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  • 6. März 2026

    Mein Pfoten-Fetisch und Brunas Fuß-Debakel

    Pfotenpflege ist alles. Inklusive Krallen. Naturally. Am besten dann noch in der Sonne. Voll gechillt und warm eben. Mit Zunge und allem drum und dran. Vorsorge, Pflege und nice feeling in einem. Weil Pfote samt Kralle für mich eben nicht nur essenziell, sondern existentiell ist. Rennen, springen, stoppen, fressen, schlagen, fühlen: Kurz: Die Pfote ist quasi mein Vorkoster fürs Hirn. Psychisch und physisch. Deswegen: Pflege der Pfoten ohne Ende. 

    Die Pfoten – ähhh, Füße he, he – sind auch für Menschen nicht ganz unwichtig. Diese Ignoranten aber merken das oft erst, wenn es zu spät ist. Ihre Füße also nicht mehr funktionieren, wie sie das so sollten. Schmerzen, wie bei Felix, der nach dem Skilaufen wegen der offenbar viel zu engen Schuhe nur noch humpelt und mittlerweile schwarze Zehennägel trägt – sieht aus wie geschminkt, ist es aber nicht. Altes Blut eben.

    Oder auch wie bei meiner Bruna. Deren Skischuhe wohl einen Nerv abklemmten. Und jetzt: Sind ihre beiden kleinen Zehen taub. Seit 26 Tagen schon. Meine Bruna spürt ihre Pfoten nicht mehr, zumindest einen Teil davon. Dafür umso mehr ihren Knöchel, der bei jeder Berührung weh tut. 

    Was also tun Menschen nun? Sie laufen zum Neurologen. Das sind die, die sich mit Nerven und dem dahinter stehenden System auskennen. Allein: Offenbar gibt es zu wenig – in der Muddastadt – also in Berlin jedenfalls. Felix ruft mehrere Praxen an, erreicht dann auch mal jemand. Und wird ob seiner Naivität ausgelacht.

    Sie nähmen nur sogenannte Bestandspatienten. Flötet eine sichtlich genervte Sprechstundenhilfe. Die nächsten drei Monate sei eh kein Termin frei. Und für danach würden noch keine vergeben. Felix versucht es weiter, auf dem Ärzte-Onlinebuchungsportal Doctolib. Und freut sich. Zunächst.

    Für heute bietet ein mit seiner Praxis nicht weit entfernter Neurologe tatsächlich einen Termin an. Felix klickt weiter: Dabei handele es sich zum eine Videosprechstunde. Felix klickt weiter: Muss ankreuzen, dass er Kassenpatient und nicht privat versichert ist. Und soll dann anklicken, bereit zu sein, für diese Sprechstunde 80 Euro zu bezahlen. Stöhnt auf. Krass.

    Er sucht weiter bei Doctolib. Ende Mai bietet eine Neurologin den gesamten Vormittag Termine an. Wieder klickt er sich durch Fragen: Kassenpatient: Ja. Bereit, zur „Erstuntersuchung“ 200 Euro mitzubringen, zu den nachfolgenden je 100 Euro. Felix atmet schwer und wird weiß im Gesicht. Wie mein Fell. Denke ich so. Und lecke meine Pfoten. Nice.

    Das also ist das solidarische Gesundheitssystem in Deutschland im Jahr 2026. Arztbesuch bei einem Spezialisten ist offenbar nur noch für privat Versicherte und reiche Menschen erschwinglich. Denke ich so. Lecke meine Vorderkralle.

    Pflege beugt vor. Sagt der pfotenfixierte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Sucht passende Skischuhe aus oder lasst das Skifahren. Macht eh nur Füße und Umwelt kaputt. Leckt die Wunden der Füße. Und: Chillt, Leute!

  • 5. März 2026

    Diesel bewegt in Zeiten des Iran-Kriegs

    Diesel bewegt. Autos. Menschen. Und Coco. Die schlüpft in die auf dem Boden liegende Papiertüte. Und ich mutmaße mal so, dass das nicht an deren Aufschrift liegt: „Diesel“. Sondern weil die so cool raschelt. Und vielleicht auch deswegen – so denke ich mal – weil das Innere einer Tüte im Chillzustand den Blick freigeben kann auf Metaebenen. Wie beispielsweise das Verhältnis von Mensch und Kater. Oder Diesel und Preis. Oder so.

