Autor: Hauptstadtkater

  • 2. Dezember 2025

    Der Kampf um die Zahnbürste und der linke Mob in Gießen

    Coco liebt: Zähneputzen. Und ich denke so, da hat sie auch mal recht. Denn: Wer etwas erhalten will, muss es pflegen. Was auch für uns Kater – und Katzen – gilt. Coco ist eben the new way. Mit ihren fünf Monaten. Hat keine Hemmungen zu zeigen, was sie will. Beispielsweise gesund und nachhaltig leben. Wozu eben auch die Zahnpflege zählt. Denn wer hat schon Bock auf Zahnschmerz? Eben!

    Oft erkennt man erst, was etwas bedeutet hat, wenn es weg ist. Das gilt natürlich für Zähne. Aber auch für Menschen. Meine Bruna hatte heute mit den Chören und dem Jugendsinfonieorchester ihrer Schule – rund 220 Jugendlichen – im Berliner Konzerthaus ihr Weihnachtskonzert. Für den einen Chor war fast vier Jahrzehnte ein Mann Dirigent, der vor wenigen Monaten in Rente ging. Und der nun heute erstmals bei einem Konzert nicht mehr dabei ist.

    Seine Nachfolgerin? Nun, die Schülerinnen und Schüler sind sich ziemlich einig: Wenig Ausstrahlung. Keine Power. Ohne Charisma. Der Alte fehlt. Heißt es selten unisono. Über einen, über den sie noch im vergangenen Jahr lästerten, er sei langweilig, zu alt, zu wenig durchsetzungsstark. Immerhin: Der Saal mit seinen 600 Zuschauern tobt trotzdem. Als die Chöre und das Orchester zusammen „Angels Carol“ jubilieren.

    Meine Gedanken schweifen zu Chris, den Onkel meiner Bruna in Gießen. Der will nun die politische Kultur pflegen. Um die Demokratie zu erhalten. Er ärgert sich massiv über den Unions-Fraktionschef Spahn. Der hatte vor zwei Tagen in einer Talkshow am Abend nach den Proteste in Gießen gegen die Gründung der AfD-Jugendorganisation gesagt, der linke Mob habe sich auf dem Straßen Gießens versammelt.

    Chris schreibt an Spahns Büro – 3.000 Zeichen hat er Platz. Dessen Einlassung in dem Talk seien extrem demotivierend für jede demokratisch gesinnte Person, die vor Ort war, heißt es in seinem Text. Denn: Die Proteste seien größtenteils friedlich abgelaufen.

    Spahn und seine Partei ignorierten, dass rund 30.000 Menschen in der Stadt Zivilcourage gezeigt hätten, heißt es weiter. Bezeichnend sei, dass bei diesem Fest bloß zwei Parteien gefehlt hätten: Wenig verwunderlich die AfD – aber eben auch die CDU. „Das macht nicht nur mich traurig. Das ist erschreckend“, schließt Chris seinen Text. Und ich hoffe so, dass Spahn auch mal etwas wie diese Mitteilung selbst liest. Tja, leider sieht mein Nicken niemand.

    Weil alle auf Coco schauen. Die im Arm meiner Bruna liegt. Und mit jener um die Zahnbürste zu kämpfen scheint. Weil sie wie meine Bruna ihre Zähne putzen will. The new way eben. Nach dem Motto: Zähneputzen ist geil.

    Clever, denke ich so. Denn ich weiß, erstens hat sie – Coco – tierischen Mundgeruch. Und zweitens: beim Tierarzt kostet Zahnpflege richtig Knete – allein Zahnstein entfernen um die 100 Euro. Dann besser selbst meißeln. Sagt der konservatorische Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt putzt Zähne. Und chillt, Leute.

  • 1. Dezember 2025

    Der Schmerz, der mich zerreißt

    Trennen, ich kann mich einfach nicht trennen. Es ist so krass, dieser Schmerz, der dann entsteht. Ich könnte heulen, wenn ich heulen könnte. Aber das können Kater eben rein von ihrer Physiognomie her nicht. Ist eh `ne menschliche Besonderheit – dass Tränen mit Gefühlen verbunden sind.

    Nun: Zurück zum Trennungsschmerz, der mich zerreißt. Vor allem, wenn etwas schwindet, was ich liebe. Und ich gestehe: Es ist meine Nuria. Die schon wieder zurück will. In ihr Mäuse-Freiburg. Ich wiederhole: Der Schmerz, der mich zerreißt. Ist schrecklich. Und so halte ich meine Nuria. Fest. Und bin natürlich trotzdem: Extrem sanft. Mit beiden Pfoten. Nehme ich ihre Hand.

