Monat: Dezember 2025

  • 31. Dezember 2025

    Toilettenstorys und Professorengedanken über unsere Spezies

    Wenn nicht einmal das ruhige Örtchen ruhig ist, dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem sich was ändern muss. Stelle ich fest. Und denke so: Jahreswechsel – die Zeit also, in der Vorsätze gefasst werden. Von Menschen. Die sie natürlich nie einhalten. Was sie dann nur umso mehr frustriert.

    Die Sinnlosigkeit also kennen sie. Und fassen alljährlich trotzdem Vorsätze. Warum? Frage ich mich so. In Gedanken versunken. Beim Versuch, in meiner Katertoilette, abzuführen. Mit der lauernden, kratzenden und miauenden Coco direkt in meinem Nacken. Quasi.

    Was total nervt. Und mich hemmt. Was ich ändern kann? Fauchen. Wird Coco nicht touchieren. Heimlich toilettieren gehen? Wird bei Coco nicht funktionieren. Cocos Verhalten spiegeln, indem ich sie bei ihrem Toilettengang imitiere? Wird ihr völlig wumpe sein. Was also tun? Fragt der Hauptstadtkater. Und hört erst mal Felix zu. Der die Jahresendmail seines Germanistik-Professors zum Besten gibt. Und ich staune. Über so viel Katerweisheit.

    Der Professore schreibt: „Im Nachbarhaus gegenüber sitzt häufiger eine Katze (vermutlich weiblich) und wartet, ob ich mein Schlafzimmerfenster öffne („von wegen die Frischluft“). Winke ich ihr freundlich zu, dann bewegt sie mit dem Schwanz die Gardine. Meine Enkelin sagt, das heißt `ich freue mich und bin Dir wohlgesonnen`. Bei Katzen weiß ich das nie.“

    Und ich denke so: Der Professore hat es auf den Punkt gebracht. Wir wirken. Aber der Mensch kann es nicht entschlüsseln. Denn wir sind unabhängig. Selbstbestimmt. Und Mensch kann never prognostizieren, was wir nun als Nächstes tun werden. Oder was wir fühlen. Deswegen seine Liebe, sein basses Erstaunen immer wieder. Über unsere Spezies. Und ich blicke zurück aus meiner Toilette. Und erwidere Cocos Blick. Standhaft.

    Das also meine unwesentlichen, nur allzu menschlichen Gedanken zum Jahresende. Bevor Felix weiterliest, aus den Gedanken seines Professores. Er wisse nicht so genau, ob es nun Katze, Kater*in oder Katzerin analog zu Soldatin heißen müsse, schreibt der Germanistik-Experte also weiter. Jedenfalls sei er eben kein Kater-Experte. Denn der Ruhrgebietsfritze in ihm habe keine Katze, auch keinen Hund gehabt. Nur ein Kaninchen, das er später essen sollte. Dem habe er sich aber verweigert.

    Und ich denke so: Krass, er hat unser Katzer-Gen intus. Man muss, man darf kein Liebhaber unsere Spezies sein, um zu verstehen. Uns – und die Absurdität der Welt…

    Und ich lasse Coco Coco sein. Akzeptiere die Situation. Schalte ab. Und lasse fließen. Das ruhige Örtchen ist ruhig. Und das Jahr ist over. Und ich: Entspanne. Mich. Chille. Zusammen. Mit meiner Cocolina. Sagt der silvestrige Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Ein tolles 2026. Feiert, feiert das Leben. Und vor allem: Chillt, Leute.

  • 30. Dezember 2025

    Taumelnde Tischkatzen und Kriegsprovokateure

    Hauskatzen wie wir. Sind natürlich zugleich auch Tischkatzen. Weil Tische das natürliche Äquivalent zu Bäumen draußen sind. Denke ich so. Als ich Coco beobachte. Wie sie auf den gedeckten Tisch kraxelt. Und wartet: Auf Fisch in Soße.

    Und ich spüre, wie ich beginne zu sabbern. In Erwartung des Festmahls. Findet der ein oder andere Mensch wahrscheinlich eklig. Abartig. Ich kann nur sagen: Es gibt nichts Saubereres als uns. Und Haare von sich selbst finden auch Menschen. In ihrer Suppe. Also, was spricht dagegen, dass wir uns an den Tisch gesellen? Nothing – abgesehen von Vorurteilen. Und menschlichem Stolz. Was beides gebrochen gehört. Von uns. Für eine wirkliche Balance. Im Leben.

    Nun, Balance haben Menschen nicht. Und auch ich nicht. Wie ich taumelnd zum Jahresende feststelle. Denn: Menschen wollen sich weiter bekriegen. Sie wollen weiter töten. Und lügen dafür so unverblümt, dass ich mich schämen würde. Wäre ich Mensch.

