Hauptstadtkater

Chillen, Checken, Schnurren – meine Gedankenfetzen zum Absurdistan der Welt. Ansichten eines weißen Katers im Chaos.

  • 24.November 2025

    Wer bin ich und Lauras Suche nach dem Ich der Vergangenheit

    Früher war ich wild. Wollte nur spielen. Toben. Die ganze Zeit. An Angeln hängende Mäuse jagen. Wollte wie ein Pelzkragen um den Hals meiner Bruna hängen. Wollte meinen großen Bruder Moro piesacken. Und natürlich – ich wollte Leckerli. Heute will ich nur noch Leckerli. Der Rest ist abhandengekommen. Und ich kann kaum glauben, dass ich vor nicht allzu langer Zeit offenbar ein anderer Kater gewesen war.

    Behauptet auch Diegos Freund Bruno. Der länger nicht in meinem Revier war und nun sagt, er habe mich als schlanken, ranken Kater in Erinnerung, der spielfreudig mit ihm rumgetollt sei und dann endless gekuschelt habe. Er erkenne mich kaum wieder, wenn ich so bocklos von der Welt davon schreite. Und ich ahne, dass das nicht unbedingt ein Kompliment ist. Für mich. So wie Bruno guckt.

    Und ich kann mich nur trösten, indem ich mir sage, dass der Typ nun auch nicht allzu krass ist. Denn er ist der Mann mit der kaputten Schulter. Den eine kleine Welle in Peru aus dem Gleichgewicht riss. Und ihn zu Boden stürzen ließ. Zerschmettert. Die Schulter. Dereinst. Im August.

    Nun. Ich will nicht bösartig sein. Eigentlich ja auch so eine typische Alterseigenschaft. Und wende mich Laura zu. Die sich mit demselben Thema beschäftigt wie moi. Sie fragt sich, was sie denn früher wohl für ein Mensch gewesen sei. Sie sei sich aus heutiger Sicht darüber gar nicht mehr so im Klaren.

    Denn früher, so als 25- oder 30-Jährige, hätte sie sich nie vorstellen können, mal als Erzieherin zu arbeiten. Drei Kinder, zwei Katzen und einen Mann versorgen zu müssen. Damals habe sie eher von so was wie Selbstverwirklichung als Künstlerin und Frau gedacht. Wenngleich sie heute auch nicht mehr wisse, was sie sich darunter konkret vorgestellt habe.

    Klar, auch Familie irgendwie. Sagt Laura. Trotzdem sei es komisch. Da sie denke, dass ihr jetziges Lebensgefühl so sei wie damals. Also klar, mit viel mehr Erfahrungen. Und Lebensdellen. Aber eben, das Innere, das Feeling, das fühle sich gleich an. Wie mit 30. Sie könne kaum glauben, jetzt Mitte 50 zu sein.

    Aber auch klar, sie sei völlig anders drauf als damals. Die Veränderungen aber schreiten offenbar so schleichend voran, dass man sie selbst gar nicht bemerkt. Bewusst. Und nur noch staunt. Über sich. Sagt sie.

    Ich erahne, was sie meinen könnte. Goutiere, dass Bruno mich trotz seiner Abneigung streichelt. Und liebkost. Ohne Ende. Höre, dass Russland den von den Europäern überarbeiteten US-Friedensplan für die Ukraine ablehnt. Naturally.

    Und sehe, dass Coco es sich auf dem Abwasch bequem macht. Liegt auf dem Abtrockenhandtuch. Zwischen Kaffee-Siebträger und Reibe. Mit kirrem Blick. Allzeit bereit zum wilden Spiel. Pubertier eben. Sagt der erwachsene Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute.

  • 23. November 2025

    Der Schrei und nackte Saunaerlebnisse

    Der Schrei. Nach Liebe. Aufmerksamkeit. Oder vor: Verzweiflung? Ich weiß nur: Ich kann Coco endlich mal verstehen. Wie sie da so posiert. Und ihr Maul weit aufreißt. Oder ist es einfach nur ein Gähnen? Egal. Ansteckend ist ihr Verhalten aber. Merke ich so. Als ich meinen schmerzenden Kiefer spüre.

    Meine Alten, Felix und Laura, weilen irgendwo in Hamburg. Chillen. Eigentlich also gut. Sind lernfähig. Wenn es darum geht, wie man gut lebt. Nun: Auch sie mögen es heiß. Wie ich. Sehr heiß sogar. Vergnügen sich in einer Sauna. Enjoyen da, wie sie hernach erzählen. Im Ruhebereich. In dem es erst mal ruhig ist, aber dann entsteht Unruhe.

