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  • 25. Februar 2026

    Der Rausch der Rose im Zeichen von Trumps State of the union

    Rosentag für mich. Ich liebe es. Zwei Mal im Jahr oder so servieren meine Leute mir meine Lieblingsblumen. Deren Knospen, ihr Duft, ihr Geschmack, das Bouquet. Finde ich so krass: Flow. Flash. Abheben, Eskapismus. Pur. Wichtig dabei: Vorsicht beim Testen – und Tasten. Ha, ha.  Höchste Umwerfgefahr.

    Was Coco, die genauso abgeturnt ist wie ich von diesen Zauberblumen, natürlich ob ihrer Jugend noch nicht weiß. So zerrt sie an den zarten Blüten. Und merkt nicht, wie der Kipppunkt erreicht ist. Es knallt. Rosen fliegen. Wasser spritzt. Auf Coco, Kerzen, Briefe, Bücher, Konzertgutscheine.

    Und Felix, der heute so dauergechillt ist wie nie, wohl weil alle meine Leute ihn umschwirren, ist plötzlich komplett ungechillt. Verliert seine Dauer-Contenance. Brüllt die arme Coco an. Holt Wischmopp. Während die Bahn frei ist für mich. Zu den leckeren Rosen. 

    Und ich denke so: Hach, wäre ich doch einmal nur wie er. Ein Mensch. Um Macht zu haben. Um, wann immer ich will, an Rosen schnüffeln zu können. Lachen zu können. Weinen zu können. Fluchen zu können. Rausgehen zu können. Schokolade essen zu können. Kaffee schlürfen zu können. Und ich höre die wimmernde Coco neben mir. „Hach, könnte ich doch mal ein Mensch sein“, flüstert auch sie mir zu.

    Ita est: Und so erheben wir uns. Singen mit meinen Leuten „Happy birthday“ für Felix. Tanzen im wilden Beat. Drehen den Lautstärkeregler bei  „Sie mögen sich“ von Shaban und Käptn Peng bis auf den Anschlag. Und Coco, ich und meine Leute grölen: „Er mag sie, sie mag ihn.“ Und: „Doch, wohl bin ich ein Fuchs.“ Und: Ich bin ein Albatros.“ Und: „Dann werd ich zum Pelikan.“

    Coco und ich sind inspiriert. Sie philosophiert übers Altern. Und malt ein abstraktes Gemälde mit dem Titel „Zeitgeist“. Während ich catchy Kater-Reels auf Insta teile. 

    Wir hören US-Präsident Trump, der sich in seiner Rede an die Nation als Weltenverbesserer lobt. Mir wird übel. Und ich denke so: Ich will doch kein Mensch mehr sein. Ich will frei und stark wie ein Adler sein. Und sehe, dass auch Coco übel ist. Vom Mensch-Sein. Wir beide fliehen.

    Ich schwebe über den schneebedeckten Gipfeln der Alpen. Spüre den Hunger in mir. Sehe das feiste Murmeltier unter mir. Stürze herab. Will es krallen. Mit einem gezielten Nackentreffer töten. Das Murmeltier murmelt. Wehrt sich. Schreit. Und ich sehe: Cocos Augen in ihm aufblitzen. Und frage mich: Murmel-, Murmel-, Murmeltier, warum bist du bloß kein Stier?

    Will abdrehen, und es durchfährt mich ein glühender Blitz. Ich schlage die Augen auf. Würge. Sehe Rosenknospen aus mir kullern. „Musst jeden Scheiß fressen?“ höre ich meine Bruna sagen. Während sie mich und Coco sanft krault. Mir dröhnt der Kopf. War voll auf dem Trip.

    Im Rausch der Rose. Unsanft zurückgeholt. Ins Reale. Sagt der nun so verkaterte Hauptstadtkater. Der heute nicht über euch wachen kann. Und jetzt: Feiert Geburtstage und schmeißt Drogen ein. Leidet. Und chillt, Leute!

  • 24. Februar 2026

    Vier Jahre Ukraine-Krieg und die Gedanken des großen Moros

    Vier Jahre – eine unvorstellbar lange Zeit. Für mich. Vor vier Jahren – da war ich noch nicht geboren. Coco sowieso nicht. Vor vier Jahren, da marschierten die russischen Truppen in die Ukraine ein. Und zerstören seitdem das Land. Bombardieren zivile Einrichtungen. Und Energieanlagen. So dass viele Menschen in den vergangenen Wochen ohne Heizungen bei minus 20 Grad in ihren Wohnungen ausharren mussten.

    Für mich ist das ganz klar Terror. Den Kremldespot Putin ausüben lässt, um den Willen der Ukrainer zu brechen. Die ich bewundere: Denn viele wollen weiter Widerstand leisten. Während der Hass auf Putins Russland wächst.

