Monat: März 2026

  • 13. März 2026

    Kastriert und chippt Trump – Über Sinn und Unsinn der Sterilisation

    No sex, no kids. Es ist tatsächlich aus und vorbei: Coco wird keine Cocolinas oder Cocolinos bekommen können. Hat ihre Libido, ihr Östrogen verloren. Wird dafür Fett gewinnen. Haben meine Leute nun durchgesetzt. Und ihr die Eierstöcke rausschneiden lassen. Krass brutal.

    Ich hätte geweint, wenn ich Tränen hätte, als ich Coco nach der Operation sah: Ein kleines Wrack ist aus dem stolzen, großen Mädchen geworden. Das da aus dem Tragekäfig wankt. Stolpert. Torkelt. Eingezwängt in einer blutroten Zwangsjacke. Schleppt sie sich taumelnd zum Sessel. Will hochspringen. Scheitert. Bricht zusammen. Weil die Hinterbeine versagen.

    Ja, Schuld an der Schwäche sei vor allem die Narkose. Sagt meine Bruna. Die nun mitleidet. Weil Coco liegt. Mit trübem Blick. Gesenktem Schweif. Und selbst ich bin abgetörnt. Weil Coco so stinkt: Nach Desinfektion. Blut. Tierarzt. Anstatt wie bis vor wenigen Stunden nach Süße. Ekstase. Rolligkeit. Was mir – obwohl enteiert –  really gefiel. Sehr. Sogar. 

    Nun, Coco soll die OP heldenhaft erduldet haben. Sagt meine Bruna. Mitsamt der Köter im Wartezimmer. Den Meerschweinchen. Und Tauben. Deren Angstgestank Cocos Nüstern lähmten. Die Narkosespritze. Ertrug sie würdevoll. Bei der andere Katzen laut aufschreien. Weil die Spritze ziemlich brenne. Sagt zumindest die Tierärztin. Keine Ahnung, woher sie das weiß. Denke ich so.

    Und höre schaudernd meine Bruna sagen, das Narkosemittel für die Sterilisation sei dasselbe, das zum Einschläfern von Katzen verwendet werde – nur eben in geringerer Dosis. Nun, Coco sei schnell eingeschlafen. Ohne ihren Eingeweiden noch Adios sagen zu können.

    Aufgewacht sei sie dafür mit einem Chip. Implantiert im Nacken. Auf, dass sie gefunden werde. Wenn sie mal wieder entfleucht. Und ich frage mich so, warum nicht die Menschen kastriert werden. Wo sie nicht nur sich selbst grausam töten, sondern auch meine Welt. Umwelt. 

    Posiert und agiert US-Präsident Trump nicht nur so wegen seines Sexualtriebs?Testosterongesteuert. Um Frauen zu imponieren? Und ich denke so: Kastriert zumindest ihn. Dann wäre der alte Sack endlich in seinem irren Handeln gestoppt: Könnte nicht mehr aus Versehen Mädchenschulen im Iran bombardieren lassen, wo dann 170 Jugendliche sterben.

    Könnte nicht mehr aus der westlichen Allianz gegen Russland ausscheren und plötzlich ankündigen, den Verkauf russischen Öls wieder zu erlauben – angesichts der Ölpreiskrise, die sein Iran-Krieg ausgelöst hat. Wobei selbst Trump klar sein müsste, dass Kremldespot Putin dadurch das dringend benötigte Geld bekommt, um seinen Krieg gegen die Ukraine fortsetzen zu können.

    Wie absurd, diese Selbstzerstörung der Menschen. Denke ich so. Kriminell. Und so fordere ich: Kastriert Trump nicht nur. Sondern chippt ihn auch. Damit er dann, wenn er entmachtet ist und untertaucht, auf jeden Fall entdeckt und bestraft wird. Sagt der testosteronentwöhnte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Habt Sex. Und chillt, Leute!

  • 12. März 2026

    Heuchler, Hoden, Helden – vor der Sterilisation Cocos

    Das Recht des Stärkeren gilt überall. In der großen Politik. In der Familie. Bei uns. Es ist so krass, was sich meine Leute mal wieder so anmaßen. Und über unsere Fortpflanzungsmöglichkeiten richten. Von uns Katern. Von uns Katzen. Göttergleich entscheiden, ob wir unsere Gene weitergeben dürfen.

    Ich darf nicht. Und Coco soll auch nicht dürfen. Morgen soll sie unters Messer. Aufgeschnitten werden. Sterilisiert werden. Da hilft wenig, dass meine Leute sie bedauern. Bereits jetzt. Vor allem Felix, der alte Heuchler. Der nun heult, Cocos Gene müssten eigentlich weitergegeben werden. Da sie eine solch großartige Katze sei.

