Hauptstadtkater

Chillen, Checken, Schnurren – meine Gedankenfetzen zum Absurdistan der Welt. Ansichten eines weißen Katers im Chaos.

  • 28. August 2026

    Wie Odysseus und ich alle Handys killen und so die Welt retten

    Feel good. Strong. Unabhängig. Denke ich so, als ich an Diegos Kreatinpulver schnuppere. Und einige Partikel offenbar in meine Nüstern strömen. Ich spüre, wie sich meine Muskeln straffen, vergrößern, spüre unbändige Energie. Ein Wundermittel. Denke ich so. Wohl wissend, dass das erst mal nur Einbildung sein kann. Weil es längerfristig wirkt. Aber egal, ob Placebo oder nicht, am Ende zählt nur das Ergebnis: Und. Ich. Schwebe. 

    Was Felix natürlich sofort wieder mit gezückter Handykamera festhält. Der Typ sieht Welt nur noch durch Linse. Damit auch mich. Denke ich frustriert. Und hungrig. Was eigentlich ja vollkommen verrückt ist. Dieser Fotowahn. Mehr als fünf Milliarden Aufnahmen knipsen Menschen täglich, auf der ganzen Welt. Sagt eine Studie von Psychologinnen der Binghamton Uni im US-Bundesstaat New York.

    Und ich denke so: Wer hat das gezählt? Nun, egal, fast alle Fotos jedenfalls verschwinden in Speichern und Clouds. Und werden nie wieder angeschaut. Forscher haben nun rausgefunden, dass das ständige Fotografieren dann auch noch negative Auswirkungen auf das ohnehin schwache menschliche Gedächtnis hat.

    Wenn Menschen also etwas fotografiert haben, erinnern sie sich schlechter daran, als wenn sie es nur betrachtet haben. Wird berichtet. Und ich denke so: Wahrscheinlich denken Menschen, wenn etwas auf externen Speichern drauf ist, brauchen sie es sich selbst nicht mehr einzuprägen.

    Übrigens: Soll auch für Screenshots gelten. Und auch abfotografierte Folien in Uni-Vorlesungen werden schlechter erinnert, als wenn Studenten und Studentinnen sich selbst schriftliche Notizen dazu gemacht haben. Heißt es in der Studie. 

    Und mir wird klar, warum die rechtsextremistische AfD trotz der Nazi-Vergangenheit in diesem Land  und trotz ihrer menschenverachtenden und nicht-finanzierbaren Wahlkampfparolen kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt so stark ist. Die Menschen nehmen die entlarvende Berichterstattung über die Partei und ihre unhaltbaren Versprechen, ihren Menschenhass gar nicht mehr wahr.

    Finden es nicht absurd, sondern stimmen zu, wenn die Partei  mehr oder weniger deutlich propagiert: „Die DDR war geil.“ Weil ihre Speicher, ihr Gedächtnis nicht mehr funktioniert. Denke ich so. Abgestumpft durch ständigen Handy-Konsum, ständiges Fotografieren. Und so kann Aufklärung eben nicht mehr funktionieren.

    Sie rieselt an jenen vorbei. Weil sie knipsend vor der Sonnenfinsternis stehen. Weil sie mittlerweile selbst im Kino knipsen. Wie Felix erzählt, als er vom Film „Odyssee“ euphorisiert aus dem Kino in mein Revier schreitet.

    Und ich merke, wie mir das Kreatin den Kopf vernebelt. Schwebe weiter. Spüre Stärke wie nie zuvor. Denke so: Hoffentlich hat er, Felix, den Odysseus fotografiert. Möge der alte Grieche auferstehen. Und mit mir zusammen die Welt wieder ins Lot bringen.

    Wir würden als erstes alle Handys vernichten. Die Welt auf diese Weise retten. Damit die Menschen wieder sehen. Wie sich der Mond vor die Sonne schiebt. Wie die AfD lügt. Wie ich fast verhungere. Sagt der ungehaltene Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Schluckt Kreatin. Und chillt, Leute! 

  • 27. August 2026

    Warum ich Coco schlage und ausländische Ärzte rausgeschmissen werden sollen

    Alle sind so unversöhnlich. Absolut in ihren Ansichten. Schnell gekränkt, wenn ihnen widersprochen wird. Alles nur schwarz oder weiß. Auch ich. Übrigens auch Coco. Obwohl die ja schattiert ist, also gescheckt. Ich liege also auf dem einzigen Sonnenplatz im Revier. Coco springt auf mich. Und vertreibt mich. Qua Körper. Weil sie da sein will, wo ich bin. Kompromisslos. Punkt.

