Hauptstadtkater

Chillen, Checken, Schnurren – meine Gedankenfetzen zum Absurdistan der Welt. Ansichten eines weißen Katers im Chaos.

  • 12. August 2026

    Kollektiver Sonnenrausch auf dem Tempelhofer Feld

    Um Punkt 20.08 Uhr brandet Beifall auf. Jubel. Tausende Menschen neben mir, auch meine Leute, starren gen Himmel, sind total ergriffen. Als es immer dunkler – und kühler – wird. Und sich eine unwirkliche Dämmerung ausbreitet. Diffuses Licht. Mond vor Sonne, sprich Sonnenfinsternis. Kollektive Hypnose. Rausch.

    Und ich räume ein, auch ich bin tief bewegt. Spüre den Jagdtrieb aufsteigen. Will los. Bin aber gefangen. Im Rucksack-Case meiner Bruna. Bleibe trotzdem gechillt. Wie alle um mich herum. Menschen at its best. Denke ich so. Und sauge die friedliche, freundliche, zugewandte Stimmung auf. Eine Gemeinschaft. Zufrieden. Alle. Irgendwie. 

    Es spielt eben alles zusammen: Zum einen Sonne. Ich liebe Sonne. Weil sie Leben, Licht, Lust, Freude, Wärme ist. Zum anderen: Mond. Ich liebe auch Mond: Weil er Leben, Licht, Lust, Freude, Kühle ist. Nun also beides zusammen. Ekstase für ihr großartiges Schauspiel. Und der Mond schafft es, taucht die 400 mal so große Sonne, die allerdings auch 400 mal weiter weg ist, in Schatten. Fast. Zu fast 90 Prozent hier in Berlin.

    Aber zurecht erhalten die Protagonisten Sonne und Mond für ihre kostenlose Performance Ovationen. Denn alle Lebewesen hier sind davon in ihren Bann gezogen. Und wie verwandelt. Nett. In Berlin! Meine Leute – übrigens mit meiner aus Freiburg herbeigeeilten Nuria –  haben vergessen, sich Schutzbrillen zu besorgen. Die nicht nur notwendig sind, damit man sich die Augen nicht zerstört. Sondern auch, um zu erkennen, wie sich der Mond langsam vor die Sonne schiebt.

    Auf dem Höhepunkt des Spektakels kommt eine junge Frau von nebenan – lächelt mich an, streichelt mich – und gibt meinen Leuten ihre Schutzbrille. Ich darf auch mal. Und sehe nun: Die Sichel. Der Sonne. Hinter dem Mond vorlugend.

    In Spanien ist die Sonnenfinsternis total. Da ist noch mehr kollektive Ekstase. Glück eben. Gegeben vom Kosmos. Ohne KI. Ohne Kosten. Ohne Machtspiele. Zuletzt gab es eine totale Sonnenfinsternis vor 27 Jahren in Europa. Das nächste Mal 2081. Hmmm, da wäre ich fast 60… Denke ich. Etwas traurig. Wissend, dass selbst für mich dieses Alter schwer zu erreichen ist.

    Denn auf eine Wiederholung hätte ich schon Lust – why not? Dieses kollektive Erleben, dieses beinahe Spirituelle, die gemeinsame Faszination über die Sonne, das ist so großartig. Einzigartig. Felix muss auch in diesen eigentlich so kontemplativen Momenten dozieren. Tiere reagierten besonders auf Sonnenfinsternisse. Sagt er. Und weiter: Vögel hörten plötzlich auf zu zwitschern. Giraffen, die eigentlich nur wegliefen, wenn sie gejagt würden, würden plötzlich galoppieren. Und Riesenschildkröten sich paaren.

    Und er: Labert. Und ich? Ich will jagen. In dieser herrlichen Dämmerung Hülle. Werde aber plötzlich weich. Als sich eine Fliege direkt vor mich setzt. Und es langsam wieder heller wird. Die erhellende Finsternis. Sagt der sonnendurchströmte Hauptstadtkater. Und jetzt: Vertreibt die Finsternis. Und chillt, Leute! 

  • 11. August 2026

    Warum ich gerne Mörder bleiben würde und die Machtübernahme der KI

    Kann das Künstliche das Echte übertreffen? Ersetzen? Frage ich mich so, als ich auf meinem neuen Katerfutter rumkaue. Schmeckt nicht schlecht – Geschmacksrichtung Lamm-Huhn, hätte ich gedacht. Wenn ich es nicht besser wüsste. Der Fleischgeschmack ist imitiert, nicht echt. Künstlich.

    Felix hat mir testweise – empörend: obwohl alle Katerfachleute davor warnen, weil wir Fleischfresser sind und das auch brauchen – nun, er serviert mir veganes Katerfutter aus Great Britain. Mit Blaualgen, Omega-Fettsäuren und pflanzlichen Proteinen. Schmeckt. Und meine Bruna? Jubelt: „Du bist kein Mörder mehr“, ruft sie. Und streichelt mich.