    Trennen ist immer shit. Auch wenn behauptet wird, danach fühle man sich wie befreit. Manche vielleicht. Ich. Nicht. Manchmal schmerzt es auch, sich von Gegenständen oder auch Gewissheiten zu verabschieden. Verabschieden zu müssen.  

    Ich sehe Felix, wie er schon nach der Trennung von einigen seiner Bücher voll leidet und sogar flennt. Und noch mehr nach der Trennung von seiner skurrilen Gewissheit, die ewige Jugend gepachtet zu haben. Oder Coco, die dachte, sie dürfe alles – weil Kitten-Schutz. Und nun merkt, dass es eben doch nicht funktioniert, einfach so die mühsam von meinen Alten aufgehängte adventliche Lichterkette runterzureißen – ohne gestraft zu werden.

    Oder Diego, der dachte, er könne beim Hamburger SV anrufen und die würden ihm ein Praktikum mit Kusshand geben. Oder Laura, die dachte, sie könne in unserem Revier satt werden, ohne selbst zu kochen. Oder meine Bruna, die dachte, sie könne sich schminken, ohne dass es ihre Leute sähen.

    Oder der ukrainische Präsident Selenskyj. Der sich vergangene Woche von seinem Buddy und engstem Berater Jermak trennen musste. Nach Korruptionsvorwürfen. Könnte sein Anfang vom Ende sein. Denke ich so. Denn dieser Vorgang zerstört im Inneren und im Äußeren das Wichtigste: Vertrauen.

    Heute erlebe ich einen traurigen Chris. You know: Onkel meiner Bruna, Theater-Prof und Gastgeber von Demonstranten.  Der erzählt, er habe tatsächlich geglaubt, wenn Zehntausende friedlich gegen Nazis demonstrierten, müsse das im Fokus der Berichterstattung stehen. Und nicht die gewalttätigen Auseinandersetzungen einiger weniger, die junge Rechtsextreme auf ihrem Kongress für die Gründung einer AfD-Jugendorganisation in Gießen stören wollten.

    Chris meint – und ich stimme ihm ausdrücklich zu – dass im Fokus der Kritik eben diese Rechtsextremisten stehen müssten. Leute, die die Demokratie zerstören wollen. Die vom Verfassungsgericht als gesichert rechtsextrem eingestuft werden. 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Und dem Ende der Nazi-Hölle. Aber: Unionspolitiker und auch Teile der Medien echauffieren sich über linke Gewalttäter bei den Protesten. Dass da in einer Messehalle der Stadt eine Kaderschmiede der Rechtsextremisten gegründet wurde, geriet ins Hintertreffen. Und stand nicht im Fokus der medialen Empörung.

    Ich merke, wie meine Nuria ihre Finger aus meiner Pfote löst. Mich streichelt und liebkost. Und dann abhaut. Nach Freiburg. Über Nacht. Im kalten Zug. Statt bei mir zu sein. Im warmen Revier. Und ich spüre, wie sich meine Kehle zuschnürt. Trauer. Selbst die Entscheidung, das Angebot als Mäusekater in Freiburg zu arbeiten, abgelehnt zu haben, stelle ich infrage. Sagt der zutiefst gespaltene Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute.

  • 30. November 2025

    Der Katerkönig und Mäusejäger von Freiburg

    Ich soll Mäusejäger werden. Also – in echt. Mäuse aus Fleisch und Blut. Jagen. Habe ein Angebot dafür bekommen. Aus Freiburg. Dort, in ihrer WG, sagt meine Nuria mit aschfahlem Gesicht und zitternder Stimme, sei gestern eine Maus gesichtet worden. Erneut. Wie vor sechs Monaten. Als ein WG-Mitbewohner eine Maus Tage nach der ersten Sichtung mit bloßen Händen fing und sie vor die Tür setzte.

    Nun, wie unschwer zu erraten. Meine Nuria ist anders als ich keine Mäuseliebhaberin. Die anderen in der WG auch nicht. Leid macht kreativ, gemeinsam haben sie eine Idee: Man bräuchte Katzen. Kater. Für die WG. Und plötzlich sei ihnen eingefallen, dass es da ja den Hauptstadtkater gebe.

    Und so hätten sie mich nun kontaktiert. Ob ich mal für eine Woche oder so zu ihnen kommen könnte. Nach Freiburg. Geleast quasi. Und ich so – im ersten Moment, voll geschmeichelt: Cool, klar, wann kann es losgehen, why not? Und dann, nur 27 Sekunden nach der spontanen Antwort: Wie wirklich? Ihr wollt mich? Ich soll Mäuse jagen. Echte? Mit Sehnen und Adern? In der Provinz? Wer bin ich?