    Menschen sind schon so im jugendlichen Alter. Laura erzählt von ihrem Psychiatrie-Patienten Noah, 16 Jahre. Er klagt, er müsse am Nachmittag nochmal für das Fach Politische Bildung in die Schule. Darauf habe er absolut keinen Bock. Und Laura so: „Na, das Fach ist doch super, gerade wo bald in Berlin gewählt wird und Du erstmals darfst.“

    Noah, lachend: „Politische Bildung brauche ich nicht. Da weiß ich alles.“ Laura staunt. Über das Selbstbewusstsein. Eines eigentlich zutiefst Verunsicherten. Und ich denke so: Herrliches Beispiel für die These, dass Menschen mit eher geringem Wissen ihre Kompetenz überschätzen – und andersrum Hochqualifizierte ihre Fähigkeiten eher unterschätzen. Was auch für Kater und Katzen gelten könnte. Überlege ich so – mit Blick auf die bräsig auf meinem Platz chillende Coco. 

    Zurück zum Menschen. Und jenen bei der AfD, die obige These herrlich belegen. In ihrem Regierungsprogramm für Sachsen-Anhalt fordern die tumben Rechtsextremisten auf Seite 423: „Medizinstudenten statt Importärzte“. Ausländische Ärzte seien wegen Sprachbarriere und kultureller Differenz oft kaum geeignet, „unsere Bürger richtig zu behandeln“.

    Hinzu komme oft eine zweifelhafte oder schwer einschätzbare Qualifikation bei ausländischen Abschlüssen. Und deswegen fordern die Rechtsextremen: „Wir werden deshalb alles dafür tun, künftig nicht mehr auf ausländische Ärzte angewiesen zu sein.“

    Unfassbar. Denke ich so. So viel Inkompetenz, so viel Geraune von Leuten, die sich aufführen wie die künftigen Könige von Deutschland. Die aber keine Kompetenz haben. Ärztepräsident Reinhardt – zweifellos ein Experte – kontert: Ausländische Ärzte seien unverzichtbar. Sie würden dringend gebraucht. „Als globale Wissenschaft verbindet die Medizin Fachleute auf der ganzen Welt.“

    Diego entspricht den AfD-Vorstellungen. Deutsch, willig und fähig, Medizin zu studieren. Er will helfen, weil er helfen will. Not lindern. Top. Denke ich so. Er besuchte jetzt Freunde an der Ostsee,  der Vater Landarzt. Der Diego zu einem Notdienst mitnimmt. Und Diego packt mit an. Eine alte Frau ist von ihrem Klo gefallen, mit vereinten Kräften tragen Diego und der Arzt sie in ihr Bett.

    Befriedigender Job. Sagt Diego nach der Schicht. Während Laura erzählt, Noah habe dann gesagt, er habe längst per Brief gewählt. Grüne. Dann habe er laut aufgelacht. „Nee, verrat ich natürlich nicht. Derzeit gibt es eigentlich nur eine Partei, oder?“

    Sehe ich nicht so. Spüre aber, dass ich auch Kraft habe. Die ich nun nutze. Ein Prankenschlag geht auf Coco nieder. Und schon fliegen die Fellfetzen. Weiß. Und Gescheckt. Sagt der versöhnliche Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Seid offen. Und chillt, Leute!

  • 26. August 2026

    Wie die Polizei Nährboden für die AfD schafft

    Meine Bruna musste vor einem Vierteljahr erleben, wie ein Mann in einem Zug vor ihr und mehreren Klassenkameradinnen masturbierte. Die Mädchen informierten den Zugbegleiter, am nächsten Bahnhof nahm die Bundespolizei den Mann in Gewahrsam. Die Mädchen weinten. Die Klassenfahrt – verdorben.

    Anderthalb Monate später schrieben sie das Horrorerlebnis auf Forderung der Polizei detailliert auf. Und hofften, alles sei getan. Falsch gedacht. Denn erneut kam nun ein Brief der Polizei, mit der Aufforderung, persönlich in einer Dienststelle zu erscheinen, um den Verdächtigen per Lichtbild zu identifizieren. Und den Vorfall schriftlich zu schildern.

    Und, I guess, selbst mein Puls ging hoch. Die Mädchen jedenfalls empört. Was das solle? Sie hätten den Mann bereits bei dessen Festnahme live identifiziert. Und den Vorfall bereits schriftlich ausführlich geschildert.

    Felix ruft bei der für den Fall zuständigen Polizistin an. Und die so: Was, es werde bereits ermittelt? Das habe sie nicht gewusst. Dann sei ihr Schreiben gegenstandslos. Ja, sie könne die empörte Reaktion der Mädchen verstehen. Tue ihr leid. Aber: Ob Felix ihr noch die Vorgangsnummer der ermittelnden Behörde schicken und die anderen Betroffenen informieren könne. Das würde ihr die Arbeit erleichtern. 