    Vor vier Jahren war mein großer Kater-Bruder, mein Moro, der im vergangenen Sommer so plötzlich starb, schon in Aktion. Und schrieb sein Tagebuch. Mit Gedanken zur Lage des Menschen. Und wenn ich mir das heute so anschaue, so wirkt das seltsam aktuell. Als ob nicht vier Jahre vergangen wären. Denn schon mit Kriegsausbruch klangen seine Worte ähnlich wie meine heute noch: Ich höre daraus Unverständnis, Verzweiflung, Machtlosigkeit – gepaart mit Angst. Und doch – natürlich hat sich seitdem einiges verändert. In der Welt.

    Ich zitiere meinen Moro vom 24. Februar 2022: „Es ist etwas passiert, was die Grundfeste des Lebens hier erschüttert. Und eine Zeitenwende einleiten könnte. Es gibt Krieg in Europa“, schreibt er. Und weiter: „Die russische Invasion in die Ukraine ist ein eklatanter Bruch des Völkerrechts. Die Diplomatie hat voll versagt. Russland setzt plump auf das Recht des Stärkeren. Krieg scheint archaisch, aus der Zeit gefallen. Absehbar ist, dass sehr viele Menschen sterben und leiden werden. Es werden Generationen beschädigt, Fortschritt zerstört. Warum? Damit eine skrupellose Clique in Moskau an der Macht bleiben kann.“

    Und mir würden die Augen vor Schmerz tränen, wenn sie tränen könnten. Nun, Moros Worte haben sich mehr als bewahrheitet. Zehntausende Tote, Verletzte auf beiden Seiten. Unfassbare Wut, Hass. Eine tief gespaltene Welt kurz vor einem Weltkrieg. Millionen Flüchtlinge. Zerstörte Familien.

    Wie die von unserem Denys und seinen Leute. Die die Großeltern meiner Bruna zu Beginn des Kriegs für mehr als ein Jahr in Isernhagen beherbergten. Denys – mit seinen 18 Jahren – muss sich mittlerweile seit Jahren ohne Familie alleine in Warschau durchschlagen. Und hat es damit im Vergleich zu vielen Altersgenossen wahrscheinlich noch gut, die in einem Abnutzungskampf an der Front leiden müssen. Und sterben. 

    Wie frustriert ich bin: Über die Milliarden Dollar, die in die Waffenindustrie fließen. Über die EU, die es nicht einmal heute schafft, der Ukraine eigentlich schon zugesagte Milliardenhilfen zu geben – weil EU-Mitglied Ungarn das blockiert. Ebenso blockiert wie Sanktionen gegen Russland. Das auf dem Schlachtfeld bislang kaum Erfolge errungen hat. Im Gegenteil, zuletzt konnte die Ukraine kleinere Gebiete zurückerobern.

    Der Krieg hat auch ekelhafte Gewinner produziert, von der Rüstungsindustrie über die AfD bis hin zu Trump. Wobei man das bei AfD und Trump natürlich nur vermuten kann…. Und so muss ich es dem Moro von damals gleichtun. Stürze auf Felixens Zeitung. Und zerfetze sie. Tut so gut. Frust rauslassen. Sagt der deprimierte Hauptstadtkater. Der heute nicht über euch wachen kann. Und jetzt: Seid auch mal aggressiv. Und chillt, Leute! 

  • 23. Februar 2026

    Köterhassende Kater im Angesicht gestrandeter Flugpassagiere

    Ich hasse Köter. Diese sabbernden, stinkenden, devoten, angepassten und von Menschen abhängigen Wesen. Und weiß, dass es für mich kein gutes Zeichen ist, wenn Felix plötzlich aufjauchzt. Und viel zu laut ruft – lachend: „Da ist Charlie – in Hund“.

    Er schneidet ein Foto aus der Zeitung, auf dem ein Köter mit weißem Fell zu chillen scheint. Sieht mich, der gerade sanft auf dem Schemel des Pianos von Diego chillt. Hat dann die seiner Ansicht nach grandiose Idee, die Zeitungsseite auf mich zu legen. Was ich naturally nicht goutiere. Aufspringen will. Dann aber sehe, dass Felix bereit ist, zu bezahlen. Wenn ich bleibe. Und ich sehe: Der Preis stimmt: 28 Leckerli. Fürs Posieren: Kater. Mit Köter. Ich toleriere es mal. 

    Und denke – um mich abzulenken, den Ekel zu überwinden – an das, was mich heute am meisten berührte. Nicht etwa, dass kurz vorm vierten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskriegs Milliardenhilfspakete der EU für die Ukraine an Ungarn zu scheitern drohen. Oder die USA einen weiteren Flugzeugträger Richtung Iran schicken. Dort ein Krieg näher rückt. Nein, es sind kleinere Dinge. Die mich touchen. Und ekeln.