    Denkt sich offenbar auch Chris. In einer anderen Provinz: Gießen. Heute ist für ihn der Tag danach: Der Tag nach der großartigen Groß-Demo gegen die AfD und ihrer bekloppten neuen Jugendorganisation. Der Demo-Tag sei wie ein einziger Flow gewesen, das Erlebnis, zu Zehntausenden friedlich gegen die Rechtsextremisten demonstriert zu haben. Nochmals 15 Demonstranten hätten dann die vergangene Nacht bei ihnen im Haus verbracht, erzählt Chris. Tolle Typen mit fantastischem Engagement. Aber irgendwann sei es dann selbst ihm, den eigentlich Unerschütterlichen, zu viel geworden – und er sei weggegangen. Etwas genervt von diesem „wir fühlen uns schon ganz schön wichtig-Gehabe“.

    Wahrscheinlich geht es eben darum, wahrgenommen werden. Denke ich so. Wichtig sein. Wollte auch bei der AfD ein skurriler Typ namens Eichwald, der gestern auf dem Gründungskongress der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland eine Rede hielt, die offenbar voll beabsichtigt an NS-Reichkanzler Adolf Hitler erinnern sollte. Er rief den „Parteigenossen und -genossinnen“ mit rollendem „r“ zu: „Die Liebe und Treue zu Deutschland teilen wir uns hier gemeinsam“ und „es ist und bleibt unsere nationale Pflicht, die deutsche Kultur vor Fremdeinflüssen zu schützen“. Wohl selbst für die Rechtsextremisten der AfD ein Stück zu viel: Die Partei prüft nun seinen Ausschluss.

    Meine Nuria schmeichelt und lässt mich von ihren WG-Mitbewohnern aus Freiburg grüßen. Sagt, sie wollten mich wirklich haben. Und sie gingen fest davon aus, dass ich ihre Maus fangen könne. Das sage sie nicht jeder Katze, die beiden Maine Coon-Katzen ihres Freundes Piet und natürlich auch Coco nämlich halte sie für ungeeignet. Degeneriert. Ich könne Katerkönig von Freiburg werden. Unsterblich.

    Tut so gut, das alles zu hören. Und ich weiß, ich könnte schon. Aber nicht alles, was man könnte, sollte man tun. Denn was würde ich meinen Lieben hier Zuhause mit meinem Weggang antun? Was soll aus ihnen werden ohne mich? Sagt der heimatverbundene Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute.

  • 29. November 2025

    Gönnen können und Blockade der Rechtsextremisten in Gießen

    Gönnen muss man können. Und ich kann. Sehe, wie Coco meinen Platz einnimmt. Auf dem Schoß – meiner Nuria. Die aus dem Revier ihres Freundes Piet endlich wieder zu mir ins Revier kommt. Aber, und so bin ich nun mal, ich denke so: Coco soll auch mal. Etwas von Nurias Aura abbekommen. You see: Ich bin nicht egoistisch. Sondern altruistisch. Und übersetze das dann auch gleich mal: Selbstlos! Nach dem Motto: Wenn es anderen gut geht, geht es mir gut. Und das soll echt kein Blabla sein….

    Und so gönne ich heute mal mein Tagebuch, meine Plattform, meine Follower, dem Onkel meiner Bruna. Chris. Theater-Professor. Und in Gießen lebend. Der mittelhessischen Kleinstadt mit ihren rund 90.000 Menschen, in der sich heute die AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland gründete. Und in die aus ganz Deutschland Zehntausende strömten, um dagegen zu protestieren – und Gesicht zu zeigen. Eine Stadt im Ausnahmezustand.

    Und nicht nur Chris mittendrin, sondern auch sein Sohn – Brunas Cousin – Karl. Als einer der Mit-Organisatoren der Demos. Chris gewährt in seinem Haus 23 Demonstranten Unterschlupf. Die letzten kommen um 2 Uhr, die ersten gehen um 5 Uhr. Erzählt er. Um die Zufahrtsstraßen zur Messe zu blockieren, wo die Rechtsextremen tagen wollen.

    Die Blockade funktioniert. Sagt Chris. Immerhin, die Veranstaltung geht mit zwei Stunden Verspätung los. Letztlich aber doch frustrierend, weil einige AfD-Leute mit Polizeiwagen zum Veranstaltungsort gekarrt worden seien. Sagt Chris. Und ich denke so: Gesichert Rechtsextreme werden vom Staat hofiert? Tell me why?

    Chris ist begeistert von der Stimmung in der Stadt. Weil sie zeige: Da sind Zehntausende der Meinung, Rechtsextremisten haben in Deutschland keine Chance. Erst recht nicht die 1.000 Jung-Nazis in der Halle.