    Dieser sanfte Charakter. Dazu intelligent, aufgeweckt, liebevoll, verwuschelt, wild – und manchmal hündisch, wenn sie wie ein Köter bei jedem Klingeln zur Tür rast und mit ihrem Schwanz wedelt. Dann ihr Aussehen: Stattlich, groß, wuscheliges Fell, herrlich gezeichnet. Die Augen. Die spitzen Ohren. And so on and so on. Ich könnte kotzen.

    Ich höre meine Bruna, die weint, die Operation tue der armen Coco doch weh. Und danach müsse sie eine Krause tragen, damit sie die Wunde nicht lecke. Und Diego so: Ja, die 300 Euro für die OP könnte man auch besser investieren… 

    Und ich denke so: Yes, Leute. Ihr müsst das nicht machen. Ihr seid die Stärkeren. Wenn es darum geht, was durchzusetzen. Aber eigentlich seid ihr so schwach. Ich erinnere mich an den Jänner 2024 – meine Enteierung. Schmerzvoll, demütigend, traurig.

    Das Schlimmste: Kaum aus der Narkose erwacht, musste ich mit ansehen, wie die Tierärztin meiner Bruna meine gerade abgeschnittenen Hoden präsentiert wie Jagdtrophäen. So süß und klein wie Murmeln. Meine Bruna  wurde blass. Und blässer. Bevor die Ärztin meine Hoden dann in den sterilen Abfalleimer warf. Fuckomio. 

    Ja – Entscheidungen treffen können sie, die Menschen. Jedenfalls solche, die nicht sie selbst betreffen. Sondern andere. Die Konsequenzen ihrer Entscheidungen sehen. Wollen sie dann nicht. Wobei ich auch schon mehr oder weniger elegant bei meinem Lieblingsschreibgegenstand gelandet bin – US-Präsident Trump.

    Der im Januar ja den venezolanischen Präsidenten Maduro aus dessen Palast in Caracas entführen ließ. Sich dafür feiern ließ – ohne dabei auch nur ein Wort über die bei der Aktion Getöteten zu verlieren. Und dann – in einer Art Rauschzustand ob dieses „Erfolges“ – zusammen mit Israel den Iran angreift.

    Nun bereits vom Sieg fabuliert. Aber ganz offenbar überhaupt keine Exit-Strategie hat. Nicht im geringsten zu wissen scheint, welches Ziel er nun im Iran verfolgt. Geschweige denn, wie ein Iran nach dem Krieg aussehen könnte. 

    Es ist alles so traurig. Weil sich offenbar nur noch die Starken durchsetzen. Beratungsresistent, berauscht von Macht, ohne Rücksicht auf die Schwächeren. Coco liegt nichtsahnend in meinem Korb. Und ich liebkose sie. Lecke sie. Beruhige sie. Und mich. Sagt der enteierte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Vermehrt euch, so lange es noch geht. Und chillt, Leute!

  • 11. März 2026

    Ehekrise, Chaos, Kriege, Rap und wie alles türlich zusammenhängt

    Was für ein Chaos: Die Weisheitszahn-OP bei meiner Nuria löst einen Fight zwischen Coco und mir auf dem Hochbett der verbotenen Kammer und letztlich eine handfeste Ehekrise meiner Alten aus –  es ist also ein bisschen so wie beim berühmten Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien, der einen Tornado in Texas auslösen kann.

    Denke ich so. Als ich das Keifen von Felix und Laura höre. Und das alles nur, weil sich meine Nuria nach ihrer Zahn-OP im Hochbett in der sonst abgeriegelten Kammer – auch Lauras Kunstkabinett genannt – erholen wollte. Meine Nuria die Pforte öffnete. Coco und ich sofort die einmalige Chance nutzten – in die Kammer rein- und die Bettleiter hoch rasten.

    Weil eben dieses Bett der Thron ist. Oben dann folgte ein krasser Fight mit Coco, der mit ihrer Aufgabe endete. Was das alles dann mit meinen Alten zu tun hat – Fortsetzung folgt gleich. 

    Zunächst stelle ich fest: Wieder einmal zeigt auch diese Story, dass alles irgendwie mit allem zusammenhängt. Und unvorhersehbare Auswirkungen haben und Chaos stiften kann. Natürlich gilt Ähnliches auch für Kriege.

    Die sich derzeit sogar gegenseitig beeinflussen: Bei den Verhandlungen im Ukraine-Krieg geht es wegen des Iran-Kriegs nicht weiter. Weil die USA derzeit anderes im Sinn haben als weiter zu vermitteln. Und lieber mit Israel Teheran bombardieren.

    Was tatsächlich auch Russland nutzt, weil durch den Krieg im Nahen Osten der internationale Handel mit Öl und Gas massiv blockiert ist. Und der Paria Russland sich so wieder ins Spiel bringen kann – und mit seinem von einem Teil der Weltgemeinschaft sanktionierten Öl lockt. Das durch den Verkauf erzielte Geld könnte Moskau dann wieder in den Krieg gegen die Ukraine stecken. 

