Monat: Juli 2026

  • 15. Juli 2026

    Distanz und Nähe, Rassismus und Kommerz bei WM

    Manchmal ist ein wenig Distanz nötig. Um sich voneinander zu erholen. Vor allem, wenn man ständig aufeinander gluckt. So ist das bei uns Katern und Katzen. Also auch bei Coco und mir. Und so sitzen wir in der Wanne unseres Reviers. Einträchtig. Doch getrennt durch den Vorhang des Duschens. Nah – und doch so fern. He he.

    Und schon bin ich bei der Fußball-WM in den USA gelandet. Die endlich im Endstadium ist. Endlich, weil Politiker sie immer stärker instrumentalisieren. Und mir übel wird. Wenn ich den Schwachsinn höre. 

    Also: Der Fußball braucht Abstand. Von der Politik. Dringend. Ansonsten ist er verloren. Denke ich so. Beispiele gefällig? Here you are: Da ist der ehemalige spanische Ministerpräsident Rajoy. Der lobte Spaniens Halbfinal-Gegner vor dem Match: Frankreich habe ein Team auf höchstem Niveau – „wohlgemerkt ohne Franzosen“. Schrieb der konservative Politiker in einer Kolumne. Unfassbar.

    Denke ich so. Denn klar ist, der Typ bezog sich wenig subtil auf die schwarze Hautfarbe vieler französischer Spieler – und holte somit eines der beklopptesten Rassismus-Narrative aus der Mottenkiste: „Nicht-Weiße müssen Ausländer sein.“ Auweia. Denke ich so.

    Luge um den Duschvorhang. Und sehe die gescheckte Coco. Die zurück starrt. Mich weißen Kater eindringlich mustert. Und ich denke so: Menschen, schaut auf die bunten Katzen und Kater dieser Welt. 

    Und dann ist da die rechtspopulistische französische Politikerin Marine Le Pen. Die hatte der französische Starspieler Mbappe, dessen Eltern aus Kamerun und Algerien stammen, ob ihres Rassismus in den vergangenen Jahre immer wieder massiv kritisiert.

    Marine Le Pen kann sich nun eigentlich freuen, dass ihre Mbappe- Franzosen gegen Spanien im Halbfinale rausgeflogen sind. Denn: Was bloß hätte sie getan, wenn der französische Kapitän – Mbappe – den Weltmeisterpokal in den Händen gehalten hätte? 

    Und dann ist da Argentiniens Vize-Präsidentin Victoria Villarruel. Mit Blick auf den Falkland-Krieg vor mehr als 40 Jahren gegen England schrieb sie in den sozialen Netzwerken, im Halbfinale ihres Landes gegen England gehe es um mehr als einen bloßen Sieg. Nämlich darum, den Eindringlingen die Stirn zu bieten. Argentinien werde bis zum letzten Atemzug fordern, was dem Land gehören.

    Eben die Inseln. Die aber weiter zu Großbritannien gehören. Was die Einwohner in einer Volksabstimmung vor 13 Jahren bekräftigt hatten. Dass der argentinische Trainer sich von Villarruel distanziert. Gut. Aber die Worte sind in der Welt. 

    Der Fußball braucht auch Abstand vom überhand nehmenden Kommerz um die WM. Überlegt wird, die Halbzeit-Zeit beim Finale auf 30 Minuten zu verdoppeln. Um all den Stars von Shakira über Madonna bis Justin Bieber und der Band BTS angemessenen Raum zum Auftritt zu geben. Damit es eine Superbowl-Show werde wie jene in den Halbzeiten bei den NFL-Football-Finals in den USA.

    Und ich könnte kotzen. Weil es ein massiver Eingriff in den Sport ist, Halbzeiten einfach zu verlängern. Und nicht mehr das Spiel, sondern Show und Geldmacherei im Mittelpunkt stehen. Zum Glück hocke ich in der Wanne. Da kann mein ausgespieenes Gewölle gleich weggespült werden. Sagt der auf Distanz bedachte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Genießt den Rest der WM. Und chillt, Leute!

  • 14. Juli 2026

    Revoluzzer im Kampf gegen Blauhaie im Atlantik am Nationalfeiertag

    Revolution! Manchmal wäre das schon nice und cringe. Wenn Kater die Macht übernehmen würden. Und die Bosse der Welt wären. Bestimmen könnten, was so abgeht. Sich Leckerli nehmen könnten, wann immer sie wollten. Über Menschen bestimmen könnten, wie sie wollten. Und ich übe: Fauchen. Zähne zeigen. Maul weit aufreißen.

    Aber statt furchteinflößendem Gebrüll ertönt ein leises Miauen aus dem Untiefen meiner Kehle. Immerhin, ich bin realistischer Checker und weiß: So wird es nichts mit Revolution. Aber wie auch – ohne Verbündete. Denn Coco? Chillt tiefenentspannt auf dem Sofa. Und sonst: keiner da. 

