Tag: 3. Februar 2026

  • 3. Februar 2026

    Ski-Horrorgeschichten vom Stürzen

    Menschen sind Stürzende. Weil sie weder krallige Pfoten noch vier Beine haben. Sondern aufrecht auf zwei Beinen durch die Pampa laufen. Und so leicht mal Gleichgewicht verlieren – oder einfach stolpern, weil ihnen eine Katze vor die Füße läuft. Dann stürzen sie. Und tun sich weh.

    Obwohl die meisten Menschen um ihre unzulängliche Anatomie wissen, erhöhen viele ihr Risiko nochmals. Und schnallen sich zwei Bretter unter die wackligen Füße. Nennen das Skifahren. Da gibt es Profis – wie Lindsey Vonn, eine 41-jährige US-Amerikanerin. Aber auch sie stürzt. Immer wieder.

    Vonn, die bereits seit Jahren eine Teilprothese im rechten Knie hat, erzählt nun, bei ihrem jüngsten Sturz vor wenigen Tagen habe sie sich einen Riss des linken Kreuzbands, eine Meniskusverletzung und Prellungen zugezogen. Sie gehe aber davon aus, in einer knappen Woche bei den Olympischen Winterspielen in Italien starten zu können. 

    Und ich denke so: Weird, wie soll das gehen – Paralympics oder was? Egal: Ich komme auf meine Leute zu sprechen. Da ist meine Bruna. Die ja derzeit mit eben solchen Brettern an ihren Füßen durch Österreich rutscht. Als Amateur auch noch. Und ich denke: Don’t know why. Spaß. Sagt sie. Und ich denke so: Toller Spaß, wenn man auf einer eisigen Fläche auf gerader Strecke  ein Salto macht. Weil ihre Gedanken abgeschweift seien. Zu mir. Wie sie sagt. Immerhin: Unverletzt, sie.

    Und weiter sagt meine Bruna: Kurz darauf habe ein Mann in der Gondel erzählt, vergangenes Jahr sei ein 13-Jähriger auf der Talabfahrt gegen ihn geknallt. Er habe erst gar nicht gecheckt, was passiert sei. Ein krasser Knall, er habe sich geschüttelt und gemerkt, bei ihm sei alles okay gewesen. Aber in seinem Skistock sei eine große Delle gewesen – und 50 Meter weiter unten lag der Junge schreiend im Schnee.

    Ein Helikopter habe den Teenager abtransportiert, zum Glück habe der nur Prellungen und ein paar Knochenbrüche erlitten. Er selbst aber habe sich rechtfertigen müssen, habe der Mann weiter erzählt. Erst seien am Nachmittag noch fünf Polizisten zu ihm in die Pension Emma gekommen, um ihn zu vernehmen. Dann sei Anklage gegen ihn erhoben worden. Das sei wohl Routine bei solchen Unfällen: Dass der weniger Geschädigte sich erst einmal verteidigen müsse. Nun, die Anklage sei dann schnell fallengelassen worden. 

    Und dann stürzt heute auch noch Bela, Diego Freund, der auch mit auf der Skitour ist. Vor den Augen meiner Bruna. Bela also sei einen vereisten Hang runtergerannt, bis ihn ein kleiner Schneehügel ausgehebelt habe, er durch die Luft katapultiert worden und ins Fangnetz gestürzt sei. Sein Kopf sei gegen den Boden geknallt. Nichts passiert. Er habe Helm getragen.

    Und ich frage mich nochmals: Wie absurd kann man sein. Sich bewusst Gefahren aussetzen? Wenn ich stürze, dann stürze ich mich auf Mäuse. Ok, früher jedenfalls, meine Vorväter oder so. Bin eben degeneriert. He he. Aber Coco stürzt auf mich. Und wir haben Spaß. Und ich denke so, liebe Menschen, wenn ihr unbedingt stürzen wollt – warum nicht Trump? Oder Putin? Sagt der gefestigte Hauptstadtkater. Der über euch wacht. Und jetzt: Kontrolliert eure Beine. Und chillt, Leute!