    Bin ich nicht. Und so kann ich nur kurz wiedergeben, dass da zum einen Kremldespot Putin ist. Der plötzlich behauptet – ohne jeden Beweis vorzulegen und dann auch noch zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Ukraine und die USA bei ihrem Friedensplan näher zu kommen scheinen – die Ukraine habe einer seiner Residenzen mit Drohnen angegriffen.

    Völlig absurd. Denke ich so. Nichts ist besser geschützt in Russland. Und: Das Ziel der Ukraine ist die russische Ölindustrie. Aber klar: Logik gibt es nicht. Merke ich, als Coco sich vor mir aufbaut. Und mich nicht auf den Tisch lässt. Krasser Verrat. Denke ich so. Und weiß: Traue niemanden. Putin lügt fast immer. Und der ukrainische Präsident Selenskyj?

    Es gibt einen weiteren Kriegsprovokateur. Der mich anätzt und quasi im Schulterschluss mit Coco vom Tisch schleudert. Ob seiner Arroganz. Gegenüber dem Leben. Der Anderen. Ich spreche vom israelischen Premier Netanjahu. Der von US-Präsident Trump grünes Licht will, erneut den Iran angreifen zu dürfen. Und behauptet, der Iran sei dabei, sein Raketenarsenal wieder aufzubauen.

    Und Trump so: Klar müsse Israel in einem solchen Fall reagieren und angreifen. Ich sehe: Netanjahu will Krieg. Um von seinem Korruptionsprozess abzulenken. Und an der Macht zu bleiben. Andererseits: Im Iran sind Verbrecher an der Macht. Natürlich ist denen zuzutrauen, Raketen und Atomwaffen zu entwickeln. Und so weiß ich nur, dass ich nichts weiß. Oder doch – das hier: Jeder ist sich selbst der Nächste und verfolgt seine ureigenen Interessen.

    Also folge ich meinem Hunger. Springe auf den Tisch. Und Coco lässt mich dieses Mal gewähren. Wir futtern Seite an Seite: Fisch in Aspik. Rhythmisch im Duett. Sagt der ausbalancierte Hauptstadt-Hauskater. Der über euch wacht. Und jetzt: Verstärkt eure Egos und lasst es euch schmecken.  Und natürlich: Chillt, Leute.

  • 29. Dezember 2025

    Nostalgische Momente: Ein Chor saniert das Deutschlandbild

    Ach, diese Nostalgie. Vor allem zum Jahresende hin. Wenn Rückblicke Hochkonjunktur haben. Zumindest bei den Menschen. Und ich bemitleide sie. Weil sie dabei so weinerlich und weich werden. Während ich. Und meine Spezies. Im Hier und Jetzt lebt.

    Kater und Katzen genießen den Moment. Und versinken weder in der Vergangenheit. Noch schweifen sie in die eh nicht prognostizierbare Zukunft. Und können sich so durch unnütze Gedanken denn auch nicht selbst die Gegenwart versauen.  Denn klar ist: Die Butter ist weg. Wenn man abschweift – und zu lange wartet. He he.

    Okidoki – mögen Menschen eben schwadronieren. Auch über ihre Vergangenheit. Wenn ihnen das in der Gegenwart Lustgewinn bereitet. Ich akzeptiere. Und bin da ganz tolerant. Weil es auch mir Vorteile bringt. Wenn sie abgelenkt sind. Und der Frühstückstisch uns gehört. Also Coco und mir.

    Und so höre ich gerne zu, wie Oma Lotte, die Oma meiner Bruna, erzählt – von ganz früher. Die 1950 und 60er Jahre in Nachkriegsdeutschland. Eine Zeit, in der ihr Chor, die Schaumburger Märchensänger, im Ausland zu Botschaftern eines Deutschlands mit freundlichem Antlitz wurden.

    Vor allem in den USA. Wo der Chor das US-Publikum mit deutschem Volksliedgut und seinem Hit von „Mein Vater war ein Wandersmann“ verzauberte. Und die großen Säle bei den mehrmonatigen Tourneen ausverkauft waren. Der Chor von US-Zeitungen gefeiert wurden. Neun Mal sei sie dort auf Tournee gewesen.

    Oma Lotte erzählt davon, wie sie als Sprecherin des Chors den Fußball-Weltstar Pelé begrüßte. Und nach einem Konzert auf der Bühne Walt Disney ein Küsschen gab. Wie ihr von der Chorleitung aufgetragen wurde, sie solle Reportern erzählen, fast alle Jungs und Mädchen des Chors kämen aus einem Waisenhaus – was die Geschichte noch rührseliger machten sollte.

    Und wie dann die Vogue mit ihr ein Foto-Shooting veranstaltete. Und es normal war, dass die jungen Mädchen sich beim Foto-Date nur ein Handtuch über den Oberkörper legten. Und das Foto mit ihrem Porträt später zum Verkauf angeboten wurde. Mit der Unterschrift: Singender Junge eines deutschen Kinderchors.