    Wahrscheinlich haben mich meine in Frankreich weilenden Leute -Felix, Laura und natürlich meine Bruna – auf die Revoluzzer-Gedanken gebracht. Denke ich so. Weil die erzählen, dass in ihrem geheiligten Land heute Feiertag ist – wegen des 14. Juli 1789: Das Datum gilt als Beginn für die Französische Revolution.

    Damals stürmten  hungrige und unzufriedene Bürger die Bastille – ein Pariser Gefängnis. Und ein Ort, an dem Waffen vermutet und erbeutet wurden. Die Bastille fiel. Die absolute Herrschaft des Königs endete. Stattdessen im Fokus: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Und Bürgerrechte. 

    Ein großer Tag also. Der auf die ganze Welt abstrahlte. Und gerade in düsteren Zeiten, in denen Menschen immer noch Tiere futtern und absolut über sie herrschen, Hoffnung geben kann. Allerdings: Menschen sind auch untereinander sehr ungnädig. Gestehen sich gegenseitig immer weniger Rechte zu. Meinungen zählen vielerorts mehr als Fakten. Fakten werden als subjektiv und verhandelbar diskriminiert. Wissenschaft nicht mehr akzeptiert.

    Akzeptiert, gar gewünscht werden dagegen starke Führungspersönlichkeiten, die einfache Lösungen aufzeigen. Die Erkenntnis, wohin das dann führt, kommt oft zu spät. Denke ich entsetzt. Als ich dürstend vor der geschlossenen Leckerli-Dose hänge. 

    Und einen Aufschrei von den Alten meiner Bruna bis hierher zu hören vermeine: Kaffee könnte bald teurer werden. Wegen durch den Klimawandel verursachter schlechter Ernten. In Brasilien ist darüber hinaus das Wetterphänomen El Nino dafür verantwortlich. Bis zu 20 Prozent der Ernte könnte die Produktion dort wegen Rekordhitze und -regenfällen sinken.

    Womit die Preise steigen dürften. Und die Alten: Leiden. Wie ohne Kaffee noch wach werden, wenn sie jetzt schon im Dauerdelirium sind? Und nun?

    Würde ich gerne meine Bruna trösten. Die hat einen geschwollenen Fuß. Spürte beim Surfen plötzlich einen heftigen Schmerz im Fuß. Qualle, Peterchenfisch oder Blauhai? Felix tippt auf Blauhai. Und sagt: Die wollten an diesem symbolträchtigen Tag Revolution machen. Und kämen nun in Richtung Küste.

    Und ich denke so: Welch Apokalyptiker. Wäre so nice, wenn er mal Recht hätte. Auch wenn Laura dann nicht mehr ins Wasser ginge. Immerhin: Der Fuß meiner Bruna immerhin ist abgeschwollen. Weitere Haie offenbar nicht in Sicht. Nicht mal Katzenhaie. Sagt der revolutionäre Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Muckt auf. Und chillt, Leute!

  • 13. Juli 2026

    Eine WM-Bromance und warum ich Coco mag

    Freundschaft. Brauchen Kater. Merke ich so. Als Cocos sich an mich kuschelt. Und ich ein wohliges Gefühl verspüre. Klar, sie nervt. Oft. Aber das gehört dazu. Das zu ertragen. In einer Freundschaft. Weil Coco im Grund krass gut drauf ist. Ich ihr vertraue. Sie immer da ist, wenn ich sie brauche. Nun, ich gebe zu, zwangsläufig, wenn man zusammen in einem Revier eingesperrt ist. He he.

    Wie ich überhaupt darauf komme? Fußball-WM, naturally. Da wird das Netz gerade geflutet von Memes, die den norwegischen Stürmerstar Erling Haaland und den britischen Mittelfeld-Strategen Jude Bellingham in vertrauten Posen zeigen. Denn sie sind seit Jahren: Beste Freunde – trotz aller Rivalität im Milliardenspiel Fußball. 

    Obwohl bei der WM in den USA das krass ernste Viertelfinale ihrer Nationalteams lief, zeigten die beiden ihre Bromance auch auf dem Platz. Bei einem Freistoß stößt Haaland Bellingham scherzhaft leicht nach hinten – und der kann sich das Lächeln nicht verkneifen. Und hernach, nach dem Ausscheiden seines Teams, lobt Haaland seinen Kumpel als einen der besten Spieler weltweit.

    Vor ein paar Jahren lernten sich die beiden bei Borussia Dortmund kennen, wo sie im selben Team kickten. Seitdem mögen sie sich. Und zeigen: Nicht alles ist so ernst, wie es manches Mal scheint. Die Fans goutieren das: Das Netz ist geflutet mit echten und KI-Videos, die die beiden innig zeigen. 