    Chris erzählt: „Den 1000 Jugend-Adler stand allein durch die Omas und Opas gegen rechts eine vielfach größere Menge gegenüber. Die schenkten an die jungen Demonstranten, die die Nacht im Freien verbracht hatten, Suppe, Tee, Kaffee aus. Und die Omas und Opas gegen rechts, die wissen nun wirklich, vor wem sie warnen. Alle wichtigen Kulturakteure Gießens waren da und haben Haltung gezeigt, die aus Gießen stammenden Bands Juli und Ok Kid traten auf, Kraftclub war da. Gießen hat gezeigt, dass es mehrheitlich wehrhaft ist. Alle Akteure haben daraus ein riesiges, interkulturelles, intergenerationelles Fest gezaubert. Wäre schade, wenn das nicht gesehen wird.“

    Ich sehe Bilder im Fernsehen: Wasserwerfer gegen Demonstranten. Bild titelt: „So sieht in Deutschland eine ‚friedliche‘ Demo aus“ und unterlegt die Story mit einem Foto, das brennende Barrikaden zeigt. Desillusioniert nehme ich die sich verschiebenden Realitäten wahr: Medial gepunktet wird mit Krawall, auch wenn der nur punktuell vorkam. Nur eine verschwindend kleine Minderheit beteiligt war. Das friedliche Fest der Zehntausenden, das der bösen Fratze mit einem friedlichen Gesicht antwortet, geht dagegen unter.

    Ich weiß: Um die Stimmung wirklich zu erleben, muss man selbst dabei gewesen sein. Wie die erschöpften, aber auch erfüllten Karl und Chris.  Und so lasse ich denn auch Coco auf Nurias Schoss weiterschnurren. Damit sie selbst diese Experience machen kann. Sagt der zutiefst gönnende Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute.

  • 28. November 2025

    Das ultimative Schnurr-Erlebnis und die weise Schoa-Überlebende

    Ich habe den Schnurrmoment meines Lebens erlebt. Laut, bassig, vibrierend, geradezu melodiös. Kurz: Ganz groß. Meiner Nuria habe ich das zu verdanken. Plötzlich steht sie heute vor mir, extra für mich aus Freiburg angereist. Und ich so: Euphorischer Jump auf ihren Schoß. Ich spüre ihre unnachahmliche Kraulmassage. An den Wangen. Am Kinn. Typical Nuria-Move. Ich schwebe. Spüre, dass ich meine Schnurr-Töne produziere. Und schrecke dann aus der tiefen Trance auf – ich bin zu laut.

    Nun, die Ausstrahlung und Ruhe meiner Nuria übertragen sich. Zwar meint sie, sie sei in Freiburg bei ihrem Liberal Arts-Studium voll im Stress. Aber: Sie ist strukturiert. Weiß schon jetzt, mit welchen Praktika sie den kommenden Sommer verbringt. Während meine Leute hier rumhecheln. Und nicht mal wissen, wo sie Weihnachten sein werden. Was in mir leichte Panik verursacht – denn wenn sie weg sind, was wird dann aus mir?

    Ich hörte, wie Felix‘ Kollege Martin davon erzählte, er habe einen Futterspender für seine Katzen. Da kämen zuverlässig alle paar Stunden ein paar Plocken raus, man könne das programmieren. Sei eigentlich zuverlässig. Eigentlich. Denke ich so. Und erzittere. Vor Wut.

    Höre dann aber wieder meine Nuria. Die erzählt, sie bekomme mehr Zeit für sich, indem sie die sozialen Medien beschleunige. Videos und Audios oder Sprachnachrichten höre sie grundsätzlich mit der doppelten Geschwindigkeit. Um Zeit zu sparen. Da es ja sowieso meist nur doofes Gelaber sei.

    Mittlerweile sei sie aber einigermaßen irritiert bei Gesprächen, die nicht online, sondern tatsächlich real face-to-face liefen: Denn die meisten Leute sprächen so unendlich langsam. Und kämen so selten auf den Punkt. Am liebsten würde sie die Leute vorspulen. Verstehe ich. Natürlich. Schnurr as schnurr can.

    Eine ganz andere Zeiterfahrung machte heute meine Bruna. Die war mit den von ihr als Teamerin betreuten Konfirmanden in der Gethsemanekirche zu einer Veranstaltung mit der Zeitzeugin und Holocaust-Überlebenden Ruth Winkelmann. 97 Jahre, voll fit. Sagt meine Bruna sichtlich erleuchtet.