    Also schon damals, alles androgyn. Denke ich so. Oma Lotte erzählt weiter, sie alle seien geflasht gewesen von den USA. Von der Freundlichkeit. Dem Reichtum. Den Telefonzellen. Den großen, bunten Autos. Später sei sie von einem Millionär zusammen mit ihrer Mutter in die Staaten eingeladen worden. Pure Gastfreundschaft. Ohne Hintergedanken.

    Beim Besuch des UN-Hauptquartiers in New York sei der Chor von der Menschenrechtsaktivistin Eleanor Roosevelt, Witwe des US-Präsidenten Franklin Roosevelt, empfangen worden. Oma Lotte erzählt, damals habe sie beim Blick auf die Flaggen der Länder, die in den UN seien, zu Roosevelt gesagt: „Wenn dort doch auch die deutsche Fahne hängen würde. Dann gibt es nie wieder Krieg.“

    Und ich denke so: Der Wunsch ging eigentlich in Erfüllung. Anfang der 70er Jahre wurde Deutschland in die UN aufgenommen. In Mitteleuropa herrscht seit einer relativ langen Zeit Frieden. Aber: Die Kriege kommen näher. Die UN werden entmachtet. Und in den USA zerstört ein Präsident Trump die Demokratie.

    Und ich sehe. Wie Coco den Esstisch besetzt. Die Leckereien anvisiert. Und dann die Butter schleckt. Voller Genuss. Im Hier und Jetzt. Der Gegenwart. Weil alle abgelenkt sind. Von Oma Lottes Erzählungen. Selbst Schuld also. Sagt der nostalgische Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Widmet euch der Vergangenheit, aber vergesst darüber die Gegenwart nicht. Und chillt, Leute.

  • 28. Dezember 2025

    Heimlich unheimliche Einbrüche

    Unheimlich. Was für ein komisches Wort. Aber es beschreibt tatsächlich, wie ich mich gerade fühle. Weil Coco und ich alleine sind. In meinem Revier. Und meine Leute ausgeflogen sind. Zu den Großeltern meiner Alea. Nach Blankenese. Bei Hamburg. Das ist eigentlich nicht so schlimm – aber nun kommt dazu, dass es komisch knackt und knirscht. Als ob jemand an unserer Haustür rumfummeln würde. Und auf Besuch von Fremden – habe ich nun mal überhaupt keinen Bock.

    Nun, Coco imponiert mir gerade. Weil sie sich aufbaut. Selbstbewusst Richtung Tür. Und knurrt. Wie ein Kampf-Köter. Und ich denke so: Danke – ihr Main Coones. Ich liebe euren Mut.  Der mir das „un“ vor dem heimlich nimmt. Oder so.

    Denn der Typ vor der Tür haut ab. Ich höre, wie jemand die Treppenstufen herunterrennt. Und erinnere mich, wie Laura erzählte, auf dem Nachbarschaftsportal im Internet sei berichtet worden. gestern habe es in der Parallelstraße gleich drei Wohnungseinbrüche gegeben. Was eigentlich nicht weiter wundert, denke ich so: Denn in unserer gentrifizierten Reichen-Gegend sind eben alle Zugezogenen heim gefahren zu Mami und Papi. Nach Stuttgart und Bremen. Und Hamburg. Wie auch meine Leute.

    Die in Blankenese aber auch unheimliche Erfahrungen machen. Also: Meine Nuria und Diego unternehmen gegen Mitternacht noch einen Spaziergang. Wie sie erzählen. Wundern sich über einen Ölfilm, der sich über die Straßen verteilt hat. Überlegen, der könnte vom nahen Flughafen stammen. Als aus der Dunkelheit plötzlich eine Stimme sagt: „Stehenbleiben.“ Erschrecken sie sich. Sind gehorsam. Und werden vor der Schule vom Strahl einer Taschenlampe erfasst.

    Sehen im Halbschatten vier Polizisten hinter einem zerbeulten Auto hervortreten. Vor dem wiederum zwei junge Männer stehen. Die sofort mit Blick auf meine Nuria und Diego sagen: „Die gehören nicht zu uns.“ Und Diego und meine Nuria: Nicken. Und müssen noch eine Ausweiskontrolle über sich ergehen lassen. Wo sie denn wohnten, will eine Polizisten wissen: „Bei Oma und Opa.“ Erwidert Carlo. Woraufhin sie gehen dürfen. Beim Blick zurück sehen sie, wie die Polizisten den Kofferraum öffnen, in dem sich mehrere Monitore, Laptops und Computer stapeln. Unheimlich unheimlich.