    Und Felix so? Hat sich hinter seiner Zeitung verbarrikadiert und imitiert Lesen. Um – vollkommen weird – in aller Heimlichkeit seine Putenmedaillons zu speisen. Was Coco natürlich erkennt. Und Zugang findet. Indem sie mit Pfote und ausgefahrenen Krallen das Papier zerstört. Spiderman und Odysseus zerstört, deren Konterfeis groß darauf prankten.

    Und Felix überraschend gelassen, spricht mit fleischgefülltem Mund: „Ok, Jungs und Mädels, habt ja Recht. Dann geh ich mal.“ Seine Stimmung: Unten. Weil er eben doch was gelesen hat in seiner Zeitung. Was ihn runterzieht. 

    Er erzählt: Es gebe eine Studie, nach der durch Künstliche Intelligenz geschriebene Storys von Probanden häufig als spannender eingeschätzt werde als die von Menschen verfassten. Vermutet werde, dass KI-Texte leichter zu lesen seien, die KI könne eben aus Millionen Ideen und Formulierungen anderer Autoren auswählen.

    Frustrierend, findet Felix. Er wolle keine von Maschinen verfasste Bücher lesen. Und ich frage mich so: Ob der Text in seiner Zeitung, der renommierten Süddeutschen, vielleicht auch von KI verfasst wurde? Ob die Studie echt war? Wo doch schon einige Politiker eingeräumt haben, ihre Reden von KI schreiben gelassen zu haben.

    Nun, Felix ist noch nicht fertig: In der Zeitung werde eine weitere Studie vorgestellt. Die habe herausgefunden, dass KI-generierte Stimmen in Hörbüchern Hörer nicht mehr abstießen. Im Gegenteil: KI spreche mittlerweile sehr gut. „Damit geht ein ganzer Berufszweig den Bach runter“, zitiert Felix den Forscher Stocker.

    Kurz danach sitzt er an seinem Home-Arbeitsplatz. Und kopiert den persischen X-Post des iranischen Präsidenten Peseschkian in das Übersetzungsprogramm deepl. Um zu verkünden: Der Iraner stelle den USA weitere Forderungen, damit die Blockade der Straße von Hormus aufhört.

    Toll, was die Übersetzer können. Denke ich. Und höre, das US-Unternehmen Anthropic wolle seinen Chatbot Claude mit einem unsichtbaren Wasserzeichen versehen, das auch erhalten bleibe, wenn ein Text kopiert und woanders wieder eingefügt wird. Hmm.

    Coco ist real. Und schnell. Supercat eben. Hat sich von Felixens Teller ein Stück Filet geangelt. Was der gar nicht bemerkt. Da er um seine zerfetzte Zeitung trauert – und darin schon wieder ein Sinnbild sieht für eine untergehende Kultur – oh Mannomann….

    „Ob Spiderman und Odysseus auch KI-generiert waren“, heult er rum – dann wäre seine ganze Begeisterung nach den Filmen nicht angemessen gewesen. Findet er. Who knows? Frage ich mich.

    Die Zuschauer strömen derzeit zu beiden Filmen in die Kinos. Also ganz old school. Und ich partizipiere am Medaillon, das Coco vor mich legt. Teilen ist nice. Von echtem, gesundem Fleisch. Für ein langes Leben. Sagt der reale Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Geht ins Kino. Und chillt, Leute! 

  • 10. August 2026

    Leipziger Drohnenallerlei schweißt mich an Coco

    Wieder mal ist es passiert: Die Wasserkaraffe – natürlich gefüllt – ist umgekippt. Das Wasser verteilt sich auf dem Küchentisch, umspielt die Zeitung, überflutet Felixens iPhone, stürzt Richtung Boden. Als Felix kurz darauf aus dem Bad zurückkehrt, folgt nach seiner Schockstarre ein Tobsuchtsanfall. Und ich bekomme Angst um ihn, als ich seinen roten Kopf mustere.

    Und mich frage: Why? Regt er sich so auf. Vollkommen weird. Denn das Handy kann endlich beweisen, wie beworben wasserresistent zu sein, Zeitung liest heutzutage eh keiner mehr. Aber er? Sucht Schuldige. Findet Coco und mich. Keift, durch unser Ungestüm sei es zu der „Katastrophe“ gekommen. Really: Katastrophe. Sagt er.

    Und ich denke so: Im Zweifel für den Angeklagten. Beweise gibt es nicht. Und dann waren ja auch eben noch Laura und meine Bruna in der Küche. Und könnte nicht auch ein Erdbeben…? Nun, ich kenne die Wahrheit. 