    Und erzählt: In der Nazi-Zeit wurden Ruths christliche Mutter und der jüdische Vater wegen „Rassenschande“ zwangsgeschieden. Der Vater wurde in Auschwitz getötet. Ruth selbst überlebte – weil sie sich versteckte. Und es Menschen gab, die ihr halfen. Erzählt meine Bruna. Und: Auf die Frage, ob sie Hass verspüre, habe Ruth geantwortet: „Auf wen?“ Auf die Frage, was sie empfehlen könne für ein gutes Leben, habe sie geantwortet: „Genießt die Natur. Ernährt euch gesund.“

    Weise. Finde ich. Und so einfach. Eigentlich. Habe dem mal nichts hinzuzufügen. Auch, weil ich mich dann nicht so auf das Kraulerlebnis mit meiner Nuria fokussieren kann. Sagt der superschnurrende Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute.

  • 27. November 2025

    Der unbeteiligte Dritte und Kampf gegen die AfD

    Mal wieder ruhig werden. Im Chaos der Welt. Denke ich so. Und packe mich auf die Decken, die auf dem Sofa liegen. Wild entschlossen: Mich. Nicht. Stören. Zu Lassen. Sondern einfach mal nur unbeteiligter Dritter zu sein.

    Und so kann ich hören, was meine Leute so labern. Der Cousin meiner Bruna, Karl, reist heute von Berlin nach Gießen. Trotz Stress und vieler Prüfungen im Studium. Er will dort sein. Um gegen die Neugründung der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland zu protestieren. Rund 50.000 Demonstranten werden erwartet.

    Der Mann, der Chef der Organisation werden will, wird vom Verfassungsschutz Brandenburg als gesichert rechtsextrem eingestuft. Typen wie er locken Tausende Jugendliche an. Denke ich entsetzt. Und lächle über Karl. Der auch Menschen anlockt. Für die Demo. Und denke so: So nice. Dieses Engagement. Für die gute Sache.

    Den Leuten der Generation Z, also den um die Jahrtausendwende Geborenen, wird von den Alten ja immer gerne vorgeworfen, sie seien zu sehr auf Individualität gepolt, wollten nicht mehr arbeiten und in der so gewonnenen Freizeit reisen und teuren Hobbys nachgehen. Und ich sehe mal wieder: Krasse Vorurteile. Viele Z-Leute sind trotz der ganzen Krisen in der Welt nicht desillusioniert. Und bringen sich ein. Voll engagiert. Zum Glück.

    Aber schnell sinkt meine Stimmung wieder – denn da ist die nächste schräge US-Russland-Story: Einige Medien veröffentlichten ein Transkript eines offensichtlich geleakten Telefonats zwischen dem US-Sondergesandten Witkoff und dem russischen Präsidentenberater Uschakow. Mitte Oktober soll das knapp fünfminütige Gespräch geführt worden sein.

    Der US-Mann gibt darin dem Russen Tipps, wie Kremldespot Putin seine Bedingungen für eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg am besten US-Präsident Trump verkaufen könne. Er solle einfach Trumps 20-Punkte Gaza-Friedensplan als Vorbild nehmen, sagt Witkoff. Trump damit schmeicheln. Und sagen, dass es so ähnlich wie in Gaza auch mit der Ukraine funktionieren könne.

    Uschakow bedankt sich für die Tipps und verspricht, die Infos an seinen Chef weiterzugeben. Vor wenigen Tagen nun wurde der angebliche US-Friedensplan mit 28 Punkten für die Ukraine bekannt – ein Plan, der sich für viele wie eine russische „Wunschliste“ liest.

    Und ich denke so: Wie absurd: Da gibt der Amerikaner dem Russen Tipps, wie der Ober-Amerikaner am besten überzeugt werden kann. Ekel erfasst mich. Aber, stopp – heute soll mein ruhiger Tag sein. Siehe oben. Also lausche ich Diegos Geschichten. Der will beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV ein Sport-Managementpraktikum machen. Er will zwei Monate, der Verein drei bis sechs Monate.

    Natürlich sei das Praktikum unbezahlt, meinen Vereinsvertreter. Und nebenbei sei es unmöglich, was zu verdienen, denn er werde voll eingespannt sein. Und ich denke an die kickenden Millionarios. Durch deren Gehälter es offensichtlich nicht möglich ist, den „tatsächlich“ Arbeitenden ein paar 100 Euro zu lassen. Egal, Diego freut sich. Und ich auch. Geld ist eh überbewertet. Denke ich so.

    Wichtig sind Ruhephasen. Und Leckerli. Sagt der tiefenentspannte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute.

  • 26. November 2025

    Der transzendente Kater und Übersinnliches im Revier

    Wenn Coco so vor mir hin- und her hüpft, löst sich ihre Gestalt irgendwann auf. Schemen, Schatten, sehe ich nur noch. Denke, auch Kater können wie Gespenster wirken. Übersinnlich. Und ich kann auf sie reagieren. Weil ich immer einen Schritt vor ihr bin und antizipiere, was sie so vorhat.