    Die Preise für Erdöl an den Börsen steigen infolge des Iran-Kriegs extrem, die Preise für Benzin und Diesel an den Tankstellen auch. Was viele Bürger nicht goutieren. Vor allem in den USA, wo viele eh irritiert sind, dass ihr Friedensfürst Trump – als den er sich ja geriert – Kriege führt.

    Der US-Präsident tönt dann auch, der Iran-Krieg sei so gut wie beendet. Allein: Der Iran feuert unvermindert Raketen auf Israel und die Golfstaaten. Offenbar egal, die Börsen der Welt hören auf Trump. Der Anstieg beim Ölpreis ist gestoppt, der Preis sinkt. Die Preise an den Tankstellen allerdings nicht. Womit bewiesen wäre: Hängt wohl doch nicht alles mit allem zusammen. 

    Zurück zu meinem Hochbett-Sieg gegen Coco. Sie klettert die Leiter herab. Und springt dann gegen die Palme auf dem Fensterbrett, die Laura erst vor fünf Wochen aus dem Wohnzimmer gerettet und in die verbotene Kammer gestellt hatte, nachdem Coco sie drei Male besprungen und runtergeworfen hatte.

    Erneut krachen Palme, Übertopf und Coco auf den Boden. Erde und Scherben breiten sich auf Lauras auf dem Boden zum Trocknen ausliegenden Kunstwerken aus. Sie schreit Felix an: „Wie oft soll ich sagen, Kammertür zu?“ Und er: „Weiß ich doch, weiß ich doch, war ich nicht, war ich nicht. Ich wünscht, ich wär ein Peli-, Pelikan.“

    Und sie so: Stöhnt. Weint. Singt in Das Bo-Rapper-Behaviour: „Türlich, Türlich.“ Und ich denke so: Alles nur wegen Nurias Weisheitszähnen. Sagt der angespannte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Macht Chaos. Und chillt, Leute! 

  • 10. März 2026

    Die Weisheits-Leiden meiner Nuria aufgefangen von Trösterin Coco

    Wir Kater sind nicht nur Chill-Könige, sondern auch Tröster-Kaiser. Wobei natürlich das eine das andere bedingt. Nur weil wir immer tiefenentspannt sind, wirkt sich dieser Spirit auch auf andere aus. Also – auf Menschen. Vor allem auf jene, denen es gerade nicht so gut geht.

    Wie heute meiner Nuria. Ihr wurden zwei gesunde Zähne gezogen. Angeblich weil die zu viel Platz im Kiefer einnähmen. Und ich denke so: Huch, warum wohl hat die Natur dem Menschen so viele Zähne geschenkt? Und antworte selbst: Damit er beißen und kauen kann.

    Klar, viele Menschen müssen das heutzutage gar nicht mehr so oft, bei dem ganzen Müsli, Porridge, Gemüse, Haferschleim und den Süppchen, die sie zu sich nehmen. Nun, für Tofu und Seitan brauchen aber auch sie Zähne. Denke ich so. Dass die nun bei meiner Nuria gezogenen auch noch nach der Weisheit benannt sind – puh, wie absurd kann Mensch sein, die dann zu extrahieren? 

    Gönnen können – ist so ein Glaubenssatz, der nur von so gechillten Lebewesen wie mir stammen kann. Also: Ich lasse Coco heute generös den Vortritt. Sich auf meiner nach dieser Zahn-OP leidenden Nuria platzieren zu dürfen. Um ihren Vibe auf sie zu übertragen.

    Und meine Nuria plötzlich: Still, ruhig, entspannt. Durch das tröstende Therapietier Coco. Denn meine Nuria realisiert auch: Der Horrortermin ist vorüber. Das Date, das sie seit der Terminierung vor drei Monaten fürchtete.

    Weil sie dachte, den Schmerz nicht aushalten zu können. Die Spritze und das Taubheitsgefühl nicht ertragen zu können. Jedenfalls nicht ohne die Zahnärztin anzukotzen. Und dann ohnmächtig zu werden. Was. Naturally. Dann. Doch. Nicht. Passierte.

    Abgesehen von einem kräftigen Würgen. Das mit gechilltem Atmen durch die Nase aber schnell wieder schwand. Blieb – bis auf die zwei Zähne – alles in ihr.

    Nun, diese Angst der vergangenen Monate, war übel. Sagt meine Nuria. Selbst coole Partys, Konzerte, Treffen mit Freundinnen, Freunden und Familie, selbst mit mir – immer sei alles überschattet gewesen von diesem im Hintergrund lauernden Horrortermin. Der immer näher gerückt sei. Unaufhaltsam.