    Freundschaften sind naturally ständigen Änderungen und Herausforderungen unterworfen. Auch Freundschaften zwischen Nationen und Völkern. Wenn ich da nur an die Russen und Ukrainer denke. Bis vor wenigen Jahren bezeichneten sie sich als Bro-Völker. Nun töten die Russen Ukrainer, auch Kinder.

    Vergangene Nacht attackierte Russland wieder mal Wohngebiete in der Ukraine. Die wehrt sich. Und rühmt sich nun, im Hinterland des Feindes erneut Öldepots in Brand geschossen zu haben. Und ich frage mich so, ob es angesichts dieses eskalierenden Hasses jemals wieder so etwas wie Normalität, gar Freundschaft geben kann?

    Und erinnere mich an die Story von Volker, dem Opa meiner Bruna. Der machte mit einem Freund kurz nach dem Zweiten Weltkrieg eine Radtour, die auch durch das von den Nazis wenige Jahre zuvor okkupierte Frankreich führte. Und die Franzosen? Boten Baguette an. Und Bordeaux. Und Unterkunft.

    Und ich erinnere mich an Lotte, die Oma meiner Alea. Die erzählt, ihr Chor, die Schaumburger Märchensänger, seien nach dem Krieg öfters in die USA eingeladen gewesen. Und dort in ausverkauften Hallen gefeiert worden. 

    Ich spüre Hoffnung. Und kratze Diego. Der lächelt. Nun gut, Provokation funktioniert nicht immer. Also Kuscheln mit Coco. Sie leckt meinen Hals. Ih revanchiere mich mit Ohr-Knabberei. So ist das, bei echten Freunden. Sagt der sentimentale Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Würdigt Freunde. Und chillt, Leute!

  • 12. Juli 2026

    Surreale Hitze lässt WM-Star mit Trump golfen

    Ich liebe surreale Momente. Etwa jenen, wenn meine Bruna mir erzählt, ich sei plötzlich bei ihr. In Lacanau. France. L’atlantique. Ich also würde direkt vor ihrer Terrasse bei lauem Sommerwind vorm Sonnenuntergang über die Dünen streifen. Also: Ich als Erscheinung. Surreal eben.

    Aber es ist tatsächlich so: Meine Bruna und ihre Alten Felix und Laura denken, nicht nur ich, auch Coco sei bei ihnen. Sehen in jedem katzenähnlichen Geschöpf in ihrer Nähe mich. Oder eben – manchmal – auch Coco. Und warum ist das so? Mein messerscharfer Schluss: Sie vermissen uns.

    Sogar Schmerz verbinden sie mit uns. Also die Alten. Des Morgens seien sie mit immensen Muskelkater aufgewacht. You know: Kater! He, he. Den hätten sie vom Surfkurs. Allerdings nicht vom Kampf gegen die Wellen. Sondern vom Tragen des Surfbretts über den Strand. Im Bestreben, bloß nicht abzusetzen. Sondern cool und lässig über den Strand zu spazieren. Surfer-like eben. Lifestyle. Auch das: Surreal. In ihrem Alter. Denke ich so. 

    Wobei das lässige Laufen über den Sand ohne Pfoten ohnehin nicht so einfach ist derzeit. Weil der Sand nicht nur tief ist. Sondern auch heiß. Extrem heiß. Wegen der krassen Sonne. Frankreich registriere bereits die dritte Hitzewelle 2026 – mit Temperaturen Richtung 40 Grad. Sagen meine Leute.

    In Paris würden deswegen Louvre und Eiffelturm früher dicht gemacht. Und zum ersten Mal in der Geschichte der Tour de France werde eine Etappe wegen der hohen Temperaturen gekürzt. Hmmm, Menschen. Denke ich so. Und packe mich in die Sonne. Mit meinem dichten Fell. Surreal. Nice.

    Und ich denke an die Menschen in arabischen Ländern, wo sommerliche Temperaturen um die 40 Grad die Norm sind. Viele dort sehen in Europa einen Entwicklungskontinent. Wegen des Umgangs mit Hitze. Und so versucht der arabische Sender Al Jazeera Clickbaiting mit dem Thema: „Warum in Europa so wenig Gebäude mit Klimaanlagen ausgestattet sind.“ Nun – was denkt die geneigte Leserin? Der geneigte Leser?

    Nebenbei läuft in den USA in klimatisierten Stadien die Fußball-WM weiter. Spieler bekommen trotzdem alle 22 Minuten was zu trinken. Und die Reklame läuft in der Pause auf Hochtouren. McDonald’s über alles. Die Stars werben dafür. Auch der 18-jährige Spanier Lamine Yamal.