    Wenn ich mich auf sie konzentriere. Merke ich, dass ich im Vorhinein weiß, wohin sie mich schlagen wird. Und weiche geschickt aus. Und sie? Staunt. Über mich – wenn das eine Katze könnte. Besser: Sie guckt deutlich irritiert. Ob ihrer Fehlschläge. So interpretiere ich ihren Gesichtsausdruck jedenfalls.

    Ich weiß, dass es andere Verbindungen zwischen Lebewesen gibt als die bekannten. Also, Sprache, Blicke, Gestik, Mimik…. Wenn Felix die Balkontür öffnen will, sitze ich bereits minutenlang davor. Um auf den geliebten, weil verbotenen Balkon zu gelangen.

    Wenn meine Bruna nach Hause kommt, steht Coco schon minutenlang und kötergleich vor der Tür – und wartet auf sie. Funktioniert auch unter Menschen: Wenn Laura sich vornimmt, ihre Cousine anzurufen, die sie seit Monaten nicht gesprochen hat, meldet die sich prompt zuvor. Verantwortlich dafür: Irgendwelche Schwingungen. Denke ich so. Übersinnlich. Nicht physikalisch zu erklären. Und weiche Cocos nächstem Schlag aus.

    Nun, die Oma meiner Bruna, Lotte, erzählt, sie habe gestern eine aus Indien in den 1960er Jahren von einer Indienreise mitgebrachte Elefantenskulptur ihrer Mutter in der Hand gehabt. Und habe sich an sie erinnert, wie sie in Kriegszeiten ohne Mann drei Kinder großgezogen habe. Vorhin rief Oma Lottes Schwester an. Und erzählt, sie habe ein Fotoband über Indien durchgeblättert. Und dabei intensiv an ihre Mutter und Lotte denken müssen. Energie.

    Heute sagte der Dirigent des Jugendorchesters meiner Bruna, in diesem Jahr werde wohl keine Reise gemacht. Er müsse immer alles organisieren, an seinen freien Wochenenden. Und die Finanzierung – auch dafür sei er verantwortlich. Sehr, sehr viel Energie benötige er. Den Dank erfahre er indirekt – Jugendliche, die mit leuchtenden Augen von ihren Erlebnissen in Brasilien berichten. Welt so kennenlernten. Und ich denke so: Wie schade, dass sich niemand berufen zu fühlen scheint, da mal mitzuhelfen: Geldgeber vor allem…

    Meine Bruna kommt vom Konfi-Unterricht. Da betreut sie als sogenannte Teamerin die Konfirmanden. Hete war eine Bestatterin da. Die erzählt habe, dass Hinterbliebene der Gestorbenen – wenn sie wollen – die Leiche waschen und ankleiden können. Um nochmal Kontakt aufzunehmen. Ins Jenseits. Denke ich so.

    Und dann peitscht mal wieder Cocos Pfote in meine Richtung. Ich biete ihre meine rechte Flanke. Damit sie endlich Ruhe gibt. Sie trifft. Und ich atme durch. Sagt der transzendente Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute. Und sucht das Übersinnliche.

  • 25. November 2025

    Ich liebe Tolstoi und Putin liebt den Krieg

    Natürlich bin ich auch ein Bildungskater. Ein Fan der russischen Literatur. Also, der alten russischen Literatur. 19. Jahrhundert, you know? Leo Tolstoi. Krieg und Frieden. Mein Werk. Ich liebe es. Weil es so aktuell ist. Und jeder Leser wissen müsste: Gewalt ist shit. Bringt nur Leid und Schrecken. Also her mit dem Frieden.

    Und ich kugle mich mit Coco durchs Revier. Weiß manchmal nicht, wo Frieden aufhört und Krieg beginnt. Wenn sie mir die Zähne in den Pelz schlägt. Die Krallen um die Ohren haut. Ich dann aber spüre – und sehe: Okay, die Krallen sind eingezogen. Und dann noch als Zusatz eine Coco-Entschädigung: Ihre warme, raue Zunge, die über meine Nase gleitet. Also: Frieden. Kein Krieg.

    Kremldespot Putin scheint Tolstoi nicht zu kennen – oder fehlzuinterpretieren. Er lässt weiter töten. In der Ukraine. Obwohl gerade der US-Friedensplan verhandelt wird. Von dem Putin behauptet, der sei eine Verhandlungsgrundlage. Klar, weil er ja offenbar aus russischer Feder zu stammen scheint.

    Die Europäer und die Ukrainer haben nun mit den USA nachverhandelt. Klar sei, dass die Ukraine im Falle eines Friedens robuste Sicherheitsgarantien haben müsste, fordern sie. Was wiederum bedeutet, dass beispielsweise internationale Truppen in der Ukraine den Frieden absichern. Und dem Land weiter Waffen geliefert werden.