    Zwei Leute kommen rein. Mit Rede-Reiz. Klar, sie unterhalten sich leise. So leise, dass in der Stille jedes Wort sich vielfach zu verstärken scheint. Und zu verstehen ist. Die Themen: Schmecken Burger in Leipziger Hotels? Oder: Ist es spannend, ohne Begleitung in einem Restaurant zu dinieren – weil man dann die Chance hat, Fremde zu stalken?

    Felix und Laura sind genervt. Was tun? Alle sich bietenden Optionen sind nervig: Nackt vor die Redenden treten und bitten, noch leiser zu reden – mit der Gefahr einer rüden Abfuhr? Oder gewähren lassen – locker bleiben, obwohl man selbst sowas von unlocker ist? Und der Nervfaktor sekündlich steigt? Irgendwann gehen die Speaker in eine Sauna. Ruhe. Und ich sehe, einfach mal was aussitzen, kann zur Lösung beitragen. Denn Mensch ist, egal wie es ist, immer unzufrieden. Liegt vielleicht in seinen Genen, denke ich weiter. Denn ohne Unzufriedenheit kein Fortschritt.

    Ob das stimmt? Ich spüre, dass ich es nicht kontrollieren kann. Mein Maul öffnet sich. Weit. Tiefes Ein- und Ausatmen. Tut so gut. Cocos Schrei. Ist berechtigt. Auch mit Blick auf den „Friedensplan“ der USA für die Ukraine. Mittlerweile stellt sich die Frage, wer diese 28 Punkte für „Frieden“ überhaupt formuliert hat.

    In den USA gibt es widersprüchliche Angaben dazu. Die Regierung behauptet, es sei ein US-Plan. Natürlich. Andere, sogar Republikaner behaupten, der „Plan“ sei eine Wunschliste Russlands. Von Moskau ausformuliert und der Administration von Präsident Trump übergeben.

    Nicht ganz unglaubwürdig. Denke ich so. Denn das Papier verlangt von der Ukraine große Zugeständnisse, während Russland so seine Kriegsziele auf diplomatischem Weg erreichen könnte – unter anderem den Gewinn von Gebieten, die es im Krieg gar nicht erobern konnte.

    Nichtsdestotrotz: Trump poltert ob der ukrainischen Zurückhaltung auf seinen „Plan“, das Land sei undankbar. Und Europa, so der US-Präsident, sei Mitschuld am Krieg. Da es diesen indirekt mitfinanziere, weil es weiter Öl von Russland kaufe. Und ich denke so: Da hat Trump ein Pünktchen – zwar gibt es in Europa Importverbote für russische Kohle und russisches Öl – aber es gibt auch Ausnahmeregelungen.

    Coco und ich reißen unsere Mäuler mittlerweile im Duett auf. Schreien. Nimmt Druck. Ist so entspannend. Sagt der gähnende Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute.

  • 22. November 2025

    Alles eine Frage der Perspektive und mein unaufgeregte Bruna

    Alles ist eine Frage der Perspektive. Und die kann sich ständig ändern. Wenn ich ganz nah ranzoome, an Cocos Fell beispielsweise, sehe ich nur schwarz-orange-weiße Streifen. Sehe, dass ihr Pelz auf der Stirn asymmetrisch angelegt ist. Und wenn ich dann wegzoome. Sehe ich plötzlich eine ziemlich große Jungkatze vor mir. Die mich – größenmäßig, tatsächlich eingeholt hat.

    Die Europäer haben sich vom ersten Schock erholt, nicht in den 28-Punkte- US-„Friedensplan“ für die Ukraine eingeweiht gewesen zu sein. Und haben was Eigenes entwickelt. Eine eigene Perspektive. Denke ich so. Nun, Grundlage für potenzielle Verhandlungen sei der US-Plan. Sagen die Europäer. Aber klar sei, dass die Ukraine in Verhandlungen miteinbezogen sein müsse – und nicht die Großmächte über ihren Kopf hinweg für sie Entscheidungen treffen dürften. Ohne Zustimmung der Ukrainer und ihrer Unterstützer könne es kein Ende des Krieges geben.

    Und ich denke so: Hmmm, ob sich davon US-Präsident Trump oder Kremldespot Putin beeindrucken lassen? Die Europäer erklären weiter: Da bei dem „Plan“ Nato- und EU-Interessen betroffen seien, müssten auch diese Institutionen zustimmen. So heiße es ja zum einen, die Nato müsse erklären, sich nicht zu erweitern – und ich denke so: warum sollte sie? Die Europäer fordern zum anderen, auch sie müssten einbezogen werden, etwa wenn es darum ginge, was mit den eingefrorenen russischen Vermögen geschehen solle.

    Noch fünf Tage hat die Ukraine Zeit, sich für oder gegen den „Plan“ zu entscheiden. Sagt Trump. Falls die Ukraine dagegen sei, sei es mit US-Waffenlieferungen und Geheimdienstinformationen vorbei.

