mit einem 17-Jährigen auf ihrer Station für psychisch Kranke. Sie habe dem Jungen gesagt, er solle nicht zu schnell zu viel trinken. Was der Junge zum Anlass nahm, erst zwei Becher Kakao in sich zu kippen, darauf einen Liter Apfelsaft.

    Zwei Minuten später stürzte er aus dem Raum. Schwallkotzen vor die Tür. Wer musste putzen? Verrate ich morgen. Nun, meine Cooling-Down-Time in der Zeitung endet schnell. Weil Coco dabei sein will. Und in der Zeitung kein Platz für Zwei ist. Eskalation. Sagt der abgekühlte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Nehmt Klimawandel ernst. Und chillt, Leute!

  • 25. Juni 2026

    Was Putins Selbstüberschätzung mit Mozarts Königin der Nacht zu tun hat

    Sie ist die Königin der Nacht. Denkt sie. Posiert im Licht der frühen Morgendämmerung. Um die unter einem Lampenschirm schwirrenden Mücken und Motten zu hypnotisieren. Offenbar im Glauben, das Getier falle ob ihrer royalen Allmacht zappelnd vor ihr geiferndes Maul. Coco eben.

    Nun, Selbstüberschätzung ist nicht nur bei meiner Spezies ein Problem. Sondern vielmehr eines meiner weirden menschlichen Begleiter – und nebenbei, ich bin sicher, diese Unart haben wir von ihnen abgeschaut, also unterbewusst. Weil sie es täglich demonstrieren. Die Mächtigsten der Welt. Nicht nur stündlich bei US-Präsident Trump zu beobachten, sondern auch bei Kremldespot Putin.

    Der überzieht die Ukraine seit fast viereinhalb Jahren mit seinem Angriffskrieg. Er dachte, er könne das Land innerhalb weniger Wochen einnehmen. Falsch gedacht. Nun schlägt der Krieg immer stärker auf Russland zurück. Die Ukraine hat mittlerweile äußerst effektive, offenbar zielgenaue Drohnen entwickelt – Öldepots und Munitionsfabriken tief in Russland brennen.

    Und die von Russland bereits 2014 annektierte Schwarzmeerinsel Krim ist derzeit fast täglich im Visier ukrainischer Luftgeschosse. Brücken sind zerstört – und damit wichtige Nachschubwege für die russische Armee. Und, nicht minder wichtig: Die russische Bevölkerung bekommt vorgeführt, dass der Krieg nicht in Putins Sinne verläuft.

    Über die Halbinsel ziehen durch Brände ausgelöste düstere Rauchwolken, oft fällt der Strom aus, für Benzin gibt es Gutscheine – und davon viel zu wenig. Und das bedeutet: Das einstige Ferienparadies für viele Russen ist zur Hölle geworden. So dass Putin ablenken muss und behauptet, der Westen bereite einen Krieg gegen Russland vor. 

    Das Überschätzen seiner Selbst ist aber wohl in allen Menschen angelegt. Und geht im Laufe des Lebens nicht verloren. Meine Bruna erzählt von ihren in Isernhagen lebenden Großeltern Lotte und Volker. Die hätten vor Kurzem versucht, ihre nach einem Starkregenfall vollgelaufene und im Boden des Wintergartens eingelassene Heizung zu trocknen. Hätten sich mit Handtüchern ausgestattet kopfüber reingehängt. Mit fast 90 Jahren.

    Das Aufstehen – sei schon äußerst schwierig gewesen, hätten sie dann erzählt. Und dann nicht reinzufallen – noch schwieriger. Oma Lotte sei gekippt. Opa Volker habe sie im letzten Moment aufgefangen – die Rettungsaktion habe allerdings eine klaffende Wunde an seinem Arm hinterlassen.