    Nun, Diesel, der mittlerweile wegen seiner Ökobilanz verpönte Treibstoff. Wird derzeit eben doch noch gebraucht. Für den Antrieb. Von Fahrzeugen. Dem Lieblingsgerät vieler Menschen. Und wenn da der Preis pro Liter um 30 Prozent in einer Woche auf mehr als zwei Euro steigt, macht das vielen nicht nur schlechte Laune, sondern einige können es sich nicht mehr leisten. Zu fahren.

    Warum die Preise so hoch sind? Das liege am Iran-Krieg und dem dadurch massiv eingeschränkten Schiffsverkehr in der Straße von Hormus. Sagen die Ölkonzerne. Dadurch stiegen die Preise massiv. Abzocke. Behaupten viele Verbraucher und Politiker. Und ich bewundere Coco. In der Diesel-Tüte. Welch Symbolik. Die sie wahrscheinlich gar nicht durchhaut. Denke ich so. Bedauernd. Ob ihrer Einfalt.

    Während Coco raschelt und miaut, höre ich ranghohe Politiker, die die Sprit-Preiserhöhung als Sauerei beschimpfen. Und das Kartellamt zum Eingreifen auffordern. Das allerdings will sich nicht instrumentalisieren lassen. Es gebe kein Instrumentarium, um geopolitisch getriebene Preissteigerungen auf Knopfdruck zu verhindern, lassen die Kartellwächter verlauten.

    Und auch Ökonomen meinen, erhoben werde der Preis, der erzielt werden müsse, um den deutlich teurer gewordenen Sprit einzukaufen. Tankrabatte seien kontraproduktiv. Wenn der Sprit auf den Märkten teurer eingekauft werden müsse, müssten die Verbraucher ein Signal erhalten – und eben weniger verbrauchen. Rabatte dagegen seien ökonomisch und ökologisch bedenklich.

    Und ich denke so: Boah, sind aber doch auch dekadente Großkotze, die offenbar noch nie rechnen mussten, wie viel Geld ihnen am Ende des Monats noch zur Verfügung steht. 

    Nun, zuletzt sollen die Spritpreise 2022 bei mehr als 2 Euro pro Liter gelegen haben – wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und den damit verbundenen Folgen für die Energieversorgung. Damals senkte der Staat tatsächlich die Steuern auf Diesel und Super für drei Monate deutlich – damals war der Anstieg allerdings auch um einiges höher,.

    Die Dieseltüte mit Coco raschelt. Und bewegt sich tatsächlich. Läuft. Bis Felix aufschreit. Meint, seine neue Jeans sei noch in dieser Tüte. Er stoppt die Tüte. Und Coco. Indem er Leckerli holt. Und sie sich bestechen lässt. Herausschlüpft. Und Felix seine Jeans aus der Dieseltüte holen kann.

    Während Coco die Leckerli genießt. Ich nicht. Ich frage mich so: Ob Coco doch eine Metaebene hatte, die ich nicht sah. Denn: Wen interessieren schon der Spritpreise? Wenn es um Leckerli geht. Sagt der bewegte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Trinkt Diesel. Und chillt, Leute! 

  • 4. März 2026

    Lasst fließen, Leute – und meine Liebe zum stillen Örtchen

    Meine favourite places: Stille Orte. Zum ungestörten Chillen. Chill as chill can. Es gibt einen Ort, an dem Menschen ruhig und damit gewissermaßen alle irgendwie gleich werden. Weil sie dort, um zu funktionieren, runterfahren müssen. Damit es läuft und fließt. So  richtig, he he. Die Toilette! Entspannt.

    Ich liebe es, dieses Feeling zusammen mit meinen Leuten zu erleben. Weil ich spüre, wie Mensch zum Kater mutiert. Das mag naturally auch Coco. Die dieses gemeinsame Erlebnis noch einmal toppt: Sie springt beim Toilettengang meiner Leute auf deren Schoß – und rutscht dann in deren herabgelassene Hose. Um dort in einer Art Nest zu versinken. Und zusammen zu chillen. Schnurrend. 

    Es ist klar: Wir müssen beruhigen. Wir Kater und Katzen. Das ist unsere Bestimmung. Vor allem in krassen Zeiten wie diesen sind unsere therapeutischen Fähigkeiten gefordert. Der Krieg im Iran eskaliert. Die iranischen Streitkräfte feuerten eine Rakete auf die Türkei ab – die von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen wurde.

    Aber krass: Zwar passierte nichts, aber was für eine Provokation! Für die Nato. Deren Mitglied angegriffen wurde. Ein Mitglied, das eigentlich bislang von dem Konflikt zwischen dem Iran sowie den USA und Israel neutral war. Und sich lange um eine diplomatische Lösung bemühte.