    Der ukrainische Präsident Selenskyj – innenpolitisch eh von einer Korruptionsaffäre gebeutelt – ist im Dilemma.  Er habe zu entscheiden zwischen dem Verlust der Würde oder dem Risiko, einen Schlüsselpartner zu verlieren – und das kurz vor dem Winter.  Sagt er. Und ich, ich denke, ich wüsste nicht, wie Selenskyj seine Perspektive auf das Dilemma ändern könnte. Klingt der US-„Plan“ doch, als ob er von Putin persönlich den Amis diktiert worden sei.

    Würde also. Meine Bruna hat sie. Sage ich aus der abgehobenen Perspektive des Hauptstadtkaters: Heute geht sie zu einem Konzert, in dem sie die Hauptrolle einnimmt – fiedelt souverän meinen Lieblings-Bach runter. Vollkommen unaufgeregt.

    Warum sie so souverän sei? Nun, ihre Alten Felix und Laura seien nicht wie sonst dabei, weil sie sich lieber in Hamburg ein schönes Weekend zu zweit machten. Sagt sie hernach. Das habe ihre Perspektive aufs Konzert verändert, sie sei vollkommen locker gewesen.

    „Ich war zu fünf Prozent aufgeregt“, sagt sie. Aber dann, dann sei überraschend Freundin Uma aufgetaucht – um sie zu unterstützen. Mental. Da sei der Aufgeregt-Pegel auf 20 Prozent gestiegen. Sagt meine Bruna.

    Und ich frage mich so: 20 Prozent bei einem Solokonzert vor Dutzenden Zuschauern? Klingt eigentlich tiefenentspannt. Aus meiner Perspektive. So sollten mal alle Menschen sein. Vor allem die Mächtigen. Aber deren Stresslevel pendelt offensichtlich andauernd nahe der 100-Prozent-Schwelle. Sagt der perspektivlose Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute. Trotz allem.

  • 21. November 2025

    Ich bin bei mir und dem 28-Punkte-Plan für die Ukraine

    Ich bin ich. Fühle mich. Bin bei mir. Und das ist so gut so. Brrrr. Es schüttelt mich. Weil es so esoterisch klingt. Aber: Ein Gefühl nur deswegen nicht zu beschreiben, weil es fehlgedeutet werden könnte, ist bekloppt. Deswegen sage ich ganz laut: Ja, ich fühle Stärke, wenn ich mich auf mich konzentriere. Besinne. Mich spüre. Und so sitze ich da. Und sinniere.

    US-Präsident Donald Trump hat nun also einen 28-Punkte „Plan für Frieden“ in der Ukraine vorgelegt. Trump will – offensichtlich um jeden Preis – Frieden in der Ukraine. Was ja erst mal gut ist, denke ich so: Denn jeder Tag, an dem russische Drohnen und Raketen keine Ukrainer mehr töten, ist ein guter.

    Aber: Auch Frieden ist eine Frage des Preises. Wenn die Ukraine praktisch kapitulieren muss und Russland alle seine Ziele verwirklicht – was bei Umsetzung des „Plans“ der Fall wäre -, dann ist das fatal. Warum sollte Russland künftig seinen Vormarsch Richtung Westen stoppen? Wo es doch mit diesem Krieg und der gewaltsamen Verschiebung von Grenzen Erfolg gehabt zu haben scheint?

    Nun, zu Trump: Wenn ich diesen Mann anschaue, dann sehe ich einen absoluten Egozentriker. Ich unterstelle, dass ihn das Schicksal der Ukrainer nur am Rande interessiert. Er fühlt sich sicherlich gut – als Philanthrop – wenn er das Leid der meisten Ukrainer durch eine Waffenruhe erst mal lindern kann.

    Aber eigentlich ist klar, dass Trump andere Motive für seinen „Plan“ hat: Er will möglichst bald sowohl mit Russland als auch der Ukraine Deals, Geld, machen. Und vor allem will er – nach dem 20-Punkte-Plan für die Gaza-Waffenruhe – mit einem weiteren „Frieden“ seinem großen Ziel, den Friedennobelpreis zu bekommen, einen großen Schritt näherkommen. Sinniere ich mal so.

    Denn, was sagt dieser „Plan“, der Russlands Interessen fast 1:1 wiedergibt und den die Ukraine innerhalb einer knappen Woche bestätigen soll? Die Ukraine soll große Gebiet  im Osten des Landes abtreten, selbst von Teilen, die Russland militärisch nicht erobern konnte. Die Ukraine soll auf eine Nato-Mitgliedschaft verzichten. Ihre Truppengröße auf 600.000 Mann beschränken – derzeit sind es rund eine Million. Im Gegenzug verspricht Russland, die Ukraine nicht anzugreifen.

