Über Angst und Drohnen über Polen

Es ist nicht das Schlechteste, einen Kompagnon zu haben. Jemand, der hinter einem herläuft. Einen anhimmelt. Nachahmt. Einfach da ist. Wie Baby Coco. Tatsächlich spüre ich Wärme in mir. Wenn sie zu mir auf den verbotenen Sessel – weil antik und so, you know? – kommt. Und mir tatsächlich Sicherheit gibt. Und sowas wie Stärke. Offenbar: Weil ich nicht allein bin.
Achtung, liebe Leserin, lieber Leser: Katersprung zur Nato. Nun, das westliche Verteidigungsbündnis ist da ja irgendwie sowas wie ein Vorbild für mich. Da haben sich verschiedene Staaten zusammengerafft, um sich gegenseitig Sicherheit zu geben.
Mit einer so called Beistandsverpflichtung. Was so viel heißt: Wenn einer der derzeit 32 Partner angegriffen wird, helfen ihm die anderen. Das soll potenzielle Feinde abschrecken. Wie beispielsweise Kremldespot Putin.





Trotz des Bündnisses: Im Westen regiert der alte Affe Angst. Warum eigentlich Affe? Wahrscheinlich, weil Angst an einem haftet wie ein Affe. Oder Kater? Egal: Die Leute haben Angst vor Krieg. Und dass sie in einen solchen ziehen müssen. Wobei dann der größte und wichtigste Nato-Partner, die USA, vielleicht gar nicht hilft. Wenn es zu einer Eskalation kommt. Mit eben diesem Putin-Russland.
Das Vertrauen in die USA unter Präsident Trump ist weg. Weil der wankelmütig ist. Und immer wieder deutlich macht, keinen Bock auf Kriege zu haben. Für die er sich und sein Land nicht zuständig fühlt. Und für wen er sich zuständig hält? Weiß niemand so recht. Kann sich täglich ändern. Mal so, mal so.
Kremldespot Putin schürt die westliche Angst. Mit Vergnügen. Lässt seine Drohnen über die Nato-Länder Polen und Rumänien fliegen. Löst damit das Aufsteigen von Kampfjets aus. Und Angst. Und ich denke so: Angst lässt verkrampfen. Ist echt doof. Muss weg. Um klar denken zu können.

Coco ist nice. Ich schlecke über ihr Gesicht. Ihr verträntes Auge. Hat wohl einen Zug bekommen. Oder so. Bruna aber jammert. Hat Angst. „Arme Coco. Katzenschnupfen kann tödlich enden. Sie muss zum Arzt.“ Sagt sie.
Während die Mutter ihrer besten Freundin – selbst Menschen-Ärztin– meint, das mit Cocos Auge sei nicht schlimm, man müsse es mit Kochsalzlösung spülen.
Und ich lecke. Und sie schnurrt. Ich bin eben Helfer. Ohne Kochsalz. Dafür mit Heil-Speichel. Und wir beide bleiben feist im Sessel liegen. Selbst als Felix an seinem geliebten Möbel mit ernstem Gesicht vorbeischreitet.
Wir bilden eine Phalanx, das so called Katzenbündnis Chaco. Felix traut sich nicht, uns zu verjagen. Weil wir zu zweit sind. Gemeinsam. Sind. Wir. Stark. Eben.













