    Und in der Nacht direkt vor der OP sei die Furcht kumuliert. In zehnminütig wechselnden Wach- und Schlafphasen gepaart mit Alpträumen. Und dann kam der Moment doch. Endlich. Und die Ärztin rief ins OP-Zimmer. Bohrte, rüttelte. Fürchterliches Knirschen.

    Dann war es extrem schnell over: Ob sie die Zähne mitnehmen wolle. Habe sie die Ärztin nach der 20-minütigen OP gefragt. Und ich denke so: Huch? Warum sollte sie die gezogene Weisheit mitnehmen? Denkt auch meine Nuria.

    Die nicht glauben kann, dass die drei Monate Angst nun plötzlich hinter ihr liegen. Der Schmerz dafür vor ihr. Wenn die Betäubung verfliegt. Fliegt Coco auf sie. Die alte Trösterin. Mitsamt den guten alten Ibus, 600 naturally. Sagt der gönnerhafte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Putzt Zähne. Und: Chillt, Leute!

  • 9. März 2026

    Einstürzende Gewissheiten und Ode an die Sonne

    Sonne. Ich liebe sie. Sie ist Wärme, Licht, Leben. Aber nur aus sicherer Entfernung. Zu nah gekommen, bringt sie Tod. Tod. Wie absurd, wenn etwas weit Entferntes Liebe gibt, jedoch, je näher man ihm kommt, desto gefährlicher wird. Und zerstört, das Leben zur Asche zerfällt. Hups, welch Gedanken. Im Frühling. Denke ich so.

    Liegt wohl daran, dass der Tod eben immer da ist. Und zuschlagen kann. Er zum Leben gehört. Aber ignoriert wird. Verdrängt. Um leben zu können. Genießen zu können. Das Leben. Das Licht. Die Sonne. Ich höre Felix lamentieren. Vor zwei Tagen sei der Nachbar der Großeltern meiner Bruna in Isernhagen gestorben. Plötzlich insofern, als dass er mit seinen 89 Jahren bis vorgestern noch seinen Haushalt schmiss – alleine. Dann die Nachricht: Er ist tot. Gestorben an einer Lebensmittelvergiftung. 

    Und ich denke so: Lebensmittelvergiftung? Das ist ja in einem solchen Alter fast so etwas wie der blanke Hohn. Und ich höre Lotte, die Oma meiner Bruna, die erzählt, Ingolf sei eben seit den 80er Jahren irgendwie immer ein Begleiter ihres Lebens gewesen. Also ein weit entfernter. Aber eben da.

    Eigentlich sei dieser Ingolf ein anstrengender, starrsinniger Dickkopf gewesen. Schwer zu ertragen. Aber eben doch liebenswert. Mit seinen Ansichten. Über die sie sich so herrlich habe ärgern können. Bei den Keglertreffen, zu denen sie gemeinsam gingen. Und die nur noch so hießen, weil sie mit 20 anderen bis vor zwei Jahrzehnten zusammen die Kugeln geworfen hätten.

    Was dann aber wegen krummer Rücken und vergichteter Finger der Kegelschwestern – und brüder irgendwann nicht mehr ging. Weswegen man sich entschied, nur noch in wechselnden Restaurants essen zu gehen. Gemeinsam. Und jedes Mal habe Ingolf vorgeschlagen, sich beim nächsten Mal beim Inder zu treffen. Und jedes Mal habe sie ihm sagen müssen, dass sie dieses Essen nicht vertrage.

    Was er natürlich gewusst habe. Sagt Oma Lotte. Vorbei. Dass er nun aber ganz weg ist. Unvorstellbar. Sagt Opa Volker. Damit seien es nur noch fünf. Ex-Kegler. Und wieder eine Konstante weniger. Die offensichtlich erst dann als solche gewürdigt werden kann, wenn sie fehlt. Weil sie das Fundament des eigenen Lebens ins Schwanken bringt.

    Nun, meine Leute sind gerade bei einem Familientreffen bei den Großeltern meiner Bruna. Zu zehnt. Geben Halt. Gehen in Konzerte. Lachen.  Regen sich über Verbrennerautos auf. Planen Urlaube. Kochen veganes, vegetarisches, histaminfreies, glutenfreies, fleischstrotzendes Essen. Für jeden passend.

    Die Todesnachricht. Kommt unpassend. In dieses Setting. Aber: Sie ist da. Mitten im Alltag. Der keiner ist. Mehr als 1200 Menschen sollen im Iran bei den israelisch-amerikanischen Angriffen in den vergangenen Tagen getötet worden sein. Ein Ende des Kriegs ist nicht in Sicht. Ebensowenig wie in der Ukraine. Oder im Sudan.

