Coco Spiegel-Erschrecken und US-Ambitionen auf Grönland

Ein eigenes Missgeschick mittels eines Spiegels gespiegelt bekommen – besser geht nicht. Denke ich so. Als ich Coco beobachte. Die, wie ich gestern, auf Felixens Spiegel-Trick hereinfällt. Der den Spiegel meiner Bruna direkt vor ihr platziert. Um nette Fotos schießen zu können.
Aus dem Tiefschlaf aufgeweckt blickt Coco also auf die Katze direkt vor ihr – fassungslos. Allerdings: Das Tier hat keinen Geruch. Und bewegt sich ruckartig. Wie sie selbst. Es dauert, bis Coco es endlich rafft. Dass da keine reale Katze vor ihr liegt. Sondern lediglich das Abbild ihrer Selbst. Und ich denke so: Tut gut, zu sehen, dass ich nicht der Einzige bin, der auf ein Spiegelbild hereinfällt.


Nun ja, ich räume ein, meine Genugtuung speist sich aus niedrigen Beweggründen. Ein zutiefst menschliches Verhalten, also. Sagt auch Felix. Der zu einem bitteren Jahresanfangs-Resümee gelangt: „Was für ein übler Start“, sagte er so zu mir und meinen Leuten. „Wenn das so weitergeht…“ Und Laura so: „Wenn es wirklich so schlimm ist, dann müssen wir handeln. Vorsorge treffen. Vorräte anlegen.“ Haus in – ja wo? Kaufen?!
Felix zählt die Malaisen der ersten Tage des neuen Jahrs auf: Silvester: In Crans-Montana sterben in einer Feuersbrunst in einer Bar 40 vorwiegend junge Menschen; 2. Januar: Die USA überfallen Venezuela und nehmen Präsident Maduro gefangen. 3. Januar: Krasser Stromausfall in Berlin, mehr als 40.000 Haushalte sind ohne Strom – nach einem wohl linksextremistischen Anschlag. Erst in vier Tagen, am Donnerstag soll der Strom wieder da sein.


4. Januar: Die Frau des Trump-Berater postet auf der Plattform X ein Foto, das die Umrisse Grönlands zeigt – in den Farben der US-Flagge. Darüber steht in Großbuchstaben: SOON. Grönland aber ist autonom. Gehört zu Dänemark. Die USA unter Präsident Trump wollen die Insel aber unbedingt haben.
Behaupten, das sei wichtig für die nationale Sicherheit. Weil chinesische und russische Kriegsschiffe um die rohstoffreiche Insel führen. Die USA drohten auch dem Iran, Mexiko, Kuba und Kolumbien und Kanada immer wieder. Auch Venezuela… Alles scheint möglich. Sagt Felix.

Diego sagt: Sei doch nicht so pessimistisch. Coco springt auf. Dehnt sich Wehrt sich. Beißt in den Spiegel. Und ich denke so: Yes, reagiert, Lasst euch nicht alles gefallen. Lebt. Sagt der aufgewühlte und gespiegelte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Wacht auf. Und chillt, Leute
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