    Und ich denke so, kann ja alles passieren. Aber ist eben auch eine Art Symbol für den Zustand des Patienten Deutschland. Also, dass nicht einmal mehr die Kommunikation bei der Polizei intern funktioniert. Nicht mal eine Nummer selbstständig herausgefunden werden kann. Und Felix den anderen Betroffenen Bescheid geben soll, dass erst mal nichts gemacht werden müsse.

    Und das bei einem Thema wie sexuellem Übergriff. Von dem neun traumatisierte Teenagerinnen betroffen sind. Die nun erneut damit konfrontiert werden. Und zurecht den Sinn einer weiteren Befragung in Zweifel ziehen. Und so bereits im jugendlichen Alter massiven Frust, Wut gegen ein offensichtlich unfähiges System entwickeln. 

    Sorry, nun ein großer Sprung. Aber das Erlebnis meiner Bruna soll ja auch nur ein kleines Beispiel dafür sein, wo und wie der Nährboden für Rechtsextremisten gedeihen kann. Jene also, die mit Vorliebe auf das „System“ eindreschen. Wie kaputt es sei. Dass es dringend einen Politikwechsel brauche. Um es zu reparieren. Mit ihr, der AfD. 

    Was viele Wähler eben glauben wollen – und ein Erlebnis wie das meiner Bruna als Exempel für ein kaputtes Deutschland betrachten. Einfach, weil es so einfach ist. Das zu glauben. Und es so gut tut, die einfachen Antworten der AfD zu bejubeln – in einer immer komplexer werdenden Welt.

    Wo einem die AfD einfach so sagt, Klimawandel gebe es nicht – ungeachtet dessen, dass auch in Deutschland die Flüsse kaum noch Wasser führen und Wälder brennen. Wo einem die AfD sagt, wenn die Migranten raus seien, werde alles besser – obwohl allein im in knapp zwei Wochen wählenden Sachsen-Anhalt dann jede Frau fünf Kinder bekommen müsste, damit der Arbeitsmarkt nicht zusammenbricht.

    Aber vielleicht, hoffe ich so, wachen die Menschen ja doch noch auf. Vielleicht sind die Umfragen, nach denen die AfD in dem kleinen Bundesland mit seinen 2,1 Millionen Einwohnern weit über 40 Prozent der Stimmen bekommen wird, falsch. Die Hoffnung regiert.

    Meine Bruna und ihre Klassenkameradinnen sind erst einmal beruhigt. Die Ermittlungen gegen den Mann laufen. Und laufen. Und laufen. Coco starrt ins Licht. Hypnotisiert. Ein guter Zustand. Sagt der erleuchtete Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute!

  • 25. August 2026

    Wie Killer-Roboter Madonna töten und ich meinen Schatten schlage

    Ich bin schnell. Mein Schatten ist schneller. Es ist so wie bei der Entwicklung von Technik und ihrer Regulierung. Letztere ist immer langsamer und hinkt hinterher. Und so kommt es, dass verschiedene Staaten längst Killer-Roboter entwickelt – Maschinen, die autonom sehen und entscheiden, wo welche Menschen zu töten sind.

    Längst müsste die Weltgemeinschaft Regeln entworfen haben, um diesen Horror zu begrenzen und zu verbieten. Sie tut es aber nicht. Und ich schaue Richtung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, wo längst KI-gestützte Drohnen eingesetzt werden, um Ziele auch weit im Hinterland des Gegners zu zerstören.

    Was möglich ist, wird umgesetzt. Im Wettlauf um Macht. Denke ich – erschöpft. Und das, obwohl Wissenschaftler vor ihrer eigenen Forschung warnen und Grenzen fordern. Umsetzen müssen das: Politiker. Die meist wegschauen. Oder sich offenbar machtlos fühlen.

    Und ich höre von einer Kooperation der Ukraine und Großbritanniens. Die beiden Länder haben ein Abkommen zur militärischen Nutzung von KI abgeschlossen. Dabei – so sagen sie – soll es in erster Linie um Schutz gehen. Und in zweiter Linie? Frage ich mich so.

    Nun, die Ukrainer wollen den Briten Millionen Aufnahmen von Schlachtfeldern überlassen, die die Ukraine dafür nutzt, autonome Drohnen zu trainieren. Die Briten wollen die Ukraine im Gegenzug durch ihre Wissenschaft und Technik bei der Entwicklung unterstützen. Zuvor hatte Großbritannien der Ukraine schon Waffensysteme geliefert, mit denen Ziele tief in Russland attackiert werden konnten.

    Und ich frage mich so: Was sind autonome Drohnen anderes als Killer-Roboter. Ich bin sicher, dass solche auch in Diktaturen und Autokratien produziert werden, die Forschung auf Hochtouren läuft.  Andererseits: Selbst wenn es Regeln gäbe – wer glaubt schon, dass solche von Staaten wie Russland, China, Nordkorea oder den USA anerkannt würden? Nur jene, die auch glauben, Kater könnten sprechen.  Denke ich so. He he. 