    Um die Ecke fährt ein großer Spezial-Lastwagen. Streut Pulver auf die Ölspur. Die offenbar das Auto der beiden jungen Männer hinterlassen hat. Einer Spur, die meine Nuria und Diego nun folgen. Und die nacheinander zu drei Häusern führt, vor denen weitere Polizeiautos stehen – in die eingebrochen wurde. Die Spur geht dann zur Schule zurück, wo das zerbeulte Auto steht.

    Und ich denke so: Puuh, also, auch hier – alles ziemlich unheimlich. Und heimlich. Dazu kommt noch die Sperrung des Flughafens – wegen Drohnenalarms. Alles düster. Neblig. Irgendwie krank. Mir ist kalt. Ich kuschle mich an Coco. Kullere mich mit ihr. Spüre Vertrauen. Wärme. Stärke. Sagt der furchtsame Hauptstadtkater. Der gerne über sich wachen ließe. Und jetzt: Passt gut auf. Und chillt. Leute.

  • 27. Dezember 2025

    Irren ist menschlich und Ausrutschen auch

    Und wieder werden sie sich ihrer Unvollkommenheit bewusst. Leider unbewusst. Wie so oft. Also, Felix und Laura kommen völlig erschöpft und aufgelöst von draußen in mein Revier. Sie hätten nicht laufen können. Weil es draußen so spiegelglatt sei. Und ihre Füßchen auf dem Eis immer weggerutscht seien. Wie gerne wären sie wie – Coco. Oder ich. Oder einfach Kater. Vierfüßler eben.

    Nun ich finde das Bild vom auf Glatteis ausrutschenden Menschen passend. Sie rutschen auch sonst ständig durchs Leben. Denke ich so. Und meist rutschen sie aus. Und tun sich weh. In meiner Muddastadt lief heute nichts mehr – also abgesehen von Katern und anderen Vierfüßlern. Menschen draußen stürzten und krümmten sich. Die Notaufnahmen überfüllt. Knochenbrüche ohne Ende.

    Und ich denke so: Wenn sie wissen, dass es draußen spiegelglatt ist. Wenn sie wissen, dass sie nur Zweifußantrieb haben. Wenn sie wissen, dass höchste Gefahrenstufe herrscht. Warum gehen sie dann trotzdem raus?

    Sie könnten auch chillen, Wie ich. Auf dem Klavierhocker. Wo ich auflade. Meinen Akku. Wie Menschen es bezeichnen würden. Wo ich sinniere. Denn: Ich will nach Weihnachten mal alle Viere gerade sein lassen. Zu mir kommen. Kraft sammeln. Für die nächsten Familienfeste. Fressattacken. Weihnachtsbaumstürme. You know – Stichwort: Coco als Tannenschmuck?

    Ich habe festen Halt. Auf dem Klavierhocker. Und trotzdem. Es war eine emotionale Achterbahnfahrt. Dieses Jahr. Das sich dem Ende neigt. Moro kippte um. Tot. Coco tauchte auf. Verschwand. Und tauchte wieder auf. Und, hach, ich bin ein Insta-Kater. 100. Eintrag. Gestern. Hätte ich im August für völlig absurd gehalten. Dass ich auf dieser Plattform unterwegs bin.

    Aber klar. Auch ich kann mal irren. Vor 2.500 Jahren waren die Menschen auch überzeugt, sie lebten auf einer Scheibe.  Und noch vor ein paar Jahrzehnten dachten Menschen, Katzen seien zum Mäusejagen da.

    Und auch heute wird Schwachsinn behauptet. Der zu Kriegen führt. Sogar. Kremldespot Putin ist felsenfest überzeugt davon, die Ukraine gehöre zu seinem Reich. Und ich denke so: Wie unfassbar, dass es im Westen niemanden mehr gibt, der Putin seinen Irrtum deutlich machen könnten.

    Die einzigen, der das könnten, sind die USA. Aber US-Präsident Trump will das offenbar gar nicht. Weil er erpresst wird? Oder Handel treiben will mit Russland?! Who knows? Was ich weiß: Das Sprichwort Errare humanum est – irren ist menschlich. Stimmt absolut.

    Nun, in wenigen Tagen will der ukrainische Präsident Selenskyj Trump treffen, um über Wege zum Frieden mit Russland verhandeln. Immerhin. Das Problem: Selbst wenn Selenskyj und Trump sich wirklich einigen sollten. Warum sollte Russland dem Plan zustimmen. Putin beharrt ja weiter auf Maximalforderungen. Kompromisslos. Und wähnt sich im Vorteil.

    Ich gebe die Hoffnung trotzdem nicht auf. Sagt der irrlichternde Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Rutscht nicht aus. Stay at home. Und chillt, Leute.

