Hauptstadtkater

13. Januar 2026

Die Diktatorin im Katzengewand und Trump ist der Stärkste

Sollte ein Katzenwesen tun, wozu immer es fähig ist? Worauf es gerade mal so Lust hat? Chaos wäre das Ergebnis. Und dementsprechend „nein“ meine Antwort auf meine eigenen bescheuerten rhetorischen Fragen. Für die es natürlich einen Grund gibt: Denn Mensch fordert sie geradezu heraus. US-Präsident Trump. 

Der will die Welt so machen, wie sie ihm gefällt. Ohne Rücksicht auf andere. Ohne Rücksicht auf Regeln. Für ihn gilt nur das Recht des Stärkeren. Und Trump geht davon aus, dass sein Land und er die Stärksten sind. Auf der Welt.

Also lässt er den venezolanischen Präsidenten Maduro aus dessen Palast in der Hauptstadt Caracas entführen. Also droht er, Grönland zu vereinnahmen. Also warnt er den Iran vor US-Angriffen, falls dieser weiter brutal gegen Demonstranten vorgeht. 

Trump kennt keine Grenzen. Oder doch – es gebe etwas, das ihn in seiner Machtausübung einschränke, sagte er vor Kurzem in einem Zeitungsinterview: „Meine eigene Moral. Mein eigener Verstand. Das ist das Einzige, was mich stoppen kann.“ Und ich denke so: Super-Gau – Trump und Moral, Trump und Verstand. Ein Nullsummenspiel. 

Trump behauptet, das Völkerrecht brauche er nicht. Zwar solle sich seine Regierung an internationale Rechtsnormen halten. Aber welche das seien, entscheide er.

Und ich sehe Coco. Die meine Leckerli klaut. Die mich kratzt. Die die historischen Sessel zerkratzt. Die Felixens Platz belegt. Die die Herdplatten blockiert. Und dann die Badewanne besetzt. Die also tut, was sie willl. Worauf sie eben so Lust hat. Ohne Rücksicht auf unsere Gemeinschaft. Weil sie keiner stoppt. Und sie glaubt, sie sei die Stärkste. Chaos. 

Und ich denke so: Sie ist eben eine Diktatorin im Katzengewand. Aber ich vergebe ihr. Sie ist ja noch ein Baby. Die Hoffnung bleibt. Auf Besserung. Und ich sehe, wie sie meiner Bruna Kraft spendet. Die nach einem weiteren Praktikumstag bei ihrer Ergotherapeutin erschöpft zu uns ins Revier kommt. Nachdem sie einer 87-Jährigen das Gehen wieder beibrachte. Und einem vierjährigem Kind mit Down-Syndrom das Spielen zeigte.

Nun, Coco kann gut sein. Und Chaos nicht nur verursachen, sondern auch eindämmen. Selbst beim Trockenbaden. Sagt der entgrenzte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Würdigt die anderen. Und chillt, Leute.

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