    Kleiner Schaden, große Erkenntnis. Denke ich so. Und sehe, wie Coco dann doch Richtung Lampe springt. Die Lampe stürzt scheppernd um. Die Königin der Nacht miaut auf – und ich denke an ihre berühmte Kollegin, die Königin der Nacht aus Mozarts Zauberflöte, die ihren Schmerz in höchsten Koloraturen schmettert – und verbannt wird.

    Nun, Coco liegt neben Scherben recht würdelos am Boden. Ohne Motte. Sagt der gedimmte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Unterschätzt Euer Selbst. Und chillt, Leute! 

  • 24. Juni 2026

    Die unendliche Crux mit dem Wetter in der Hitze der Nacht

    Ich habe da eine weitere unendliche Story: Wetter und Mensch. Wenn’s regnet, stöhnt Mensch. Wenn’s sonnt, leidet Mensch. Wenn’s kalt ist, fröstelt Mensch. Wenn’s warm ist, schweißt Mensch. Ok, jetzt ist es heiß. Und Mensch spricht von Unwetter. Really. Hitze gleich UNWETTER.

    Bei keinem anderen Unwetter würden so viele Menschen sterben wie bei Hitze. Sagen Experten. Mehr als 30 Grad – Coco und ich lieben diese Temperaturen. Trotz Pelz. Ok, ich räume ein, ich gebe gerade viele Haare ab, damit es nicht zu hot wird. Und ok, meine Leute sind ob der Fellballen auf Teppich und Laminat genervt. Aber ich sehe, sie genießen das Wetterchen samt Wärme nicht, für das sie noch vor Kurzem Tausende Euro ausgaben, um es in Spanien oder der Karibik lobpreisend auszuhalten. 

    P.S.: Also eigentlich sind sie, meine Leute, ja sogar für das aktuelle Wetterchen hierzulande mitverantwortlich. Weil sie das Klima durch ihre Flugreisen aufheizten – Stichwort: ökologischer Fußabdruck. Was mich zum P.P.S. führt: Vor dem Klimawandel haben Experten schon vor langem gewarnt. Kaum einer hörte zu. Abgesehen von den Fridays for Future-Leuten. Aber die will ja auch kaum noch einer hören.

    Weil Klima wohl zu abstrakt ist. Und weil Greta Thunberg und Co. lieber für Palästina und gegen Wehrpflicht demonstrieren. Wobei ja nun doch auch wieder alles mit allem irgendwie zusammenhängt – sprich: Ohne Systemwechsel kein Klimaschutz. Es führt zu weit. Und ist populistisch von mir. Gebe ich zu. Sorry für die Abschweifungen. Zurück zur Hitze.

    Die vertragen nun mal viele Menschen wirklich nicht. Vor allem Alte. Deren Haut, Herz und Nieren nicht mehr so janz einwandfrei arbeiten. Schwitzen, Trinken und Kreislauf deswegen nicht korrekt funktionieren.

    Beim hot Sommer vor vier Jahren starben mehr als 60.000 Menschen in Europa durch Hitze. Sagen Statistiker. Also wirklich ganz und gar nicht witzig. Hitze. Die in diesem Jahr ziemlich früh begann. Fachleute sagen, das hänge mit dem Klimawandel zusammen.

    Die stabile Hochdruck-Wetterlage über Westeuropa sei nicht ungewöhnlich. Aber die Wärme könne sich mittlerweile im deutlich wärmeren Klima entfalten – und das führe dann zu höheren Temperaturen im Vergleich zu früher. Eine ähnliche Wetterlage vor 50 Jahren wäre um bis zu vier Grad kühler gewesen. Und so habe ich wirklich Mitleid mit meinen Menschen. 

    Die immer erst auf Experten hören, wenn es zu spät ist. Denke ich so. Und betrachte Felix, der sich seine durch Sonnenbrand ablösenden Hautfetzen vom Bein zieht. Und frage mich – rhetorisch – so: Hat man ihm nicht gesagt, dass Sonnencreme lebenswichtig ist? Und ich sehe, wie er sein Weinglas auswäscht und frage mich: Hat man ihm nicht gesagt, dass Alkohol Gift ist?