    Kürzlich mussten 600 Passagiere in sechs Flugzeugen auf dem Flughafen in München eine Nacht in ihren Flugzeugen verbringen. Die bereits auf den Rollfeldern standen. Dann aber nicht starten konnten – wegen des starken Schneefalls. Und ein Zurück gab es auch nicht mehr. Weil – really – Busse gefehlt haben sollen, die Fluggäste ins Flughafengebäude zurück zu transportieren. 

    In Deutschland. In Bayern. Im reichen München. Wo ein Quadratmeter Boden 10.000 Euro kostet. Nun, ist was anderes. Aber  immerhin: Die Flugzeuge seien beheizt gewesen, die Passagiere hätten nicht frieren müssen, teilen die Fluggesellschaften mit. Sie sollen nun eine Entschädigungszahlung erhalten. Und ich frage mich so, wie hoch? Mehr als 30 Leckerli?

    Und ich frage mich, wie es sein kann, dass offenbar niemand die einzig richtige Entscheidung traf, die Passagiere irgendwie aus den Maschinen zu befreien. Die so mitten in einer Schneewüste in München Gefangene waren. Und denke so, wahrscheinlich das Beste, alle bleiben künftig zuhause. Im Revier. Denn Fliegen: Funktioniert nicht. Bahnfahren: Reine Glückssache. Autofahren: Staus. Zuhause aber: Gechillte Kater. 

    Ich will mal Milde walten lassen. Die Story der Süddeutschen Zeitung unter dem Foto des weißen Köters ist ja sogar nett. Diese Hündin – ein Spitz namens Jara – soll ein Therapieköter sein. Und helfen, Kindern und Angstpatienten den Zahnarztbesuch erleichtern. Ihnen helfen, sich zu entspannen.

    Also tatsächlich: Die Köterin hat was Katerisches. Auch wenn ich geradezu spüre, wie ihr schleimiger Sabber auf mein Ohr trieft. Ihr fauliger Atem mir die Luft nimmt. Scheint sie nicht per se bekloppt zu sein. Gute Erfahrung. Denke ich so. Schubladendenken also ist nie gut.

    Und tatsächlich, alles okay, denn ich bekomme von Felix meine Leckerli 29 bis 34. Fürs Ausharren und Posen mit dem weißen Spitz auf mir. Sagt der entspannte und trotzdem köter-hassende Hauptstadtkater. Da über euch wacht. Und jetzt: Sucht Doppelgänger. Und chillt, Leute!

  • 22. Februar 2026

    Coco akzeptieren am Tag des Palmen-Desasters und Abschieds von Erna

    Ich akzeptiere einfach mal. Dass andere anders sind als ich. Sich anders verhalten. Andere Maßstäbe haben. Die ich auch so manches Mal überhaupt nicht nachvollziehen kann. Aber: Ich merke, wenn ich das nun alles einfach mal akzeptiere, fällt auch mir einiges leichter. Meine Verbissenheit schwindet. Und ich muss nicht mehr ständig über Coco ablästern.

    Zum Beispiel über ihre bekloppte Wasser-Leidenschaft. Boah, wie sie heute wieder wie ein Drogen-Junkie, ähh, eine Junkine, ha, ha, am Hahn hing. Schiefer Kopf. Um die Tropfen einzusaugen, aus dem Strahl, dessen Gischt nicht nur ihre Schnurrbarthaare, sondern das gesamte Face benetzte. Eklig. Finde ich. Nice. Findet sie. Und ich? Lasse das jetzt einfach mal so stehen. Akzeptiere. Ohne zu richten. 

    An einem Tag, an dem die Olympischen Winterspiele zu Milano und Cortina enden. Die für mich vor allem der ukrainische Skeleton-Pilot symbolisiert, der von seinem Wettbewerb ausgeschlossen wurde, weil er dabei einen Helm tragen wollte, auf denen die Porträts von 22 von den Russen getöteten Athleten abgebildet waren. Das Verbot: Für mich inakzeptabel. Wirklich. Unmöglich, hier zu akzeptieren.

    Vor allem, wenn ich sehe, dass ein italienischer Snowboarder startete, auf dessen Helm die russische Fahne zu sehen war. Und ich höre, wie die Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees den mündigen Athleten fordert. Der nun aber offensichtlich bestraft wurde. Eben genau deswegen: Mündig – und Zeichen setzen wollend.

    Während eine sich offenbar sexy findende niederländische Eisschnellläuferin nach ihren Siegen den Reißverschluss ihres Rennanzug so weit aufriss, dass der Sponsor ihres BHs gut zur Geltung kam. Und US-Präsident Trump einen Landsmann als echten Loser beschimpfte, der sagte, er könne sein Land nur mit gemischten Gefühlen vertreten. 

    So war das – bei Olympia 2026. Vorbei – diese inakzeptablen Spiele. Wie auch die Ära einer guten Freundin der Oma meiner Bruna in Isernhagen. Erna – kürzlich gestürzt und nun temporär zum Aufpäppeln in einem Pflegeheim – wird von ihrer in Innsbruck lebenden Tochter dorthin geholt. Erna akzeptiert. Den Abschied aus Isernhagen nach mehr als sechs Jahrzehnten. Den Abschied von Freunden, Heimat.