    Klar, die USA haben in der Türkei Soldaten stationiert. Könnten für den Iran das Ziel gewesen sein. Immerhin: Dass der Nato-Bündnisfall ausgerufen wird, gilt als unwahrscheinlich. Ein Eingreifen der Nato kann nur im Konsens entschieden werden. Und Spanien und Frankreich werten die US- und israelischen Angriffe auf den Iran als völkerrechtswidrig. 

    Das ist auch gut für Deutschland. Das ohnehin bereits erklärt hat, keine Bundeswehr in diesem Konflikt einsetzen zu wollen. Vielleicht auch, weil Soldaten fehlen. Und wohl auch künftig fehlen werden.

    Meine Bruna sagt, morgen solle wieder gegen die Wehrpflicht in Deutschland demonstriert werden. Sie wolle hin. Und ich denke so: Welche Wehrpflicht? Steht derzeit gar nicht zur Debatte. Dafür aber die Frage: Wie sollen Meinungs- und Pressefreiheit aufrecht erhalten werden, wenn sie keiner verteidigen will? Ich springe zu meiner Bruna. Beruhigend eben. 

    Und sehe, dass Diego offensichtlich einen Schritt in die richtige Richtung macht. Er schwankt mit am Ohr angeklebten Verband in mein Revier. Ein klares Zeichen dafür, dass er nicht mehr jeden Mist hören will. Denke ich so.

    Um dann sein Klagen zu hören: Ein Riss in seinem Trommelfell sei operiert worden – damit er künftig noch besser höre. Sagt er. Während er sich auf der Toilette in meinem geliebten stillen Örtchen positioniert.

    Ich mich mal kräftig schütteln muss und merke: Der Schein trügt eben so manches Mal. Diego will hören. Gut hören. Und Coco sucht sofort den Weg auf seinen Schoß.  Und findet ihn. „Lasst fließen.“ Sagt der gönnende Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Sucht das stille Örtchen auf. Völker der Welt. Und chillt, Leute! 

  • 3. März 2026

    Tätschelnde Regierungschefs und Ekel-Flash im Iran-Krieg

    Klar, ich bin cool. Äußerlich jedenfalls. Ist eben von Vorteil, dass die Mimik des Katers vom Menschen nicht dechiffriert werden kann. Klar, dass es in meinem Inneren manchmal ganz anders ausschaut. Brodelt. Wie in einem Vulkan kurz vor der Eruption. Denn: Auch klar: Ich bin sensibel.

    Es berührt mich, wenn meine Leute mich berühren. Ist zum einen ein nices Feeling. Zum anderen aber törnt es mich ab. Weil Menschen nicht rein sind. Und in mir durch ihr Gestreichel der Leckreflex ausgelöst wird. Ich mein Fell minutenlang abschlecke. Um ihren Dreck abzubekommen. 

    Menschen sind unsauber. Lecken sich nie. Tatschen sich aber die ganze Zeit. Heute grapschte der mächtigste Mann der Welt den mächtigsten Mann meines Landes ans Knie. Also: US-Präsident Trump tätschelte in einer Pressekonferenz im Weißen Haus vor den Augen der Welt das Knie von Kanzler Merz.

    Und allein wenn ich daran denke, werde ich von einem Ekel-Flash geschüttelt. Denn Merz leckt sich nicht. Sondern erstarrt. Während Trump sich offenbar witzig findet. Rumscherzt. Und seine Handelsbeauftragte mit Blick auf die US-Zollpolitik rhetorisch fragt, wie die USA Deutschland behandeln sollten. Um selbst die Antwort zu geben: „Ich denke, bei denen sollten wir sehr, sehr hart zuschlagen.“ Sagt Trump lachend. Und tatscht Merzens Knie.

    Während der Konflikt im Nahen Osten, der Krieg zwischen Iran und den USA einerseits sowie dem Iran andererseits, immer größere Kreise zieht. Raketen fliegen nicht nur auf den Iran, sondern der Iran schießt zurück, auf die Golfstaaten. Droht, Schiffe in der Straße von Hormus zu beschießen. Auch die Öltanker.

    Und die Menschen in Deutschland sind nun wirklich bestürzt. Weil die Spritpreise wegen der Kriegsauswirkungen innerhalb von vier Tagen extrem stiegen, der Liter Super plötzlich 30 Cent mehr kostet, in einigen Regionen damit mehr als 2 Euro pro Liter.

    Zehntausende andere sind bestürzt, weil sie irgendwo auf der Welt gestrandet sind. Weil die Flughäfen von vielen Golfstaaten gesperrt sind. Genauso wie die Lufträume. Angesichts der iranischen Raketen, die auf ihre Länder niederprasseln. Auch Passagiere von Kreuzfahrtschiffen müssen leiden: Ihre Luxuskähne liegen von einigen Häfen fest.

