Die unendliche Crux mit dem Wetter in der Hitze der Nacht

Ich habe da eine weitere unendliche Story: Wetter und Mensch. Wenn’s regnet, stöhnt Mensch. Wenn’s sonnt, leidet Mensch. Wenn’s kalt ist, fröstelt Mensch. Wenn’s warm ist, schweißt Mensch. Ok, jetzt ist es heiß. Und Mensch spricht von Unwetter. Really. Hitze gleich UNWETTER.
Bei keinem anderen Unwetter würden so viele Menschen sterben wie bei Hitze. Sagen Experten. Mehr als 30 Grad – Coco und ich lieben diese Temperaturen. Trotz Pelz. Ok, ich räume ein, ich gebe gerade viele Haare ab, damit es nicht zu hot wird. Und ok, meine Leute sind ob der Fellballen auf Teppich und Laminat genervt. Aber ich sehe, sie genießen das Wetterchen samt Wärme nicht, für das sie noch vor Kurzem Tausende Euro ausgaben, um es in Spanien oder der Karibik lobpreisend auszuhalten.

P.S.: Also eigentlich sind sie, meine Leute, ja sogar für das aktuelle Wetterchen hierzulande mitverantwortlich. Weil sie das Klima durch ihre Flugreisen aufheizten – Stichwort: ökologischer Fußabdruck. Was mich zum P.P.S. führt: Vor dem Klimawandel haben Experten schon vor langem gewarnt. Kaum einer hörte zu. Abgesehen von den Fridays for Future-Leuten. Aber die will ja auch kaum noch einer hören.
Weil Klima wohl zu abstrakt ist. Und weil Greta Thunberg und Co. lieber für Palästina und gegen Wehrpflicht demonstrieren. Wobei ja nun doch auch wieder alles mit allem irgendwie zusammenhängt – sprich: Ohne Systemwechsel kein Klimaschutz. Es führt zu weit. Und ist populistisch von mir. Gebe ich zu. Sorry für die Abschweifungen. Zurück zur Hitze.

Die vertragen nun mal viele Menschen wirklich nicht. Vor allem Alte. Deren Haut, Herz und Nieren nicht mehr so janz einwandfrei arbeiten. Schwitzen, Trinken und Kreislauf deswegen nicht korrekt funktionieren.
Beim hot Sommer vor vier Jahren starben mehr als 60.000 Menschen in Europa durch Hitze. Sagen Statistiker. Also wirklich ganz und gar nicht witzig. Hitze. Die in diesem Jahr ziemlich früh begann. Fachleute sagen, das hänge mit dem Klimawandel zusammen.
Die stabile Hochdruck-Wetterlage über Westeuropa sei nicht ungewöhnlich. Aber die Wärme könne sich mittlerweile im deutlich wärmeren Klima entfalten – und das führe dann zu höheren Temperaturen im Vergleich zu früher. Eine ähnliche Wetterlage vor 50 Jahren wäre um bis zu vier Grad kühler gewesen. Und so habe ich wirklich Mitleid mit meinen Menschen.
Die immer erst auf Experten hören, wenn es zu spät ist. Denke ich so. Und betrachte Felix, der sich seine durch Sonnenbrand ablösenden Hautfetzen vom Bein zieht. Und frage mich – rhetorisch – so: Hat man ihm nicht gesagt, dass Sonnencreme lebenswichtig ist? Und ich sehe, wie er sein Weinglas auswäscht und frage mich: Hat man ihm nicht gesagt, dass Alkohol Gift ist?

Unbelehrbar. Denke ich so. Und sehe Coco in Hochform. Posierend, um zu gefallen. In der Hitze der Nacht. Und des Tages. Sie. Ist. Schön. Zweifellos. Sagt der haarende Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Kühlt euch. Und chillt, Leute!
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