    Aber auch Oma Lotte sieht: Es ist gut so. Auch wenn die gewohnten Treffen künftig wegfallen. Sie akzeptiert. Weil alles andere eh nichts bringt. Sondern nur unnötig Kraft kostet.

    Und ich raffe, warum Coco wie ein Drogen-Junkie am Wassertropf hängt. Sie wäre ansonsten fast erstickt. An der Erde, die sie inhaliert hat.

    Nachdem sie nun zum mittlerweile siebten Mal unsere selbst gezogene Palme in meinem Revier erklomm. Zum bereits siebten Mal mit ihr umkippte. Beim Sturz zum bereits siebten Mal der Übertopf zerbarst. Die Erde sie bereits zum siebten Mal besudelte. Und auch ihr Mund voll damit war. Während Katrins auf dem Boden zum Trocknen ausgelegte Aquarellmalereien zum ersten Mal mit dunkler Erde und Scherben bedeckt waren.

    Nun, Die Stimmung in meinem Revier: Unterirdisch. Nicht akzeptabel. Ich höre Stimmen, die feiern, eine Katze habe zum Glück nur sieben Leben. Nun, besser ich ende für heute. Sagt der nun gestresste Hauptstadtkater. Der gerne über euch wachen würde. Und jetzt: Akzeptiert, was nicht zu ändern ist. Und chillt!

  • 21. Februar 2026

    Coco knutscht Harry Potter und wird unerwartet sichtbar

    Unerwartetes ist manchmal unsichtbar. Für einen. Obwohl es sichtbar wäre. Und natürlich auch ist. Vor allem, wenn man es erwarten würde. Coco im Bücherregal sehe ich erst mal nicht, obwohl ich da hinschaue. Aber sie da eben nicht vermute. Ich sehe stattdessen: Zwei schwarze Punkte.

    Harry Potters Brille. Denke ich so. Vom Cover des Bands mit dem Halbblutprinzen. Und dann bewegen sich die Punkte. Richtung Potters Mund. Und endlich erkenne ich. Das sind ja Katzenaugen. Das ist ja Coco. Und sie knutscht Harry. Really. Komplett unerwartet. Denke ich so.

    Das Gegenteil von unerwartet und unsichtbar: US-Präsident Trump. Absolut sichtbar – im Scheinwerferlicht der Weltöffentlichkeit. Und komplett erwartbar, was der Typ so macht. Weil er so eindimensional, affektgesteuert ist.

    Gestern hatte ihm das höchste US-Gericht ja eine historische Niederlage zugefügt, indem es einen Großteil seiner im vergangenen Jahr erhobenen Zölle als illegal bezeichnete und einkassierte. Dass Trump darauf reagiert, offensiv und aggressiv, war klar. Erst kündigte er an, einen weltweiten Zoll von 10 Prozent auf Importe zu verhängen, heute dann erhöhte er auf 15 Prozent.

    Er rechtfertigt sein Agieren unter Berufung auf ein Handelsgesetz von 1974 – das erlaubt, für bis zu 150 Tage Zölle zu erheben. Experten allerdings bezweifeln, ob die nötigen Voraussetzungen zur Nutzung dieses Gesetzes überhaupt da sind. Unerheblich für Trump. Und ich denke so: Erwartbar, dass der Typ auf Experten nichts gibt. Und sein Ding durchzieht. 

    Erwartbar auch, dass solch erratisches Handeln Hass erzeugt. Unerwartet jedoch wiederum, wo Hass so manches Mal zuhause ist. Felix erzählt von einem Freund, der sich vor wenigen Tagen nach einem Gottesdienst mit zwei christlichen Iranerinnen traf, die vor fünf Jahren nach Deutschland gekommen sind.

    Gut gelaunt, fast perfekt Deutsch sprechend, Kopftuch tragend, hätten sie plötzlich gewütet: Seit einem Jahr wohne eine Syrerin in ihrer Nachbarschaft, mit ihren sieben Kindern. Sie könnten nicht verstehen, dass ihr Asyl gewährt worden sei, obwohl sie offensichtlich nur eine Mission habe: In Deutschland den Islam zu verbreiten.

    Und ich frage mich so, warum Menschen sich gegeneinander ausspielen. Im Großen, im Kleinen, überall. Und blicke zur Bücherwand: Durch die Coco schweift. Und den dort liegenden Staub der Jahrzehnte aufwirbelt. Ich niese. Sie niest. Felix asthmatiert.

    Muss da tatsächlich eine dämliche Katze spazieren, die eh nicht lesen kann? Frage ich mich. Ermahne mich dann zur Lockerheit. Von der Muse geküsste Literaturkatzen soll es ja geben. Und Harry Potter und sie haben geknutscht. Ich bin Augenzeuge. Sagt der open-minded Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Erwartet das Unerwartbare. Und chillt, Leute!