    Und ich denke so – oh, die Russen versprechen etwas – wer will das glauben? Zudem geben die USA Sicherheitsgarantien, die aber nicht näher erläutert werden. Ich lehne mich zurück. Sinnierend. Denke an München. 1938. Damals musste die Tschechoslowakei Gebiet an Hitler-Deutschland abtreten. Der britische Premier Chamberlain sprach von „Frieden für unsere Zeit“.

    Und ich denke so: Wie krass, wie paradox, die einzige Hoffnung der Ukrainer muss nun auf Kremldespot Putin ruhen. Dass der sagt, „das im „Plan“ genannte genügt mir nicht, ich will mehr“. Denn sein Ziel ist ja die Eroberung der gesamten Ukraine. Ein Russland in der Größe der Sowjetunion. Deswegen, so die „Hoffnung“, könnte Putin nicht auf den „Plan“ eingehen. Sondern den Krieg fortsetzen. So dass die USA mehr oder weniger zwangsläufig die Ukraine weiter unterstützen müssten.

    Nicht völlig ausgeschlossen. Dieses Szenario. Arme Ukrainer. Denke ich so. Und spüre mich. Weil ich in mir ruhe. Sagt der empathische Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute!

  • 20. November 2025

    Ich bin ein Mumin und Trump ein Saudi-Fan

    Ich bin ein Troll. Oder besser: Ein Mumin. Denke ich so. Als ich auf die Postkarte voller Mumins blicke, die meine Nuria mir aus Freiburg geschickt hat. Die Mumins haben Wuschelschwanz, sind pelzig, klein und weiß – wie ich. Dazu sind sie weise, respektvoll, neugierig und freiheitsliebend – wie ich.

    Auf der Karte ist eine Mumin-Familie – die Eltern und drei Kinder – abgebildet, auf einem Floß sitzend vor der untergehenden Sonne. Möwen davor. Idyllisch wirkt es auf jeden Fall. Denke ich so. Um dann zu merken: Die fünf auf der Karte könnten auch meine family sein. Aber wo bin dann ich? Und – ok – wo ist Coco? Was will mir meine Nuria mit dieser Karte sagen? Intelligenter Eskapismus vor der Realität? Oder: Schiffbrüchig – ist das Ende nah?

    Ich höre, die USA sollen einen neuen „Friedensplan“ entwickelt haben. Um den russischen Angriffskrieg in der Ukraine zu beenden. Zusammen mit den Russen sollen sie den Plan ausbaldowert haben. Die Europäer hören heute das erste Mal davon. Auch der ukrainische Präsident Selenskyj war nicht involviert.

    Und ich denke so: Krass, wenn andere über dein Schicksal entscheiden. Und du noch nicht einmal gefragt. Was wohl ein Mumin dazu sagen würde?  „Du kannst diesen riesigen, großen Sturm auf dich zukommen sehen, und du kannst nichts dagegen tun.“ Antwortet mir einer der ihren.

    Der US-Plan sieht vor, dass die Ukraine große Gebiete ihres Territoriums abtreten soll – auch solche, die der Aggressor Russland nach über dreieinhalb Jahren Krieg nicht erobert hat. Und ich denke so: Warum tendiert die US-Regierung von Präsident Donald Trump so oft in Richtung von Despoten? Und höre meinen Lieblings-Mumin, Snufkin, sagen: „Wer einen andern zu sehr bewundert, wird nie richtig frei.“

    Nun, Trump scheint auch den saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman – kurz: MbS – zu bewundern. Der war mehr als sieben Jahre ein Paria – der US-Geheimdienst kam zu dem Schluss, dass der Kronprinz 2018 die Tötung des regimekritischen saudischen Journalisten Khashoggi in der Botschaft in Istanbul gebilligt hatte.

    Jetzt hob Trump die Isolation auf, lud MbS ins Weiße Haus nach Washington ein, nannte den Golfstaat einen großartigen Verbündeten und verteidigte den Kronprinzen. Der habe von dem Mord keine Kenntnis gehabt. Und ich höre Mumin Kleine My – mich anstachelnd im gerechten Widerstand: „Wenn du dich nicht wehrst, kannst du nicht gewinnen.“

    Tja, und dann lese ich die Karte meiner Nuria. Really: Ich kann lesen! Die Mumins stellen für sie für sie eine Art Zuhause dar. Weil sie früher abends in heimeliger Atmo vorgelesen wurden. Schreibt sie. Und mir wird warm ums Herz. Höre die Mumin-Tante sagen: „Ein Zuhause ist dort, wo man verstanden wird.“

    Spüre dann aber doch plötzlich eisige Kälte. Felix zwingt mich, mich zu erheben. Um die Postkarte gegen mich lehnen zu können. Und befiehlt mir, still zu halten. Fürs Foto. Für mein Tagebuch. Ich würde mich später drüber freuen. Wird nicht so sein. Weiß ich.

