Wie Killer-Roboter Madonna töten und ich meinen Schatten schlage

Ich bin schnell. Mein Schatten ist schneller. Es ist so wie bei der Entwicklung von Technik und ihrer Regulierung. Letztere ist immer langsamer und hinkt hinterher. Und so kommt es, dass verschiedene Staaten längst Killer-Roboter entwickelt – Maschinen, die autonom sehen und entscheiden, wo welche Menschen zu töten sind.
Längst müsste die Weltgemeinschaft Regeln entworfen haben, um diesen Horror zu begrenzen und zu verbieten. Sie tut es aber nicht. Und ich schaue Richtung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, wo längst KI-gestützte Drohnen eingesetzt werden, um Ziele auch weit im Hinterland des Gegners zu zerstören.

Was möglich ist, wird umgesetzt. Im Wettlauf um Macht. Denke ich – erschöpft. Und das, obwohl Wissenschaftler vor ihrer eigenen Forschung warnen und Grenzen fordern. Umsetzen müssen das: Politiker. Die meist wegschauen. Oder sich offenbar machtlos fühlen.
Und ich höre von einer Kooperation der Ukraine und Großbritanniens. Die beiden Länder haben ein Abkommen zur militärischen Nutzung von KI abgeschlossen. Dabei – so sagen sie – soll es in erster Linie um Schutz gehen. Und in zweiter Linie? Frage ich mich so.

Nun, die Ukrainer wollen den Briten Millionen Aufnahmen von Schlachtfeldern überlassen, die die Ukraine dafür nutzt, autonome Drohnen zu trainieren. Die Briten wollen die Ukraine im Gegenzug durch ihre Wissenschaft und Technik bei der Entwicklung unterstützen. Zuvor hatte Großbritannien der Ukraine schon Waffensysteme geliefert, mit denen Ziele tief in Russland attackiert werden konnten.
Und ich frage mich so: Was sind autonome Drohnen anderes als Killer-Roboter. Ich bin sicher, dass solche auch in Diktaturen und Autokratien produziert werden, die Forschung auf Hochtouren läuft. Andererseits: Selbst wenn es Regeln gäbe – wer glaubt schon, dass solche von Staaten wie Russland, China, Nordkorea oder den USA anerkannt würden? Nur jene, die auch glauben, Kater könnten sprechen. Denke ich so. He he.

Ich höre Musik. Brauch ich manchmal, um runterzukommen. „Like a prayer“ von Madonna, moderne Vision, sehr cool. Und was erzählt da der Radiomoderator? In Australien sei es derzeit das meistgespielte Stück im Radio, Platz 4 der Charts. Doch künftig werde es nicht mehr gelistet. Weil: Gesang und Schlagzeug seien KI-generiert.
Ich fresse Gras – weil ich kotzen will. Ich mag tatsächlich KI. Will es aber nicht mögen. Solche Musik. Aber wenn die Ergebnisse genau so gut oder sogar besser als die von Menschen sind? Frage ich mich.

Und schlage voller Frust meinen Schatten, der von der Wand fällt. Als ich springe. Treffer versenkt. Manchmal kann man also doch schneller sein, als man so dachte. Und das Unmögliche schaffen. Sagt der technikaffine Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Kämpft für KI-Regeln. Und chillt, Leute!
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