    Ich höre Musik. Brauch ich manchmal, um runterzukommen. „Like a prayer“ von Madonna, moderne Vision, sehr cool. Und was erzählt da der Radiomoderator? In Australien sei es derzeit das meistgespielte Stück im Radio, Platz 4 der Charts. Doch künftig werde es nicht mehr gelistet. Weil: Gesang und Schlagzeug seien KI-generiert.

    Ich fresse Gras – weil ich kotzen will. Ich mag tatsächlich KI. Will es aber nicht mögen. Solche Musik. Aber wenn die Ergebnisse genau so gut oder sogar besser als die von Menschen sind? Frage ich mich.

    Und schlage voller Frust meinen Schatten, der von der Wand fällt. Als ich springe. Treffer versenkt. Manchmal kann man also doch schneller sein, als man so dachte. Und das Unmögliche schaffen. Sagt der technikaffine Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Kämpft für KI-Regeln. Und chillt, Leute!

  • 24. August 2026

    Ich verliere die Balance: Die AfD macht mich crazy

    Der Grat zwischen Beruhigen und konsequentem Agieren in einer möglichen Gefahrensituation scheint breit, ist aber so schmal, dass selbst ich die Balance verliere. Denn: Wie schnell kann aus Beruhigen ein Beschwichtigen werden, das in Tod und Verderben führt. Wie schnell kann konsequentes Agieren in Alarmismus abgleiten, der die Lage eskalieren lässt und in Tod und Verderben führt.

    Die Crux: Nur die Zukunft wird zeigen, ob es richtig war, Ruhe zu bewahren oder eben zu agieren. Die rechtsextreme AfD könnte in knapp zwei Wochen erstmals in Deutschland eine Wahl gewinnen – sogar mit absoluter Mehrheit. Eine Partei, die behauptet, von diesem kleinen Land aus ganz Deutschland übernehmen – und umkrempeln zu wollen. Und ich frage mich so: Beobachten, dagegen demonstrieren, sich für ein Verbotsverfahren einsetzen, auswandern? 

    Meine Alten Felix und Laura waren mal wieder im Haus der Wannseekonferenz, jenem Ort, am dem im Januar 1942 Nazi-Größen Beschlüsse trafen, um die Tötung der Juden zu beschleunigen – für die sogenannte Endlösung. Dabei waren die Juden noch bis zur Machtergreifung der Nazis gut integriert in der deutschen Gesellschaft, so einige von ihnen hatten im Ersten Weltkrieg für ihr Land gekämpft.

    Für viele war selbst noch zu Kriegsbeginn 1939 unvorstellbar, dass die Nazis Völkermord an ihnen begehen könnten. Und Ruhe bewahrten, beschwichtigten – und vergast wurden. Anstatt zu agieren. Und das Land zu verlassen.

    Klar, Analogien von damals zu heute sind immer schief. Aber ich frage mich so: Wann ist der Zeitpunkt gekommen, ein Land zu verlassen? Wohin? Und naturally: Einfach ist es nicht, einen Neustart in der Fremde, wo man auch nicht unbedingt herzlich empfangen wird. Wenn überhaupt. 

    Die AfD propagiert ihre toxischen Pläne offen. Und ich verstehe Menschen nicht. Die die wählen wollen. Denn wer die Ankündigungen nur einen Schritt weiterdenkt, erkennt, dass sie in eine Katastrophe münden.

    Beispielsweise die geplante sogenannte Remigration. Die ist nicht nur rassistisch, sondern würde bedeuten, dass in dem Land massiv Fachkräfte fehlen, viele Berufszweige zusammenbrechen. Auch die Pflege. Und das in einer alternden Gesellschaft.

    Ein Euro-Ausstieg würde eine neue deutsche Währung erst mal massiv aufwerten – die Produkte der von den Exporten abhängigen Wirtschaft würden sich verteuern – und quasi unverkäuflich. Der Wunsch nach mehr Gas aus Russland würde mit der Gegenforderung nach einem Ende der Unterstützung für die Ukraine beantwortet. And so on.

    Überhaupt Russland: Moskau soll nicht nur den Sprengstoffanschlag auf eine ukrainische Maschine auf dem Leipziger Flughafen geplant haben, sondern auch für zig Drohnenüberflüge über kritische Infrastruktur in Deutschland und diffamierende Internetkampagnen verantwortlich sein. Jetzt wurden in einem Brandenburger Wald Waffen ausgebuddelt. Wahrscheinlich von Russen hinterlegt – für einen Anschlag?