  • 26. Dezember 2025

    Katerliche Weihnachtsgeschichte Part three – Rätsel um …

    Es war einmal ein weißer Kater. Namens Dorian. Der eine Berliner Großstadtfamilie bespielte. Und tatsächlich – wie Menschen es beschreiben würden – vor Eitelkeit triefte. Der aber auch wie alle Kater – und auch Katzen – äußerst sensibel auf seine Umwelt reagierte. Und so auch immer wieder erstaunt war, das Erstaunen der Menschen darüber wahrzunehmen. Er wusste: Je rätselhafter er für sie, desto verliebter sie in ihn. Cringe. Der Mensch. Dachte Dorian so. Und bewunderte sich. Im Spiegel.

    Und so begab es sich zur Weihnachtszeit, dass Dorian in den gerade geschmückten Weihnachtsbaum sprang. Der nicht nur süßlich-scharf nach Hundepisse duftete, sondern an dem nun auch die Äste rhythmisch-verführerisch hin- und herschwangen. Und die an ihm hängenden Kugeln und erzgebirgischen Holzengel umso stärker. Die er nicht nur ins Visier nahm. Sondern fing. Ein Biss hinein. Der Engel knirschte. Stöhnte auf.

    Treffer. Dachte Dorian so. Und wunderte sich. Auf eine Trümmerwüste zu blicken. Ruinen, die einst Städte waren. Menschen, Kinder, Tiere, Katzen – auf der Suche nach Nahrung zwischen zerborstenen Gebäuden. Er sah: Raketen, die Hochhäuser treffen und sie in Brand setzen. Dorian streifte den Engel ab. Vom Zweig. Ließ ihn fallen. Hörte seine Leute rufen. „Macht den Fernseher mal aus. Helft dem süßen Dorian mal da raus.“

    Der aber schon auf dem Weg eine Tannenbaum-Ebene nach oben war. Dort die knallrote Christbaumkugel fing, in der sich sein Konterfei spiegelte. Wie schön, dachte er. Und schlug trotzdem zu. Und die Kugel flog in Richtung Festtafel. An der seine Leute speisten. Gans. Fleischig. Ok, dachte Dorian sich so. Und spürte seinen wachsenden Hunger. Aber sie aßen auch Ente. Vegan. Und Dorian so: „Sie futtern Fleischersatz. Hochverarbeitet. Widerwärtig.“ Seine Leute hoben die Kugel auf. Lächelnd. Winkten Dorian zu. Während dieser – verwundert ob der ruhigen Reaktion – weiter nach oben sprang. Komisch. Menschen. Cringe.

    Dorian saß nun auf der Spitze des immer stärker schwankenden Tannenbaums. Und schnurrte. Ihm gefiel die Perspektive. Von ganz oben. Sah, wie sich seine Leute um den Baum versammelten. Um Katermusik anzustimmen. Schaurig. Wie er fand. Er spürte, dass er das, die hohen Frequenzen, nicht ertragen konnte. Spürte, wie er das Gleichgewicht verlor. Spürte, dass er kippte. Und mit ihm: Der Baum.

    Es knallte. Weihnachten over. Dachte Dorian. Und entkam dem Geäst samt spitzen Stern nur knapp. Erwartete nun die obligatorische Strafpredigt seiner Leute. Blickte dann aber in ein sanftes Gesicht. Seines Lieblingsmenschen. Dahinter versammelt die anderen. „Passiert, stellen wir den Baum eben wieder auf“, sagte das Lieblingsgesicht sanft. Lächelnd. Während die anderen Leckerli auf ihn prasseln ließen. Rätselhafte Menschen. Cringe.

    Dachte Dorian sich so. Oder: Ist das Weihnachten? Während er sich im Spiegel musterte. Schön fand. Um dann auf dem Schoß seines Lieblingsmenschen Platz zu nehmen. Mit gezückten Krallen. Versteht sich. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Sagt der erstaunte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Oder ihr über ihn? Und jetzt: Genießt die restliche Weihnachtszeit. Und chillt, Leute.

  • 25. Dezember 2025

    Katerliche Weihnachtsgeschichte Part two: Die Therapiekatze

    Es war einmal, vor langer, langer Zeit, eine Jungkatze von gerade mal sechs Monaten. Namens Tintenfass. Die lebte in einer Kleinstadt in einem Einfamilienhaus bei einem alten Ehepaar. Die beiden Alten tranken gleichsam aus der Katze ihren Lebensmut. Nachdem ihre längst erwachsenen Kinder seit Jahren nicht mehr zu Besuch kamen – nicht einmal zur Weihnacht. Und dann auch noch ihr geliebter Kater Moro im Alter von 23 Jahren im Sommer gestorben war.