    Stattdessen freue ich mich über die Leckerli, die er mir fürs Posen gibt. Höre Mumin Snormaiden sagen: „Manchmal ist es gut, einfach den Moment zu genießen und nicht zu viel nachzudenken.“ Sagt auch der vertrollte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt Leute. Und denkt einfach nicht zu viel nach.

  • 19. November 2025

    Aus Grau mach bunt und Mission Impossible possible

    Es ist so verdammt kalt. So verdammt grau. Sage selbst ich. Der dauergutgelaunte Kateroptimist. Und hüpfe zu Diego. Der mit grauem Antlitz in der Küche sitzt und in Sudoku-Welten abgedriftet ist. Rolle mich auf seinem Schoß ein. Lasse mich kuscheln.

    Und alles wird: Bunt. Selbst sein Face leuchtet auf. Wie bei Felix und Laura – offenbar. Die auf ein Hip-Hop-Konzert gehen. Als ob sie jung wären. Trotz ihrer grauen Haare – bunt. Nun, die Band namens Stereo MC’s ist ihr Alter. 50 plus.

    Und ganz nice: Trotz des Alters versprühte die Band Energie. Sagen meine Leute. Das Grau zerschellt. Überall Sterne. Einzelkörper, die sich zur wogenden Masse verbinden.

    Getrieben vom stampfenden Beat des Drummers. Getragen vom harten Staccato des Sängers, untermalt vom lyrischen Sopran seiner Begleiterin. Higher. Und higher. Oder so. Rhythmisches Fieber. Energie ohne Ende. Schaukelt sich hoch zur Ekstase. Groß. Sagen meine Leute. Wie früher. Verdammt lang her eben. Denke ich so. 

    Und sehe meine energielose Bruna. Schlaff auf ihrem Bett hängend. Ankündigend, nicht mehr zur Schule zu gehen, Zehnte Klasse: Zu langweilig. Zu anstrengend. Zu grau. Zu kalt. Hätte auch eine Lehrerin bestätigt.

    Die habe erzählt, vor Jahren hätte sie auch das Angebot gehabt, als Gefängniswärterin im Hochsicherheitstrakt von Stuttgart-Stammheim zu arbeiten. Zu grau. Fand sie damals. Und habe den Job abgelehnt. Sie habe den Lehrerinnen-Job präferiert.

    Aber: Heute fühle sie sich wie eine Gefängniswärterin. In der Schule. Die auch grau sei. Weil die Schülerinnen und Schüler so unfrei seien. Gefangen im Notensystem. Im Klausuren-Stress. Im Lernen von unnötigen Dingen.

    Meine Bruna kuschelt mich. Und zusammen spüren wir die Energie fließen. Das Grau kracht. Zusammen. Bunt.

    Der Tag ist eigentlich gar nicht so übel. Denke ich so. Und sehe Grün ohne Ende. Denn Deutschland sagte auf der Weltklimakonferenz in Brasilien eine Milliarde Euro für den Schutz des Regenwalds zu. Damit er weiter atmet – die Lunge der Welt eben.

    Meine Alten – noch immer völlig losgelöst. Enthusiasmiert. Und nice: Meine Bruna und Diego: Gechillt. Und ich denke so: Mein Job ist getan. Mission Impossible possible gemacht.

    Alles ist bunt. Sagt der energetische und optimistische Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt Leute. Und lasst das Grau bunt leuchten. Alles Ansichtssache. Oder so.

  • 18. November 2025

    Gras ist geil und der bekiffte Kanzler in Belem

    Gras ist geil. Frisch. Schmeckt würzig. So anders als Nass- oder dröges Trockenfutter. Da sind uns Coco und ich ausnahmsweise mal einig. Und so jumpen wir synchron auf den Tisch, auf den Katrin den Grastopf stellt. Und dann geht es los: Unser gemeinsames Grasen. Euphorie ergreift uns. Wir heben ab. Eskapismus.

    Und ich denke so: Vielleicht ist Gras das, was uns am meisten mit Menschen verbindet. Denn auch die lieben Gras. Vor allem jenes, das sie Cannabis nennen. Und dann rauchen. Riecht auch gut. Und ist geeignet, sie wegschweben zu lassen. Aus ihrem drögen Alltag. Seit gut anderthalb Jahren ist die Droge sogar teillegalisiert, das heißt, kleine Mengen – bis zu 25 Gramm – darf man dabeihaben. Zuvor war das verboten. Weil: Drogen eben – und damit gefährlich.