    Wird gemurmelt. Viele Medien und Politiker hyperventilieren. Viel passiert ist nicht – erst einmal. Ist die Konsequenz dann, lieber gelassen zu bleiben? Frage ich mich so. Ich weiß es nicht. Taumele auf dem Grat. Bin aber beruhigt, dass Coco auch sinniert. In der Hitze der Nacht. Sagt der ratlose Hauptstadtkater. Der trotzdem über euch wacht. Und jetzt: Passt auf. Und chillt, Leute! 

  • 23. August 2026

    Warum mir meine Bruna Illoyalität vorwirft und ich nicht mehr chillen kann

    Selten, dass mir Chillen nicht gelingt. Ich liege da – und bin unruhig. Voll weird. Atypisch. Ich bin belastet. Weil mir meine Bruna Illoyalität vorgeworfen hat. Des Öfteren könne sie ihre Gedanken am jeweils folgenden Tag in meinem Tagebuch nachlesen, giftet sie mich an. Beispiel: Jeder wisse jetzt, was sie wähle. Obwohl sie das selbst noch gar nicht wisse. Ich würde Klickbaiting mit ihr betreiben.

    Boah, das trifft. Zerstört mein Selbstbild. Weil ich doch der gute Kater bin. Ohne Hintergedanken. Der beim Schreiben verfremdet oder höchstens mal dezent andeutet. Really. Dunkle, schwarze Seiten – das haben doch nur Bücher, Kunstwerke und naturally: Menschen. Denke ich so. 

    Und schon bin bei einem CDU-Kommunalpolitiker in Sachsen-Anhalt, der nicht nur 10.000 Euro an die AfD gespendet hat, sondern auch eine Wahlempfehlung für diese Partei ausgesprochen hat. Die in dem Bundesland als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Der Kommunalpolitiker erklärt, er wolle ein starkes Ergebnis der in allen Umfragen führenden AfD in zwei Wochen bei der Landtagswahl, damit diese allein regieren könnte.

    Dadurch solle die CDU endlich aufwachen, die Brandmauer zur AfD aufgeben und sich gegen ihren eigenen „Linkskurs“ wenden. Und ich denke so: In diesem Fall ist es eventuell nicht nur eine dunkle Seite dieses Menschen, sondern Dummheit? Wahrscheinlich beides. Denn ständig zeigen die AfD-Leute, wes Geistes Kinder sie sind.

    AfD-Chefin Weidel verspottet heute in einem Interview die Regierungsriege als Flachzangen, leugnet den Klimawandel, fordert Verbrennerautos, will alle Flüchtlinge abschieben, behauptet: „Die Leute haben die Schnauze voll! Die Frauen gehen nicht mehr raus! Überall Messerattacken und Massenvergewaltigungen!“ Die Syrer – auch hier arbeitende Ärzte – würden alle in ihre Heimat zurückgeführt.

    Und ihr Co-Chef Chrupalla suggeriert heute in einem anderen Interview, es werde Wahlfälschung geben. Man habe gehört, dass etwa in Pflegeheimen den Senioren beim Ausfüllen des Wahlzettels der Stift geführt würde – von Pflegerinnen und Pflegern. Raunt er ohne jedweden Beweis. Und diffamiert damit eine ganze Berufsgruppe. Die die AfD spätestens nun eigentlich nicht mehr wählen dürfte. Denke ich so. Nun, der Kommunalpolitiker in Sachsen-Anhalt ist dafür, dass eine solche Partei ein Bundesland regiert. Ich kann nicht mehr chillen. 

    Das sind eben dunkle Seiten eines ohnehin schwarzen Menschen – also von seiner politischen Gesinnung – CDU – her betrachte. Denke ich so. Ich bin weiß. Aber klar, auch bei uns gibt es die dunklen, schwarzen Kater – was aber auf ihre Fellfarbe zu beziehen ist. He he. Really.

    Es kann also nur so sein: Menschen unterstellen einfach deshalb auch uns Katern ein zweites, dunkles Gesicht, weil sie mit sich selbst unzufrieden sin. Und dafür einen Sündenkater suchen. Wie meine Alea mich. Denn ich schwöre: Ich bin vertrauenswürdig und palavere nicht. Über andere.

    Und ob meine Bruna wirklich SPD wählen wird? Verrate ich natürlich nicht. Ich merke, wie Ruhe mich durchströmt. Die Chillstimmung kommt. Sagt der weiße Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Analysiert eure dunkle Seite. Und chillt, Leute!

  • 22. August 2026

    Mit dem wiederauferstandenen Larry the cat auf Pfauenjagd

    Larry lebt! Larry. Ein Kater-Idol. Mein Kater-Idol. Welch Relief, äh, Erleichterung! Der so called oberste Mäusefänger Großbritanniens. Der mit zig Premiers zusammen seit 2011 (sic: 2011!) in der Regierungszentrale Downing Street Nummer 10 in London lebt. Der auf seinem X-Account mehr als 900.000 Follower  (sic: 900.000) hat. Und der so cool sarkastisch seinen Blick über die Politik seines Landes schweifen lässt.