    Nun begab es sich an diesem Heiligen Abend. Dass sie wie in jedem Jahr einen Tannenbaum aufstellten. Und wie es ihre Tradition so wollte: Den Baum mussten „echte“ Kerzen schmücken. Tja, um es kurz zu machen: Nicht jede Weihnachtsgeschichte muss schön enden. Es kam, wie es kommen musste: Zum Unglück! Tintenfass, verspielt wie eh und je, sah die im Baum hängenden Kugeln. Und kugelte sich mit ihnen. Im Baum. Der schwankte. Die Kerzen auch. Die dann herabfielen. In die Nadeln. Feuer. Not. Tot. Tod?

    Nun, geneigte Leserin, geneigter Leser, es ist nicht das Ende der Geschichte. He, he. Es ist doch Weihnacht. Und damit besteht nun doch noch die Chance auf ein Happy End. Denn Tintenfass überlebte den Brand, lief aus dem qualmenden Haus, wurde vom Tierfang entdeckt und ins Tierheim gebracht. Und dort von Hedi entdeckt. Ihr fragt, wer ist Hedi? Nun, Hedi ist eine junge Frau. Die ihren Lebenssinn darin sah, anderen zu helfen. Denen es schlecht ging.

    Auch Katzen. Sie nahm Tintenfass zu sich nach Hause. Einer WG in einem Haus für psychisch kranke Jugendliche. Die eine schrie immer wieder: „Ich will hier raus. Ich bin gefangen.“ Bevor sie in tiefe Agonie verfiel. Die Zweite schwieg eigentlich immer. Um dann ihren Kopf an die Wand zu schlagen. Der Dritte – ein homosexueller Syrer, der unbedingt zurück in seine Heimatstadt Damaskus wollte, um dort eine queere Community aufzubauen. Und schon in Deutschland die Anfeindungen ob seiner sexuellen Ausrichtung nicht ertragen konnte. Die Vierte: Schluckte regelmäßig Metallnägel und Plastikfiguren, ritzte dann die Arme, weil sie sich fühlen wollte. Und dann kam Tintenfass.

    Strich um die Beine der Teenager. Miaute. Sprang auf deren Arme. Kuschelte mit ihnen. Ließ ihr tiefes Schnurren ertönen. Ließ sich ihr weiches Fell streicheln. Macht High-Five mit den Deprimierten. Lernte Kunststücke. Und die Jugendlichen: Hatten plötzlich eine Aufgabe. Lächelten. Erstmals seit langem. Und Hedi? Erstrahlte mit ihnen. Und wenn sie nicht gestorben sind. Dann leben sie noch heute.

    Nein – auch das ist nicht das Ende: Natürlich überlebte auch das alte Ehepaar von Tintenfass. Ihr Haus mussten die beiden allerdings verlassen. Ihr Glück: Sie zogen zu ihrer Tochter. In ein großes Haus. Schmückten dort einen Tannenbaum. Und merkten: Auch elektrischer Kerzenschein. Ist feierlich. Vor allem, wenn er zusammen in einer großen Familie genossen wird. Sagt der weihnachtende Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Staunt über das Leben. Und chillt, Leute. Frohe Weihnacht. Auf jeden Fall.

  • 24. Dezember 2025

    Katerliche Weihnachtsgeschichte Parte one

    Es war einmal eine Familie in Berlin. Vier Leute – neben den Eltern ein Junge und ein Mädchen. Tom, 16 Jahre, Greta 15 Jahre. Im Mittelpunkt aber war ein stattlicher Kater. Namens Moro. Grau getigert, British Kurzhaar. Der immer da war. Wenn einer der ihren Sorgen hatte. Ein Trostspender par excellence eben.

    Nun begab es sich zu einer Zeit kurz vor Heilig Abend, dass Greta sehr traurig wurde. Was zum einen daran lag, dass die Posts ihrer Stars auf Tiktok und Insta perfekte Bodys zeigten, perfekt performte Gesichter. Was sie beides nicht hatte. Wie sie zumindest dachte. Ihre Traurigkeit kam zum anderen aber auch daher, dass Schule sie extrem langweilte. Sie Arbeiten verpasste. Die Lehrer motzten. Die Eltern auch. Und dann waren auch noch die besten Freundinnen weg – ein Jahr Austausch.

    Und heute war so ein Tag, da noch nicht mal Moro das Trübsal wegkuscheln konnte. Und so beschloss Greta, einfach mal zu verschwinden. Zum nahen Weißensee. In ein Versteck, in das sie sich noch vor drei Monaten mit ihrer besten und nun in Kanada weilenden Freundin Joko zum Chillen zurückgezogen hatte.