    Wenn alte Gewissheiten sterben, wachsen neue.  Denke ich so. Und wenn es nur die ist, dass es nur eine gibt: Tod. Der groß ist. Und wie der Dichter Rilke sagt: Wir sind die Seinen. Sagt auch der zweifelnde Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Verdrängt nicht. Genießt die Sonne. Aus der Ferne. Und chillt, Leute! 

  • 8. März 2026

    Jeremias, Aurel und ich – Die Checker vor dem Herrn

    Ich weiß und wusste immer genau, was ich will. Nämlich: Gechillt sein. Immer. Muss ich diesen erhabenen Zustand erreichen. Unabhängig vom Ort, von der Zeit, von der Situation. Menschen haben völlig andere Ziele. Wenn überhaupt.

    Denn häufig wissen sie gar nicht, was sie tun sollen. Nicht nur, aber oft die Jungen. Die sogenannte Generation Z. Verzweifelt. Lamentiert: Ob einer angeblichen Qual der Wahl. Die Entscheidungen unmöglich mache. Aber, aber, aber: Denke ich so: Denn eigentlich hasse ich ja nichts mehr als solche bekloppten Generalisierungen.

    Weil es eben immer wieder genügend Abweichungen davon gibt. Markante Abweichungen. Die dann sogar gechillt sein können. He he. Denn es gibt natürlich auch die,  die immer schon wussten: Sie wollen Polizisten, Ärzte oder Schriftsteller werden. Oder Musiker. Dirigent beispielsweise.

    Meine Leute waren in einem Konzert im NDR Funkhaus in Hannover. Da verzauberte sie ein 25-jähriger Dirigent. Der jüngste Generalmusikdirektor Deutschlands. Er dirigierte nun das NDR-Radiosinfonieorchester – mit der 1. Mahler-Sinfonie.

    Die Musiker, manche könnten seine Großeltern sein – ließen sich von seiner Taktgebung, Aura, Jugend, Leidenschaft, Musikalität, Spiritualität, seinem Ungestüm, mitreißen. Erzählen meine Leute. Vollkommen enthusiasmiert. Und weiter: Der Funke sei im NDR-Funkhaus auch von den Musikern auf das Publikum übergesprungen. Die Leute hätten das monumentale Werk mit durchlebt. Quasi mitgelebt. Am Ende: Stehende Ovationen.

    Und der Dirigent: Aurel Dawidiuk – geboren in Hannover. Er sei voll gechillt gewesen. Erzählen meine Leute. Geerdet. Sympathisch. Er habe dem Publikum erzählt, er habe immer gewusst, was er werden wollte: Dirigent.

    Als Achtjähriger habe er bereits hier auf der Bühne gestanden – als Dirigent, für zwei Minuten, für eben dieses NDR-Orchester. Bei einem Weihnachtskonzert. Wenige Tage zuvor habe der NDR gefragt, was sich Kinder denn so zu Weihnachten wünschten. Er habe in einem Brief an den NDR geschrieben, er wolle das NDR-Orchester dirigieren. Erzählt Aurel.

    Es geschah. Beim Konzert, bei dem er im Publikum saß, sei er dann aufgerufen worden, er solle das Orchester dirigieren. Sagt Aurel.

    Kurz danach sei dann Jeremias auf die Bühne gekommen, erzählt meine Bruna. Ein Freund Aurels. Auch 25. Und: Nachbar der Großeltern meiner Bruna. Und: Ein Star in der Popszene.

    Aurel kenne er aus gemeinsamen Knabenchorzeiten. Erzählt Jeremias. Musik sei auch sein Leben. Und meine Leute so:; Auch Jeremias  sei extrem gechillt aufgetreten.

    Dann habe er seinen Song Egoist angestimmt, begleitet vom Orchester unter Aurel. Und meine Leute – begeistert: Mahler und Pop funktionierten. Alt und jung hätten harmoniert. Arabisch und amerikanisch auch.

    Harmonie. In der Musik. Und meine Bruna so: Ein Orchestermitglied, Spanier, habe erzählt, die Musik gebe ihnen allen Licht in düsteren Zeiten. 20 Nationen seien im Orchester versammelt. Es gebe auch Stress, aber der Umgang untereinander sei immer respektvoll.

    Das Publikum tanzt. Auch meine Leute. Es gibt abgesehen von mir also tatsächlich auch menschliche Checker vor dem Herrn. Denke ich so und bin happy. In Hühnchenstellung. Sagt der strukturierte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Chillt, Leute!

  • 7. März 2026

    Großkotze unter sich oder absolut gähnende Langeweile

    Ich reiße mein Maul auf. Zeige Zähne. Fauche. Großkotz eben. Voll unsympathisch. Könnte man denken. Wenn man mich so sieht – gähnend. Ob der Einfältigkeit der Menschen. Vor allem jener alten Mächtigen. Die mich so anöden. Langweilen. Wie sie brüllen. Was das Zeug hält. Beifalls- und aufmerksamkeitsheischend. Wie blöde, kleine Kinder im Sandkasten. Denke ich so. 