  • 20. Februar 2026

    Wenn Allmacht zu Ohnmacht mutiert und was das mit Trump und Andrew zu tun hat

    Manchmal denke ich, ich bin allmächtig. Um dann ohnmächtig abzustürzen. Denn: Naturally – Allmacht gibt es nicht. Nicht mal Andrew hat sie, der ehemalige britische Prinz. Und auch Trump nicht, der US-Präsidente. War eigentlich schon immer klar. Nur diesen Typen selbst nicht – offensichtlich.

    Der eine – Andrew – gab vermutlich Geheimdokumente an seinen Freund weiter, den verurteilten Sexualstraftäter Epstein – und wurde gestern nun als erstes ranghohes Mitglied der Königsfamilie seit mehr als 350 Jahren verhaftet. Der andere – Trump – erleidet heute vor dem höchsten US-Gericht eine historische Niederlage.

    Und beide scheinen voll überrascht. Dass ihnen jemand Paroli bietet. Und ich denke so: Es funktioniert doch – niemand steht über dem Gesetz. 

    Heute also der Oberhammer, der mir ein Stück den Glauben zurückgibt, dass es in den USA doch noch so etwas wie Rechtsstaat und Gewaltenteilung gibt. Nachdem Trump in den vergangenen Monaten selbstherrlich und mithilfe von Dekreten am US-Parlament vorbei regierte. Und da weder die Volksvertreter noch die Gerichte aufbegehrten, machte Trump immer weiter. Fühlte sich bestätigt.

    Bis heute der Supreme Court einen Großteil seiner Zölle kippte, mit denen er im vergangenen Jahr die Welt überzogen hatte. Und das damit begründete, dafür hätte Trump die Zustimmung des Kongresses benötigt.

    Nice, denke ich so. Damit bringt der Supreme Court dem Präsidenten die bislang größte Niederlage seiner zweiten Amtszeit bei. Und zeigt: Da gibt es eine Institution, die – obwohl sogar mehrheitlich republikanisch besetzt – dem Republikaner Trump die Stirn bietet. Also: Ein schöner Tag. 

    Klar, Trump wäre nicht Trump, wenn er nicht sofort zurückschlüge. Wütet. Die Richter des Supreme Courts, die er selbst ernannt hatte, als Schande bezeichnete. Und sofort auf einer anderen Grundlage neue Zölle erhebt.

    Klar aber ist: Wenn die USA tatsächlich die erhobenen Zölle   an die Importeure zurückzahlen müssten, würde das das ohnehin hoch verschuldete Land noch tiefer in die Krise stürzen – was dann für die Republikaner bei den Zwischenwahlen im Herbst negative Folgen haben könnte. Frohlocke ich. Ist zwar noch lange hin. Und viel Konjunktiv, you know? Aber: Hoffnung ist da.

    Denn: Andrew darf nicht alles. Trump darf nicht alles. Und ich wohl auch nicht. Denke ich so. Chillend im gleißenden Licht auf dem Klavier liegend, meinem Thron. Fühle mich erhaben. Mit meinen Gedankenfetzen. Merke dann: Allmacht ist nichts anderes als Ohnmacht.

    Was ich beweisen kann, mit meinem Lieblingsparadoxon – here you are: Wenn Gott allmächtig wäre, müsste er einen Stein schaffen können, der so schwer ist, dass er ihn nicht aufheben kann. Ha, ha. Mir bleibt der Lachreiz im Halse stecken. Denn ich stürze vom Thron.

    Weil mich das schwarze Ungeheuer von hinten anzuspringen scheint. Mein Fluchtreflex ist geweckt. Die Erkenntnis kommt erst unten: Eitelkeit straft Allmachtsfantasien. Und tötet Schatten. Sagt der zerknirschte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Seid demütig. Und chillt, Leute! 

  • 19. Februar 2026

    Der Alien-Beweis ist erbracht: Flyin‘ Coco – Ich will Obama

    Sie muss ein Alien sein. Denn sie kann fliegen. Coco kann fliegen. Vier Meter gleitet meine Katzenschwester elegant und pfeilschnell durch die Luft. Um vom obersten Podest des Kratzbaums auf den Küchenschrank zu gelangen. In drei Metern Höhe. Sekunden, die zur Ewigkeit werden. Weil es so unfassbar ästhetisch, geradezu ätherisch ausschaut.

    Ich kann springen. Das ist cool. Sie kann fliegen. Das ist cooler. Muss ich anerkennen. Neidlos. Sie ist eine flyin’ cat. Nicht von dieser Welt. Außerirdisch. Offensichtlich. Und ich frage mich, wie ich den ehemaligen US-Präsidenten Obama erreichen kann. Um ihm zu sagen, dass er Recht hat. Dass es nun bewiesen ist: Es gibt Aliens. Hier auf der Erde. In meinem Revier.