    Tut mir wirklich leid. Trotzdem ist es Coco, die mein Herz mal wieder wirklich toucht. Klar, auch sie ist cool. Katzenentsprechend eben. Ich sehe, wie sie über die Tastatur Felixens gleichsam schwebt, um sich dann ihm gegenüber zu positionieren. Ihn anstarrt. Quasi hypnotisiert. Unverwandt.

    Bis er es nicht mehr aushält. Und aufsteht. Leckerli holt. Auch für mich. Und ich bin begeistert. Über Cocos subtile Art, Botschaften zu vermitteln. Sagt der berührte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Habt Empathie. Und chillt, Leute! 

  • 2. März 2026

    Geiz in Zeiten des Kriegs – Blindflug aus eskalierendem Hass

    Warum nur ist Chillen nicht das neue Normal? Für Mensch. Wo es doch für uns Kater schon ewig das alte Normal ist? Vor allem jetzt, wo der Frühling angebrochen ist. Die Sonne prallt und wärmt. Klar, sie, die sun, macht naturally nichts besser: Im Iran schlagen die von den USA und Israel abgefeuerten Raketen ein. Und töten. Und zerstören.

    Und iranische Raketen schlagen zugleich in Israel ein. In Saudi-Arabien. In Katar. Sogar auf Zypern. Und ich denke so: Menschen sind crazy. Sie zerstören sich gegenseitig. Und bin sicher: Sie müssen entspannen. Chillen. Um genau das erkennen zu können. In ihrem Blindlfug aus eskalierendem Hass. 

    Deswegen: Auszeit. Für die Erkenntnis. Denke ich so. Und goutiere mal, dass meine Alten weg sind. In Hamburg. Um sich zu besinnen. Um menschliches Verhalten zu studieren. Und sich selbst. Hoffe ich so.

    Und höre: Sie sind genervt – weil die finnische Sauna im Wellnessbereich defekt ist und die Handtücher nach Krankenhaus duften. Sie sind genervt, weil der Grieche aus dem Restaurant nebenan nicht nur Fleisch mit Fleisch serviert, sondern sie auch noch als Touristen identifiziert – als er ihnen schönen Urlaub wünscht.

    Und sie sind genervt vom Pärchen am Nebentisch. Die hätten ob des Frühstückspreises von weit über 20 Euro pro Person gestöhnt. Der Mann habe sich noch einen Kaffee bestellt, obwohl er schon drei gehabt habe und seine Hände leicht gezittert hätten. Die Frau habe dann ein drittes Glas Sekt geholt, obwohl sie schon nach dem ersten kaum noch habe grade zum Sektkühler laufen können.

    Dann habe sich der Mann stöhnend ans Buffet gerollt – zum Lachs. Um nach dem Hineinwürgen bleich, aber zufrieden zu sagen: „Das musste noch sein. Jetzt haben wir den Preis raus.“ Zur Krönung habe er letztlich aufgestoßen, der Hauch von Lachs gemixt mit Sekt sei durch den Saal geströmt.

    Und ich denke so – klingt eigentlich exakt so, wie ich Felix kenne, den alten Geizhals. Mir läuft der Speichel im Schnäuzchen zusammen. Wenn ich an den Lachs denke. Lachs! Ich liebe Lachs. Und ich denke so: Das ist der big Unterschied: Sie, die Menschen, essen, weil sie den Gegenwert des Essens herausbekommen wollen. Ich, der Kater, esse, weil ich Hunger habe.

    Und sehe die in der Sonne chillende Coco. Nutze die Chance, von ihr unbeobachtet in die Küche zu huschen. Zu ihrem Napf. Mit dem Babyfutter. Das ich liebe. Weil sie es liebt.

    Und dass es bald nicht mehr gibt. Weil Coco sterilisiert werden soll. In zehn Tagen. Dann: Ist. Sie. erwachsen. Wird anderes Futter bekommen. Und ihr betörender Duft wird wegoperiert und schönste Erinnerung sein. Für mich. Sagt der dekadente Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt euer Leben, Leute!  

  • 1. März 2026

    Ich bin nicht nicht normal

    Achtung, abstrakte, pseudointellektuelle Ansichten eines Katers zum Thema  Normalität. Hehe. Also, ich finde: Normal bezeichnet das von einer Peergroup geduldete, vielleicht sogar geforderte Verhalten, dem viele laut- und meinungsstarke Follower folgen. Was bedeutet – die Norm muss nicht unbedingt durch die Mehrheit gestaltet sein. Sondern wird meist durch die Durchsetzungsfähigsten vorgegeben.

