Alles ist möglich: Mit einem Charakterschwein unterwegs zurück in die Zukunft

Irgendwie scheint alles möglich: Jetzt hat Tesla-Boss Elon Musk ein neues Auto präsentiert – es kann fliegen. Kein Witz. Keine KI. Real. Really. Per Kaltgastriebwerke. Was immer das ist. Ob man so ein „Auto“ braucht? Ich würde eigentlich sofort schreien: „Was für ein Schwachsinn.“
Aber, vor 20 Jahren war es Musk, der mit Tesla die ersten massentauglichen E-Autos auf den Markt brachte. Was wurde der Mann damals beschimpft, belächelt, für verrückt erklärt. Vor zehn Jahren dann prophezeite er autonom fahrende Autos – was den meisten damals ebenfalls als kompletter Irrsinn erschien.
Und heute so? Wer kein E-Auto hat, gilt als ewiggestrig. Und auch das autonome Fahren setzt sich immer mehr durch – in San Francisco lassen sich Felixens Kollegen mit Robotaxen durch die Stadt chauffieren.


Und nun also die nächste komplett verrückt klingende Idee, die ja eigentlich auch schon uralt ist – im Kultfilm „Zurück in die Zukunft“ cruist das zur Zeitmaschine umgebaute Gefährt ebenfalls durch die Lüfte. Schon Mitte der 80er Jahre. Aber das war Trick. Musks Auto ist echt. Voll crazy.
Und ich blinzele. Weil mich ein Löwe angreift. Keep cool: Ein Stofftier. Der sich auf mich stürzt. Alles ist möglich. Denke ich so. Auflösung folgt gleich. Versprochen.


Was mich aber zusätzlich zu der eh komischen Idee dieses Flugautos irritiert: Das sie mit Musk von einem – sorry – Charakterschwein stammt. Der Typ ist egoistisch, narzisstisch, eitel, widerlich. Aber vielleicht, denke ich so, wirken Genies genau so. Auf Normalo-Kater wie mich.
Die einfach auf einem anderen, niedrigem Niveau unterwegs sind. Und allem, was neu ist, was verrückt klingt, skeptisch, ja feindlich begegnen. Weil sie die Dimension nicht erkennen. Nicht erkennen können. Und weil sie – ganz einfach – von Neid zerfressen sind.


Ist es tatsächlich so, frage ich mich: Aber, ganz ehrlich: Wer braucht ein fliegendes Auto? Ein Auto, das 600 km/h schnell sein soll und in weniger als einer Sekunde auf 100 km/h beschleunigen soll? Ein Auto, das über eine Million Dollar kosten soll? Und: Braucht man dann dafür einen Flugschein?
Aber eigentlich ist es doch so: Musk wirkt nicht nur auf mich wie ein Charakterschwein. Er ist es. Wirklich. Auch für Menschen. Definitiv. Er mischt sich in die Politik ein. Klar, die lässt es zu. Aber Musk missbraucht seine Macht, die er durch seine Firmen und sein Geld bekommen hat.
Beispielsweise mit seinem Space-X-Unternehmen, das nicht nur das Know-How für den Raketenantrieb des neuen Autos liefert, sondern auch den Satellitendienst Starlink betreibt. Der für die Ukraine lebenswichtig ist. Weil sie dadurch aus Russland kommende Raketen frühzeitig erkennen und abfangen kann. Und weil sie so eigene Drohen zielgenau auf russische Energieanlagen schießen kann.


Trump wie Musk wollen den ukrainischen Präsidenten Selenskyj nicht mehr, weil der für ihre Geschäfte mit Russland schädlich ist. Und es einfacher für sie zu sein scheint, ihn zum Einknicken zu zwingen als Kremldespot Putin. Und als nun plötzlich das Starlink-System in der Ukraine stark gedrosselt war – nun, wer könnte dafür verantwortlich sein? Frage ich mich…
Und sehe Felix. Der Musks neues Auto unbedingt fahren will. Und lallt: „600 km/h, wie krass.“ Der dann erneut den Stofflöwen gegen mich lehnt. Findet er lustig. Ich lasse ihn gewähren. Und denke so: Der eine erfindet Raketenautos, der andere macht stupide Fotos. Von mir. Mit Stofflöwen. Alles ist möglich. Sagt der fliegende Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Nie verzagen. Und chillt, Leute!


















