    Vor wenigen Tagen noch hatte Obama in einem Podcast gesagt, Außerirdische seien real. Er selbst habe aber noch keine gesehen. Klar, er hat dabei komisch gelacht. Als ob er es nicht ganz ernst gemeint habe. Aber US-Präsident Trump sprang darauf an. Und warf Obama vor, geheime Infos preisgegeben zu haben, das sei ein großer Fehler.

    Woraufhin Obama sich bemüßigt fühlte, klarzustellen, dass das Universum so riesig sei, dass es wahrscheinlich sei, dass es da draußen irgendwo außerirdisches Leben gebe. Angesichts der Entfernungen sei es aber unwahrscheinlich, dass die Erde von Aliens besucht worden sei. Er selbst habe jedenfalls keine Bewiese dafür. Und ich würde gerne schreien: Ich habe den Beweis: Flyin’ Cat Coco. 

    Geradezu göttlich: Ihre Landung auf dem Schrank. Telemark. Oder so. Schwärme ich und weiß nicht, was mit mir los ist: Coco riecht eben verdammt gut. Denke ich so. Verfrühte Frühlingsgefühle oder wat? Oder einfach nur mal in Euphoria? Weil eben auch die Alten mal gut drauf sind. 

    Laura dreht Pirouetten. Im Wohnzimmer. Vor dem Fernseher. Auf dem ich Bilder von hüpfenden Mädchen sehe. Eiskunstlauf. Kür der Damen bei den Olympischen Spielen zu Milano. Schwärmt sie. Und versucht den dreifachen Rittberger. Stürzt. Auf mich.

    Und ich denke an die fliegende Coco. Ihre Eleganz. Sehe aber dann den springenden Felix. Der Katrin vom Fernseher vertrieben hat. Und nun selbst hüpft. Weil er mit seinem VfB Stuttgart irgendein wichtiges Spiel, so schreit er, in Schottland gewinnt. Und ich denke so: Alta, Du hast nichts gewonnen. Du bist sowas von irdisch.

    Aber ich will den Flow nicht abstürzen lassen. Selbst aus der Ukraine gibt es was Positives, Geländegewinne der Ukrainer. Offenbar, weil die Russen das außerirdische Satellitensystem von Elon Musk namens Starlink nicht mehr nutzen können.  Weil ihnen von Musk und den Ukrainern der Zugang gekappt worden sein soll. Und sie nicht mehr miteinander kommunizieren können.

    Allerdings greifen die Russen weiter ukrainische Energieanlagen an. Und die Menschen in der Ukraine müssen frieren, weil die Heizungen nicht funktionieren. Vor allem Rudy, der Kater der Ukrainer, die meine Leute einst beherbergten. Der ärgere sich extrem über die Kälte, schreiben sie. Und das kann ich verstehen. Denn Wärme braucht es. Zum Abheben.

    Und so jumpe ich aufs Fensterbrett. Über der Heizung. Kein Fliegen wie bei Alien Coco. Aber Flow. Sagt der Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Hebt ab. Und chillt, Leute! 

  • 18. Februar 2026

    Warum schuf Gott eine Katze wie Coco? Der Verlust aller Sicherheiten

    Das Leben – eine einzige Frage. Leider meist ohne Antworten. Warum hypnotisiert eine Katze einen Wasserstrahl? Warum trinkt eine Katze Wasser aus dem Wasserhahn? Warum schuf Gott eine Katze wie Coco? Oder einen Menschen wie Trump? Existiert Gott überhaupt? Und wenn ja, ist er auch für Katzen und Kater Ansprechpartner? You see: Ich bin mal wieder zutiefst verunsichert. Weil so viele Sicherheiten, die mir Halt gegeben haben, schwinden. 

    Beispielsweise in Sachen Liebe: Laura bekommt von einer Patientin einen Liebesbrief. Auf den Umschlag malte Chiara Dutzende Herzen. Und schreibt, dass es ihr jedes Mal so gut gehe, wenn sie Laura in der Klinik sehe. Und sie hoffe, dass Laura Ähnliches fühle. Total süß. Denke ich so. Denkt Laura nicht. Sie habe der 15-Jährigen gesagt, der Brief sei toll. Aber sie sei Erzieherin, Chiara Patientin – Freundinnen könnten sie nicht sein.

    Auch in Sachen Bewertung in Schulen ist es crazy. Oder war es schon immer so? Nun, meine Bruna ist zweifellos gut. Sehr gut sogar. Ganz objektiv, he, he. Aber klar, sie ist von sanftem Temperament. Ruhig eben. In Mathe bekam sie im Zeugnis eine „4“ – obwohl sie schriftlich auf einer guten „3“ stand. Sie fragt den Lehrer, warum. Der meint, sie müsse mehr aus sich herausgehen. Die Note sei unwichtig, sei als Motivation zu verstehen.