    Unbelehrbar. Denke ich so. Und sehe Coco in Hochform. Posierend, um zu gefallen. In der Hitze der Nacht. Und des Tages. Sie. Ist. Schön. Zweifellos. Sagt der haarende Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Kühlt euch. Und chillt, Leute!

  • 23. Juni 2026

    Widerliche Geburten und Deutsch im deutschen Freibad

    Klar, Kinder sind wild, crazy, weird. Klar, die Großen wollen sie zurechtstutzen und nennen das erziehen. Und verzweifeln dabei regelmäßig. Klar ist auch: Die Kleinen werden von ganz allein groß. Und die Sorgen der Großen – unbegründet. Meist.

    Und so bin ich auch entspannt, wenn ich auf Coco schau. Die sich entwickelt. Positiv. Mit meiner Hilfe: Vom ungestümen Wildfang zur reflektierten Katze. Sinnierend, erkennend, analysierend. Denke ich so. Klar: Sie ist über ein Jahr. 

    Bedeutet: Wir. Beide. Sind. Erwachsen. Nun also auch Coco. Jedenfalls ein bisschen. Sehe ich an ihrer aufrechten Sitzhaltung. Und nun verstehe ich auch auf nonverbaler Ebene, dass sie wie ich vom Tun der Menschen angewidert ist.

    Da gibt es ein Strandbad in Sachsen-Anhalt, in das künftig nur noch Menschen reinkommen sollen, die Deutsch sprechen können. Begründung: Vor Kurzem habe der Chef des Bades ein Kleinkind aus dem Wasser retten müssen – die Eltern hätten kein Deutsch gesprochen und weder ihn noch die Baderegeln verstanden.

    Really? So argumentiert der Mann? Frage ich mich so. Damit wird eine Gruppe von Menschen vom kühlenden Bad einfach ausgeschlossen. Mit einer hanebüchenen Begründung. Und ich frage mich so: Welcher Deutsch sprechende Gast liest die Regeln? Wer hält sich daran? Müssen potenzielle Gäste künftig vor dem Betreten einen Sprachtest absolvieren? Auch Amerikaner?

    Und das in einem Bundesland, in dem die rechtspopulistische und ausländerfeindliche AfD in Umfragen auf mehr als 40 Prozent kommt. Kennen die eigentlich keine KI-Übersetzjngsprogramme. Frage ich mich so. 

    Menschen sind eben Meister der Ausgrenzung der eigenen Spezies. Besonders gut zu beobachten auch bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko, wo es oft gar nicht so die Ergebnisse und Spiele sind, sondern vielmehr die Storys am Rande sind, die das Event glitzernd lassen, ihm ihre einzigartige und absurde Note verpassen.

    Eine französische Sportjournalistin bashte nun einen belgischen Spieler, der wegen der Geburt seines ersten Kindes zu seiner Frau zurückreisen will – während der Weltmeisterschaft. Unfassbar das! Findet auch die Journalistin. Und meint: Die Geburt sei ein widerlicher Moment, der Vater sei dabei eh nutzlos. Die WM sei dagegen die Verwirklichung eines Kindheitstraums.

    Krass, finde ich so. Dass sich so viele Menschen über die französische Reporterin empören. Sie hat doch recht. Welcher Kater würde beim Wurf seiner Kitten dabei sein? Keiner. Allein deswegen, weil keiner weiß, welcher Wurf überhaupt von ihm ist. Was auch daran liegt, dass wir in Sachen Fortpflanzung wirklich fleißig sind. Jedenfalls die nicht Kastrierten unter uns. Seufz.