    Nun, ihre Eltern in heller Aufregung, als sie merkten, dass die Tochter am Abend nicht zuhause war. Rennen zur Polizei. Und die Beamten da, tiefenentspannt: „Nu ma janz locker, wa? In neunundneunzig Komma neun Prozent von de Fällen regelt sich dit von alleene in de nächsten vierundzwanzig Stunden.  Die Kids tauchen wieda uff – bei Freun’n, Bekannten, sonstwo. Als wär jar nüscht passiert.  Mal ehrlich, wat glaubense denn, wat hier los wär, wenn wa jedem einzelnen Vermissten gleich hinterherrennen würdn? Da kämen wa ja zu nüscht mehr!“

    Verzweifelt nehmen die Eltern und Tom selbst die Suche auf. Vergessen, die Haustür zu schließen. Und Moro? Ist plötzlich auch verschwunden. Entwischt. Doppelte Verzweiflung. Geht das? Es geht.

    Tom ruft beim Polizeirevier an. Fragt, ob – wenn schon kein Mädchen – dann doch ein Britisch Kurzhaar zufällig abgegeben worden sei. Der Polizist, total freundlich: „Hier jeben se täglich zig Katzen ab, wa. Ne Britisch Kurzhaar war leider nich dabei. Aber jeben Se ma ’ne genaue Beschreibung vom Tier durch. Dann sach ick de Kollegen auf Streife Bescheid, die Augen offen zu halten.“

    Eine Stunde später ruft der Polizist wieder an. Am Weißensee sei eine Katze gesichtet worden, die aussehe wie Moro. Seine Kollegen hätten das Tier in den Büschen in einer Art Versteck entdeckt. In dem auch eine vermisste Teenagerin gelegen habe. Das Mädchen sei unterkühlt und völlig erschöpft. Aber schon ok. Wenn Moro nicht gewesen wäre, wer weiß…. Moro – Held.

    Die Eltern und Tom fühlen Glück. Unfassbarer Flow. Rasen auf E-Scootern zum Weißensee. Greta liegt auf eine Trage. Lächelt. Sanitäter reichen ihr heißen Tee. Und dann: Bewegt es sich neben ihr unter der Decke. Und ein Kopf lugt oben heraus. Moro – neben Greta. Und alle umarmen sich. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

    Kitsch. Mag der ein oder andere sagen. Und ich erwidere: Manchmal ist das Leben ein einziger Kitsch. Schöner Kitsch. Why not? Sagt der bewegte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt feiert Weihnachten. Und chillt, Leute.

  • 23. Dezember 2025

    Der glimmende Schwanz und Raketen über Kiew

    Endlich wird’s auch bei mir besinnlich. Denke ich so. Und fixiere die flackernden Flammen der Kerzen auf dem Adventskranz. Zufrieden. Ausgeglichen. Yin und Yang. Bin ich. Was natürlich daran liegt, dass meine family und ich, schon das Weihnachtswunder erlebt haben. Mit der unfassbaren Rückkehr Cocos. Nach ihrer 40-stündigen Flucht aus unserem Revier. Mehr Glück geht nicht. Wenn Coco nur nicht ständig meine Leckerli stibitzen würde…

    Ich weiß: Ich habe Glück. Ich bin privilegiert. Hier in diesem Revier leben zu dürfen. Olena hat uns geschrieben. Aus Kiew. Die Mutter von Fedir, jenem mittlerweile 18-jährigen Ukrainer, der sieben Monate bis Mai bei uns wohnte – und nun in einer WG in Warschau lebt, arbeitet und studiert. Weil er nicht bei seiner Familie sein kann – ansonsten könnte er zur Armee eingezogen und an die Front geschickt werden.

    Nun, Olena schreibt, der Familie gehe es gut. Trotz der ständigen russischen Raketen- und Drohnenangriffe. Trotz der ständigen Stromausfälle. „Wir haben ja Powerbanks.“ Ich habe Coco.

    Das Leben in der ukrainischen Hauptstadt sei mehr oder weniger normal. Schreibt Olena. Es gebe alles zu kaufen, die Auswahl an Lebensmitteln sei ähnlich wie die in anderen europäischen Städten. Die Cafés, Restaurants, Theater und Kinos seien gut besucht. Das sei übrigens auch in Charkiw so – ihrer Heimatstadt, die sie im März 2022 wegen der Nähe zu Russland verlassen hatten.

    Kürzlich habe sie mit ihrem Mann am Ufer des Flusses Dnipro einige Tage Urlaub gemacht. Und danach hätten sie tatsächlich eine kleinere Wohnung in Kiew gefunden, die bezahlbar sei – und in die auch Rudy, ihr Kater, habe miteinziehen dürfen. Tochter Svitlana sei fertig mit ihren Schauspiel-Studium und spiele in einer Fernsehserie mit, außerdem am Theater in Kiew. „Wir haben absolut alles.“ Schreibt Olena. Und fügt hinzu: Das sei alles den Soldaten zu verdanken, die sie an der Front verteidigten.