    Nun, den hatte das britische Portal „Politics UK“ für tot erklärt. Und Larry so, auf X, britisch-trocken: „Berichte über meinen Tod sind stark übertrieben…“

    Puh, Alta, ich war erst mal so was von weird und shocked. Und dann so was von erleichtert, als sich Larry so cool meldete. Übrigens ist seine Rückmeldung ein Zitat. Ein Zitat von einem ziemlich krassen Autoren: Mark Twain.

    Der hatte diese Worte, also so ähnlich jedenfalls, benutzt, als einige Zeitungen 1897 seinen Tod gemeldet hatten. Auch damals ein Irrtum. Den der Schöpfer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn eben mit diesem Zitat abräumte, klar, ein bisschen anders: „Die Nachricht über meinen Tod war eine Übertreibung.“ Schrieb Twain. Das Gerücht sei wohl entstanden, weil sein Cousin schwer erkrankt sei, teilte er mit. Und lebte noch 13 Jahre. 

    Das britische Portal „Politics UK“ immerhin widerrief seine Meldung und entschuldigte sich, eine eigentlich sonst absolut vertrauenswürdige Quelle sei gehackt worden. Und ich denke so: Puh, wohl kaum Qualitätsjournalismus. Wenn ein Tod gemeldet wird, sollte man sich schon todsicher sein. He he.

    Sonst gerät man ganz schnell in eine Reihe mit Persönlichkeiten wie Alfred Nobel, Charlie (sic: Charlie!) Chaplin, Frank Sinatra oder Jon Bon Jovi – die allesamt fälschlicherweise bereits als gestorben gemeldet worden waren. Obwohl sie putzmunter waren. 

    Also, Larry lebt. Ein Glückstag für mich. Zumal ich mit darf. Mit meinen Alten Felix und Laura. Ausflug zur Pfaueninsel im Wannsee. Und tatsächlich: Da stolzieren sie herum, diese Pfauen, die ich heute mal in Ruhe lasse. Denn: Ich bin gechillt, brauche keine Todesfälle. Und weiß ja auch, Pfauen stehen nicht nur für Schönheit, Stolz, Eleganz und klar: Auch Eitelkeit. Sondern auch für Unsterblichkeit.

    So ziehe ich mich zurück auf die Zinnen des nahen, mehr als 230 Jahre alten Märchenschlosses. Neben mir sehe ich tatsächlich Larry, the cat, sitzen und höre sein Schnurren. Gemeinsam betrachten wir Welt. Und Pfauen. Sagt der absolut erleichterte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Glaubt nicht jede Meldung. Und chillt, Leute!  

  • 21. August 2026

    Warum weiße Kater nicht ins Wasser wollen und schwarze Menschen nicht dürfen

    Wasser und Kater. Das ist wie Feuer und Wasser. Für mich. Passt nicht zusammen. Zu nass, um es zu mögen und nicht zu hassen. Aber klar. Es ist auch wichtig. Um zu überleben. Weiß ich schon. Und staune doch immer wieder, dass Katzen offenbar ein ganz anderes Verhältnis zum Nass haben als Kater. Coco zum Beispiel.

    Spielt mit Tropfen rum. Liebt es, wenn das Wasser in einem Strahl aus dem Wasserhahn rinnt. Hält ihr Maul drunter. Trinkt. Haut dagegen. Und ich denk so: Jo mei, leck mich. Vor allem, als ich die Story aus Baden-Baden höre.

    Da soll eine Katze selbstständig den Wasserhahn aufgedreht und eine Wohnung samt Keller geflutet haben. Die Wohnungsinhaberin sei nicht zuhause gewesen. Und ich denke so: Nun ja, wahrscheinlich hat die den Hahn aufgedreht und das vergessen. Ist Felix auch schon passiert.

    Aber nein: Die Frau behauptet, sie habe eine Überwachungskamera installiert, darauf sei die Katze als Täterin zu sehen. Und ich denke so: eine Kamera, die den Wasserhahn im Blickfeld hat? Wer ist hier more crazy: Mensch oder Katze? Wobei ich Coco das übrigens auch zutraue. Dass sie einen Wasserhahn aufdreht. Die Tür zum Bad kann sie auch aufmachen… Unüberwacht!  

    Womit ich beim Berliner Volksbad bin. Jenem Planschbecken, das der neue Volksbühnen-Intendant Lilienthal vor ein paar Wochen direkt vor seinem Theater aufbauen ließ. Und worüber schon so herrlich gestritten wurde: Ist ein Schwimmbad Kultur? Sollte dafür Steuergeld ausgegeben werden, was für Kunst bereitgestellt worden war? Wurde gefragt.