    Auf jeden Fall müsse die Souveränität des Landes gewährleistet sein, heißt es weiter. Und die Ukraine müsse selbst entscheiden, ob sie dann für einen solchen Plan stimme. Es dürfe keinesfalls über ihren Kopf hinweg entschieden werden.

    Klar, die Russen sind über die Nachverhandlungen nicht amüsiert. Europa habe bereits die Chance gehabt zu vermitteln und diese völlig versemmelt. Heißt es aus dem Kreml. Und: Moskau schätze nun eher Vermittler wie Belarus, die Türkei, Ungarn oder auch die USA. Und ich denke so – Staaten, angeführt von lupenreinen Demokraten – wie Putin selbst einer ist. Oh weia, die Despoten der Welt versammelt. Gruselkabinett.

    Dabei könnte es doch alles so schön sein. Wenn es allen so gut ginge wie Coco und mir. Und unserer einzigen Sorge, ob wir genügend Leckerli bekommen haben. Oder auch meine Leute. Also, materielle Wünsche hätten sie eigentlich nicht mehr. Sagt Felix so lapidar dahin.

    In seinem Kleiderschrank türmten sich nette und edle Shirts und Hosen – davon könnten noch zwei weitere Generationen zehren. Und Bücher habe er nun massiv ausgemustert. Denn zu mehr als Staubfängern seien die eh nichts nutze.

    Und. Ich. Bin. Entsetzt. Ob dieser Dekadenz. Springe auf die Kiste mit den ausgemusterten Büchern. Sehe das Cover von Tolstoi: Zerre Krieg und Frieden wieder raus. Es darf nicht wahr sein. Denke ich so. Wahnsinn. Selbst Felix. Verblendet.

    Weiter kann ich nicht denken. Spüre den stechenden Schmerz in meiner Flanke. Sehe Coco über mich kugeln. Ihre Kralle in meiner Seite. Spüre ihre spitzen Zähne. Spüre weitere Emotionen in mir steigen. Ärger. Wut. Verliere die Contenance. Und beiße zurück. Fest. Sie kreischt auf. Wild. Laut. Tut so gut. Sagt der kriegerische Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute. 

  • 24.November 2025

    Wer bin ich und Lauras Suche nach dem Ich der Vergangenheit

    Früher war ich wild. Wollte nur spielen. Toben. Die ganze Zeit. An Angeln hängende Mäuse jagen. Wollte wie ein Pelzkragen um den Hals meiner Bruna hängen. Wollte meinen großen Bruder Moro piesacken. Und natürlich – ich wollte Leckerli. Heute will ich nur noch Leckerli. Der Rest ist abhandengekommen. Und ich kann kaum glauben, dass ich vor nicht allzu langer Zeit offenbar ein anderer Kater gewesen war.

    Behauptet auch Diegos Freund Bruno. Der länger nicht in meinem Revier war und nun sagt, er habe mich als schlanken, ranken Kater in Erinnerung, der spielfreudig mit ihm rumgetollt sei und dann endless gekuschelt habe. Er erkenne mich kaum wieder, wenn ich so bocklos von der Welt davon schreite. Und ich ahne, dass das nicht unbedingt ein Kompliment ist. Für mich. So wie Bruno guckt.

    Und ich kann mich nur trösten, indem ich mir sage, dass der Typ nun auch nicht allzu krass ist. Denn er ist der Mann mit der kaputten Schulter. Den eine kleine Welle in Peru aus dem Gleichgewicht riss. Und ihn zu Boden stürzen ließ. Zerschmettert. Die Schulter. Dereinst. Im August.

    Nun. Ich will nicht bösartig sein. Eigentlich ja auch so eine typische Alterseigenschaft. Und wende mich Laura zu. Die sich mit demselben Thema beschäftigt wie moi. Sie fragt sich, was sie denn früher wohl für ein Mensch gewesen sei. Sie sei sich aus heutiger Sicht darüber gar nicht mehr so im Klaren.

    Denn früher, so als 25- oder 30-Jährige, hätte sie sich nie vorstellen können, mal als Erzieherin zu arbeiten. Drei Kinder, zwei Katzen und einen Mann versorgen zu müssen. Damals habe sie eher von so was wie Selbstverwirklichung als Künstlerin und Frau gedacht. Wenngleich sie heute auch nicht mehr wisse, was sie sich darunter konkret vorgestellt habe.

    Klar, auch Familie irgendwie. Sagt Laura. Trotzdem sei es komisch. Da sie denke, dass ihr jetziges Lebensgefühl so sei wie damals. Also klar, mit viel mehr Erfahrungen. Und Lebensdellen. Aber eben, das Innere, das Feeling, das fühle sich gleich an. Wie mit 30. Sie könne kaum glauben, jetzt Mitte 50 zu sein.

