Kater Feuerteufel und Lacanau in Flammen

Kater sind Feuerteufel! Behaupten Menschen. Und erzählen diese krasse, cringe Story: In Italien sollen „Menschen“ Lappen, die sie zuvor mit brennbarer Flüssigkeit getränkt hatten, an die Schwänze von Katzen gebunden – und dann tatsächlich angezündet haben. Die brennenden Katzen seien dann in die nahen, trockenen Wälder geflüchtet. Und hätten die Bäume so in Brand gesteckt.
Horrorstory. Denke ich so. Aber offenbar wahr. Experten bestätigen, die Mafia in Italien habe früher schon ähnlich agiert – und Ländereien durch Katzen in Brand setzen lassen, um sie dann günstig zu kaufen. Zuzutrauen ist ihnen das. Den Menschen.

Nun, auch in Frankreich wüten derzeit Brände. Die wohl nicht durch Katzen, sondern eher durch menschliches Versagen ausgelöst wurden. Wird so gesagt. Da, wo meine Leute noch vor zwei Tagen ihren Sommerurlaub verbrachten, in Lacanau an der Atlantikküste auf Cap Feret, vernichten Brände stündlich Gebiete in der Größe mehrerer Fußballplätze.
Ausgelöst wurden die Feuer wohl durch Elektriker. Aus Versehen. Nun verhüllen Rauch- und Aschewolken den blauen Himmel und die Sonne, Brandgeruch ätzt in der Nase. Die Bars am Strand schließen früher. Mehr als 40.000 Menschen sollen in der Gegend bereits evakuiert worden sein. Und meine Leute – sind froh, in Paris zu sein.
Auch meine Bruna ist froh. Se bemitleidet die Surflehrer, die nun wohl stärker gegen gegen die Rauchschwaden als gegen Wellen anzukämpfen haben. Und geht tapfer mit ihren Alten Felix und Laura in Kunstmuseen in Paris. Heute: Orangerie. Nicht nur mit Monets Seerosenbildern. Sondern auch mit Impressionisten, die nicht ganz so berühmt, aber nichtsdestotrotz großartig sind.

Findet auch meine Bruna. Sie bewundert vor allem eine Frau, Marie Laurencin. Die in die Phalanx der Renoirs, Degas und Monets einbrach, mit ihren sanften Studien über Frauen und Tiere, vor allem Köter.
Nun, ich räume mal ein: Nicht so schlecht. Findet auch Laura. Die nichtsdestotrotz erstaunt ist, als Felix ihr ein Foto zeigt: Frauen mit weißem Kater. Das Gemälde habe sie leider gar nicht gesehen. Und Felixr so zu ihr: „Wirklich nicht, den weißen Kater?“ Und Laura so: „Nein, leider nicht.“ Bis meine Bruna auflöst: „Das ist doch Charlie. Ach, ihr Alten und KI. Echt peinlich.“
So ist das also. Im Impressionismus. Denke ich so. Aber immer entspannt bleiben. Wie Coco. Und mir wird ganz heiß, bei ihrem Anblick. Wie sie da auf meinem Sessel liegt und nach mir verlangt. Sagt der entflammte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Genießt, so lange es geht und nicht brennt. Und chillt, Leute!
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