    Und ich denke so: Welch Top-Debatte. Bundesweit. Genau so funktioniert große Kunst. Auch wenn sie nass ist. Mit der Mitteilung, das Bad einen Nachmittag nur für Schwarz zu reservieren, wurde die Kunst dann noch größer. Und politischer. Und hässlicher. Wurde so doch einer geifernden Gesellschaft der Spiegel vorgehalten.

    Die zu einem größeren und vor allem lauten Teil diesen Safe Space Schwarzen nicht gönnte. Anders als Frauen oder Rentnern, denen in diesem Volksbad auch Extra-Zeiten angeboten werden. Nun: Über die Volksbühne ergoss sich ein Shitstorm, sie wurde mit Drohbriefen eingedeckt. Nun würden Weiße Rassismus erleben, hieß es. Was für eine Diskriminierung das doch wäre.

    Und ich denke so: Welch Täter-Opfer-Umkehr. Klar werden auch Weiße hierzulande diskriminiert – aber nicht wegen ihrer Hautfarbe. Die Volksbühne sagte das Event ab – sie könne nicht für die Sicherheit der schwarzen Badegäste garantieren. Stattdessen platzierte das Theater ein großes Plakat am Schwimmbecken mit der Aufschrift: „Fickt euch!“ AfD-Deutschland 2026. Macht euch nass. Denke ich so. 

    Dabei können Menschen auch anders. Emphatisch und nett sein. Wenn es um uns Kater geht: In Frankreich hat eine Familie anderthalb Wochen an einer Autobahnraststätte Urlaub gemacht – anstatt wie geplant in den Bergen. Grund: Beim Tankstopp lief ihre Katze Chanel weg. Die könne nicht einfach zurückgelassen werden, sagten ihrer Besitzer.

    Aber: Trotz vieler Helfer blieb das Happy End aus, Chanel ist weg, der Urlaub over, die Familie wieder zuhause. Sie wollten aber oft zur Raststätte zurück, um weiterzusuchen. Wahre Liebe. Sagt der entzückte Hauptstadtkater. Und jetzt: Vielleicht mal bei Coco suchen, die Chanel? Lacht! Und chillt, Leute! 

  • 20. August 2026

    Wer Safe Spaces nicht akzeptiert, spürt meinen Zorn, auch Israelis

    Rückzugsorte sind so nice. Raffen viele nicht. Also – meine Leute. Wenn Coco und ich also vollkommen crazy auf die leere Pakethülle zustürzen. Aus der Felix eben einen Trinkrucksack – ja sowas Absurdes gibt es – gezogen hat und die er nun zerreißen will. Was wir verhindern: Mit einem Satz gegen sein Bein. Und einem gegen seinen Arm.

    Die Pakethülle fällt herab. Neben Coco. Und drin ist sie. Und nicht ich. Shit happens, denke ich so. Denn auch ich liebe sie. Die Pakethülle. Dunkel und kuschelig innen, unauffällig außen. Die perfekte Beobachtungsstelle ohne selbst beobachtet werden zu können. Ein Safe Space. Wo ich mich wohl fühle. Keine Belästigung, keine Diskriminierung. Nice eben. 

    Klar, Safe Spaces, sichere Rückzugsorte suchen Menschen auch. Verfolgte vor allem. Wie die Juden. Nach dem Holocaust, bei dem die deutschen Nationalsozialisten rund sechs Millionen ermordet hatten, fanden sie diesen Platz in Palästina. Und goutierten den Plan der Vereinten Nationen, das britische Mandatsgebiet in einen jüdischen und einen arabischen Staat aufzuteilen. Gründeten Israel 1948.

    Aber – trotz der Erfahrung des Mords am eigenen Volk – es gibt bereits seit längerem Israelis, die das Land auf Kosten der Palästinenser immer weiter vergrößern wollen. Und dann noch Extremere, die offen für die Ermordung von Palästinensern eintreten. Ungestraft. Brechen sie Tabus. Die in Israel selbst keine mehr zu sein scheinen. Da ein öffentlicher Aufschrei ausbleibt.

    Was passiert ist? Der rechtsextreme – ja rechtsextrem! – Polizeiminister Ben-Gvir sagte kürzlich in einem Podcast, jede Nacht sollten im Gazastreifen 30 bis 40 Palästinenser gezielt getötet werden. Und zwar nicht nur solche, von denen eine unmittelbare Gefahr ausgehe. Sondern Menschen, die des Lebens nicht würdig seien.

    Sagt ein Jude. In der Attitüde eines Hitlers. Der sich anmaßt, lebenswertes von nicht lebenswertem Leben unterscheiden zu können. 

    Und ich denke so, Ben-Gvir will also von seinem Rückzugsgebiet aus das ohnehin umkämpfte Rückzugsgebiet der Palästinenser zerstören und die dort lebenden Menschen ermorden, die er übrigens hitlerlike als Tiere bezeichnet. Ich bin really empört. Wütend. In Israel aber bleibt es seltsam ruhig.