    Aber auch klar, sie sei völlig anders drauf als damals. Die Veränderungen aber schreiten offenbar so schleichend voran, dass man sie selbst gar nicht bemerkt. Bewusst. Und nur noch staunt. Über sich. Sagt sie.

    Ich erahne, was sie meinen könnte. Goutiere, dass Bruno mich trotz seiner Abneigung streichelt. Und liebkost. Ohne Ende. Höre, dass Russland den von den Europäern überarbeiteten US-Friedensplan für die Ukraine ablehnt. Naturally.

    Und sehe, dass Coco es sich auf dem Abwasch bequem macht. Liegt auf dem Abtrockenhandtuch. Zwischen Kaffee-Siebträger und Reibe. Mit kirrem Blick. Allzeit bereit zum wilden Spiel. Pubertier eben. Sagt der erwachsene Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute.

  • 23. November 2025

    Der Schrei und nackte Saunaerlebnisse

    Der Schrei. Nach Liebe. Aufmerksamkeit. Oder vor: Verzweiflung? Ich weiß nur: Ich kann Coco endlich mal verstehen. Wie sie da so posiert. Und ihr Maul weit aufreißt. Oder ist es einfach nur ein Gähnen? Egal. Ansteckend ist ihr Verhalten aber. Merke ich so. Als ich meinen schmerzenden Kiefer spüre.

    Meine Alten, Felix und Laura, weilen irgendwo in Hamburg. Chillen. Eigentlich also gut. Sind lernfähig. Wenn es darum geht, wie man gut lebt. Nun: Auch sie mögen es heiß. Wie ich. Sehr heiß sogar. Vergnügen sich in einer Sauna. Enjoyen da, wie sie hernach erzählen. Im Ruhebereich. In dem es erst mal ruhig ist, aber dann entsteht Unruhe.

    Zwei Leute kommen rein. Mit Rede-Reiz. Klar, sie unterhalten sich leise. So leise, dass in der Stille jedes Wort sich vielfach zu verstärken scheint. Und zu verstehen ist. Die Themen: Schmecken Burger in Leipziger Hotels? Oder: Ist es spannend, ohne Begleitung in einem Restaurant zu dinieren – weil man dann die Chance hat, Fremde zu stalken?

    Felix und Laura sind genervt. Was tun? Alle sich bietenden Optionen sind nervig: Nackt vor die Redenden treten und bitten, noch leiser zu reden – mit der Gefahr einer rüden Abfuhr? Oder gewähren lassen – locker bleiben, obwohl man selbst sowas von unlocker ist? Und der Nervfaktor sekündlich steigt? Irgendwann gehen die Speaker in eine Sauna. Ruhe. Und ich sehe, einfach mal was aussitzen, kann zur Lösung beitragen. Denn Mensch ist, egal wie es ist, immer unzufrieden. Liegt vielleicht in seinen Genen, denke ich weiter. Denn ohne Unzufriedenheit kein Fortschritt.

    Ob das stimmt? Ich spüre, dass ich es nicht kontrollieren kann. Mein Maul öffnet sich. Weit. Tiefes Ein- und Ausatmen. Tut so gut. Cocos Schrei. Ist berechtigt. Auch mit Blick auf den „Friedensplan“ der USA für die Ukraine. Mittlerweile stellt sich die Frage, wer diese 28 Punkte für „Frieden“ überhaupt formuliert hat.

    In den USA gibt es widersprüchliche Angaben dazu. Die Regierung behauptet, es sei ein US-Plan. Natürlich. Andere, sogar Republikaner behaupten, der „Plan“ sei eine Wunschliste Russlands. Von Moskau ausformuliert und der Administration von Präsident Trump übergeben.

    Nicht ganz unglaubwürdig. Denke ich so. Denn das Papier verlangt von der Ukraine große Zugeständnisse, während Russland so seine Kriegsziele auf diplomatischem Weg erreichen könnte – unter anderem den Gewinn von Gebieten, die es im Krieg gar nicht erobern konnte.

    Nichtsdestotrotz: Trump poltert ob der ukrainischen Zurückhaltung auf seinen „Plan“, das Land sei undankbar. Und Europa, so der US-Präsident, sei Mitschuld am Krieg. Da es diesen indirekt mitfinanziere, weil es weiter Öl von Russland kaufe. Und ich denke so: Da hat Trump ein Pünktchen – zwar gibt es in Europa Importverbote für russische Kohle und russisches Öl – aber es gibt auch Ausnahmeregelungen.

    Coco und ich reißen unsere Mäuler mittlerweile im Duett auf. Schreien. Nimmt Druck. Ist so entspannend. Sagt der gähnende Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute.