Der große Coco-Funke und die fette Trump-Ankündigung

Wer Großes ankündigt, sollte Großes folgen lassen. Um nicht zu enttäuschen. Und als bekloppter Maulheld dazustehen. Und ich bin wieder mal froh, dass Kater nicht sprechen – und damit auch nichts ankündigen können. Eigentlich…
Nun, große menschliche Ankündiger gibt es zur Genüge. Kanzler Merz versprach im April nach seinem Wahlsieg, bereits im Sommer würden die Bürger spüren, es gehe voran. Dem war leider nicht so, vielmehr ging vieles nach rechts oder gar rückwärts.


Der größte Ankündiger aber ist – wie könnte es anders sein – US-Präsident Trump: Vor wenigen Tagen versprach er den gegen ihr autokratisches Mullah-Regime demonstrierenden Iranern, sie sollten trotz aller Gewalt des Staats auf den Straßen bleiben. Hilfe sei unterwegs.
Viele Iraner wollten Trump glauben. Und blieben. US-Hilfe kam bislang nicht. Und die iranische Regierung geht weiter brutal gegen das eigene Volk vor. Es gibt Berichte, nach denen Tausende Menschen getötet worden sein sollen. Fotos, die trotz der Internetsperre nach draußen gelangten, zeigen Hunderte Leichensäcke.


Vor rund zwei Wochen hatten die jüngsten Massenproteste gegen das Mullah-Regime begonnen. Ausgelöst wurden sie durch eine weitere Verschärfung der Wirtschaftskrise und extremer Inflation. Mehrfach drohte Trump mit einem US-Eingreifen, wenn den Demonstranten Gewalt angetan würde.
Nun hadern viele Iraner mit Trump und der fehlenden, aber angekündigten Hilfe. Und ich denke so: Offenbar sind die Optionen der US-Regierung gar nicht so groß. Sonst hätte Trump längst angegriffen – wie vor rund einem halben Jahr, als er überraschend die iranischen Atomanlagen bombardieren ließ.
Ist er vielleicht abwartend, weil er einige Kriegsschiffe aus der Region Richtung Venezuela abzog, die ihm nun fehlen. Oder liegt es auch daran, dass der Iran droht, den Konflikt eskalieren zu lassen. Und auch US-Streitkräfte auf ihren Stützpunkten in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Türkei attackieren will.
Mal abwarten, Und meiner Bruna zuhören. Die heute bei ihrem Ergotherapie-Praktikum einer 80-Jährigen Schlaganfall-Patientin das Greifen wieder beibrachte. Und – really – trotzdem gerne zurück in die Schule will. Und ich denke so: Wer hätte das gedacht: Vor vier Tagen… Sie. Will. In. Die Schule!


Nun, ich bin glücklich. Weil ich von Coco mehr bekomme als ich je erwartet hätte. Sie muss gar nicht sprechen. Verbal ankündigen. Denn sie kündigt ihr Tun mit einem tiefen Blick ihrer orange-grünen Augen in meine blauen Augen an.
Es funkt. Und sie springt zu mir. Auf den Sessel. Und kuschelt und leckt mich. So nice. So muss es sein. Handeln statt labern. Sagt der zufriedene Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Seid aufmerksam. Und chillt, Leute.
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