Bäng! Wie Coco (fast) einen Handwerker tötete und ich zum Liebhaber des israelischen Films werde

Bäng! Coco kreischt. Rast aus dem Spüleversteck, springt in die Luft, alle Viere von sich gestreckt. Ihr gegenüber der Handwerker, der einen Schrei ausstößt, zweieinhalb Oktaven tiefer als sie. Synchron mit Coco aufspringt. Entsetzen in den Augen, als ob der Leibhaftige hinter ihm her wäre.
Wer von den beiden sich stärker erschreckt, wage ich, der unabhängige Beobachter, nicht zu entscheiden. Aber welch herrliches Exempel dafür, was aus Kleinmut passiert. Oder aus Angst. Denke ich so mit Blick auf Coco.
Denn die verzog sich nach dem Türklingeln sofort in ihr Versteck unter der Spüle. Und der Handwerker kam. Um das Rohrsystem unter eben dieser Spüle zu reparieren. Der Rest – nach dem für beide überraschenden Zusammentreffen – ist oben erzählt.
Ich bin da eher auf einem anderen Trip. Fühle mich als Kater Furchtlos. Der selbstbewusst Dinge annimmt. Denn ich habe selbst erfahren: Man fühlt, wie man ist – oder andersrum. Also: Wenn ich selbstbewusst auftrete, fühle ich mich besser. Strahle das auch aus. Und die anderen glauben das sogar. Was mich dann sogar weiter beflügelt.

So, nun Schluss mit der Küchenpsychologie, sorry. Ist natürlich alles leicht daher geplappert. Trotzdem noch ein Tipp: he he Wer sich zum Kotzen fühlt, nutze den Mark-Carney-Faktor. Carney, das ist der kanadische Premier. Jener Typ, der US-Präsident Trump Contra gibt. Und die Vision einer neuen demokratischen Welt mit der EU skizziert. Wenn ich an ihn denke, fühle ich mich gut. Yes.
Und ich denke so: Es ist eben extrem wichtig, dem Bösen Grenzen aufzuzeigen. Damit es sich nicht ermutigt fühlt, iweiter zu expandieren. Da sind die beiden israelischen Regisseure Yuval Abraham und Rachel Szor. Die haben vor wenigen Tagen beim Venedig-Festival für ihren Dokumentarfilm „Naza“ – übersetzt: Kollateralschaden – nicht nur einen Spezialpreis der Jury gewonnen, bei der Premiere ihres Werks applaudierte das Publikum 25 Minuten.

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