    Harry Kane, der britische Gentleman-Stürmerstar nicht. Über den wird berichtet, dass er vor anderthalb Jahren von US-Präsident Trump zum Golfen eingeladen war. Das Erlebnis sei surreal gewesen. Sagt Kane hernach. Er hoffe, er könne mit 80 Jahren noch ebenso gut spielen wie Trump.

    Und ich denke so: Kann ich Menschen wie Kane weiter mögen, wenn sie mit Trump Golf spielen? Egal, meine Leute erzählen, sie hätten das WM-Viertelfinale bis zur Morgendämmerung durchgesuchter. England schaffte es gegen Norwegen. Mit Kane. Argentinien gegen die Schweiz. Mit Messi.

    Und meine Bruna erzählt, vor ihrer Terrassentür habe regelmäßig der Kater gegrüßt. Sagt der einsame Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Genießt surreale Moments. Und chillt, Leute!

  • 11. Juli 2026

    Surfer sind cool, auch wenn es hot ist – Surfin‘ Wäscheständer

    Balance halten. Trotz schwankendem Untergrunds. Das ist es, was uns Kater und Katzen auszeichnet. Was wir lieben – und deswegen auch in unseren Stuben-Revieren suchen. Und finden. Wäscheständer!!! Dessen Leinen so schwanken wie die Ästchen von Bäumen. Wenn wir darauf jumpen. Und quasi darauf surfen. Von Leine zu Leine. Wäscheständer-Surfen. Sehr, sehr nice.

    Und natürlich imitieren sie uns, die Menschen. Selbst Stadtmenschen wie meine, selbst alte Menschen wie meine. Versuchen zu surfen. Naturally: Nicht auf Wäscheständern. Sondern auf Wellen im Atlantik. Und so haben sie nun einen Surfkurs besucht. Um ihren Dilettantismus unter Beweis zu stellen.

    Klar, meine Bruna hat es einigermaßen drauf. Aber Felix und Laura? Dass ein sich am Strand sonnender fetter Franzose hernach Surflehrerin Lea fragt, ob ihren Schülern Surfen wirklich Spaß mache, es wirke beileibe nicht so, mag ein Indiz sein. Wie anstrengend es für Felix und Laura ist.

    Aber sie behaupten: „Es macht so Spaß.“ Behaupten es oft, immer wieder. Bis sie es irgendwann selbst glauben. Autosuggestion. Denke ich so. Als ich Felixens Surfer-Story höre. Und nun nacherzähle:

    Hürde 1: Frühstück runterwürgen – Übelkeit wegen Aufregung vor Surfkurs. Hürde 2: Ewiges Warten auf den Kurs – 20 Minuten zu früh bei der Schule. Hürde 3: Nicht mit den Füßen in die Ärmel des viel zu engen Neoprenanzugs schlüpfen. Hürde 4: Surfbrett richtig herum tragen. Hürde 5: Beim Marsch durch den weichen Sand nicht Sonnenanbeter mit dem Surfbrett treffen. Hürde 6: Trotz allem würdig laufen. Surfer sind cool, auch wenn es hot ist. Hürde 7: Sich nicht mit der Sicherheitsschnur vom Surfbrett zum Bein selbst fesseln. Hürde 8: Sich am Wassersaum nicht von der ersten Welle umreißen lassen. Hürde 9: Kampf gegen die Wellen nach draußen. Hürde 10: Umdrehen. Hürde 11: Aufs Brett robben ohne wie eine alte, fette Robbe auszusehen. Hürde 12: Aufs Brett robben ohne wie eine alte, fette Robbe auszusehen. Hürde 13: Aufs Brett robben ohne wie eine alte, fette Robbe auszusehen. Hürde 14: Aufs Brett robben ohne wie eine alte, fette Robbe auszusehen. Hürde 15: Richtung Strand blicken und trotzdem die von hinten kommenden Wellen im Blick haben. Hürde 16: Los paddeln, wenn weiße Welle in Sicht kommt, die grünen sind zu schwach. Hürde 17: Nicht runterfallen, Füße zusammen. Hände auf Brett. Hürde 18: Welle erwischen. Und dann wird es schneller und schneller. Flow. Glück. Vor der Hürde 19: Aufstehen, rechtes Bein hinten, linkes nach vorn, gebeugte Haltung. Nun, diese Hürde bleibe. Bei ihm. Sagt Felix. Während meine Bruna an ihm stehend auf dem Surfbrett vorbei geschwebt sei. Katergleich. Denke ich so. 

    Und der dicke Franzose mit Blich auf meine Alten zu Lea: „Warum machen die Leute das? Sie versperren den Blick auf das Meer.“ Lea lacht. Alle lachen. Bis auf den Franzosen. Der guckt böse. Verschiedene Sichtweisen. Denke ich so.