    In München dachte man nun wohl – nach dem Verbot ist vor dem Verbot. Auf jeden Fall verhängte die Staatsregierung kurz nach der Legalisierung ein Cannabisverbot für eine der größten Parkanlagen der Welt, den Englischen Garten. Begründung: Der Gestank. Jugendschutz. Und ich denke so: Waren die Politiker bekifft? Ein solch großer Park. Besser hier Kiffen als in der City…

    Zwei Männer klagten gegen das Verbot: Sie wollen überall Gras rauchen. Der eine sagt, nach einer Krebserkrankung sei er Schmerzpatient – und Cannabis seine Medizin. Der andere hat einfach Spaß am Gras. Und hasst es, eingeschränkt zu werden. Und ich denke so: Mensch habt ihr Probleme. Gönnt doch jenen, die das wollen, den Genuss. Und jene, die genießen, müssen eben Rücksicht nehmen. Damit sie niemanden belästigen. Aber das ist eine Utopie. Bei Menschen nicht umsetzbar.

    Sie verhalten sich infantil. Scheinen auch ohne Gras immer voll bekifft zu sein. Selbst der Kanzler. Merz. Der hatte sich nach seinem Kurztrip zur Weltklimakonferenz in Brasilien negativ über die Gastgeberstadt Belem ausgelassen. Er habe einige Journalisten, die mit ihm in Brasilien gewesen seien, gefragt, wer gerne dortbleiben wolle. Keiner habe die Hand gehoben. Sie seien alle froh gewesen nach Deutschland zurückzukehren. Man lebe in Deutschland „in einem der schönsten Länder der Welt“. Sagt Merz.

    Nun – was das beim Gastgeber auslöst? Pure Freude. Denke ich so. Und nehme einen Happs Gras. Pure Freude?  Nein, naturally not. Der brasilianische Präsident Lula meint dann auch so, Merz hätte in Belem in eine Bar gehen, dort tanzen und die lokale Küche probieren sollen, „denn dann hätte er gemerkt, dass Berlin ihm nicht einmal zehn Prozent der Qualität bietet, die der Bundesstaat Pará und die Stadt Belém bieten“.

    Und ich denke so: Oh, das trifft. Berlin ist doch cool. Und denke dann: Was für ein Kindergarten. Und: Wie unterhaltsam. Und: Wie unfassbar traurig – über Inhalte der Weltklimakonferenz dringt kaum was durch. Für den Aufschrei sorgen solche bekloppten Merz-Storys.

    Mein Breakeven-Punkt beim Gras ist erreicht. Noch ein Happen. Dann wird mir schwummerig vor Augen. Ich würge. Und entleere meinen Magen. Tut gut. Sagt der von innen gereinigte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt Leute. Und raucht Gras.

  • 17. November 2025

    Der gespaltene Mensch und Disharmonie auf dem Küchentisch

    Menschliches Verhalten ist grundsätzlich triebgesteuert. Es gibt darin keine Konsistenz. Menschliche Reaktionen sind von Stimmungen abhängig. Und Momenten. Ein Beispiel: Eigentlich wollen sie uns Katzen grundsätzlich dicht bei sich haben. Kuscheln. Schmusen.

    Heute aber mal wieder: Felix behauptet, es herrsche Katzenüberschuss auf unserem Küchentisch. Weil Coco und ich über seine dort liegende Zeitung streifen. Und ich denke so: Wir mögen eben auch Gesellschaft, menschliche Gesellschaft. Und ertragen dann sogar Felix. Wenn kein anderer da ist.

    Und naturally: Wir. Lieben. Zeitungen. Papier. Printprodukte. Die groß und weich sind. Und so nice rascheln. Vor allem, wenn Felix umblättert. Diese Bewegung. Flatterndes Papier. Eine Reminiszenz an Vogelflügel. Wir sind da. Setzen zum ultimativen Schlag an. Treffen – und klar, unser Erfolg ist ein klaffendes Loch in der Seite. Findet Felix nicht lustig. Wir schon.

    Man darf doch auch mal positiv sein. Denke ich so. Im trüben November. Denn erst mal scheint der heutige Tag mal kein schlechter zu sein. Mit Blick auf Welt. Der UN-Sicherheitsrat, das höchste Gremium der Vereinten Nationen und seit Jahren notorisch zerstritten, zeigt sich überraschenderweise mal einig. Und stimmt einer Resolution zur Absicherung des Gaza-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump zu.

    Was bedeutet, dass dieser Plan, durch den endlich eine dauerhafte Waffenruhe und dann Frieden im Gazastreifen erzielt werden soll, auf eine breite Unterstützung durch die Staatengemeinschaft bauen kann. Und auch nice: Die Abstimmung zeigt, dass sich die großen Antagonisten USA, China und Russland mal nicht gegenseitig blockieren.

