Tag: 11. Oktober 2026

  • 11. Oktober 2026

    Warum gute Freunde (Pu und Coco) so wichtig sind und Trump nie welche haben wird

    Manchmal muss ich mich dazu zwingen, optimistisch zu sein. Ich will es sein. Denn das ist mein Mantra: Wie sonst ließe sich die Welt ertragen? Es gibt jemanden, ein großartiges Lebewesen, bei dem ich mich daran orientiere: Wenngleich dieses Etwas kein Kater, sondern ein Bär ist –  und der dann – leider – auch nur fiktional. Egal!

    Ich rede von: Pu, der Bär. Und komme auf ihn, weil er in wenigen Tagen ein großartiges Jubiläum feiert. Am 14. Oktober wird es exakt 100 Jahre her sein, dass seine Abenteuer mit seinem Gegenpart, dem immer pessimistischen Esel I-Aah und dem ängstlichen Schweinchen Ferkel mit dem Titel Winnie-the-Pooh erstmals als Buch erschienen.

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    Ich liebe es, das Buch, ich liebe ihn: Denn Pu ist Optimismus, Leichtigkeit, Zuversicht. Und sein Satz: „Ein Tag ohne einen Freund ist wie ein Topf ohne einen einzigen Tropfen Honig darin“, ist schönste Philosophie. Und Poesie. Pu hat so Recht. Und ich weiß: Coco ist mein I-Aaah und Ferkel in einem. Mir wird warm ums Herz.

    Als ich sehe, wie sie auf dem Rand der Badewanne stolziert. Und wie hypnotisiert das einströmende Wasser fixiert Jedes Mal wieder. Nicht begreifend, dass es jedes mal wieder nur nass und nicht zu catchen ist. Mit Krallen. Voll neugierig eben, rührend fast.

    Und dann springt sie runter. Jagt mich. Kuschelt mich. Leckt mich. Kurz: Was für eine großartige Freundin. Auch wenn sie nicht sonderlich clever ist. Irgendwie ist sie, wie ich mir Pu vorstelle, wenn er real wäre. Eben so, wie ihn sein Schöpfer Alan Milne beschreibt: „Ein Bär mit sehr geringem Verstand, aber großem Herzen.“ Coco eben. Mein Bär. 

    Auf viele Menschen trifft Milnes Charakterisierung Pus nicht zu. Viele Menschen sind beschränkt und herzlos. An wen ich da besonders denke? Wenig überraschend: US-Präsident Trump. Der hat die Ukrainer nun aufgefordert, einen neuen Präsidenten zu wählen. Der derzeitige sei ja ganz offensichtlich nicht fähig, mit Russland Frieden zu schließen – obwohl er viele Möglichkeiten dazu gehabt hätte.

    Er, Trump, habe keine Ahnung, warum dieser Selenskyj das nicht getan habe. Sondern russische Ölförderanlagen zerstöre. Und damit die Preise für Öl weltweit in die Höhe treibe. Ich gebe zu, es fällt mir schwer, diesem Trump-Gebrabbel hier so viel Raum zu geben. So viel gequirlte Scheiße, sorry.

    Denn: Angefangen hat den Krieg im Februar 2022 Kremldespot Putin, der seine Truppen in die Ukraine einmarschieren ließ. Die Ukraine wehrt sich. Putin lehnte immer wieder jedwede Form einer Vereinbarung oder Waffenruhe ab und beharrte auf seinen Maximalforderungen – unter anderem die Annexion von Gebieten in der Ostukraine, die er noch nicht einmal erobert hatte.

    Er tötet weiter täglich mit seinen Drohnen- und Raketenangriffe Dutzende Zivilisten. Und selbst, wenn die Ukrainer wollten – die Verfassung erlaubt ihnen zu Kriegszeiten gar keine Wahl. Aber Verfassung – was ficht einen wie Trump das an? Ihm geht es ganz plump um seinen eigenen Machterhalt.

    Wofür er glaubt, russischen Diesel zu benötigen, um so die nach seinem Iran-Krieg sprunghaft gestiegenen Spritpreise zu senken und das aufgewühlte Volk vor den wichtigen Zwischenwahlen im November zu besänftigen.

    Puuuh, denke ich so. Und sehe Pu. Wie er Honig schleckt. Ich spüre, wie jemand meine Nase leckt. Coco. So nice. Schnurr. Freunde eben. Sagt der optimistische Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Lest Pu. Und chillt, Leute!