    Die Pool-Position bei Typen wie diesen hat naturally: US-Präsident Trump. Er wolle die bedingungslose Kapitulation Irans. Tönt er nun. Während der Mullahstaat unverdrossen Raketen auf Israel und Golfstaaten abfeuert. Und ein Ende des Kriegs oder auch ein Zusammenbruch des Regimes dort überhaupt nicht absehbar ist.

    Glück für Trump, dass er für seine Sprüche seine Plattform Truth Social hat: So muss er sein großes Maul dafür nicht aufreißen. Denn dann wäre zu sehen: Zahnloser, seniler Greis. Pech für die Welt, dass Journalisten und Influenzier jeden Post Trumps pushen. Und jede noch so bescheuerte Forderung  dann millionenfach weltweit hyperventiliert wird.

    Ich muss unwillkürlich an meine persönlichen Lieblingsfeinde denken – und einen über sie von Menschen mal nicht allzu dämlichen Spruch: Köter, die bellen, beißen nicht. 

    Klar, gilt nicht so richtig für Trump. Der beißt schon, mit seiner Macht und seinem Geld. Er lässt Teheran bombardieren. Fabuliert von anstehenden Angriffen auf den Iran, die noch stärker würden. Naturally. Und ich sehe, auch Israel hat einen Großkotz in verantwortlicher Position, einen Buddy Trumps. Premier Netanjahu.

    Der hat nun die Chance ergriffen, nicht nur zusammen mit den USA den Iran zu bombardieren. Sondern er hat seinen Krieg auch gegen die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon wieder aufgenommen. Nachdem diese nach den israelisch-amerikanischen Angriffen auf den Iran Raketen auf Israel abgefeuert hatten, lässt Netanjahu nun wiederum Libanons Hauptstadt Beirut bombardieren. Felix erzählt von seinen Kolleginnen dort, die von den Erschütterungen, der Ungewissheit, der Angst berichten. Von den Explosionen, die näher kommen. Und der bangen Frage, wohin? Wohin, wenn man seine Wohnung verlassen muss? Und auch alle Freunde und Verwandte fliehen? Sie erzählen von den Zehntausenden, die aus der Stadt fahren. Ins Nichts. Und ich sehe Trump, wie er in seinem Golfresort in Florida seine Bombardements feiert. Und wie Netanjahu weitere Angriffe auf die Hisbollah ankündigt. Und Iran und Libanon von Dutzenden, Hunderten Toten berichten. Ich könnte kotzen. Wenn meine Alea nur endlich mal wieder Kotzgras hinstellen würde. 

    Dann gähne ich eben erneut. Weil ich fertig bin. Gefangen im Zwiespalt: Dürfen Arschlöcher wie Trump und Netanjahu Terrorregime mit Gewalt beseitigen? Aus der reinen Sicht: Natürlich nicht – Verstoß gegen das Völkerrecht. Aber ich höre auch Iraner – und Libanesen: Die auf Befreiung hoffen, auf die Absetzung der Despoten. Und auf die USA setzen.

    So liege ich nun auf dem Bett. Ich weiß nichts. Ausgelaugt.. Sagt der müde Hauptstadtkater. Der so gerne über euch wachen würde. Und jetzt: Bildet euch eine Meinung. Und chillt, Leute! 

  • 6. März 2026

    Mein Pfoten-Fetisch und Brunas Fuß-Debakel

    Pfotenpflege ist alles. Inklusive Krallen. Naturally. Am besten dann noch in der Sonne. Voll gechillt und warm eben. Mit Zunge und allem drum und dran. Vorsorge, Pflege und nice feeling in einem. Weil Pfote samt Kralle für mich eben nicht nur essenziell, sondern existentiell ist. Rennen, springen, stoppen, fressen, schlagen, fühlen: Kurz: Die Pfote ist quasi mein Vorkoster fürs Hirn. Psychisch und physisch. Deswegen: Pflege der Pfoten ohne Ende. 

    Die Pfoten – ähhh, Füße he, he – sind auch für Menschen nicht ganz unwichtig. Diese Ignoranten aber merken das oft erst, wenn es zu spät ist. Ihre Füße also nicht mehr funktionieren, wie sie das so sollten. Schmerzen, wie bei Felix, der nach dem Skilaufen wegen der offenbar viel zu engen Schuhe nur noch humpelt und mittlerweile schwarze Zehennägel trägt – sieht aus wie geschminkt, ist es aber nicht. Altes Blut eben.

    Oder auch wie bei meiner Bruna. Deren Skischuhe wohl einen Nerv abklemmten. Und jetzt: Sind ihre beiden kleinen Zehen taub. Seit 26 Tagen schon. Meine Bruna spürt ihre Pfoten nicht mehr, zumindest einen Teil davon. Dafür umso mehr ihren Knöchel, der bei jeder Berührung weh tut. 

    Was also tun Menschen nun? Sie laufen zum Neurologen. Das sind die, die sich mit Nerven und dem dahinter stehenden System auskennen. Allein: Offenbar gibt es zu wenig – in der Muddastadt – also in Berlin jedenfalls. Felix ruft mehrere Praxen an, erreicht dann auch mal jemand. Und wird ob seiner Naivität ausgelacht.

    Sie nähmen nur sogenannte Bestandspatienten. Flötet eine sichtlich genervte Sprechstundenhilfe. Die nächsten drei Monate sei eh kein Termin frei. Und für danach würden noch keine vergeben. Felix versucht es weiter, auf dem Ärzte-Onlinebuchungsportal Doctolib. Und freut sich. Zunächst.

    Für heute bietet ein mit seiner Praxis nicht weit entfernter Neurologe tatsächlich einen Termin an. Felix klickt weiter: Dabei handele es sich zum eine Videosprechstunde. Felix klickt weiter: Muss ankreuzen, dass er Kassenpatient und nicht privat versichert ist. Und soll dann anklicken, bereit zu sein, für diese Sprechstunde 80 Euro zu bezahlen. Stöhnt auf. Krass.

    Er sucht weiter bei Doctolib. Ende Mai bietet eine Neurologin den gesamten Vormittag Termine an. Wieder klickt er sich durch Fragen: Kassenpatient: Ja. Bereit, zur „Erstuntersuchung“ 200 Euro mitzubringen, zu den nachfolgenden je 100 Euro. Felix atmet schwer und wird weiß im Gesicht. Wie mein Fell. Denke ich so. Und lecke meine Pfoten. Nice.

    Das also ist das solidarische Gesundheitssystem in Deutschland im Jahr 2026. Arztbesuch bei einem Spezialisten ist offenbar nur noch für privat Versicherte und reiche Menschen erschwinglich. Denke ich so. Lecke meine Vorderkralle.

    Pflege beugt vor. Sagt der pfotenfixierte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Sucht passende Skischuhe aus oder lasst das Skifahren. Macht eh nur Füße und Umwelt kaputt. Leckt die Wunden der Füße. Und: Chillt, Leute!

  • 5. März 2026

    Diesel bewegt in Zeiten des Iran-Kriegs

    Diesel bewegt. Autos. Menschen. Und Coco. Die schlüpft in die auf dem Boden liegende Papiertüte. Und ich mutmaße mal so, dass das nicht an deren Aufschrift liegt: „Diesel“. Sondern weil die so cool raschelt. Und vielleicht auch deswegen – so denke ich mal – weil das Innere einer Tüte im Chillzustand den Blick freigeben kann auf Metaebenen. Wie beispielsweise das Verhältnis von Mensch und Kater. Oder Diesel und Preis. Oder so.

    Nun, Diesel, der mittlerweile wegen seiner Ökobilanz verpönte Treibstoff. Wird derzeit eben doch noch gebraucht. Für den Antrieb. Von Fahrzeugen. Dem Lieblingsgerät vieler Menschen. Und wenn da der Preis pro Liter um 30 Prozent in einer Woche auf mehr als zwei Euro steigt, macht das vielen nicht nur schlechte Laune, sondern einige können es sich nicht mehr leisten. Zu fahren.

    Warum die Preise so hoch sind? Das liege am Iran-Krieg und dem dadurch massiv eingeschränkten Schiffsverkehr in der Straße von Hormus. Sagen die Ölkonzerne. Dadurch stiegen die Preise massiv. Abzocke. Behaupten viele Verbraucher und Politiker. Und ich bewundere Coco. In der Diesel-Tüte. Welch Symbolik. Die sie wahrscheinlich gar nicht durchhaut. Denke ich so. Bedauernd. Ob ihrer Einfalt.

    Während Coco raschelt und miaut, höre ich ranghohe Politiker, die die Sprit-Preiserhöhung als Sauerei beschimpfen. Und das Kartellamt zum Eingreifen auffordern. Das allerdings will sich nicht instrumentalisieren lassen. Es gebe kein Instrumentarium, um geopolitisch getriebene Preissteigerungen auf Knopfdruck zu verhindern, lassen die Kartellwächter verlauten.

    Und auch Ökonomen meinen, erhoben werde der Preis, der erzielt werden müsse, um den deutlich teurer gewordenen Sprit einzukaufen. Tankrabatte seien kontraproduktiv. Wenn der Sprit auf den Märkten teurer eingekauft werden müsse, müssten die Verbraucher ein Signal erhalten – und eben weniger verbrauchen. Rabatte dagegen seien ökonomisch und ökologisch bedenklich.