    Während Coco auf dem Wäscheständer balanciert. Springt. Und nach den wackelnden T-Shirts schlägt. Spaß hat. Sagt der ausbalancierte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Sucht Herausforderungen. Und chillt, Leute!

  • 10. Juli 2026

    Nichts ist ewig – auch Surferparadiese nicht

    Sicher ist nur: Nichts ist unendlich. Trost und Drohung zugleich. Denke ich so. Irgendwann, in fünf Milliarden Jahren oder so, wird die Sonne keine Wärme mehr abstrahlen. Irgendwann wird der russische Angriffskrieg in der Ukraine aufhören. Irgendwann wird es US-Präsident Trump nicht mehr geben.

    Irgendwann wird meine arme Bruna, die mit ihren Eltern Laura und Felix in Frankreich in den Ferien abhängen muss, zurückkehren. Und irgendwann werden dann ich und Coco wieder pünktlich Futter bekommen. Von ihnen. Und Diego kann Weiterpennen. Tut er ja eh.

    Allerdings wollen Laura und Felix gar kein Ende ihrer Absenz von mir. Im Gegenteil: Sie sind ob der Tatsache, dass auch ihr heuriger Urlaub endlich ist, deprimiert. „Schon die Ankunft ist der Beginn des Abschieds“, sagt Felix. Und Laura: „Wie die Geburt der erste Schritt zum Tod ist.“

    Fröhliche Urlaubsgedanken. Die meine Bruna da aushalten muss. Denke ich so. Und mustere Coco, die chillend unter einem weichen mit Perwoll gewaschenen Handtuch liegt. Den Augenblick zur Unendlichkeit werden lässt. Und chillt.

    Während meine Alten in Lacanau Ocean an der französischen Atlantikküste tatsächlich dann doch auch Ähnliches versuchen. Den Kaffeegenuss auf der Terrasse, das sanfte Streicheln der milden Atlantik-Brise auf der Haut, der pastellfarben changierende Abendhimmel über weißen Schaumkronen, das Meeresrauschen – all das transformieren sie zur gefühlten Unendlichkeit.

    Wohl wissend aber, dass nicht einmal ihr Paradies, in dem sie chillen, ewig ist. Das habe ihnen ihre Surflehrerin Lea erzählt. Erzählen sie. Lacanau Ocean werde es bald nicht mehr geben. Das Meer fresse den Ort auf. 

    Wissenschaftler machten dafür den Klimawandel verantwortlich. Also, dass durch die Erwärmung der Meeresspiegel steige. Zitieren meine Leute Surflehrerin Lea. Yes really, meine Leute surfen. Aber das ist eine andere Story.

    Also, back zu Lea: Der Meeresspiegel sei in 20 Jahren um fast zehn Zentimeter gestiegen. Und wenn es stürme, verliere die Küste jedes Mal mehrere Meter an Strand. Auch die zu ihrem Schutz angehäuften Felsblöcke nutzten wenig – sie würden nach und nach unterspült. Ein ungleicher, aussichtsloser Kampf gegen die Natur.

    Was bedeute, dass die Zeit für die Strandpromenade und die an ihr liegenden Bars, Surfschulen und Cafés sehr endlich sei. Auch für die direkt dahinter liegenden Appartementanlagen. In 20 Jahren seien sie verschwunden. Der Wiederaufbau solle im Hinterland vonstatten gehen. Ab 2030 schon. 

    Meine Leute sitzen in der pittoresken Kayok-Bar direkt überm Meer. Auf der Großbildleinwand flimmert das WM-Viertelfinale Frankreich gegen Marokko. Meine Leute jubeln mit den Franzosen. 2:0. Macht Spaß, auf der Siegerseite zu sein. Gerade für Deutsche. Loser. Meine Leute genießen den Augenblick. Machen ihn zur gefühlten Ewigkeit.

    Und ich sehe Coco. Die das Handtuch abstreift. Weil eine Fliege sie überfliegt. Die Jagd beginnt. Der nächste unendliche Augenblick. Da Coco die Beute niemals bekommen wird. Sagt der ewige Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Saugt die Sonne auf, so lange sie scheint. Und chillt, Leute!

  • 9. Juli 2026

    Das verrückte Murmeltier grüßt nicht im französischen Paradies

    Déjà vu? Ich kenne es nur zu gut. Schleiche mich auf den Balkon. Warte. Weiß, jetzt müsste Coco kommen. Sie kommt. Weiß, jetzt müsste Diego kommen. Er kommt. Weiß, jetzt müsste er uns reinscheuchen. Er scheucht uns rein. Und ich denke so, seltsam ernüchtert: Eigentlich ist das Leben ein einziges „Und täglich grüßt das Murmeltier“.