    Deutung eins: Die Menschen sind müde, sind Äußerungen wie diese gewohnt, weil sich der Minister nicht zum ersten Mal radikal äußert. Deutung zwei: Sie pflichten ihm mehr oder weniger bei. Und ich höre von meiner Nuria, dass sie gestern ihre Reise mit ihrem Freund Piet nach Schweden abbrach, weil sie keinen Rückzugsraum, sprich ein Zelt im Dauerregen aufbauen wollte. Heute nun aber hätten sie den perfekten Safe Space entdeckt. Ein Tiny Haus. Bei Malmö.

    Und ich? Bin wieder mal zu spät dran. Es ist schon heftig für meinen Mind: Wenn Coco in der Pakethülle bleibt. Muss ich eben verzichten. Und den Platz hinter dem Herd aufsuchen. Auch nice und dunkel. Aber abseits vom Schuss. Sagt der heimelige Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Empört euch über Israel. Und chillt, Leute!

  • 19. August 2026

    Surfin‘ Berlin: Warum meine Bruna auf eine alte Arbeiterpartei steht

    Wenn ich wählen dürfte, würde ich den wählen, der mir am meisten Chillzeit verspricht. Mitsamt Leckerli. Sure. Meine Bruna darf mit ihren zarten 17 Jahren demnächst erstmals wählen. In einem Monat bei der Abstimmung zum Berliner Abgeordnetenhaus.

    Und sie hat spontan bereits jetzt eine Entscheidung getroffen: SPD! Im ersten Moment überraschend, weil die taumelnde alte Arbeiterpartei so ungefähr das Gegenteil von cool und hip ist – und gerade irgendwie voll das Loser-Image hat. Im zweiten Moment aber verstehe ich meine Bruna vollkommen: Die SPD verspricht, was sie sich am meisten wünscht: Einen künstlichen See samt Surfwelle. Mitten auf dem schönsten – und umstrittensten – Platz der Hauptstadt: dem Tempelhofer Feld. 

    Die riesige Freifläche mitten in Berlin. Deren Ränder die CDU bebauen lassen will, um den akuten Wohnungsmangel zu bekämpfen. Die SPD ist voll dagegen. Schon jetzt ist das Areal des ehemaligen Flughafens Treffpunkt zum Chillen, Sport-Machen, Grillen, Trinken, Kultur erleben.

    “Und dann könnte es demnächst so aussehen“, schwärmt meine Bruna. „Ich fahre mit meinem Surfbrett unterm Arm mit der S-Bahn dorthin. Packe alles am See aus. Und reite dann mit der Welle in den Sonnenuntergang von Berlin. Wie geil.“ Finde auch ich. Wenn sie mich denn im Rucksack mitnähme. Schluchz. 

    Wie die Welle finanziert werden soll? Interessiert das echt? Keine Ahnung. Denke ich so. Sagt die SPD auch nicht. Geld gibt’s in Berlin ja eh nicht. Irgendwie regelt sich das dann eben. Wie auch das Amphitheater, das die Arbeiterpartei daneben aufbauen will. Für kostenlose Darbietungen von Comedians oder Bands. Kostenlos!

    Und das große alte Flughafengebäude soll eine Uni werden, in der künftige Lehrer und Lehrerinnen ausgebildet werden. Meine Bruna ist naturally total begeistert. Papa Felix naturally nicht: An was für Banalitäten sich die Wahl bei Jugendlichen ausrichte, entblödet er sich zu labern. Es sei doch völlig unrealistisch. Nicht durchdacht. Nicht mal mehr Umweltaspekte spielten da eine Rolle. Man sollte das Wahlalter doch wieder hochsetzen.

    Und ich denke so: Oh man, Du bist so alt. Blicke doch nur nach Sachsen-Anhalt, wo schon in gut zwei Wochen gewählt wird. Wo Junge wie Alte gleichermaßen, weiblich wie männlich gleichermaßen, mit überwältigender Mehrheit für Rechtsextreme der AfD stimmen wollen. Häufig wird von denen nur so lapidar als Grund genannt: Frischer Wind. Inhalte: Oft egal. Ok, Ausländer raus wird geraunt. Also: Dann doch lieber eine unrealistische Welle. Ohne Wind. Mit SPD. Denke ich so. 

    Und rase zu meinem Lieblingsplatz: Der Sessel, der so schön wie ein Surfbrett auf Wellen wackelt, wenn man draufspringt. Allein: Coco surft bereits. Und lässt mir keine Chance zum Landen. Faucht mich an. Fletscht die Zähne. Wie krass unentspannt. Sagt der politisierte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Wählt jene, die Eure Wünsche erfüllen wollen. Und chillt, Leute!