    Sicher ist nur: Jede Abweichung von deren vorgegebener Norm ist unnormal. Was die Definition von Normalität dann aber nochmal schwieriger macht: Peergroups ändern sich ständig und damit auch Einstellungen – und damit auch das „normal“. Wer sich also anmaßt, Verhalten oder sogar Lebewesen als normal zu bezeichnen, geriert sich als ein Art Gott. Und das ist voll unnormal. Denke ich so. Und frage mich zugleich: 

    Ist mein ständiger Hunger eigentlich normal?

    Sind die Dämonen in mir normal? Ist Coco normal?

    Ist es normal, wenn Katzen und Kater in Wohnungen gehalten werden?

    Sind Kriege normal? 

    Sind Angriffe auf souveräne Staaten wie den Iran normal? 

    Ist das Schwanzwedeln von Hunden normal?

    Ist ein Kater normal, der seine Gedanken täglich zu Papier bringt?

    Ist es normal, ein Land wie die Ukraine mehr als vier Jahre lang zu bombardieren?

    Sind Psychosen normal? 

    Ist es normal, zu versuchen, Macht über andere zu bekommen?

    Ist Angst vor KI normal?

    Ist Angst vor dem Tod normal?

    Ist Angst normal?

    Sind 20 Grad Celsius Ende Februar in Berlin normal?

    Ist Marathon-Laufen normal?

    Ist der Rückzug aus der Öffentlichkeit hin zu Freunden und Familie, hin zum Biedermeier normal?

    Ist es normal, keine Nachrichten zu konsumieren?

    Ist es normal, Drogen zu nehmen?

    Ist Selbstoptimierung normal?

    Sind Monster normal?

    Ist Trump normal?

    Ist es normal, wenn Menschen sich ankleiden?

    Ist Tiktok normal? Oder Insta?

    Ist Autofahren normal?

    Ist Nagelstudio normal? Und was ist mit Tattoo-Studio?

    Ist Vögeljagen normal? Oder Mäusejagen?

    Ist Veganismus normal?

    Ist es nicht völlig pumpe, ob etwas normal ist oder nicht? Fragt sich der normale Hauptstadtkater. Der nur weiß: Er ist nicht nicht normal. Und der über euch wacht. Und jetzt: Seid reflektiert. Und chillt, Leute!! Ganz normal…

    Und please: Antwortet, wenn Ihr meine Fragen beantworten könnt. Merci. Im Voraus.

  • 28. Februar 2026

    Iran-Angriff und meine größten Ängste

    Über was ich mich so aufrege? Wenn Coco auf meinem Platz liegt. Auf dem Sofa. Mitten in der Sonne. Ich weiß: Krasses Luxusproblem. Aber doch ein Problem. Für mich. Und damit existent. Unabhängig davon, dass es anderswo ganz andere Probleme gibt.

    Beispielsweise in Nahost: Heute morgen haben die Israelis und die USA ernstgemacht. Und den Iran erneut angegriffen. Und ich denke so: Die armen Menschen dort. In Teheran gibt es Explosionen. Angst. Nicht nur vor den Bomben. Sondern auch davor, wie es weitergeht. Nach den Bomben.

    Tausende flüchten aus der iranischen Hauptstadt. Der Iran wehrt sich, schießt mit Raketen zurück. Auf Israel und auf Länder, in denen sich US-Stützpunkte befinden, unter anderem Saudi-Arabien, Bahrain und Kuwait. Aus Israel wird gemeldet, Menschen befänden sich in ärztlicher Behandlung. Nicht, weil sie von Raketen getroffen worden wären. Sondern wegen Angstzuständen. 

    Währenddessen sitzt US-Präsident Trump mit Getreuen in seinem Anwesen in Florida, schaut sich die Angriffe an und lässt sie sich erklären. Schwärmt vom Erfolg seines Einsatzes „Epischer Zorn“. Die US-Regierung wirkt dabei: Cool, strategisch, überlegen, sauber – wie von ihr veröffentlichte Fotos zeigen.

    Trumps Buddy, der israelische Ministerpräsident Netanjahu, kündigt derweil Tausende weitere Angriffe auf Stellungen im Iran an. Und ich denke so: Die meisten in dieser Region lebenden Menschen wollen doch gar keinen Krieg. Die meisten hassen einander auch gar nicht.