    You know? Der Film aus aus den 90ern, in dem ein komischer Typ denselben Tag immer wieder durchlebt. Ich erlebe es – leicht variiert – auch so. Alles Wiederholung in Endlosschleife. Und manches schein so, als ob ich es in einem vorigen Leben schon einmal durchgemacht hätte. Und so ist mein Erleben manchmal fast irgendwie übersinnlich. Abgespalten von meinem Ich. Oder anders: Bin – werde ich verrückt?

    Schaut nur auf den mächtigsten Mann der Welt! Schon wieder ließ Donald Trump den Iran angreifen – trotz Waffenruhe. Sagt dann, die Waffenruhe sei gescheitert. Sagt ,die Iraner seien Abschaum. Sagt, die Iraner seien verrückt. Sagt, er sei bereit zu Verhandlungen. Sagt, die Iraner wollten verhandeln. Die Iraner sagen, sie hätten das nicht gesagt.

    Und so ist es wie zig Mal zuvor: Trump wiederholt sich. Um dann wie immer zu drohen, falls der Iran nicht verhandeln wolle, werde der nächste Angriff noch schlimmer werden. Und ich denke so: Den Drohungen folgte nie etwas. Trumps Sprüche sind immer dieselben. Déjà vu. Wie armselig. Bekloppt. Debil. Verrückt eben. 

    Während ein Teil meiner Leute – also Felix, Laura und meine arme Bruna – am Atlantik in der französischen Gemeinde Lacanau ihr tägliches Murmeltier erleben. Erneut urlauben sie dort. Wie im vergangenen Jahr. Und erzählen, sie hätten das Gefühl, gar nicht weg gewesen zu sein. Sonne, Wellen, Surfer. Déjà vu.

    Und doch hat sich etwas geändert: Statt der exklusiven Wohnung in der zweiten Etage mit exklusivem Blick vom Riesenbalkon aufs Meer sind sie nun in einer düsteren Erdgeschosswohnung mit tristem Dünenblick auf kleiner Terrasse eingezwängt. Umgeben von schreienden Babys und hustenden Männern im Endstadium.

    Und das Schlimmste: Das Paradies sei in Sichtweite – 200 Meter Luftlinie von ihrer Höllen-Terrasse. Mit einem dort auf dem Riesenbalkon sitzenden Paar, das der untergehenden Sonne entgegen schmachtet. Und meine Alten denken: Warum nur, warum nur ist das Murmeltier so unperfekt? Und hat uns den Ort nicht gelassen?

    Was für Probleme. Denke ich so. Und leide mit Diego. Dessen Murmeltier Prüfungen sind. Heute: Wichtig, spanisch, 90 Minuten. Es sei wie in der Schule früher. Sagt Diego. Alle Kommilitonen drehten am Rad und hätten Angst durchzufallen. Wie damals eben. Déjà vu.

    Alles Schleife. Alles Wiederholung. Denke ich so, als Diego mich und Coco vom Balkon trägt. Wie immer eben. Déjà vu. Sagt der rotierende Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Bleibt locker. Und chillt, Leute!

  • 8. Juli 2026

    Einstürzende Gewissheiten in einer verrohenden Welt

    Wenn alte Gewissheiten einstürzen, wächst auch mal Irritation. Und kann irgendwann stärker als die Genugtuung sein, dass eben diese alten Gewissheiten gecrasht sind, gecrasht wurden. Weil sie absolut sinnlos schienen. Sie es aber doch nicht waren. Sondern auch Halt gaben.

    Denke ich so. Als ich mich plötzlich auf unserem Balkon wiederfinde. Einem jener für die Cats unseres Rudels fortbidden places. Wie ich raus kam? Nun, Diego gießt die Blumen – und die Balkontür ist nur angelehnt. So dass ich mich rausschlängeln kann. Und sofort im Bann gezogen bin. Von den um mich kreisenden Schwalben und Hummeln.

    Um ihnen näher zu sein, jumpe ich auf den Tisch. Und  bin voll fasziniert, von den weit unter mir vorbeiziehenden Köter. Ich lasse meinen Blick in die Ferne schweifen. Und sehe Welt. Bin erstaunt. Ob ihrer Größe. Und spüre ein Kribbeln in mir. 

    Was man darf und was nicht – wer definiert das eigentlich? Frage ich mich so. Und höre, wie eine Senatorin aus Paraguay den französischen Starfußballer Mbappe rassistisch beschimpft. Der hatte zuvor Frankreich bei der WM in den USA durch ein Elfmetertor eben gegen Paraguay eine Runde weiter geschossen.