    Und so wenden Coco und ich uns angewidert von ihm ab. Gemeinsam. Durch die Verdächtigungen  zusammengeschweißt. Aber so sind sie: Menschen! Verurteilen ganz schnell. Aufgrund von Vorurteilen.

    In Leipzig wurde ja vor einigen Tagen eine mit Sprengstoff bestückte Drohne nahe einem ukrainischen Flugzeug entdeckt, das kurz zuvor Munition transportiert hatte. Riesige Aufregung. Zurecht. Denke ich so. Denn nur durch unglaubliches Glück kam es hier nicht zu einer Katastrophe: Der Zünder an der Drohne funktionierte nicht.

    Klar, liegt nahe, dass Russland hinter dem Anschlagversuch steht. Wie die meisten behaupten. Allein, Beweise gibt es nicht – noch. Deswegen: Vorsicht.

    Und ich erinnere an den Anschlag auf die Nord Stream Pipelines vor knapp vier Jahren in der Ostsee. Das waren Leitungen, durch die Gas aus Russland nach Deutschland transportiert werden sollte. Sofort damals fiel bei sehr vielen der Verdacht auf Russland, das kurz zuvor den Krieg gegen die Ukraine begonnen hatte. Mittlerweile gilt ein ukrainisches Kommando als Täter – vermutlich gelenkt von der ukrainischen Regierung.

    Klar, ist dieser missglückte Leipziger Drohnenanschlag eine völlig andere Story. Allerdings ist die Reaktion Russlands auf die Vorwürfe nicht sehr sympathisch. Natürlich sei die Drohne nicht von ihnen, teilt die Russische Boptchaft in Berlin mit. Verantwortlich müsse die Ukraine sein, um die Welle der antirussischen Hysterie am Laufen zu halten. Und um weiter um Waffen betteln zu können. 

    Coco und ich schlecken das Wasser vom Boden auf. Felix testet sein Handy. Funktioniert. Er wischt mit der Zeitung das restliche Wasser auf. Katastrophe beseitigt. Easy. Dann kommt meine Bruna hinzu. Beim Aufstehen vorhin habe sie leider die Karaffe mitgerissen – und keine Zeit gehabt, das Malheur zu beseitigen, da sie zu einem Chat verabredet gewesen sei. Sorry. Sagt sie.

    Lächelt Felix an – der Dank fürs Wischen. Und er? Entschuldigt sich nicht. Bei uns. Sagt der unschuldige Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Unterlasst Verdächtigungen. Und chillt, Leute!  

  • 9. August 2026

    Alles weiß: Als mich ein Partyfloß in der Spree crashte

    Ausflüge – I love it. Felix und Laura nehmen mich wieder mit. Und ich staune: Unterhalb eines Bundestagsgebäude sitzen Dutzende weiß gekleidete Menschen an Tischen mit weißen Tischdecken, genießen ein gemeinsames Picknick. Gegenüber, auf der anderen Spreeseite, erinnern am Ufer sieben weiße Kreuze an Menschen, die bei der Flucht aus der DDR ums Leben kamen.

    Die meisten Anfang der 1960er Jahre – getötet von Grenzbeamten beim Schwimmen durch die Spree. Da, wo heute die an einem Gitter angebrachten Kreuze mit den Namen der Opfer hängen, sahen die Flüchtenden damals das gelobte Land: West-Berlin. Da, wo heute die Menschen bei einem sogenannten Flashmob ein White Dinner feiern, erlebten die Flüchtenden damals auf ihrer verzweifelten Flucht die letzten Momente ihres Lebens. 

    Time. Time flies. Voll strange. Denke ich so. Springe von Felixens Schulter. Stürze mich in die Fluten des Flusses. Um nachzuvollziehen. Wenigstens ein bisschen. Wie es damals für die Flüchtenden war. Weißer Kater schwimmt vom White Dinner zu weißen Kreuzen. Durch die schwarze Spree.

    Und yes, zurecht schüttelst Du den Kopf, liebe Leserin, lieber Leser. Es kann nur Fake sein. Denn ich gehe nicht ins Wasser. Never. Ever. Denn: Ich. Hasse. Wasser. Aber der Gedanke, das zu tun, ist tief in meinem Mind. Ich spüre mit. Es geht um die Erkenntnis: Dass auch Horrororte einer menschenverachtenden Diktatur wie das einst graue Ufer in gar nicht so langer Zeit zu Partyorten mutieren können.

    Und das scheinbare Paradies auf der anderen Seite zugleich zu einem stillen, traurigen Gedenkort. Und zwischendrin: Schwimmt ein weißer Kater. Weiß, die Farbe der Hoffnung, Unschuld, Reinheit, Frieden. Ich sehe: Alles ist Änderung. Alles ist Fluss. Im Fluss. Ich spüre Hoffnung. Und Angst. 

