Warum Trump Argentinien nicht zum Weltmeister machte

So sehen Sieger aus! Yeah! Denke ich so. Als ich die letzten Live-Bilder dieser komischen Fußball-WM sehe. Und US-Präsident Trump erblicke, wie er neben dem spanischen Team auf dem Siegerpodest stehenbleibt. Und nicht einmal sein Buddy, Fifa-Boss Infantino es schafft, diesen Egomanen von der Bühne zu holen.
So stemmt das spanische Weltmeister-Team den Pokal empor – und etwas debil wirkend steht Trump daneben. Und ich denke so: Häh, der feiert mit Spanien? Spanien, das Land, das er von allen europäischen am meisten hasst. Dem er Sonderzölle androht, weil die US-Luftwaffe ihre Militärbasen auf spanischen Territorium nicht für ihre Angriffe auf den Iran nutzen darf? Und dort mit Pedro Sanchez ein Sozialdemokrat regiert?
Immerhin, Spanien scheint nach seinem 1:0-Sieg gegen Argentinien Weltmeister zu bleiben. Es ist nicht so, wie ich in Erwägung gezogen hatte, dass Trump die Siegerehrung dazu nutzt, ein Dekret zu unterschreiben, durch das Argentinien nachträglich zum Sieger und Weltmeister erklärt wird.

Da Trump ja eigentlich klar gemacht hatte: Er will, wenn schon die USA trotz seines Eingreifens (you know: er hatte ja insistiert und durchgesetzt, dass für einen US-Spieler nach einer roten Karte die Sperre von einem Spiel aufgehoben wurde) nicht gewinnen kann, dass dann wenigstens Argentinien Weltmeister wird.
Warum? Weil es das Land mit dem dann auf jeden Fall größten Fußballer aller Zeiten ist: Messi. Und das zu ihm passt – dem seiner Ansicht nach größten Politiker aller Zeiten. Und: Argentinien ist zudem das Land, in dem sein Freund, der Rechtspopulist Milei mit Kettensäge regiert.

Meine Erkenntnis: All das scheint Trump dann doch irgendwie egal. Egal also, ob Spanien, Argentinien oder die USA gewinnt – Hauptsache, er ist auf Seiten der Sieger. Und so steht der orangefarbene Mann neben den hüpfenden Spaniern in ihren roten Trikots.
Spricht, er habe gedacht, die USA seien kein Soccer-Land, aber das seien sie wohl doch. Schon die nächste WM sollte doch wieder in seinem Land stattfinden – aber ohne Kanada und Mexiko wie in diesem Jahr. Oh Mann, denke ich so. Soll der Alte neben den Spaniern tanzen. Und auf den Siegerfotos mitposieren.


Ich lasse Coco ja auch auf meinem Platz sitzen – oben auf dem Wäscheständer. Lasse sie fauchen. Und denke so: Gut gebrüllt, Löwe! Mögen Katzen und Menschen wie sie denken, sie hätten gewonnen. Wenn sie so glücklich sind. Why not? Sagt der ebenfalls glückliche und weltmeisterliche Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute!
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