    Warum bloß fighten nicht die Mächtigen der Welt gegeneinander und lassen ihre Völker aus dem Spiel. Also: Faustkampf Trump gegen Khamenei – der Gewinner darf dann entscheiden., wie es weitergeht…

    Leider wohl nicht mehr möglich. Khamenei sei tot, prahlt Trump. Und fordert das iranische Volk auf: „Wenn wir fertig sind, übernehmt die Regierung.“ Vor 15 Jahre noch hatte Trump dem damaligen US-Präsidenten Obama vorgeworfen, der werde den Iran angreifen, weil er unfähig sei, zu verhandeln. So ändern sich Zeiten. So ändern sich Einschätzungen. Denke ich. Trotz der wärmenden Sonne fröstelnd. 

    Tja, Trump. Vor acht Monaten noch hatte er auch behauptet, bei seinem Angriff mit Israel die iranischen Atomanlagen zerstört zu haben. Nun sind die Atomanlagen wieder einer seiner Gründe für den neuen Angriff. Im Wahlkampf behauptete er, er wolle Kriege beenden, nicht beginnen. Auch das schaut nicht so aus.

    Dieser neue Krieg ist eh nicht zu rechtfertigen, Auch nicht damit, ein Mörderregime beseitigen zu wollen. Er wurde nicht vom US-Kongress genehmigt. Richtet sich gegen ein souveränes Land. Und ist damit völkerrechtswidrig und illegal. Ganz abgesehen davon, dass durch den Krieg die Gefahr eines Flächenbrandes in der Region akut gestiegen ist.

    Ich spüre Unwohlsein. Und überlasse Coco den Sonnenplatz. Auf dem Sofa. Spurte zu meiner Nuria. Finde dort, auf ihrem Schoß, Asyl. Lasse mich kraulen. Bringt. Entspannt. Sagt der beunruhigte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute!

  • 27. Februar 2026

    Die Kraft der Sonne und Trumps Iran-Drohungen

    Sonne – mein Lebenselixier. Gibt Wärme, Kraft, Mut, Zuversicht. Nicht nur Katern. Sondern auch Menschenkindern. Beispielsweise meiner Nuria. Und wenn wir dann noch dieses Feeling gemeinsam enjoyen, gibt es den Flash. Für beide. Really. Und so chillen wir zusammen auf dem Sofa im Wohnzimmer, krass von der Sonne bestrahlt.

    Ignorieren den im gleißenden Licht aufwirbelnden Staub und abwirbelnden Dreck. Lassen den grauen Winter in uns auftauen. Der so lang andauerte. So grau, so kalt, so unbarmherzig die Seelen verkümmern ließ.

    Ob Welt angesichts des Frühlings nun besser wird? Selbst der Optimist in mir zögert. Und weiß, nicht überall auf Welt ist Frühling. Leider. Und selbst wenn: Nicht überall lassen Menschen ihr im Grunde böses Ego durch Sonne, durch Wärme korrumpieren. Was mir jetzt aber trotzdem mal wumpe ist, denn sicher ist: Die Sicht auf die Welt wird nun endlich wieder bestrahlt. Durch meine Sonne.

    Selbst das krasse Übel erscheint in einem neuen Licht. Einem Licht, das Erkenntnisse bringen könnte. Wie das Übel bekämpft werden kann. Denke ich mal abstrakt. Und hoffe, liebe Leserin, lieber Leser: You know, what I mean? Wenn nicht, schreibt mir….

    Denn: Es ist Frühling. Hier. Der Widerstand in mir erwacht. Das Leid ist besser zu ertragen. Weil der Gedanke reift: Ich kann ändern. Durch Einsatz. Meinen Einsatz Schnurre ich laut. Als ich die kraulenden Finger meiner Nuria im Nacken spüre. 

    Natürlich ist Welt nicht plötzlich nice – wegen ein paar Sonnenstrahlen in Ostdeutschland. Im Gegenteil. Es bleibt düster. Denn im Iran droht ein erneuter US-Angriff – mit israelischer Unterstützung.

    Gestern, bei der letzten Verhandlungsrunde gab es zwischen den USA und dem Iran offenbar keine substanziellen Fortschritte. Die Amerikaner fordern, dass die Iraner ihr Atomprogramm stoppen, ihre Atomanlagen demontieren und auch ihre Raketenprogramm sowie die Unterstützung der pro-iranischen Milizen Hisbollah, Hamas und Huthi unterlassen.

    Davon will der Iran nichts – wenig – wissen. Und fordert stattdessen die Aufhebung der Sanktionen gegen das Land. US-Präsident Trump hat bereits Truppen vor dem Iran zusammenziehen lassen. Dort vor der Küste die beiden größten Flugzeugträger der USA positioniert.

    Und ich frage mich so: Wie will er da ohne Krieg, ohne Gesichtsverlust rauskommen? Und sehe, wie die Sonne in unseren Fernseher prallt. Auf dem das eben gezeigte Porträt Trumps zu einem gleißendem Loch wird. Und ich denke so: Strike! Wo kein Gesicht, da ist auch kein Gesichtsverlust möglich. 

    Und hoffe. Während ein iranischer Kollege von Felix erzählt, die Menschen in seinem Land seien absolut hoffnungslos. Wegen der unfassbaren Gewalt, die das eigene Regime gegen seine Bürger ausübe. Viele wünschten geradezu, dass die Amerikaner ihr Land angriffen, um das Terror-Regime von der Macht zu vertreiben.

    Und ich denke so: Wie absurd das alles. Menschen wünschen sich, dass ihr Land angegriffen und zerstört wird. Selbst von einem wie Trump. Um befreit zu werden. Ich spüre die warme Sonne auf meinem Pelz. Höre meine Nuria schnurren. Und Kaffee schlürfen.

    Ich denke so: Leute, entspannt euch doch mal so wie meine Nuria. Seid nicht ständig so angespannt. Verkrampft. Sagt der sich sonnende Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Saugt die Frühlingssonne in euch ein. Spürt das Lebenselixier, die Kraft. Und chillt, Leute!

  • 26. Februar 2026

    Unwiderstehliche verbotene Orte und beleidigte Leberwürste

    Verbotene Orte. Sind besonders spannend. Und wenn sie dann noch eng, warm, dunkel, kuschelig, muffig und versteckt sind – sind sie unwiderstehlich. Für mich. Wie der Apfel für Eva – you know? Die Bibelstory mit Adam, ihr und der Vertreibung aus dem Paradies. Die vertrieben wurden, weil eben das Weib nicht der Versuchung, einen verbotenen Apfel zu kosten, widerstehen konnte. Was ich allerdings gut nachvollziehen kann.

    Auch ich kann plötzlich wie Eva ganz weibisch werden. Versuchung nicht widerstehen. Wenn ich mein – verbotenes – Paradies sehe. Ein Regal. Besser: ein mit Lappen und Tüten vollgestopftes Loch in der Küchenzeile meiner Leute. In das ich reinkriechen kann, wenn ich es zuvor ausgeräumt habe.

    Wo sich dann eine Art Gang erstreckt. Und ich plötzlich hinter dem Herd sitze. Liege. Vorbeirolle. Oder hinter dem Mülleimer. Und dann – wenn ich mich gedreht habe –  Blick habe auf die Hauptversammlung meiner Leute. In der Küche. Ich kann sie sehen – sie mich nicht. Sie goutieren meinen Ort nicht. Verjagen mich derb. Immerhin: Das Ortsverbot gilt auch für Coco. Die diesen Ort liebt. Wie ich. 

    Nun, die große Frage ist: Sind meine heute einführenden Worte beleidigend? Degradierend? Chauvinistisch? Gegenüber Frauen. Die ich – zugegeben – herabwürdigend als Weiber bezeichne. Und sie dann auch noch gleichsetze mit „Versuchung nicht widerstehen“ könnend? Ich würde eine Beleidigung in diesem Fall verneinen.

    Weil ich es zum einen ironisch meine. Naturally. Zum anderen provozieren will. Naturally. Und zum Dritten: Allen klar sein müsste, dass ich ein großer Fan der Weiber bin: Großartig, meine Bruna, meine Nuria, meine Laura. Und sogar meine Coco. Sometimes. Dagegen gilt meine Verachtung Männern, besser Männchen: Trump, Putin, ja, auch Felix. Diego – nun ja – neutral. 

    Ob meine Worte ausreichen, mich zu verurteilen? Wegen Beleidigung? Don’t know. Weiß nur: Man muss eben aufpassen, was man so raushaut. Weil man damit rechnen muss, andere könnten es missverstehen. Andere könnte es gar verletzen. Und das, das will ich naturally nicht.

    Kürzlich hat ein Rentner in der baden-württembergischen Stadt Heilbronn Bundeskanzler Merz als Pinocchio bezeichnet. Die Polizei ermittelte gegen ihn wegen Beleidigung einer Person des politischen Lebens. Auch, weil er daneben noch ein Emoji gesetzt hatte – das mit der langen Nase. Nun, die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen jetzt ein. Das sei noch zulässige Machtkritik, heißt es zur Begründung.

    Aber immerhin 250.000 Mal wird mittlerweile in diesem Land wegen Beleidigung ermittelt. Also Obacht, was man sagt. Und ich denke so: Wer im Fokus steht, der sollte nicht gleich beleidigte Leberwurst sein. Selbst wenn er oder sie Veganer ist. Denn was sollte die solcherart herabgewürdigte Leberwurst denken?

    Zu viel Empfindlichkeit kann Kommunikation töten. Zu viel Beleidigung allerdings auch. Problemo, Dilemma sogar. Denke ich so. Und hasse es. Dass Coco wieder mein verbotenes Paradies okkupiert. Das Küchenregal. „Weib. Hau ab.“ Sagt der emanzipierte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Seid tolerant. Und chillt, Leute!

  • 25. Februar 2026

    Der Rausch der Rose im Zeichen von Trumps State of the union

    Rosentag für mich. Ich liebe es. Zwei Mal im Jahr oder so servieren meine Leute mir meine Lieblingsblumen. Deren Knospen, ihr Duft, ihr Geschmack, das Bouquet. Finde ich so krass: Flow. Flash. Abheben, Eskapismus. Pur. Wichtig dabei: Vorsicht beim Testen – und Tasten. Ha, ha.  Höchste Umwerfgefahr.

    Was Coco, die genauso abgeturnt ist wie ich von diesen Zauberblumen, natürlich ob ihrer Jugend noch nicht weiß. So zerrt sie an den zarten Blüten. Und merkt nicht, wie der Kipppunkt erreicht ist. Es knallt. Rosen fliegen. Wasser spritzt. Auf Coco, Kerzen, Briefe, Bücher, Konzertgutscheine.

    Und Felix, der heute so dauergechillt ist wie nie, wohl weil alle meine Leute ihn umschwirren, ist plötzlich komplett ungechillt. Verliert seine Dauer-Contenance. Brüllt die arme Coco an. Holt Wischmopp. Während die Bahn frei ist für mich. Zu den leckeren Rosen. 

    Und ich denke so: Hach, wäre ich doch einmal nur wie er. Ein Mensch. Um Macht zu haben. Um, wann immer ich will, an Rosen schnüffeln zu können. Lachen zu können. Weinen zu können. Fluchen zu können. Rausgehen zu können. Schokolade essen zu können. Kaffee schlürfen zu können. Und ich höre die wimmernde Coco neben mir. „Hach, könnte ich doch mal ein Mensch sein“, flüstert auch sie mir zu.

    Ita est: Und so erheben wir uns. Singen mit meinen Leuten „Happy birthday“ für Felix. Tanzen im wilden Beat. Drehen den Lautstärkeregler bei  „Sie mögen sich“ von Shaban und Käptn Peng bis auf den Anschlag. Und Coco, ich und meine Leute grölen: „Er mag sie, sie mag ihn.“ Und: „Doch, wohl bin ich ein Fuchs.“ Und: Ich bin ein Albatros.“ Und: „Dann werd ich zum Pelikan.“

    Coco und ich sind inspiriert. Sie philosophiert übers Altern. Und malt ein abstraktes Gemälde mit dem Titel „Zeitgeist“. Während ich catchy Kater-Reels auf Insta teile. 

    Wir hören US-Präsident Trump, der sich in seiner Rede an die Nation als Weltenverbesserer lobt. Mir wird übel. Und ich denke so: Ich will doch kein Mensch mehr sein. Ich will frei und stark wie ein Adler sein. Und sehe, dass auch Coco übel ist. Vom Mensch-Sein. Wir beide fliehen.

    Ich schwebe über den schneebedeckten Gipfeln der Alpen. Spüre den Hunger in mir. Sehe das feiste Murmeltier unter mir. Stürze herab. Will es krallen. Mit einem gezielten Nackentreffer töten. Das Murmeltier murmelt. Wehrt sich. Schreit. Und ich sehe: Cocos Augen in ihm aufblitzen. Und frage mich: Murmel-, Murmel-, Murmeltier, warum bist du bloß kein Stier?

    Will abdrehen, und es durchfährt mich ein glühender Blitz. Ich schlage die Augen auf. Würge. Sehe Rosenknospen aus mir kullern. „Musst jeden Scheiß fressen?“ höre ich meine Bruna sagen. Während sie mich und Coco sanft krault. Mir dröhnt der Kopf. War voll auf dem Trip.

    Im Rausch der Rose. Unsanft zurückgeholt. Ins Reale. Sagt der nun so verkaterte Hauptstadtkater. Der heute nicht über euch wachen kann. Und jetzt: Feiert Geburtstage und schmeißt Drogen ein. Leidet. Und chillt, Leute!