    Und wache auf. Meine Gedanken, zerstört durch ein Floß, das mich ansteuert. Von dem Bässe wummern, deren Schall von den Wänden der Bundestagsgebäude hin- und herumgeworfen wird. 30 junge Menschen tanzen im Takt von „YMCA“. Gröhlen. Und fordern die weiße Gesellschaft am Ostufer auf, es ihnen gleich zu tun. Was sie machen. Gegenseitig feuern sie sich an.

    „Ballermann-Vibes“. Sagt Laura. „Das Dorf feiert in der Großstadt.“ Sagt Felix. Und ich tauche unter. Angeekelt. Vom Mensch. Der sich auf ein Kreuz von Opfern am Westufer hangelt. Draufsetzt. Für ein Selfie. Alles so geschichtsvergessen. Respektlos. An die Opfer, die hier ihr Leben verloren, denkt in der Sucht nach fun keiner mehr. Abgesehen von mir. White cat. 

    Und Laura erzählt, nie habe sie sich vor vier Jahrzehnten vorstellen können, als sie als jugendliche DDR-Pionierin durch Ost-Berlin an meinem Revier vorbei spazierte, sie werde später dort leben. Mit einem Wessi. Und Felix erzählt, nie habe er sich auf seiner Klassenfahrt 1986 in West-Berlin vorstellen können, einmal in Ost-Berlin zu leben. Mit einer Ossi.

    Und ich hätte mir nie vorstellen können, mal zu schwimmen. Oder mit einer Main Cooke zusammenzuleben. Sagt der weiße Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Macht mal einen Flashmob mit.Und chillt, Leute! 

  • 8. August 2026

    Und plötzlich bin ich Kunst, während KI der Menschheit killt

    Kater sind eben überall. Als Symbol der Weisheit, Freiheit, Anmut, Sinnlichkeit, Unabhängigkeit, Sensibilität, Magie, Bescheidenheit – hach, ich kann gar nicht aufhören. Inspiriert bin ich durch meine Alten Felix und Laura, die im Hamburger Bahnhof eine Ausstellung für Gegenwartskunst durchlitten.

    Und dabei auch einen Druck eines US-Künstlers namens Matthew Barney goutierten, auf dem ein Kater in einer Bar sitzt, mit gedankenversunkenem, schlauem Blick in die Ferne. Erkenntnis eben. Hat er. Denke ich so. Und fühle den Sog des Bildes. Der Kater changiert. Wird zu mir. Er ist also ich. Ich er. Really. 

    Natürlich nicht really. Sondern nur virtuell. Wieder mal die gute, alte Künstliche Intelligenz. Die naturally nicht gut ist. Im Gegenteil: Hölle. Menschheitsgefährdend. Und ich will beileibe nicht alarmistisch sein, als weis(s)er Kater: Aber nun hat auch der ChatGPT-Entwickler OpenAI nach eigenmächtigen Attacken seiner neuen KI-Modelle eines vorerst gestoppt – und härtere Kontrollen dafür angekündigt.

    Es ist totally weird: Auch die beiden anderen Großkonzerne Meta und Anthropic hatten ja eingeräumt, dass ihre Sprachmodelle in Tests autonome Fähigkeiten zum Hacken gezeigt hätten. Ihre Algorithmen also Sicherheitsbarrieren überwunden und eigenständig im Netz digitale Schwachstellen ausgenutzt hätten.

    Was bedeutet: Die komplexen System wurden nicht mehr von Menschen beherrscht. Sondern agierten selbst. Selbst. Maschinen. Echt krass. KI könnte also durchaus schon sehr bald das Internet kontrollieren. Damit auch Energie- oder Stromversorgung. Banken. Passwörter. Was Kriege auslösen könnte. Die Selbstzerstörung. Der Menschheit. Vielleicht sogar des Lebens auf der Erde. Schade auch. Denke ich so. 

    Und ich verstehe, warum Felix und Laura nach der Ausstellung so down sind: Nur düstere Werke. Zur Gegenwart. Hoffnungslosigkeit. Depression. Eine Videoinstallation thematisiert die Selbstverbrennung einer jungen Türkin 1982 in Hamburg. Sie hielt den Rassismus nicht mehr aus.

    Eine andere thematisiert das Schicksal eines Irakers, der 2016 im sächsischen Arnsdorf nach einem Streit in einem Supermarkt von vier Männern angegriffen, rausgeschleppt und dann bis zum Eintreffen der Polizei an einen Baum gefesselt wurde. Das Ganze wurde gefilmt und verbreitete sich im Internet rasend schnell. Sehr viele User stellten sich auf die Seite der Angreifer. Vor der Gerichtsverhandlung wurde der Iraker tot in einem Wald aufgefunden. 