    Und die Senatorin Celeste Amarilla bezeichnet Mbappe daraufhin in sozialen Netzwerken als kolonialisierten Kameruner, der verzweifelt versuche, als Franzose durchzugehen. Er sei verbittert, neureich, arrogant und hässlich. Und ich denke so: Dass eine Politikerin so denkt – ja, ist leider so. Dass sie es aber öffentlich äußert, unfassbar.

    Ein No Go. War mal eine Gewissheit. Und auch wenn die Regierung ihres Landes sich distanziert und selbst die Fifa das Statement rügt – es ist in der Welt. Und ich ahne, welch Beifall sie für ihre Worte von manchen Menschen bekommt. 

    Die Grenzen des Sagbaren sind massiv verschoben. Gewissheiten damit ebenfalls, wenn nicht gar verschwunden. An dieser Entwicklung hat US-Präsident Trump einen erheblichen Anteil. Denke ich so.

    Denn: Wer Völkern direkt mit Vernichtung droht. Wer Verbündete wie Feinde behandelt. Wer Zölle verhängt und Kriege beginnt, wie es ihm beliebt. Wer alle Regeln über Bord wirft. Der ist verantwortlich für die Verrohung der Welt. Und dafür, dass alte Gewissheiten zerbersten. Und es keine Leitplanken mehr gibt. Keinen Halt. 

    Trotzdem, naturally lohnt es sich, immer und jederzeit Gewissheiten infrage zu stellen. Und ich sehe Diego. Wie er beim Essen mit beiden Ellbogen über seinem Teller lümmelt und diesen danach ableckt. Mag Felix nicht. „Warum?“ Fragt Diego. „Tut man nicht.“ Antwortet Felix. „Wer ist „man“?“ Fragt Diego. Und leckt.

    Während ich mich frage, warum ich nicht auf dem Balkon sitzen darf. Um die Welt beobachten zu können. Spüre dann plötzlich einen Sprungreflex in meinen Hinterläufen. Als mich eine Schwalbe umschwirrt. Sagt der für alles offene Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Stellt alte Gewissheiten auf den Prüfstand. Und chillt, Leute!

  • 7. Juli 2026

    Trumps stupides Eigentor: Rattatatatatatata

    Rattatatatatatata – so ist das Leben, nix weiter. Warum also aufregen über Dinge, die sich eh nicht ändern lassen? Und ich bin happy. Denn ich sehe: Coco hat es, hat das kapiert. Hat ihre Lektion gelernt. Wenn Diego schläft, schläft er. Und Coco und ich hungern. 

    Es bringt nichts, an seiner Tür zu kratzen. Um ihn an uns zu erinnern. Wenn Diego schläft, schläft er. Und wir hungern. Ita est. Oder: So ist es. Rattatatatatatata.

    Die USA haben ihr WM-Achtelfinale gegen Belgien desaströs mit 1:4 verloren. Mit ihrem eigentlich gesperrten Topstürmer Balogun. Der ja im Match zuvor eine rote Karte kassiert hatte und deswegen automatisch gesperrt gewesen wäre. Der dann aber doch spielen durfte – nachdem US-Präsident Trump bei seinem Freund, Fifa-Boss Infantino, interveniert und die Aufhebung der Sperre gefordert hatte. Und das klappte. Wider jedweder Fairness. Ein veritabler Skandal. Und fast alle außerhalb der USA sind – empört.

    Ein Skandal, der nun vielleicht nicht gleich das ganze Turnier völlig verdirbt. Jedenfalls nicht mir. Hauptsache Geflimmer auf der Mattscheibe, he, he. Aber die Performance des US-Teams ist auf jeden Fall verdorben. Das nun unter Generalverdacht steht, nur durch Trumps Eingreifen überhaupt erfolgreich sein zu können.

    So gerät auch in Vergessenheit, dass die US-Mannschaft eigentlich zuvor begeistert hatte. Womit bewiesen wäre: Trump hat mit seinem Eingreifen das Gegenteil dessen erreicht, was er vorgehabt hatte: Seinem Team wurde damit der Stecker gezogen. Die Energie war weg. Gegen Belgien war angesichts der drohenden Niederlage kein Aufbäumen zu erkennen.

    Und auf der anderen Seite die Belgier. Die nun sagen, Trumps unfaire Intervention habe sie zusätzlich motiviert. Nach der Niederlage verspotten die Belgier den mächtigsten Mann der Welt. Einige Spieler imitieren Trumps unbeholfen wirkende Tanzbewegungen bei Wahlkampfauftritten. Und dann fragt das Team auf seinem Social Media-Account, ob Trump nun auch den letzten belgischen Treffer aberkennen lassen wolle. Das 1:4. He he. Rattatatatatatata. 