    Also, eigentlich ein Lichtstreif am düsteren Horizont, endlich mal. Der übertriebene Jubel darüber von Trump, der von einem historischen Fortschritt und Weltfrieden schwadroniert, aber verdüstert diesen Streif. Weil mal wieder offenbar wird: Trump ist nur ein Poser, Blender, Prahler, dem es nicht um die Sache, sondern nur um sich selbst geht. Denn der Weg zu einer nachhaltigen Waffenruhe ist trotz der Zustimmung des Sicherheitsrats fern.

    Die beiden Kriegsparteien, Israel und die islamistische Terrororganisation Hamas, sind über diese Resolution nicht amused. Israel ließ schon vor der Verabschiedung verlauten, die Resolution sei nicht gut, da in ihr von einem Weg zur palästinensischen Selbstbestimmung und Staatlichkeit die Rede sei. Und ein Staat für die Palästinenser – no way für Israel.

    Und die Hamas moniert, der geplanten Entwaffnung ihrer Leute werde sie nicht zustimmen. Die Resolution erfülle nicht die Forderungen des palästinensischen Volks.

    Blockade – die fühlt offenbar auch Felix. Am Küchentisch. Und schuld sind: Wir. Coco und ich. Und das, obwohl wir Zeitung und Tisch längst verlassen haben. Und uns auf den Küchenstühlen platziert haben. Ist Holger auch nicht recht.

    Symptomatisch für Mensch: Egal, was ihm angeboten wird, er ist dagegen. Aus Prinzip. Und Trieb. So entschwinde ich. Aus der Küche. Ich bin unabhängig. Relativ. Sagt der entspannte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute.

  • 16. November 2025

    Einstürzende Gewissheiten – und warum ich nicht mehr trinken muss

    Meine einzige Gewissheit ist, dass es keine Gewissheit gibt. Ungewissheit also meine einzige Gewissheit ist. Beispiel? Ich gehe davon aus, dass ich ein Kater bin. Dachte ich jedenfalls so. Aber – es gibt Momente, in denen fühle ich mich selbst unwirklich. Und komme zum Schluss: Vielleicht bin ich gar nicht. Alles ist Einbildung. Ein einziger Traum.

    Bislang dachte ich auch, Katzen seien Katzen – und hätten keine Hunde-Attitüden. Auch diese Gewissheit löst sich auf. Wie Köter, so liebt Coco Wasser. Und nun apportiert sie auch noch. Wie ein Hund. Stoffbündel. Federrasseln. Spielzeugmäuse. Die meine Bruna wirft. Coco jagt hinterher. Nimmt es auf. Trägt es dann in der Schnauze zurück. Zu meiner Bruna.

    Felix erzählt vom Bruch unumstößlicher Gewissheiten in seiner Branche, den Medien. Bis vor einem Jahr seien sich so ziemlich alle Chefredakteure von Zeitungen einig gewesen: Die gedruckte Zeitung sei tot, spätestens 2029. Eine Fehleinschätzung. Räumt Felix kleinlaut ein. Die gedruckten Ausgaben würden viel länger leben. Weil sie weiter Geld brächten. Obwohl dort keine Werbung mehr geschaltet werde, obwohl die Auflagen stetig abnähmen, weil junge Abonnenten nicht dazu kämen.

    Aber, es würden eben auf der anderen Seite massiv Kosten gesenkt. Das Personal in den Reaktionen sei nur noch zu einem Drittel da, der Rest entlassen. Druckereien seien dicht gemacht worden, dafür würden jetzt mehrere Titel in einer Druckerei erstellt – eine weitere große Kostenersparnis. Und: Die zeitungslesende Generation 70 plus sei leidensfähiger als angenommen. Trotz massiver Erhöhungen der Abo-Preise blieben sie dabei. Und auch die mit Penetranz vertretene Gewissheit: Digital sei alles – sei ungültig. Da die Erlöse dafür noch längst nicht ausreichten.

    Der Opa meiner Bruna, Volker, ist derzeit im Krankenhaus. Seine Nieren mucken. Der Chefarzt dort stößt weitere Gewissheiten um: Die seit Jahren gepredigte Doktrin, Mensch müsse täglich mindestens zwei Liter Wasser trinken, sei falsch. Jeder solle so viel trinken, wie er wolle. Wie sein Verlangen sei. Zu viel Flüssigkeit könne auch schädlich sein. Und ich überlege so: Gilt das auch für Kater? Die ja auch immer viel trinken sollen, damit die Nieren nicht kaputt gehen. Sagen Tierärzte. Herrlich, wenn ich nicht mehr stinkendes Wasser trinken muss. Denke ich so. Und haue Coco.