    Alles over. Denke ich so. Und nun also noch die Machtübernahme durch KI. Ich spüre, wie ich aus dem Bild in die Realität flutsche. Spüre die Sonne auf meinem Pelz. Voll real. Nice. Und: Meine Bruna ist zurück von ihrem Kurzurlaub mit Freundinnen in Brandenburg – ohne KI, aber mit Handy. Nun, sie kuschelt mich. Leckerli umschwirren meinen Kopf. Flow in depression. Sagt der gepushte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Stay positive. Und chillt, Leute! 

  • 7. August 2026

    Wie ich im Volksbühnen-Schwimmbad zum Performance-Star wurde

    Heute durfte ich endlich mal wieder raus. Felix transportierte mich im Rucksack zur neuesten Berliner Attraktion: Ein Swimmingpool mit 25-Meter-Bahn mitten vor dem Kultheater Volksbühne. Freier Eintritt. Bis Oktober. Aber locken tut mich das türkisfarben glitzernde Wasser nicht. Denn ich hasse Nass.

    Und bleibe erst mal draußen sitzen. Beobachtend. Und mich fragend, warum ein Theater 300.000 Euro aus seinem ohnehin engen Etat rauseist, um ein Bad hinzustellen. Intendant Matthias Lilienthal antwortet: Das sei ein Projekt gegen die verfallende Infrastruktur und den Freibadmangel in der Hauptstadt. Zugleich sei das natürlich Top-Werbung. Fürs Theater. Denn klar sei, über das Projekt werde geredet. In ganz Deutschland. Mindestens. Denke ich so. Und wäre fast reingestürzt. Bei der Jagd auf eine fette Wespe. 

    Immerhin, denke ich so beim Ablecken und Säubern meiner nass gewordenen Vorderpfote: Hier gibt es noch Wasser. Und das im Überfluss. Denn derzeit ist Wasser, also besser gesagt: Der durch den Klimawandel mit seinen Dürre- und Hitzeperioden verursachte Wassermangel ja ein Topthema. Weltweit.

    Thea, die Oma meiner Bruna, muss auf eine bereits gebuchte Mosel-Dampferfahrt verzichten, der Flußpegel ist zu niedrig. In der Donau tauchen nicht nur die Überreste von zwei Wehrmachtssoldaten auf – samt ihres Motorrads, sondern auch Minen aus dem Zweiten Weltkrieg.

    Auch am Rhein werden Rekord-Tiefstände registriert, Schiffe können nur noch mit deutlich weniger Fracht fahren. Dadurch steigen die Kosten. Immens. Denke ich so. Und beobachte Menschen, die sich am Volksbühnen-Pool verrenken. Fürs perfekte Foto. Absurd. 

    Ein in die spanische Exklave Ceuta geflüchteter Mann erzählt, er sei aus seinem Heimatort weggegangen, weil es dort, in einer Oase südlich der Sahara, kaum noch Wasser gebe. Die Lebensgrundlage sei weg. Wie ihm geht es Zehntausenden. Weltweit. Mit steigender Tendenz. Weiß ich.

    Und höre, selbst in den Alpen herrsche nach zwei schneearmen Wintern und einer langen Trockenperiode Wassermangel. Hüttenwirte schlagen Alarm, das Wasser gehe aus, weswegen Waschräume gesperrt würden und nur noch Trockentoiletten genutzt werden könnten. Trinkwasser werde per Heli gebracht. Teuer: Eine Minute Flug soll mehr als 30 Euro kosten – plus 600 Euro für den Anflug.

    Und ich stürze: Ins Wasser des Pools. Strampele. Gehe unter. Das Leben weicht. Aus mir. Das war es. Denke ich so. Schade. Aber Top-Performance. 

    Und schon rotiere ich engelkatergleich vom Swimmingpool der Volksbühne zurück zu meinen Näpfen. Meine Reise ist zu Ende. Ich lebe. Und liebe KI. Denke ich so mit Blick auf das Foto mit mir und dem Volksbühne-Swimming-Pool. Großes Theater. Von mir. Mit mir. Denke ich so. Und sitze bei Coco. Habe Durst. Und hier ist Wasser ohne Ende.

    Coco und ich sind am Napf. Und dann leckt Coco am Wasserhahn. Den Felix aufdreht. Der Strahl rinnt minutenlang. Das Wasser läuft über. Strömt durch den Boden in die untere Wohnung. So ist das im Überfluss. Sagt der schlürfende Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Schätzt Wasser. Und chillt, Leute! 

  • 6. August 2026

    Die Entmenschlichung von Flüchtlingen und das Ceuta-Debakel

    Sommerzeit ist Jagdzeit. Fliegen, Mücken und Motten strömen in Massen durch die gekippten Fenster, um dann im Licht der Lampen zu tanzen. Und Coco und ich so: Lechzend davor stehend. Sie taxierend. Zuschlagend. Um die kleinen Süßen dann zu vernaschen. Ein gar herrliches Schauspiel.

