Hauptstadtkater

17. Dezember 2025

Coco ist weg

Coco ist weg. Richtig weg. Und das tut unermesslich weh. Weil ich sie sooo vermisse. Und merke: Ich. Bin. Verliebt. In. Sie. Es ist so komisch. Sie rennt nicht mit mir durchs Revier. Zu den Leckerli, wenn meine Bruna mit dem Öffnen der Dose, das typische Klackgeräusch erzeugt, auf das wir konditioniert sind. Sie springt nicht auf mich. Sie leckt mich nicht. Sie macht keinen Quatsch. Kurz: Es. Ist. Sehr. Ruhig.

Meine Leute kann nicht einmal ich trösten. Mein Schnurren bringt nichts. Sie. Sind. Total. Traurig.

Heute Abend waren noch die Nachbarskinder Dani und Walt da, damit wir mal wieder mit ihnen spielen. Coco voll in ihrem Element. Ich auch. Eigentlich ein guter Abend. Felix macht Intensiv-Reinigung unserer Toilette. Coco, als die neue Streu drinnen ist, sofort in der Toilette, um sie zu markieren. Tja – und dann gingen meine Leute raus. Und rein. Und raus. Und rein. Und Felix machte Sport – mit offenem Fenster. Behauptet, es sei keine Katze im Zimmer gewesen. Bei mir stimmt es. Auf jeden Fall.

Aber auch ich habe mich dann gewundert, als Coco nicht dazu kam, zum Plätzchenbacken mit meiner Bruna. Denn die Bleche mit den frisch gebackenen Keksen standen auf dem Küchenboden – eigentlich ein Fest für sie. Aber klar, auch sie muss mal chillen. Aber dann, als meine Bruna ins Bett will, ist Coco weiter nicht auffindbar. Und das obligatorische Gute-Nacht-Küsschen so nicht möglich.

Das Drama nimmt seinen Lauf. Laura wird geweckt. Felix kann kaum arbeiten. Sie suchen drinnen. Draußen. Kalt. Im Treppenhaus. Im Innenhof. Unter Schränken. Spalten. Meine Bruna macht einen Aushang, den sie an die Eingangstür heftet: Wo ist Coco?

Boah, bin ich erschöpft. Meine Liebe. Meine zarte Coco. Trauer ohne Ende. Sagt der einsame Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Verliert nie die Hoffnung. Und chillt, Leute.

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