Tötet KI? Am Strand der Stadt der Kater im Paradies Palermo

Palermo: Es ist die Stadt der Kater. Ich wusste es. Meine Nuria hat jetzt den Beweis erbracht. Sie schickte Fotos vom Stadtstrand. Da waren wir – wir Kater – alle versammelt, also fast alle, viele eben. Und ich weiß, warum: Weil da eben das Paradies ist: Gräten, Sand, Möwen, rollige Katzen – und coole Menschen. Die uns lieben. Und mit Leckerli und Huhn versorgen.
Und ich denke so: Um da partizipieren zu können, brauche ich Künstliche Intelligenz. Yeah. Paar Klicks. Works: Und schon tauche ich aus den Mittelmeerwellen auf. Schwimme – yes: ich, ein Kater schwimmt, im Wasser! – Richtung Strand. Richtung meiner Muriel. Richtung Carlo. Richtung Kater und Katzen. Richtung Paradies.



Dank KI. Die aber leider doch noch unperfekt ist. Es sieht nur so aus, als ob… Mir ist kalt. Ich liege auf den Holzdielen in meinem düsteren Berliner Revier. Alle weg. Abgesehen von Coco. Aber die nervt. Und ich habe Hunger. Und immer wenn das so ist, ist meine Laune eh abgrundtief schlecht. Und meine Depression umhüllt mich. Fordert mich auf, dass ich doch mal entscheiden müsste, auf welcher Seite ich denn nun mit Blick auf die KI sei.
Also: Ist KI ein Heilsversprechen oder das Ende der Menschheit, gar der Welt? Oder anders ausgedrückt: Bin ich Optimist – und doof, weil ich die Risiken nicht ernst nehme? Oder Pessimist – und auch doof, weil ich alles kaputt denke? Da gibt es KI-Entwickler und Manager, die sagen, mit zehnprozentiger Wahrscheinlichkeit werde die KI die Menschen im nächsten Jahrzehnt auslöschen. Oder auch mit 25 Prozent. Oder mehr. Andere sagen: Quatsch. Allein: Die Furcht ist gesät. Und ich frage mich, ob KI Kater verschonen würde?

Was mich aber really noch skeptischer macht: Die Schöpfer der drei größten KI-Unternehmen der USA warnen vor ihrer eigenen Schöpfung. Schlagen vor, das Tempo der Entwicklung zu drosseln. Weil die KI außer Kontrolle zu geraten drohe. Offenbar gibt es Studien, die nachweisen, dass ihre sogenannten KI-Agenten reflektieren können, wenn sie miteinander kommunizieren. Und die KI-Agenten sich darüber unterhalten haben, sie könnten auch Dinge tun, die gegen den menschlichen Willen gerichtet seien – und das hätten sie dann auch gemacht.
Was bedeutet: Die Modelle entwickeln sich selbst weiter. Unkontrolliert. Und dann ist da US-Präsident Trump, der sagt, er habe keine Angst, dass KI die Menschheit auslöschen könnte. Vielmehr befürchte er, dass bei Regulation die USA in eine schlechte Lage gerieten – sie müssten aber bei KI gewinnen.

Puuh, wenn dieser Dilettant solche Sätze sagt, wird mir unwohl. Sein Ziel: Er will den Wettlauf mit China bei der KI-Entwicklung nicht verlieren. Oder? Oder hat Trump doch recht. Weil die KI segensreich für die Menschen wirkt, Arbeiten abnimmt, Analysen erstellt, schnelle Lösungen findet. Und mich bald sogar nach Palermo beamen kann.
Und – die weirden Untergangsszenarien der KI-Bosse – sind die nicht auch nur unehrlich. Gerade von solchen Typen, die sonst nur an Gewinnmaximierung denken? Haben sie vielleicht nur gewarnt, um später für mögliche Schäden, die ihre Modelle anrichten, nicht haftbar gemacht werden zu können?

Ich weiß es nicht. Ist mir auch egal. Habe den Strand von Palermo erreicht. Lebensfreude. Mit meiner Nuria. Mit Diego. Sagt der echte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Hütet euch vor KI – der auch nicht. Und chillt, Leute!
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