    Und ich denke so: Das ist schon großartig, trotz der Angriffe des Massenmörders Putin so gelassen, so positiv zu sein. Kein Wort der Klage. Und das, obwohl sie selbst die Zukunft eher düster sieht. Es gebe derzeit keine Aussicht auf Frieden, schreibt sie. Kremldespot Putin wolle die Kapitulation der Ukraine und ihre Zerstörung. Russland müsse an den Punkt gebracht werden, an dem es sich für das Land nicht mehr lohne, Krieg zu führen – materiell und technisch.  Ein weiter Weg. Denke ich so. Aber Wunder passieren ja immer mal wieder…

    Mein Blick fällt auf den „Spiegel“, den ich gerade besetze. „Lust, Rausch, Untergang“, steht da als Überschrift einer Story in großen Lettern. Ein Blick zurück in die 1920er Jahre. Ich lege mich auf die Zeitschrift. Sehe Coco. Genieße die Stimmung. Was bei mir mit Schwanzwedeln verbunden ist. Und in diesem Fall fast zum Unglück führt.

    Mein Schwanz streift die Flamme. Glimmt. Und Felix schreckt auf. Pustet. Gießt sein Glas Wasser auf mich. Krass. Eklig, aber es hilft. Auch wenn es stinkt. Höchste Not. Es geht eben alles Richtung Untergang. Denke ich so. Aber: Always keep cool. Sagt der besonnene Weihnachtskater. Der über sich wachen lässt. Und jetzt feiert Weihnachten. Und chillt, Leute.

  • 22. Dezember 2025

    Cocos Badewannenfall und die GenZ

    Coco ist die new Generation. Und vielleicht deshalb so anders als ich. Und meine Denkweisen. Nun, als Trendsetter der Jungen, ist sie ja geradezu verpflichtet, das Althergebrachte zugunsten des Fortschritts infrage zu stellen. Um herauszufinden, ob das Traditionelle noch gültig ist. Beispielweise, ob Katzen Wasser tatsächlich hassen.

    Was ich bestätigen kann. Aber Coco so – spaziert über den Rand der Badewanne, betrachtet fasziniert die sich mit Wasser füllende Wanne – samt ihrem Spiegelbild. Um dann ihre Pfote ins Nass zu tauchen. Wieder und wieder. Macht ihr Spaß. Offenbar.

    Die Sucht nach dem Neuen. Aufregendem. Erklärt für mich auch ihre Flucht aus unserem Revier. 40 Stunden auf dem Balkon. Analysiere ich so. Wahrscheinlich wollte sie zeigen, dass auch eine Baby-Stubenkatze draußen existieren kann. In einer Großstadt. In Kälte. Unabhängig. Ungebunden.

    Und ich denke so: Ist ja schön und gut. Aber wer so agiert, handelt eben doch sehr auf sich selbst bezogen. Egozentrisch. Ohne auch nur einen Gedanken an die anderen zu verschwenden. Ob die wohl leiden könnten – mit einer strampelnden Katze in der Badewanne. Oder wegen einer plötzlich wie vom Erdboden verschluckten Katze. Wie die Nachbarinnen meiner Leute. Deren Augen tränten wie die von meinen Leuten. Und denen von ausgewachsenen Polizisten. Die alle auf der Suche. Nach ihr. Waren.

    Cocos Verhalten erinnert mich an die Generation Z bei den Menschen – die heute 15- bis 30-Jährigen. Bei denen häufig auch das eigene Wohlbefinden, die Me-Time im Fokus stehen. So sehr, dass Beziehungen leiden. Räumt auch meine Nuria ein: „Viele meiner Leute wollen keine Verpflichtungen mehr eingehen“, moniert sie. Und streichelt mich.

    Verabredungen seien locker, damit man sich jederzeit umentscheiden könne. „Und wer dann eine Stunde vor einem Treffen absagt und das damit begründet, er oder sie benötige Zeit für sich selbst – der oder die bekommt sogar Beifall. Für so viel Selbstwirksamkeit.“ Allerdings: Gastgeber von Partys grämten sich eben doch: Weil statt der 50 Eingeladenen nur die Hälfte komme. Ich schnurre. As schnurr can. Um meine Nuria zu beruhigen.

    Coco rutscht vom Badewannenrand ins Wasser, das durch eine für ein Gesundheitsbad sich auflösende Brausetablette sprudelt. Sie paddelt as paddel can. Zunehmend verzweifelt. Panisch. Schnappt nach Luft. Will raus. Schafft es nicht. Wegen des durchnässten und dadurch schweren Fells.

    Meine Nuria rennt herbei. Rettet sie. Und Coco schüttelt sich nun wie ein Hund. Und ich denke so: Auch wenn die Jugend das Privileg hat, alles ausprobieren zu dürfen. Die Gesetze der Physik setzt auch sie nicht außer Gefecht. Sagt der trockene Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt badet. Ohne Katzen. Und chillt, Leute.