Hauptstadtkater

18. März 2026

Be aggressive und tötet eure Fliegen

Be aggressive. To relax. Do it and don’t worry: you’ll always land on your four paws. Ich kann nur noch so. Auf Englisch. Und kryptisch. Um die Welt zu ertragen. Ihr Leid zu killen. In meinen Gedanken zumindest. Und um nicht depressiv zu werden.

Denn: Was soll einem Kater schon passieren? Wenn er aggressiv agiert? Er landet immer auf seinen vier Pfoten. Egal, von wo er springt. Anatomisch bedingt. Wegen seiner Wirbelsäule. Die sich verdrehen kann. Sagen japanische Forscher. Was übrigens stimmt. 

Es ist alles so düster: Israel greift erstmals Gasfelder im Iran an. Der Iran droht mit Vergeltung – will nun Energieanlagen in den Golfstaaten attackieren. Der Krieg eskaliert. Immer weiter. Ein Exit ist nicht zu sehen.

Kanzler Merz und die Europäer canceln US-Präsident Trump ab: Sie würden nicht helfen, die Straße von Hormus, wie vom US-Granden gewünscht, zu schützen. Da es ja nicht ihr Krieg sei, der da gefochten würde. Und ich so: Yes. Recht haben sie. Und haue mit meiner Pranke eine tiefe Furche in den Ledersessel.

Aber: US-Präsident Trump ist über diese Antwort von Merz und Co. überhaupt nicht amused. Diese Absage sei nicht gut für die Nato, trompetet er wütend. Und ich sehe: Der Typ hat viele Trümpfe in der Hand. Und ich halte es kaum aus. Springe aus dem Sessel. Beiße Coco in die Flanke. Und rase den Kratzbaum hinauf. Übersprungshandlung. 

Denn: Trump hat öfters gesagt, der Krieg in der Ukraine sei nicht der der USA. Und auch wenn dort die US-Unterstützung längst nicht mehr so groß ist wie vor seinem Amtsantritt: Die USA stellen den Ukrainern Geheimdienstinfos und liefern Internetversorgung via Starlink. Ohne das wäre die Ukraine aufgeschmissen.

Und dann sind da natürlich noch die Zehntausenden in Europa stationierten US-Soldaten. Die Europa Schutz geben. Puuh, wenn die abgezogen würden? Denke ich so und jumpe vom Kratzbaum. Lande aus 4,32 Meter Höhe auf meinen vier Pfoten. Und weiter geht’s. Abreagieren. Auf das Hochbett meiner Bruna.

Sollte Europa den US-Schutz riskieren? Und nicht doch besser ein paar Minensuchboote schicken? Damit wieder mehr Öl fließt? Was dann auch den Preis dafür wieder sinken lassen würde. Womit dann auch Kremldespot Putin für sein Öl nicht so viel abkassieren würde. Und wieder weniger Geld für seinen Ukraine-Krieg hätte. 

Ich patsche gegen die Fensterscheibe. Töte die erste Fliege des Jahres. Nice. Wie sie zappelt. Kämpft. Und ich sehe mit Grauen Richtung Osten. Balzende Köter auf der Straße. Widerlich. Dann denke ich an China. Der Profiteur der Kriege?

Da die USA im Nahen Osten, Russland in der Ukraine beschäftigt ist, bietet sich China jetzt die Chance, Taiwan zu nehmen. Und dann würden die USA ihre Truppen aus Europa in diese Region verlegen. Denke ich so: Und der Weg Russlands zu mir wäre frei.

Ich jage durch mein Revier. Räume eine Vase ab. Alles nass. Egal. B.e. a.g.g.r.e.s.s.i.v.e. Tut so gut. Schreit der enthemmte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Echauffiert euch. Und chillt, Leute!

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