    Häh, denke ich so. Warum gibt es dann eine Note, wenn sie unwichtig ist. Und warum dann so schlecht? Ist so, als ob ich einen auf die Schnauze bekomme. Das soll motivieren? Really?

    Aber meine Bruna verunsichert mich auch. Sie ist plötzlich groß. In ihrer Behaviour ist sie irgendwie total verändert. Sie selbst – nicht wie es bis vor kurzem gewesen wäre, ihre Eltern – spricht mit dem Mathelehrer. Und am selben Nachmittag sagt sie – sie allein – selbstbewusst ihrer Geigenlehrerin, dass sie nach acht Jahren nicht mehr zu deren geliebten Orchester kommen wolle – zu wenig Zeit.

    Und ich spüre, wie sich mein Hals zusammenzieht. Ob ihrer Stärke. Und dem Abschied von diesem Orchester. Das sie als Konzertmeisterin anführte. Das Ende der Kindheit? Was bedeutet das für mich? Wenn nur noch Erwachsene und Coco im Revier sind? Frage ich mich so. 

    Denn Erwachsene – und Coco – finde ich cringe. Erst durch sie entstehen die ganzen Fragen. Die unbeantwortbar sind. Wie auch diese: Warum bombardiert Putin in der Ukraine Kraftwerke, wenn dann bei extremer Kälte die Menschen frieren und keine Heizung mehr haben? Warum ignoriert Trump den Klimawandel, obwohl alle Wissenschaftler ihn bestätigen. Warum reißt ein Schwein von einem Bauernhof aus und wird in der Nähe eines Schlachthofs wieder entdeckt?

    Coco trinkt. Aus dem Wasserhahn. Und plötzlich kenne ich die Antworten, zwei jedenfalls: Coco hat Durst. Das Schwein wusste nichts vom Schlachthof. Die Erkenntnis ist manchmal ganz banal. Ganz nah. Unkompliziert. Sagt der erleuchtete Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Hinterfragt. Und chillt, Leute!

  • 17. Februar 2026

    Fake oder real? Mäusehorror in Freiburg und KI-Alarm beim ZDF

    Wieder mal Ausnahmezustand in der Freiburger Wohnung meiner Nuria. Eine Maus macht ihre WG mal wieder kirre. Zum dritten Mal in sechs Monaten. Und ich erinnere: Vor Wochen fingen die Bewohner eine Maus und wollten sie im nahen Fluss ertränken. Nun scheint sie zurückgekehrt zu sein. Riesig. Rachelüsternd. Sagt meine Nuria.

    Ich würde gerne lächeln. Wenn ich es könnte. Und lege mich kopfüber auf den Tisch. Realität oder Fake News?  Frage ich mich so: Vor allem, wenn es dann noch solche Indizien gibt: Meine Nuria erzählt weiter mit zitternder Stimme, die Maus habe auf ihrer Stirn einen weißen Punkt – wie die Maus von damals. Es sei so eklig. So schlimm. Horror. Die Maus müsse weg. Sofort. Und ich bin erschüttert. Was Angst aus Menschen für willenlose Bündel macht. Realität. 

    KI, Fake News – der Umgang mit Wahrheit ist extrem wichtig. Denke ich so. Für die Orientierung in der Flut an Social Media Posts und Nachrichten. Und genau das, Nachrichtern als wahr labeln, Orientierung geben, das sei nun wichtigste Aufgabe für Journalisten, quasi ihre Daseinsberechtigung, meint Felix.

    Dass dabei Fehler passieren könnten, klar. Wichtig sei dann aber ein transparenter Umgang damit. Was nun nicht geschehen sei. Beim öffentlich-rechtlichen Sender ZDF. Der hatte vor wenigen Tagen eine Beitrag über einen Einsatz der US-Migrationsbehörde ICE gezeigt. Und dabei KI-generierte Bilder eingeblendet – von einer Frau und zwei Kindern, die abgeführt werden. Ohne diese Aufnahmen als KI zu kennzeichnen. Oder auch zu erklären, warum man dafür überhaupt KI braucht…. 

    Nicht gut für Glaubwürdigkeit. Denke ich so. Auch mit Blick auf riesige, rachelüsternde Mäuse in der WG meiner Nuria. Nun, es wurde in dem ZDF-Beitrag noch ein Fehler gemacht – weitere Aufnahmen sollten die Festnahme eines Kinds illustrieren. Immerhin, die Aufnahmen waren real. Aber: Vier Jahre alt.  Der Junge wurde damals nach einer Amokdrohung festgenommen.

    Das ZDF löschte den ganzen Beitrag erst einmal aus seiner Mediathek. Und ersetzte dann in einer neuen Fassung die falschen Videobilder durch Standbilder – mit dem Hinweis, die KI-Kennzeichnung sei bei Überspielung des Beitrags aus technischen Gründen nicht übertragen worden. Heute dann bat das ZDF um Entschuldigung für handwerkliche Fehler, die nun aufgearbeitet würden.