    Und ich denke so: Boah, sind aber doch auch dekadente Großkotze, die offenbar noch nie rechnen mussten, wie viel Geld ihnen am Ende des Monats noch zur Verfügung steht. 

    Nun, zuletzt sollen die Spritpreise 2022 bei mehr als 2 Euro pro Liter gelegen haben – wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und den damit verbundenen Folgen für die Energieversorgung. Damals senkte der Staat tatsächlich die Steuern auf Diesel und Super für drei Monate deutlich – damals war der Anstieg allerdings auch um einiges höher,.

    Die Dieseltüte mit Coco raschelt. Und bewegt sich tatsächlich. Läuft. Bis Felix aufschreit. Meint, seine neue Jeans sei noch in dieser Tüte. Er stoppt die Tüte. Und Coco. Indem er Leckerli holt. Und sie sich bestechen lässt. Herausschlüpft. Und Felix seine Jeans aus der Dieseltüte holen kann.

    Während Coco die Leckerli genießt. Ich nicht. Ich frage mich so: Ob Coco doch eine Metaebene hatte, die ich nicht sah. Denn: Wen interessieren schon der Spritpreise? Wenn es um Leckerli geht. Sagt der bewegte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Trinkt Diesel. Und chillt, Leute! 

  • 4. März 2026

    Lasst fließen, Leute – und meine Liebe zum stillen Örtchen

    Meine favourite places: Stille Orte. Zum ungestörten Chillen. Chill as chill can. Es gibt einen Ort, an dem Menschen ruhig und damit gewissermaßen alle irgendwie gleich werden. Weil sie dort, um zu funktionieren, runterfahren müssen. Damit es läuft und fließt. So  richtig, he he. Die Toilette! Entspannt.

    Ich liebe es, dieses Feeling zusammen mit meinen Leuten zu erleben. Weil ich spüre, wie Mensch zum Kater mutiert. Das mag naturally auch Coco. Die dieses gemeinsame Erlebnis noch einmal toppt: Sie springt beim Toilettengang meiner Leute auf deren Schoß – und rutscht dann in deren herabgelassene Hose. Um dort in einer Art Nest zu versinken. Und zusammen zu chillen. Schnurrend. 

    Es ist klar: Wir müssen beruhigen. Wir Kater und Katzen. Das ist unsere Bestimmung. Vor allem in krassen Zeiten wie diesen sind unsere therapeutischen Fähigkeiten gefordert. Der Krieg im Iran eskaliert. Die iranischen Streitkräfte feuerten eine Rakete auf die Türkei ab – die von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen wurde.

    Aber krass: Zwar passierte nichts, aber was für eine Provokation! Für die Nato. Deren Mitglied angegriffen wurde. Ein Mitglied, das eigentlich bislang von dem Konflikt zwischen dem Iran sowie den USA und Israel neutral war. Und sich lange um eine diplomatische Lösung bemühte.

    Klar, die USA haben in der Türkei Soldaten stationiert. Könnten für den Iran das Ziel gewesen sein. Immerhin: Dass der Nato-Bündnisfall ausgerufen wird, gilt als unwahrscheinlich. Ein Eingreifen der Nato kann nur im Konsens entschieden werden. Und Spanien und Frankreich werten die US- und israelischen Angriffe auf den Iran als völkerrechtswidrig. 

    Das ist auch gut für Deutschland. Das ohnehin bereits erklärt hat, keine Bundeswehr in diesem Konflikt einsetzen zu wollen. Vielleicht auch, weil Soldaten fehlen. Und wohl auch künftig fehlen werden.

    Meine Bruna sagt, morgen solle wieder gegen die Wehrpflicht in Deutschland demonstriert werden. Sie wolle hin. Und ich denke so: Welche Wehrpflicht? Steht derzeit gar nicht zur Debatte. Dafür aber die Frage: Wie sollen Meinungs- und Pressefreiheit aufrecht erhalten werden, wenn sie keiner verteidigen will? Ich springe zu meiner Bruna. Beruhigend eben. 

    Und sehe, dass Diego offensichtlich einen Schritt in die richtige Richtung macht. Er schwankt mit am Ohr angeklebten Verband in mein Revier. Ein klares Zeichen dafür, dass er nicht mehr jeden Mist hören will. Denke ich so.

    Um dann sein Klagen zu hören: Ein Riss in seinem Trommelfell sei operiert worden – damit er künftig noch besser höre. Sagt er. Während er sich auf der Toilette in meinem geliebten stillen Örtchen positioniert.

    Ich mich mal kräftig schütteln muss und merke: Der Schein trügt eben so manches Mal. Diego will hören. Gut hören. Und Coco sucht sofort den Weg auf seinen Schoß.  Und findet ihn. „Lasst fließen.“ Sagt der gönnende Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Sucht das stille Örtchen auf. Völker der Welt. Und chillt, Leute!