Hauptstadtkater

10. Januar 2026

Die hohe Kunst der Manipulation und Venezolanerin leimt Trump

Manipulation ist die hohe Kunst. Des Katers. I guess. Jemanden also suggerieren, er tue etwas, was ihm nutze. Und dabei gar nicht merkt, dass vor allem ich profitiere.

Kleines Beispiel gefällig? Also: Ich springe – in Sichtweite zu Coco – auf den Arm meiner Bruna. Kuschel as Kuschel can. Sehe Cocos gierigen Blick. Weiß, sie will da sein, wo auch ich bin, trotz des Napfs voller Leckerli hinter ihr. Und ich so: Winde mich in den Armen meiner Bruna. Mache Platz für Coco. Die nun triumphierend auf dem Arm meiner Bruna chillt: Schnurr as schnurr can. Höre ich. Mein Weg ist frei. 

Menschen versuchen sich auch mehr oder weniger erfolgreich in der Taktik der Manipulation. Da ist die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin Machado. Die widmete US-Präsident Trump schon nach der Verleihung des Friedensnobelpreises vor wenigen Wochen die Auszeichnung. Leckerli quasi. Denke ich so.

Nun sagte Machado allen Ernstes, sie könne sich eine Weitergabe des Preises an Trump vorstellen. Als Zeichen der Dankbarkeit ihres Volks für die Entführung des diktatorischen Präsidenten Maduro vor wenigen Tagen. Und Trump so: „Ich habe gehört, dass sie das tun will. Es wäre eine große Ehre,“ Schon davor hatte er mehrfach deutlich gemacht, dass eigentlich er selbst sich als würdigen Preisträger betrachtet. 

Nun, Machados Taktik ist für mich offensichtlich. Trump ist zu geblendet vom eigenen Ego, von den Schmeicheleien, als dass er sie durchschauen könnte. Machados Ziel: Trump für sich einnehmen, damit er sich für sie als Nachfolgerin Maduros einsetzt.

Denn nach dessen Sturz hatte er Machado abgesprochen, die Unterstützung ihres Volks für das höchste Staatsamt zu haben. Und setzte erst einmal auf eine andere Frau. Und ich denke so: Bei Trump könnte Machados eigentlich so plumpe Taktik fruchten. Wobei sie dann auch wenig verlieren kann: Denn trotz einer Weitergabe würde sie Preisträgerin bleiben. Die Auszeichnung kann qua Statut gar nicht übertragen werden.

Ich rase zu Cocos Napf mit den Leckerli. Und sehe, wie meine Bruna ihr aus ihrer Jackentasche Leckerli zaubert. Und sie der in ihrem Arm schnurrenden Katze gibt. Puh, krass, denke ich so. Wer manipuliert hier wen? Manchmal alles gar nicht so eindeutig. Wie es scheint. Sagt der schmatzende Hauptstadtkater. Und jetzt: Manipuliert und chillt. Leute! Makes fun.

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