Mehr als ein Pfingstwunder: Die Reform für die sichere Rente

Wundern kann ich mich trotz aller Unfassbarkeiten immer noch. Und das ist nice. Denke ich so. Während ich auf der Tastatur und vor dem Computer chille, der Felix die Welt bringt. Und via dem er seine journalistischen Erkenntnisse in die Welt hinausposaunt. Über Reformen beispielsweise. Die das Land brauche. Wird da gefordert. Die es aber nicht gebe. Obwohl doch großspurig angekündigt. Und – ja: es muss immer existenziell sein – ohne die das Land unrettbar verloren sei. Wird da geätzt.
Und ich wundere mich, dass allein der Begriff Reform für viele offenbar rundum positive Bedeutung besitzt. Wobei Reformen doch in Zeiten wie diesen, in denen es nicht mehr, sondern weniger gibt, ja eigentlich nur Umverteilung nach sich ziehen. Jemand wird was weggenommen, andere profitieren, insgesamt aber gibt es weniger.

Dass ein solches Ergebnis dann negativ gewertet wird – nun, wenig verwunderlich, denke ich so. Und bin bei meinen Leckerli. Nicht ganz billig offenbar. Jedenfalls gibt es seit einiger Zeit weniger. Mein Reformvorschlag: Coco bekommt weniger, ich wie früher. Wird nicht erhört. Zunächst.
Derzeit klöppelt Felix Beiträge zur Rentenreform in seinen Computer. Alles umstritten. Wie immer. Klar ist: Die Leute werden immer älter. Und diejenigen, die das finanzieren – die Jüngeren – werden immer weniger. Können aber nicht immer mehr zahlen, weil sie sonst nichts mehr zum Leben haben.



Ich habe mal recherchiert: Vor rund 50 Jahren lag die Lebenserwartung bei gut 70 Jahren – das Renteneintrittsalter bei 65. Heute werden die Menschen im Schnitt in Deutschland 81 Jahre – und gehen mit 67 Jahren in Rente. Früher waren die Menschen fünf Jahre im Rente, heute 14 Jahre. Neun Jahre mehr Rente müssen immer weniger Beitragszahler aufbringen.
Kann nicht funktionieren. Das Geld im System wird weniger. Raffe sogar ich. Allein diese Realität aber zu erzählen, sorgt bei vielen für einen verwunderten Aufschrei – wenig verwunderlich: Bei den Älteren. Was es für die Politiker schwierig macht: Denn, wer diese Gruppe verärgert, riskiert, nicht mehr gewählt zu werden.

Nun also tagt eine Rentenkommission, um über dieses heikle Thema zu beraten. Es sickert der Vorschlag durch, das Renteneintrittsalter solle auf 70 Jahre erhöht werden. Was den nächsten Aufschrei produziert. Die meisten Arbeitnehmer würden ein solches Alter gesund gar nicht erreichen, monieren die Gewerkschaften. Faktisch sei das eine Rentenkürzung.
Tja, was dann? Frage ich mich so. Wenn keine Reform, dann muss ein Wunder her. Ein Pfingstwunder. Möge der Heilige Geist erscheinen und sich die Menschen über die Sprachgrenzen hinweg verständigen. Damit alle einsehen, es muss – gerecht – geteilt werden, damit alle bekommen. Zufrieden sind. Denke ich so.

Und sehe, dass meine Leute doch genug Leckerli haben. Uns nur ob ihres Alltagsstresses vergessen hatten. Unfassbar, aber wahr: Wir brauchen keine Reform. Coco und ich haben genug. Sagt der generöse Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Reformiert und wundert euch. Und chillt, Leute!
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