    Tja, und nicht einmal meine Gewissheit, dass aufgewärmter Spinat giftig werde, stimmt. Behauptet jedenfalls Laura. Die Allwissende. Ein Koch habe gesagt, früher hätten oft Kühlmöglichkeiten gefehlt. Und wenn der Spinat nicht kaltgestellt werde, bildeten sich Giftstoffe. Ansonsten sei es aber kein Problem: Aufwärmen und essen. Und ich denke so: Zum Glück mag ich kein Grünzeug. Eine absolute Gewissheit. Für mich. Sure.  

    Tja, dann jage ich mal Coco. Spüre mich. Bin Kater. Ganz sicher. Jung. Wild. Und nicht alt. Hole den Stofflappen, den Coco apportiert hatte. Bin gewiss, dass ich schnell geblieben bin. Sagt der gewissenhafte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt, Leute: Chillt!

  • 15. November 2025

    Warum ich nicht dick bin, aber als dick bezeichnet werde

    Altern tue ich von alleine. Für mich mehr oder weniger unbemerkt. Weil schleichend. Für andere, die mich länger nicht gesehen haben. Offenbar erschreckend. Schockierend. „Der ist ja dick geworden“, blamed mich heute tatsächlich eine eigentlich nette Nachbarin, die mich länger nicht gesehen hatte. „Und Charlie, du wirkst auch recht ruhig und gediegen, richtig alt“, fährt sie fort, als Coco an mir vorbei jagt.

    Ja – manchmal geht es eben doch schnell, mit dem Altern. Sage ich mal so, mit meinen zarten dreieinhalb Lenzen. Eben noch – bis zu Moros Tod vor vier Monaten – war ich der Kleine. Und Moro mein großer Katerbruder, war der weise, ruhige, knurrende und langweilige Typ. Ich dagegen: Wild. Ungestüm. Spontan. Angeknurrt.

    Dann kam Baby Coco im September in mein Revier. Ein krasser Wildfang. Selbst aus meiner Perspektive. Unstoppbar. Flausen – oder gar nix? – im Kopf. Und ich dachte plötzlich so: Nervt ganz schön – da sollte wenigstens einer im Chaos cool bleiben: Ich! Was natürlich Kraft kostet. Energie verlangt. Die ich mir hole. Durch Cocos leckeres Kittenfutter. Was kann ich dafür, dass es aufbläht? Rhetorische Frage, die ich zur Sicherheit mal selbst beantworte: Nichts!

    Es gibt einen sogenannten Drogenbeauftragten der Bundesregierung namens Hendrik Streeck. Der CDU-Politiker hat einen ziemlich irren Vorschlag gemacht: Sehr alten Menschen sollten bestimmte, besonders teure Medikamente nicht mehr gegeben werden. Sagt er. Weil das Gesundheitssystem viel zu viel Geld verschlinge.

    Sein eigener Vater habe im Endstadium einer Krebserkrankung extrem teure Medikamente bekommen, die dann auch nicht mehr geholfen hätten. Es gebe bestimmte Phasen im Leben, wo man bestimmte Medikamente nicht mehr so einfach benutzen sollte.

    Und mir wird kalt – denn ich denke so: Wer ist sehr alt? Wo ist die Grenze? Ab wann ist ein Medikament besonders teuer? Werden die Großeltern meiner Bruna künftig nicht mehr bestens behandelt, weil sie älter als 85 sind? Obwohl sie doch eigentlich sehr fit sind. Und mit einem „teuren“ Nierenmedikament weitere schöne Jahre vor sich haben könnten?

    Voll Altersdiskriminierung. Denke ich so. Gibt es doch 50-Jährige, die an unheilbaren Lungenkrebs erkrankt sind – in ihrer Vita steht auch, dass sie seit vier Jahrzehnten täglich 40 Zigaretten rauchen, Fleisch ohne Ende konsumieren und keinen Sport betreiben. Dieser Mensch bekommt die teuren Medikamente, weil er ja relativ jung ist. Während die 90-Jährige, die nie geraucht hat, Sport betreibt und sich vegan ernährt, gegen Niereninsuffizienz nicht das beste, weil teure Medikament erhält?

    Das spaltet. Denke ich so. Zerstört den solidarischen Gedanken, nach dem jeder die bestmöglichen Medikamente bekommen sollte. Anders geht es nicht. Denke ich so. Aber Menschen. Sind eben dekadent. Reduzieren alles oft auf Äußerlichkeiten, obwohl sie doch angeblich so woke und aufgeklärt sind.

    Ich werde also wegen meines angeblich zu dickem Körper von meiner Nachbarin gemobbt. Dabei sehe ich blendend aus. Sage ich so und betrachte meinen nicen Schatten. Mein Pelz ist von Natur aus dick. Gerade vor dem Winter. Sagt der voll schlanke Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute. Und esst, was ihr wollt. Solange es schmeckt. Und altert. In Würde. Oder so.