    Während der Shitstorm in den sozialen Medien anschwillt. Und das Geraune, dass auch die angeblich seriösen Medien, die dann auch noch durch öffentliches Geld unterstützt würden, ganz bewusst Fake News produzierten. 

    Der Schaden ist da. Wie auch die Maus in Freiburg. Die Bewohner sind panisch. Nurias Mitbewohner Noah – der Mörder von damals, wenn ich mich recht erinnere – schreibt, sie seien nachts alle ein sicher wirkendes Zimmer geflüchtet, um sich gegenseitig schützen zu können.

    Ich staune. Vor der großen Angst. Der Menschen. Vor einer Maus. Weniger vor KI. Ziemlich degeneriert. Denke ich so. Und sehe: Coco sitzt in der Waschmaschine. Wirklich. Ich schwöre. Sagt der Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Schaut genau. Und chillt, Leute! 

  • 16. Februar 2026

    Bittere Katererkenntnisse: Der Mensch erkennt nichts, nicht mal Trump in Rubio

    Tiktok nervt. Weil Leute dort immer besonders kreativ und witzig sein wollen. Und nicht raffen, dass sie es nicht raffen. Da gibt es beispielsweise jene, die Katzenvideos zusammenschneiden. Und dann debil fragen, warum es denn bloß so viele Katzenvideos gäbe, wo meine Spezies doch eh immer denselben Gesichtsausdruck habe.

    Ha, ha. Denke ich so. Wie dekadent kann Mensch sein. Klar, offensichtliches Lachen oder Leiden ist uns nicht gegeben. Aber es sind die feinen Unterschiede. Im Ausdruck. Die unsere Gefühlslagen offenbaren. Blicke, Mundstellung, Kopfhaltung. Man muss nur schauen, um zu erkennen. Nicht die Stärke von Mensch. 

    Der genaue Blick. Fehlt auch jenen, für die es so wichtig wäre. Politikern. In München war nun bei der Sicherheitskonferenz US-Außenminister Rubio zu Gast. War mit Spannung erwartet worden.  Die Frage, die sich stellte: Würde er trumpmäßig auf Europa eindreschen oder auf Versöhnung aus sein.

    Vizepräsident JD Vance hatte bei der Konferenz im vergangenen Jahr mit seiner Rede Wunden aufgerissen und die Europäer schockiert. Warf ihnen vor, grundlegende Werte wie die Meinungsfreiheit zu verraten und die Opposition durch Zensur zu quälen. So hätten die USA keine Interesse daran, Europa zu verteidigen.

    Mittlerweile hat sich Europa ein wenig von den harschen Worten erholt Und hofft auf Rubio. Kaum ist der mit seiner Rede fertig. Applaudieren alle. Stehend. Und ich – ich muss mich heftig kratzen, um das zu raffen. Denn die Rede klang wie von Trump – in Rubio-Kostüm. Seine Thesen, nur etwas anders verpackt. Sanfter. Mit ein bisschen Schmeichelei garniert.

    Was aber von den Zuhörern offenbar nicht erkannt wird. Wie das sein kann? Verfälschte Wahrnehmung, denke ich so. Weil Europa die transatlantische Trennung nicht wahrhaben will.

    Denn eigentlich ist Rubio klar, lässt die trumpschen Make America Great Again-Thesen knallhart durch München dröhnen:  Die USA und Europa hätten freiwillig ihren Niedergang betrieben, huldigten einem Klimakult, verfolgten eine blödsinnige Handelspolitik, klammerten sich an eine ineffektive regelbasierte Weltordnung und hätten eine beispiellose Welle von Massenmigration zugelassen. Alles dumme Fehler, die die Trump-USA nun korrigierten. Applaus.

    Ich bin perplex. Die zuhörenden europäischen Politiker und Experten erkennen nichts. Ich stolziere über den Küchentisch. Bleibe an einem Schwamm hängen, der eine dreckige, stinkende Soße absondert. Und erkenne: Der Schwamm. Hat ein Katzengesicht. Ein lachendes. Offenbar, damit jeder Mensch erkennt. Katzen sollen lächerlich sein. Denke ich so.

    Und kneife meine Augen zusammen. Um schärfer zu sehen. Coco zu erkennen. Die auf meinem Platz auf dem Fensterbrett verharrt. Und die Welt fixiert. Leider sieht unsere Wandlungsfähigkeit niemand. Nicht mal auf Tiktok. Und ich denke so: Mensch, lache ruhig. Auf, dass es Dir im Halse stecken bleibt.

    Wenn dann doch irgendwann die Erkenntnis kommt. Wer Rubio ist. Was Katzen ausdrücken. Und dass Schwämme mit Katzengesichtaufdruck das Gegenteil von Katzen sind, Nass, stinkend, hässlich, unbewegt. Sagt der erzürnte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Schaut genau hin. Und chillt, Leute!