Hauptstadtkater

19. Februar 2026

Der Alien-Beweis ist erbracht: Flyin‘ Coco – Ich will Obama

Sie muss ein Alien sein. Denn sie kann fliegen. Coco kann fliegen. Vier Meter gleitet meine Katzenschwester elegant und pfeilschnell durch die Luft. Um vom obersten Podest des Kratzbaums auf den Küchenschrank zu gelangen. In drei Metern Höhe. Sekunden, die zur Ewigkeit werden. Weil es so unfassbar ästhetisch, geradezu ätherisch ausschaut.

Ich kann springen. Das ist cool. Sie kann fliegen. Das ist cooler. Muss ich anerkennen. Neidlos. Sie ist eine flyin’ cat. Nicht von dieser Welt. Außerirdisch. Offensichtlich. Und ich frage mich, wie ich den ehemaligen US-Präsidenten Obama erreichen kann. Um ihm zu sagen, dass er Recht hat. Dass es nun bewiesen ist: Es gibt Aliens. Hier auf der Erde. In meinem Revier.

Vor wenigen Tagen noch hatte Obama in einem Podcast gesagt, Außerirdische seien real. Er selbst habe aber noch keine gesehen. Klar, er hat dabei komisch gelacht. Als ob er es nicht ganz ernst gemeint habe. Aber US-Präsident Trump sprang darauf an. Und warf Obama vor, geheime Infos preisgegeben zu haben, das sei ein großer Fehler.

Woraufhin Obama sich bemüßigt fühlte, klarzustellen, dass das Universum so riesig sei, dass es wahrscheinlich sei, dass es da draußen irgendwo außerirdisches Leben gebe. Angesichts der Entfernungen sei es aber unwahrscheinlich, dass die Erde von Aliens besucht worden sei. Er selbst habe jedenfalls keine Bewiese dafür. Und ich würde gerne schreien: Ich habe den Beweis: Flyin’ Cat Coco. 

Geradezu göttlich: Ihre Landung auf dem Schrank. Telemark. Oder so. Schwärme ich und weiß nicht, was mit mir los ist: Coco riecht eben verdammt gut. Denke ich so. Verfrühte Frühlingsgefühle oder wat? Oder einfach nur mal in Euphoria? Weil eben auch die Alten mal gut drauf sind. 

Laura dreht Pirouetten. Im Wohnzimmer. Vor dem Fernseher. Auf dem ich Bilder von hüpfenden Mädchen sehe. Eiskunstlauf. Kür der Damen bei den Olympischen Spielen zu Milano. Schwärmt sie. Und versucht den dreifachen Rittberger. Stürzt. Auf mich.

Und ich denke an die fliegende Coco. Ihre Eleganz. Sehe aber dann den springenden Felix. Der Katrin vom Fernseher vertrieben hat. Und nun selbst hüpft. Weil er mit seinem VfB Stuttgart irgendein wichtiges Spiel, so schreit er, in Schottland gewinnt. Und ich denke so: Alta, Du hast nichts gewonnen. Du bist sowas von irdisch.

Aber ich will den Flow nicht abstürzen lassen. Selbst aus der Ukraine gibt es was Positives, Geländegewinne der Ukrainer. Offenbar, weil die Russen das außerirdische Satellitensystem von Elon Musk namens Starlink nicht mehr nutzen können.  Weil ihnen von Musk und den Ukrainern der Zugang gekappt worden sein soll. Und sie nicht mehr miteinander kommunizieren können.

Allerdings greifen die Russen weiter ukrainische Energieanlagen an. Und die Menschen in der Ukraine müssen frieren, weil die Heizungen nicht funktionieren. Vor allem Rudy, der Kater der Ukrainer, die meine Leute einst beherbergten. Der ärgere sich extrem über die Kälte, schreiben sie. Und das kann ich verstehen. Denn Wärme braucht es. Zum Abheben.

Und so jumpe ich aufs Fensterbrett. Über der Heizung. Kein Fliegen wie bei Alien Coco. Aber Flow. Sagt der Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Hebt ab. Und chillt, Leute! 

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