    Nun, die Journalistin moderiert erst mal nicht mehr. Und Coco? Streift um mich herum. Kuschelt mich. Beißt mich. Ganz unerwachsen. Denke ich so. Aber auch nice. Sicher ist: Coco und ich werden keine Eltern. Schuld daran haben unser Alten, Felix und Laura. Die uns wichtige Körperteile wegschneiden ließen. Zu ihrem Pläsier. Empörung. Sagt der enteierte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Sprecht  Deutsch. Und chillt, Leute! 

  • 22. Juni 2026

    Larry leuchtet in England und ich suche Dämmerung in Berlin

    Ab heute wird es wieder dunkler. Tag für Tag. Sonnenwende erreicht. Die Zeit rast. Wie wunderbar. Denke ich so. Denn ich liebe der Dämmerung Hülle. Liegt in meinen Raubkatzen-Genen. Mein Blick fällt auf die sinnierende Coco. Die ganz offensichtlich reflektiert.

    Über vergangene Handlungen, die aus gegenwärtiger Perspektive absurd, nicht mehr nachvollziehbar erscheinen. Fliegen jagen beispielsweise. Zerstört oft Glas. Ist selten erfolgreich. Und wenn doch: Dann schmeckt die Beute ekelhaft. Und krabbelt noch im Hals. Welch weise Erkenntnis. 

    Und ich denke an Großbritannien. Weil es da auch einen weisen Kater gibt, der sicher nur noch sein Haupt schüttelt, wenn er über die Politik seines Landes sinniert. Larry the Cat, der Hauskater der Londoner Regierungszentrale Downing Street Number 10, muss sich schon wieder auf einen neuen Hausherrn gefasst machen. Denn heute verkündete der amtierende, Keir Starmer, seinen Rücktritt.

    Er versprach Change – die meisten im Volk merkten: Nichts. Was es ihm und seinen Vorgängern schwer machte: Die Folgen des Brexits – der Austritt der Briten aus der EU vor zehn Jahren. In dieser Zeit hat das Vereinigte Königreich nun sechs Premiers verschlissen. Und Larry, chief mouser of the cabinet, auf Instagram: „He resigned, so I can shine.“ (Er trat zurück, damit ich leuchten kann.“) Recht hat er. Denke ich so: Also: Think positive. 

    Schon damals, 2016, war der Brexit nicht nur surreal, sondern absurd. Und kam nur mit knappster Mehrheit und populistischer Meinungsmache durch. Denn: Eigentlich war es toll für die Briten, überall in der EU arbeiten und studieren zu können. Und andersrum. Eigentlich war es toll für die Volkswirtschaften, Waren zollfrei senden zu können.

    Und dann: In den vergangenen zehn Jahren sank das Bruttoinlandsprodukt der Briten um acht Prozent. Es gab nicht genug Erntehelfer, weil die aus Osteuropa weg waren. Und die Weltlage hat sich mittlerweile geändert: Mitten in Europa tobt ein Krieg, in den USA regiert ein unberechenbarer Autokrat,

    Und es bräuchte ein geeintes, starkes Europa, um demokratische Grundwerte zu verteidigen. Sehen auch viele Briten so: 58 Prozent würden gerne zurück in die EU, besonders viele junge Menschen fordern das. 

    Larry wusste schon vor zehn Jahren, dass Brexit Quatsch ist. Menschen vergessen eben schnell. Sieht man auch an meinen Alten Felix und Laura: Die trafen erstmals seit 15 Jahren wieder ihre Freunde Gustav und Thea. Und ihre Haupterinnerung: Felix habe damals, anno 2003 an den Gardasee nach Italien, ein Glas Nutella mitgenommen.

    Und ich denke so: Häh, so what? Ist doch wie heute. Manches ändert sich eben nie. Und dann sehe ich Coco. Wie sie aufspringt. Hechtet. Dabei ein Glas mit Wasser vom Tisch wirft, das klirrend zerschellt. Und sich eine fette Fliege krallt. Die vor ihr zappelt. Hmmmm. Sagt der enttäuschte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: genießt Helligkeit. Und chillt, Leute!