Schaukeln bis zum Kotzen – Spielplatz-Erlebnisse mit Trump und Putin

Es geht um die Leichtigkeit des Seins. Um die Unbekümmertheit. Ganz offensichtlich lässt sich das alles besonders gut auf Spielplätzen (wieder) entdecken. He he. Really. Schaut auf meine Bruna. Die derzeit bei ihren Großeltern Volker und Lina in Isernhagen weilt. Und dort auf den Spielplatz ihrer Kindheit stürmt, schaukelt, rutscht, karussellt und seilbahnt.
Großartig sei das gewesen. Sagt sie hernach. Eine Reise in die Vergangenheit. In eine Zeit ohne Druck, Stress und Sorgen. Und ich denke so: Nun, typisch Mensch, glorifiziert mal wieder die Vergangenheit. Denn hey, wird doch immer wieder beklagt: Auch Kinder hätten schon viel zu viel Druck. Und Sorgen. In der Kita, beim Wechsel auf die Schule, in Vereinen oder auch unter Freunden.

Aber klar, ick weeß, der Druck, steigt an – proportional zum Alter. Und wahrscheinlich ist es so: Wer auf den Spielplatz zurückkehrt – der kann Druck ablassen. Täte ja so einigen ganz gut. Man stelle sich mal vor, Trump, Putin, Xi, Selenskyj und Merz müssten jeden Tag nur zehn Minuten lang mal schaukeln. Also: Schaukeln für den Frieden. Für mehr Diplomatie.
Ja, die gute alte Diplomatie. Die ja nicht mehr so richtig zu funktionieren scheint. Siehe USA: Der einst größte Ukraine-Unterstützer versteht sich mittlerweile eher als Vermittler im Ukraine-Krieg. Seine Vertreter pendeln auf der Suche nach Frieden zwischen Russland und der Ukraine. Aber: Sie lassen sich beim Pendeln immer stärker vom vermeintlichen Schwergewicht mitziehen: Von Kremldespot Putin.

Trump behauptet nun tatsächlich, Russland verhalte sich in dem Krieg ja anständig und unternehme kaum etwas gegen die Ukraine. Während russische Raketen in der Ukraine erneut zahlreiche Menschen töten und verletzen. Es ist so weird. Dass das Opfer zum Täter gemacht wird, der Täter zum Opfer. Denn Russland fiel im Februar 2022 in die Ukraine ein und terrorisiert seitdem das Land. Und Putin hätte jederzeit die Chance, den Krieg zu stoppen.
Tut er nicht, weil er seine Maximalforderungen noch nicht durchsetzen konnte. Und er Trump auf seiner Seite weiß. Denn der dealt mit ihm, umgeht dafür eigene US-Sanktionen, um wie ein Junkie irgendwie an seinen Stoff zu kommen – Diesel.

Er glaubt, damit die Preise auf dem heimischen Markt zu senken und seine Bürger gnädig zu stimmen – gerade mal zwei Wochen vor den Zwischenwahlen. Wo seine Republikaner Umfragen zufolge vor einer Niederlage stehen. Um Putin zu gefallen, basht Trump Selenskyj. Zugleich stocken wichtige US-Hilfslieferungen für die Ukraine, Warnungen vor ballistischen Raketen aus Russland bleiben aus und das Starlink-Satelliteninternet ist gedrosselt.
Unbeabsichtigt, die blöde Technik, erklären die USA. Und ich denke so: Hej, jetzt verarscht doch die Welt nicht so plump. Obwohl: Genug Menschen glauben ganz offenbar diesen Schwachsinn. Und dann offenbart Trump sein wahres Gesicht: Die USA hätten der Ukraine viel gegeben, sie den USA aber nichts. So tickt dieser Typ. Denke ich so. Es geht nur ums Geld. Werte kennt der Mann nicht. Wie auch, wenn der Mann selbst keine hat.

Also, denke ich so, alle zurück auf Los, äh, zurück auf den Spielplatz: Und dann – entweder: Schaukeln bis zum Kotzen. Oder bis zur Vernunft. Denke ich so. Selbst auf einem Schaukelpferd sitzend. Neben mir Coco. Und meine Bruna. Die ihre Schule mitsamt Alltagsstress der Muddastadt vergessen hat. Sagt der hüpfende Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Entdeckt das Kind in euch. Und chillt, Leute!
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