    Anlocken ist einfach. Denke ich so. Der Köder muss eben stimmen. Was für Insekten das Licht und für mich Insekten, ist für Menschen die Aussicht auf ein besseres Leben. Deswegen riskieren Tausende Menschen – vor allem aus Afrika und Asien – täglich ihr Leben. Um auf gefährlichen Routen durch Wüsten und über Meere in scheinbar gelobte Länder zu kommen. 

    Kürzlich stürmten im Laufe weniger Tage rund 70.000 Menschen in die spanische Exklave Ceuta. Von einem Strand an der marokkanischen Küste schwammen sie los, um zum Grenzzaun zu gelangen. Viele ausgerüstet mit Schwimmreifen, weil sie kaum schwimmen können. Viele junge Männer, aber auch Frauen und Kinder. Mit nichts als ihren Kleidern am Leib.

    Offiziell wird hernach mitgeteilt, dabei seien mehr als 140 Menschen ertrunken. 140. Wieder mal eine abstrakte Zahl. Die in Europa kaum etwas auslöst. Vielmehr wird erbittert darüber gestritten, wie es möglich sein konnte, dass so viele Menschen zugleich die Flucht wagten. Dass die Menschen schleunigst wieder zurück müssten. Wie eine solche Flüchtlingswelle – ja: Flüchtlingswelle, als ob das ein Naturphänomen wäre – künftig zu verhindern sei.

    Dass der sozialistische spanische Ministerpräsident Sanchez daran Schuld sei – da er mit seiner liberalen Asylpolitik falsche Hoffnungen geweckt habe. Empathie: Fehlanzeige. Diskutiert werden die Narrative der Rechten. Populisten. Und Extremisten.

    Was die Migranten erlebten, wird zwar auch berichtet. Aber auch da liegt der Fokus darauf, herausfinden zu wollen, wie es zu dieser massenhaften Flucht kommen konnte.Und weniger darauf, welchen Horror die Menschen aushalten müssen. Und so ist zu hören, dass marokkanische Sicherheitskräfte sie an der Küste angefeuert, sogar geschlagen hätten, damit sie ins Meer steigen und fliehen. Und sie durch Social Media-Kampagnen, in denen von offenen Grenzen gesprochen wurde, angelockt worden seien.

    Eine Erklärung ist da. Die meisten Migranten sind längst wieder weg. Weil sie in Ceuta auf der Straße kampieren mussten, es nicht einmal Trinkwasser gab. Und die meisten Politiker sind froh: Problem gelöst. 

    Und ich denke an den Aufschrei nach dem jüngsten Anschlag in Berlin auf den CSD, bei der ein Mensch starb. Überhaupt die Aufschreie, wenn nach Anschlägen in Europa oder den USA Menschen verletzt – und auch getötet werden. Das ist entsetzlich. Naturally. Und jeder Aufschrei ist gerechtfertigt. Aber wo bleiben die für die mehr als 140 Toten von Ceuta?

    Es ist eben so: Es gibt noch immer Menschen erster und zweiter Klasse. Europäer, Amerikaner auf der einen, die anderen auf der anderen Seite. Was für ein Rassismus. Denke ich so.

    Und Coco fängt ein Flattertier. Die sind schnell. Aber dumm. Klar, auch wir haben im Übereifer mal Probleme. Und so prallt Coco gegen die Stehlampe. Die umkracht. Ist eben so. Kollateralschaden. Sagen Menschen. Sagt der jagende Hauptstadtkater. Und jetzt: Würdigt Flüchtlinge. Und chillt, Leute! 

  • 5. August 2026

    Wie nach einem Krieg: Urlaub im französischen Katastrophengebiet

    Da, wo der milde Atlantikwind noch vor 14 Tagen die grün benadelten Äste der Pinien und Kiefern träge tanzen ließ, starren nun schwarz verkohlte Baumgerippe gen blauen Himmel. Die Zikaden sind verstummt. Scharfer Brand- statt sanftem Nadelgeruch liegt in der Luft.

    Es sehe aus wie nach einem Krieg – apokalyptisch. Schildert Veronique die Lage rund um die französische Gemeinde Lacanau. Dem Ort, in dem meine Bruna und ihre Eltern noch vor 14 Tagen Urlaub machten – und in der Wohnung von Veronique lebten. „Es ist absolut herzzerreißend“, schreibt Veronique meinen Leuten. Im Nachbarort Le Porge seien 200 Häuser abgebrannt. Die Menschen seien verzweifelt. Die Bewältigung des Horrors sei zum Alltag geworden.

    Und ich spüre das Grauen, wenn ich die Fotos sehe. Und mir dann klar mache, was die abstrakte Zahl 200 eigentlich bedeutet. Für 200 Familien ist die Existenz mehr oder weniger vernichtet. Sie haben alles – zumindest Materielle – verloren. Vielleicht gar nicht so schlimm, dass Wertsachen weg sind. Aber auch Erinnerungsstücke, Familienschmuck, Tagebücher, Bilder, Fotos.

    Und Felix so: Er sei froh, dass es Clouds gebe, in denen er sein Geschreibsel und Fotos speichern könne. „Wenn ich nur mein Passwort wüsste“, sagt Laura. Das wahrscheinlich irgendwo fein säuberlich aufgeschrieben in einem Block im Schreibtischschubfach schlummert. 

    Ob der Horror für die Menschen an der Atlantikküste vorbei ist? Nobody knows. Eher nicht. Denke ich so. Denn Wissenschaftler haben errechnet, dass durch den Klimawandel, verbunden mit Hitzerekorden und Dürren, die Wahrscheinlichkeit für Brände extrem wächst.

    Veronique schreibt, die Brände rund um Bordeaux seien unter Kontrolle. Es sei aber weiter sehr warm. Die Gefahr, dass die Feuer neu aufflammten, ist also da. Denke ich so. Immerhin kämen langsam wieder Touristen, sagt Veronique. Die würden dringend benötigt, denn die Region lebe nun mal vom Tourismus.

    Läden, Restaurants, Cafes, Bars und Surfschulen seien wieder geöffnet. Aber es gebe auch jede Menge Stornierungen. Und ich denke so: Wer will schon in ein oder in die Nähe eines Katastrophengebiets Urlaub machen, in dem jederzeit wieder eine neue Katastrophe ausbrechen kann? 

    Mein Revier scheint sicher zu sein. Noch. Aber es gibt Experten, die meinen, bald könnten ähnlich wie vor Bordeaux auch vor Potsdam Feuerwände stehen. Denn überall – vor allem in Europa – wird es wärmer. In Spanien brennt es, in Griechenland derzeit extrem, auch in der Türkei.

    Aus Bayern und Nordrhein-Westfalen werden auch Brände gemeldet. Es wird eng. Und heißer. Ich setze mich mal neben Coco. In Demut. Sagt der bedrückte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Seid emphatisch. Und chillt, Leute! 

  • 4. August 2026

    Warum meine Bruna lieber nass wird als eine Regenjacke überzustreifen

    Wenn sie die stylische orangefarbene Basecap seiner schwarzen Regenjacke vorzieht, so ist das doch ihre Entscheidung. Wenn sie sagt, der Sattel ihres Rennrads sei von der Höhe doch fast okay, obwohl ihre Beine weit über dem Boden pendeln, so ist das doch ihre Sache. Wenn sie die Bahnfahrkarte nicht online, sondern erst im Bahnhof kaufen will, dann ist das doch ihre Entscheidung.

    Denke ich so. Als ich den belehrenden Felix mit hochrotem Kopf vor meiner Bruna stehen sehe. Die mich schon wieder verlässt. Und mit zwei Freundinnen per Bahn und Rad in eine Wohnung nach Strodehne in Brandenburg fährt. Was ich auch absolut unterirdisch finde. Aber das ist ein anderes Thema.

    Vielmehr geht es mir an dieser Stelle um Felix. Und seine Hybris, seinen Willen meiner armen Bruna überstülpen zu wollen. Die ja kein Kitten, äh, Baby mehr ist. Sondern 17 ist. Sweet 17! Ein Alter, in dem man weiß, was man tut. Denke ich so. 

    Eine Zahl, bei der Felix gerade glänzende Augen bekommen hat, weil sie den vorläufigen Endpunkt einer Entwicklung seines Lieblingsgeräts anzeigt. Das iPhone. Und das 17er ist derzeit das aktuellste auf dem Markt. Kauft er. Sogar das 17 pro. Weil er glaubt, es sei ausgereift. Auch wenn es in zwei Monaten das 18er gibt…

    Und bei meiner Bruna? Geht er davon aus, dass 17 unreif ist. Dabei ist sie weit mehr als ein 17 pro… Weil sie Progress und professionell in einem ist. Felix erkennt das aber nicht. Und belehrt meine Pro-Bruna dann sogar noch.

    Es sei doch besser, schon vor der Reise das Ticket zu haben. Nervt er. Es sei doch besser, den Sattel schnell auf die geeignete Höhe zu schrauben. Nervt er. Es sei doch besser, im Regen Regenjacke anzuziehen. Nervt er. Und ich beobachte meine Bruna, die die Contenance bewahrt, obwohl sie sich den Helikopter-Alten zum Köter-Gott wünscht. Sure.

    Felix begleitet sie dann auch noch nach draußen. Weil er für ihr eben von ihr angefordertes Taschengeld noch Bargeld aus dem Automaten ziehen muss. Im Laufschritt. Weil ansonsten der Zug weg sei. Sagt meine Bruna. Und eh wenig Zeit sei, weil sie ja noch eine Fahrkarte am Bahnhof kaufen müsse. Und sie sich noch von mir verabschieden muss. Und von Coco. 

    Schließlich fährt meine Bruna per Rad durch den Regen. Und es ist nicht so nice, als Felix kurze Zeit später wieder oben bei mir im Revier sein wahres Gesicht zeigt: Er feixt, als er erzählt, schon auf den ersten Metern sei die orangefarbene Basecap meiner Bruna durchnässt gewesen – wie auch ihr T-Shirt. Und der nicht imprägnierte, schicke Rucksack.

    Nicht zu vergessen: Die weißen Tennissocken. Und der Alte mokiert sich weiter: Weiße Tennissocken. Das sei zu seiner Jugend Synonym für Loser gewesen. Das Symbol für Mobbing-Opfer, die den Zeitgeist nun wirklich nicht erkannt hätten. Und ich sehe: Felix. Ist. Uralt. Erkennt nicht, dass das Leben eine einzige Änderung ist.

    Und ich plädiere jetzt einfach mal für Entspannen. Während meine Bruna trocken in Strodehne angekommen ist. Lege ich mich zu Coco. Schmusen. Lecken. Liebe. Sagt der versöhnliche Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Toleriert Jugend. Und chillt, Leute!

  • 3. August 2026

    Das Ende der Contenance als Beginn der Eskalation

    Kater sind geduldig. Und ich bin der geduldigste unter ihnen. Really. Aber klar, auch ich kann meine Contenance verlieren. Sie ist leider endlich. Wenn zu viel zusammenkommt: Hunger, Unruhe, Hunger. Und nun ja, Hunger ist immer da.

    Und dann streift Coco vorbei. Nimmt mir zum 37. Mal in den letzten 248 Minuten Leckerli weg. Drückt mich mit ihrem Riesenkörper zur Seite. Rammt eine Tatze gegen meine Nase. Während ihr Sabber trieft. Und ich merke, ich ärgere mich. Bleibe nicht cool. Werde hot. Die rote Linie ist überschritten. Und ich fauche sie an. Haue zurück. 

    Wer zu viel provoziert, muss mit Vergeltung rechnen. Denke ich so. Selbst von vermeintlich schwächeren Gegnern. Der Iran. Wird von den USA nun bald seit einem halben Jahr mal weniger, mal stärker attackiert. US-Präsident Trump lässt nicht nur auf iranische Schiffe und Top-Politiker schießen, sondern auch auf Teheran. Und andere Städte. Der Iran zeigt sich jedoch widerstandsfähig.

    Zum einen, weil seinen Anführern das Leid des Volks egal ist- und damit auch die US-Bombardements und -Drohungen. Zum anderen, weil sie sich auf die Auseinandersetzung mit dem Erzfeind USA seit Jahrzehnten vorbereitet haben. Und es nun sogar schaffen, den Krieg in die USA zu tragen.

    Mehrere US-Bundesstaaten melden Hackerangriffe auf die Wasserversorgung. Betroffen: Systeme für Wasserdruck und Konzentration von Chemikalien. Zwar wurde Trinkwasser offenbar nicht verunreinigt. Aber allein, dass es der Iran schafft, sich Zugang zur kritischen Infrastruktur in den USA, zum reinen Wasser,  zu verschaffen. Grusel. Beängstigend. Für die Menschen dort. Ich kann das nachvollziehen. Treffer. Für den Iran. Denke ich so. 

    Die Ukraine hat es wie der Iran auch geschafft, den Krieg in das Land des Aggressors zu tragen. Russland meldet fast täglich, feindliche Drohnen abgeschossen zu haben. Die auch massive Schäden anrichten.

    Und nun gibt es ein viral gegangenes Video, das zeigt, wie eine Drohne über einen belebten Strand am Schwarzen Meer von der russischen Flugabwehr abgeschossen wird. Zu sehen ist, wie die Drohne auf Badegäste stürzt und explodiert. Es gibt Tote, darunter Kinder. Die Ukraine behauptet, die Drohe sei von den Russen abgeschossen worden, es sei kein gezielter Angriff gewesen.

    Und ich denke so: Es sterben im Krieg immer Unschuldige. Während Coco schon wieder ein Leckerli mit der Pfote wegpeitscht, das ich gerade zu mir nehmen wollte. Soll sie. Egal. Ich schließe die Augen. Geduld. Sagt der überlegene Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Revanchiert euch gemäßigt. Und chillt, Leute!