Tag: 14. August 2026

  • 14. August 2026

    Gute Freunde sind keine Verräter – ist Trump doch egal

    Alle wieder da: Meine Nuria aus Freiburg vom Studieren zurück. Meine Bruna aus dem Kurzurlaub in Brandenburg zurück. Diego von der Radtour aus Slowenien zurück. Die Alten Felix und Laura sind auch da. Alle sind zusammen. Wie früher.

    Wie schön. Könnte man denken. So viel Vertrauen. So viel Gemeinsamkeit. So viel Harmonie. So viel Verständnis. So viel Gekuschel. Familie eben. So was wie beste Freunde. Aber: Auch so anstrengend. Kann man erfahren. Wenn die übersteigerten Erwartungen auf eine intolerante Realität treffen.

    Und ich werde emporgehoben. Von meiner Nuria. Von meiner Bruna. Von Diego. Von Laura. Und auch von Felix. Der das sonst nie macht. Und ich komme nicht nach, mein weißes Fell zu säubern. Und will nur eins: Ruhe. Zum Chillen. 

    Man muss es natürlich nicht gleich so brachial machen wie US-Präsident Trump. Der seine Freunde ohne mit der Wimper zu zucken dem Hades überantworten würde. Um Ruhe zu haben. Die Story behind: Nach dem Nato-Gipfel in Ankara vor einem Monat stieg der Präsident in seine Air Force One.

    Erst jetzt wurde bekannt, dass er die Maschine vor dem Start heimlich verließ – durch eine seitlich am Flugzeug platzierte Catering-Box, in der er dann inkognito per Lkw zu einem kleinen US-Militärflugzeug gebracht wurde. Mit dem flog er dann nach Großbritannien, wo er zunächst unbemerkt wieder in die auch dort zwischengelandete Präsidentenmaschine einstieg.

    Alle sollten glauben, er sei die ganze Zeit damit geflogen. Und ich denke so: Häh, wie absurd, der mächtigste Mann der Welt versteckt in einem Container, dann in einem Flieger. Why?

    Wahrscheinlich weil er Ruhe haben wollte, denke ich so. Der Mann ist 80. Musste sich zuvor mit anstrengenden Nato-Bündnispartnern rumschlagen. Hatte keinen Bock mehr auf kluge Ratschläge seiner Vertrauten. War außerdem müde – durch die ständigen Zeitumstellungen. Und ließ so seine Vertrauten, darunter zwei Minister und mehrere Mitarbeiter seines Weißen Hauses, im Flieger sitzen. Und den Journalistentross sowieso.

    Um allein zu sein. Aber es ist anders. Ich erfahre: Trump wollte nicht nur Ruhe. Sondern war auch gewarnt worden. Dass der Iran einen Raketenangriff auf die Maschine plane. Um ihn – Trump – zu töten. Wie im Politthriller.

    Und ich denke so: Solche Freunde wie Trump will man haben. Lässt seine Vertrauten im Flieger sitzen, in dem Wissen, dass die seinetwegen in die Luft gejagt werden könnten. Nun, ob es die Drohung tatsächlich gab, ist wieder eine andere Story: Der israelische Geheimdienst soll seine US-Kollegen vor einem iranischen Anschlag gewarnt haben.

    Die USA allerdings hätten das gar nicht geglaubt. Seien aber trotzdem lieber den sicheren Weg gegangen. Ihrer Ansicht nach habe Israel die Warnung erfunden, um Trumps Wut auf den Iran zu steigern. Damit dieser den Krieg gegen die Islamische Republik wieder aufnimmt.

    Egal, wie es nun ist. Denke ich so. Trump hat damit auf jeden Fall seine wahre Fratze einmal mehr gezeigt. Er würde seine Vertrauten im Stich lassen. Und ich denke so, doch ganz nice mit richtiger family. Freunden. Denen ich voll vertraue. Echte Liebe eben. Sagt der empor gehobene Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Kuschelt. Und chillt, Leute!