    Auch bei meinen Leuten: Die offenbar ihr Glück zwingen wollen. Liefen zu ihrem in einem Wohnviertel geparkten Auto in Freiburg. Und erschraken – die Beifahrertür stand sperrangelweit offen. Waren verblüfft – alle Taschen waren noch im Wagen. Nichts geklaut.

    Sie hatten offenbar vergessen, die Tür 14 Stunden zuvor nach dem Parken zu schließen. Das sei Freiburg. Sagen meine Nuria und meine Bruna. Oder das Sterbe-Hospiz, vor dem das Auto stand. Denke ich so. Welcher Halbtote würde schon…. Rattatatatatatata. 

    Tja, manchmal regelt sich dann doch alles von selbst. Zur Zufriedenheit aller. Abgesehen der von Trump. Denke ich so. Diego wankt schlaftrunken aus seiner Schlafhöhle. Gibt Coco Lachs. Und mir Lamm. Wieder mal verwechselt. Egal. Hauptsache Futter. Rattatatatatatata. Sagt der tiefenentspannte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Lasst alles auf euch zukommen. Und chillt, Leute!

  • 6. Juli 2026

    Trump macht Weltmeister und meine Liebe für Gegensätze

    Gegensätze. Ziehen sich an. Wie Coco und ich. Gegensätze stoßen sich aber auch ab. Wie Coco und ich. Wir sind ja nun auch mal, rein äußerlich, unterschiedlich. Sie ist gescheckt, ich bin weiß. Sie ist jung, ich bin alt. Was aber cringe ist: Ich fühle mich bei uns beiden erinnert an die beiden Katzen auf meinem Lieblingsgemälde, das als Poster im Schlafzimmer meiner Alten hängt: „Le rendez-vous des chats“ von Manet.

    Dort steht der weiße dem schwarzen Kater gegenüber. Und die beiden, sie symbolisieren für mich das Leben: Der Schwarze steht für das Geheimnisvolle, Eigenwillige; der Weiße ist der ruhige, weiche und strukturierte Gegenpart. Die beiden sind die unterschiedlichen Seiten des Lebens. Denke ich so. Und haue Coco, die während meines Chill-Genusses wieder mal über mich springen will. 

    Tja, und unwillkürlich bin ich wieder bei US-Präsident Trump gelandet. Der hat den Boss des Weltfußballverbandes Fifa angerufen, weil das US-Team in der Klemme sitzt. Der bislang überragende US-Spieler Balogun flog beim letzten Spiel wegen einer roten Karte vom Platz – und wäre somit Achtelfinale gegen Belgien gesperrt.

    Damit wären die Chancen für ein Weiterkommen der USA stark geschmälert. Also bittet Trump Fifa-Chef Infantino – der ihn ja vor ein paar Monaten mit dem absurden Fifa-Friedenspreis ausgezeichnet hatte- er möge für eine Begnadigung sorgen. Kurze Zeit später spricht die Fifa Balogun frei – auf Bewährung. Gegen Belgien jedenfalls darf er spielen.

    Was nicht nur den belgischen Verband empört. Sondern auch den Europäischen Fußballverband. Und natürlich auch mich, Ballsportfan Charlie. Denn: Die Integrität des Fußballs, der WM steht auf dem Spiel,. Wenn der US-Präsident bestimmt, wie Regeln ausgelegt werden.

    Es ist unfassbar, dass die Regelhüter um Infantino das sogar goutieren. Und belohnen. Und ich denke so: Ist das das Ende des Fußballs? Zumindest dieser Fifa? Das Perfideste dabei: Das Ganze ereignete sich nicht im Hintergrund, in aller Stille. Nein, Trump brüstet sich mit seinem Telefonat, und Infantino tut so, als ob es das Normalste der Welt wäre.

    Dass ein gesperrter Spieler einfach so wieder mitwirken darf. Und ich denke so: Nun ist ein Präzedenzfall da. Jetzt kann auch Ex-DFB-Teamchef Nagelsmann kommen und fordern, dass der letzte deutsche Elfmeter gegen Paraguay wiederholt werden muss, weil sich der Torwart des Gegners zu früh bewegte. So dass das Spiel wiederholt werden muss. Deutschland gewinnt und schließlich im Finale steht. Dort aber scheitern wird.

    Weil Trump dafür sorgen wird, dass das US-Team Weltmeister wird. Indem er alle französischen und spanischen Topstars sowie auch den Argentinier Messi sperren lässt. Den deutschen Torwart Manuel Neuer im Endspiel sowieso. Gründe werden sich dafür schon finden lassen. Denke ich so.

    Denn ich bin weiß. Und rein. Und Coco ist fleckig und wild. Wir ergänzen. Und schätzen uns. Schauen noch ein bisschen USA versus Belgien. Sagt der unbestechliche Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Boykottiert die Fußball-WM. Und chillt, Leute!